Produktbild: Lori
Neu

Lori Roman

64

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1429

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85124-7

Beschreibung

Rezension

"Eine zutiefst berührende Geschichte eine, die an die unausgesprochenen Geschichten des Ostens rührt. Das, was in vielen Familien unter Schweigen begraben liegt und trotzdem die Kinder und oft auch die Enkel mit Gefühlen belastet."

Leipziger Internet Zeitung, Ralf Julke

Produktdetails

Verkaufsrang

1429

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

298 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85124-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: GPSR Kontakt

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Außenseiter-Familie

    Das Buchcover ist unglaublich gut gelungen mit dem unscharf geratenen Kinderfoto und macht neugierig auf die Geschichte dahinter. Ist es ein Foto aus vergangener Zeit oder ein Bild aus einer verschwommenen Erinnerung? Es geht um eine Familien, die abseits des Dorfes in einem alten Bahnhofsgebäude lebt. Leni mit ihren mittlerweile 5 Geschwistern, spürt, dass in ihren wiederkehrenden Träumen und Erinnerungen irgendetwas nicht stimmt. Sie braucht Jahre, um sich all ihren offenen Fragen zu stellen, den Mut und die Kraft aufzubringen, ihre Eltern zu befragen. Zu groß ist die Scheu aller Beteiligten. Es geht um eine tragische Familiengeschichte, um Schuld, die auf unterschiedliche Weise kaum zu ertragen ist, um unbewältigte Schmerzen und das nicht Verheilen von Wunden. Aber auch um die Tragweite des Schweigens bis in die nachfolgende Generation hinein. Der Schreibstil liest sich sehr gut und gibt Einblick in ein Stück DDR-Vergangenheit. Sehr lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Teil

    Anousch Müllers Lori hat mich sehr beeindruckt. Es ist ein Buch, das mich an vielen Stellen tief berührt und immer wieder dazu angeregt hat, über die eigene Geschichte, Familie, Vergangenheit und Zukunft nachzudenken. Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Figuren gezeichnet sind. Sie sind weit entfernt von Perfektion, gerade dadurch kann man sich mit ihnen identifizieren. Das Buch erzählt aus meiner Sicht davon, dass Erwachsenwerden nicht mit einem bestimmten Alter abgeschlossen ist, sondern ein lebenslanger Prozess bleibt. Es geht um den Wunsch, den Erwartungen anderer gerecht zu werden, und zugleich um den Kampf, den eigenen Weg zu finden. Lori stellt Fragen, die weit über die Geschichte hinausreichen. Was bedeutet es eigentlich, Teil einer Familie zu sein, selbst wenn man in sie hineingeboren wurde? Wie entstehen unsere Vorstellungen von Realität und Wahrheit? Welche Lügen, Ängste und Gefühle tragen wir mit uns herum? Und welche Beziehungen prägen uns zu den Menschen, die wir heute sind? Auch die Frage nach Zugehörigkeit wird auf eindrucksvolle Weise verhandelt. Was bedeutet es, in einem Staat/Stadt/Dorf/Bahnhof zu leben? Wie sehr formen Herkunft, Familie und gesellschaftliche Erwartungen unser Selbstbild? Besonders schön fand ich die kleinen lyrischen Passagen, die immer wieder in die Handlung eingeflochten sind. Sie wirken nie aufgesetzt, sondern vertiefen die Atmosphäre und verleihen dem Roman zusätzliche Tiefe. Trotz der Schwere des Themas liest sich das Buch sehr flüssig und entfaltet gerade durch seine ruhige Sprache eine große emotionale Kraft. Lori ist für mich ein Roman über Erinnerung, Identität und die Suche nach dem eigenen Platz - ehrlich, berührend und lange nachhallend.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    10.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schweigen sitzt mit am Familientisch

    Manche Familien tragen ihre Geheimnisse nicht im Keller, sondern mitten durch das Wohnzimmer. Jeder spürt sie, niemand spricht darüber und irgendwann weiß keiner mehr, wo die Wahrheit endet und das Schweigen beginnt. Leni wächst mit ihren fünf Geschwistern auf einem verlassenen Bahnhof in Thüringen auf. Das klingt zunächst fast romantisch. Ein bisschen Freiheit, ein bisschen Abenteuer und vermutlich ziemlich viele Möglichkeiten, den letzten Zug zu verpassen. Doch über dieser Familie liegt etwas Schweres. Da fehlt jemand. Lori. Die Schwester, über die kaum gesprochen wird und die auf dem Grund der Ostsee ruht. Anousch Mueller erzählt diese Geschichte leise, aber verdammt eindringlich. Hier fliegen keine Geheimnisse mit lautem Knall aus dem Schrank. Sie sickern langsam durch jede Seite. Genau das hat mich gepackt. Man merkt früh, dass etwas nicht stimmt, kann es aber lange nicht richtig greifen. Dieses Gefühl sitzt beim Lesen ständig mit am Tisch und trinkt ungefragt den Kaffee leer. Besonders stark fand ich, wie Schuld, Verlust und Verdrängung nicht nur einzelne Menschen treffen. Das Schweigen zieht sich durch die ganze Familie und landet schließlich bei den Kindern, obwohl sie mit den ursprünglichen Ereignissen gar nichts zu tun hatten. Die Vergangenheit benimmt sich eben manchmal wie unangemeldeter Besuch. Sie geht einfach nicht wieder. An einigen Stellen musste ich aufmerksam bleiben, weil Erinnerungen, Zeiten und Gedanken ineinanderfließen. Manches hätte für mich etwas mehr Raum bekommen dürfen. Trotzdem entwickelt der Roman eine enorme emotionale Kraft. Leni sucht nicht nach einer hübschen Erklärung, sondern nach einer Wahrheit, mit der sie irgendwie weiterleben kann. Lori ist kein gemütlicher Familienroman für nebenbei. Das Buch tut weh, bleibt leise im Kopf hängen und erinnert daran, dass ausgesprochene Wahrheiten schmerzen können. Verschweigen macht sie allerdings auch nicht kleiner.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    10.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar einfühlsam und tiefgründig

    'Wenn sich ein Geheimnis löst, beginnt die Geschichte von Neuem. Als zweite Fassung. Jeden von uns gibt es ab dann in der einen und in der anderen Version.' Und diese beiden Versionen lässt Anousch Mueller langsam aufeinander zusteuern, bis sie sich am Ende zu einer, ja, dritten Version vereinen. In der einen Version ist Leni älteste Tochter mit fünf jüngeren Geschwistern. Aufgewachsen auf einem verlassenen Bahnhof in Thüringen Mitte der 90er. In der anderen Version spürt sie seit frühester Kindheit, dass da etwas Unausgesprochenes über der Familie hängt: Lori. 'Denn eines wussten wir und eines nicht: Wir waren sechs, die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht.' Mutter und Vater schweigen, und so versucht Leni allein, die Leerstellen zu füllen und lüftet dabei Stück für Stück den Schleier über der Familientragödie, der dicht mit den politischen Irrungen der Zeit verbunden ist. Anousch Mueller gelingt es meisterhaft, auf gerade einmal 205 Seiten den ganzen Schmerz einer Familie einzufangen, die vor dem Hintergrund einer großen Tragödie mit den Geistern der Vergangenheit zu kämpfen hat. Einer Tragödie, die in den 70er und 80er Jahren in der DDR begann und die Lenis Eltern nie überwunden haben. Denn wie soll das gehen, wenn das Trauma so groß, der Verlust so immens ist, dass die Wunden bis heute nicht verheilt sind? Wenn die Wahrheit so tief verborgen ist, dass allein der Gedanke daran schmerzt und das Sprechen darüber unmöglich ist. All das Ungesagte, das sich in jede Faser, in jedes Tun eingenistet hat. Sprachlich äußerst feinfühlig und subtil baut Anousch Mueller ihren Spannungsbogen. Fragmente sind es, kleine Puzzleteile, die wir als Lesende einordnen dürfen. Und die wir erst nach und nach begreifen, wie Leni, die sich behutsam und mit viel Geduld herantastet. Muellers Bilder erwecken gleichzeitig einen Zeitgeist, ein Lebensgefühl, das üppig und intensiv daherkommt. Sowohl in den zeitlichen Rückblenden als auch auf diesem warmen, in die Jahre gekommenen Bahnhofsgebäude. Und auch ihre Figuren, allen voran Leni, sind mit einer Dichte, Feinfühligkeit und Verletzlichkeit gezeichnet, die dich tief ins Herz trifft. Ich könnte noch stundenlang schwärmen, über die authentischen politischen Rückblenden, über Lutz und seine emotionale Rolle in dieser Geschichte, über Traumata, die von einer Generation auf die nächste übertragen werden, über die Macht von Erinnerungen und die Kraft von Vergebung und Liebe.

  • Eva

    5/5

    10.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Leerstelle füllt das Leben

    Leni wächst mit ihren fünf Geschwistern in einem verlassenen Bahnhofsgebäude auf. Es ist ein Szenario wie in einem Märchenbuch, mitten Thüringen. Der Bahnhof steht in Entfernung zum Dorf, die Kinder sind wild und frei, haben sich, ihren liebenden, überfürsorglichen Vater, die Mutter, die alle mit Liebe beschenkte und dennoch immer wieder in sich selbst verschwindet. Seit ihrer frühen Kindheit ahnt Leni, dass etwas fehlt. Es gibt eine Leerstelle in der Familie, über die das Schweigen wacht. Das Unausgesprochene wird Teil der Familie, gräbt sich ein, hinterlässt Kinder, die später alle keine Kinder haben werden und auf sehr individuelle Art einen eigenen Ausdruck suchen. Die Distanz zwischen dem Bahnhof und dem Dorf scheint mit jedem Teenagerjahr Lenis zu wachsen. Die Sprache bleibt intellektuell sezierend, punktgenau und zielstrebig. Berlin scheint weit genug weg, um dem Schweigen als junge Frau zu entfliehen, doch der Leerstelle entflieht sie nicht. Sie will gefüllt werden. Mit jugendlichem Rausch, mit einem Liebhaber, mit Recherche, mit der Stellungnahme zur Staatsmacht der DDR, deren Manipulation, Unterdrückung und Machtmissbrauch sich als Schuld und Scham, Schweigen und Misstrauen in die Familiengeschichte einschreibt. Fast scheint es, als trete die Erzählerin aus sich selbst heraus und beobachte sich selbst in ihrer Welt. Messerscharf analysiert sie die politische Lebensrealität und setzt sie fortwährend zu sich und ihrer Familie in Relation. Anousch Mueller erzählt außergewöhnliche und doch ganz private Lebensgeschichten, die mit der gesellschaftspolitischen Realität untrennbar verknüpft sind. Durch unterschiedliche Zeitebenen und ausdrucksstarke Charaktere beleuchtet sie raffiniert und differenziert das politische System aus verschiedenen Perspektiven und verdichtet sie zu einer komplexen Lebensrealität. Genau das macht Lori zu einem bedeutenden Roman. Anousch Mueller widerspricht dem Stereotyp einer allgemein gültigen Ost-Vergangenheit jenseits von Opfererzählungen oder anderen Rollenzuschreibungen. Sie erzählt von Schuld und Traumabewältigung, Trauer und davon, was es bedeutet, in einem menschenverachtenden System die Wahrheit auszuhalten.

Kundinnen und Kunden meinen

5

25

4

31

3

6

2

2

1

0

Bewertungen (64)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Lori