Produktbild: Japanische Kriminalgeschichten
Band 14933 Neu

Japanische Kriminalgeschichten Klassiker des Krimis von der Edo-Zeit bis ins 20. Jahrhundert – Mit vielen Anmerkungen und einem informativen Nachwort

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8,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8314

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Herausgeber

Ingrid Schuster

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

15/9,5/1,2 cm

Gewicht

78 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Übersetzt von

Ingrid Schuster + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-014933-1

Beschreibung

Portrait

Ingrid Schuster, geb. 1940, ist Japanologin, Sinologin und Übersetzerin.

Produktdetails

Verkaufsrang

8314

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Herausgeber

Ingrid Schuster

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

15/9,5/1,2 cm

Gewicht

78 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Übersetzt von

  • Ingrid Schuster
  • Reiko Sato

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-014933-1

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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  • VolkerM

    4/5

    06.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Fünf Geschichten aus 4 Jahrhunderten

    Die fünf japanischen Kriminalgeschichten decken einen Zeitraum von 1700 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ab und spiegeln sowohl die Entwicklung der japanischen Erzähltraditionen wider, als auch den Einfluss westlicher Kriminalautoren. Die ersten beiden Geschichten spielen um 1700, sind noch fest verwurzelt in den Werten und Hierarchien der Samuraizeit und besitzen oft einen leicht märchenhaften Grundton. Ähnlich wie in Europa müssen die Geschichten damals eine Moral haben und am Ende wird der Täter gerächt, selbst wenn er (nach heutigem Verständnis) aus einem Dilemma heraus handelt und zur Tat gezwungen war. Mit dem Beginn der japanischen Neuzeit, ab 1867, ändern sich die Erzähltechniken sehr schnell und man erkennt den westlichen Einfluss deutlich. Einen ganz typischen japanischen Twist kann man übrigens in der Erzählung „Ich“ beobachten, der auf westliche Leser etwas plump wirkt: Der Erzähler führt den Leser zunächst bewusst in die Irre und erklärt nach (!) der Auflösung noch sehr weitschweifig, warum er den Leser angeblich nicht in die Irre führte und immer die Wahrheit sagte. Bei Licht betrachtet ist die wortreiche Erklärung aber faktisch falsch. Diese Technik habe ich schon oft bei japanischen Kriminalromanen gesehen und mich immer gefragt, warum das ausgerechnet in Japan so gut ankommt, wo doch die japanische Gesellschaft geradezu davon lebt, dass nichts klar ausgesprochen wird und alles unterschwellig erspürt werden muss. Nun ja, ich kann zumindest bestätigen, das „Ich“ eine sehr japanische Erzählung ist. Raffinierter ist da schon die letzte Geschichte von Rampo Edogawa (unbedingt im Anhang die Kurzbiografie lesen!! Der Name ist sozusagen Programm). Die ist in vieler Hinsicht sehr modern. Die Kommentierung von Ingrid Schuster ist ausführlich, sachkundig und überbrückt die zeitlichen und kulturellen Abstände sehr gut. Insgesamt ein lesenswertes Büchlein für Leser mit einem Faible für japanische Kultur und Literatur.

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