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Produktbild: Lori

Lori Roman

98

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7761

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85124-7

Beschreibung

Rezension

"Berührend, packend und lesenswert."




Deutschlandfunk Kultur Lesart, Andrea Gerk






"Eine zutiefst berührende Geschichte eine, die an die unausgesprochenen Geschichten des Ostens rührt. Das, was in vielen Familien unter Schweigen begraben liegt und trotzdem die Kinder und oft auch die Enkel mit Gefühlen belastet."




Leipziger Internet Zeitung, Ralf Julke






"Dass die Kinder heute selbst wichtige Erzählstimmen des deutschen Ostens sind, beweist dieser Roman einmal mehr Lori' ist bei aller Schwermut voller Hoffnungen, auch auf offene Gespräch, und genau die braucht es."




Literarische Welt, Nina Pilz



Produktdetails

Verkaufsrang

7761

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

205

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,3 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85124-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für mich ein absolut überraschendes Highlight

    Historische Romane, die sich um die DDR drehen, reizen mich in der Regel nicht wirklich, weil mir die Zeit einfach fremd ist. Aber Anousch Mueller hat mich spätestens nach dem ersten Drittel in ihren Bann gezogen. Was für eine unglaublich detailliert recherchierte und gut geplottete Familiengeschichte! Leni wächst als eines von 6 Kindern in einem außergewöhnlichen Setting auf: Ein verlassenes Bahnhofsgebäude im Thüringen der 80er/90er-Jahre ist das Zuhause der Familie. Die Mutter kommt anfangs nicht gut weg, wirkt wie eine Gebärmaschine, die sich stets nur um das jüngste Kind intensiv kümmert, während sie sich von den anderen distanziert. Der Vater wiederum ist ein absolutes Herz, ein Helfer in allen Lebenslagen. Dass es ein großes Geheimnis gibt, welches alle Familienmitglieder prägt, ist von Anfang an klar: Leni erinnert sich schemenhaft an ein weiteres Kind. Was mir anfangs die Lektüre erschwerte, war die etwas sprunghafte Erzählstruktur. Die Autorin verwendet zwar Jahresangaben am Anfang der Kapitel, hält sich innerhalb dieser aber nicht immer daran. Das wird im weiteren Verlauf deutlich besser, Durchhalten lohnt sich also! Ich bin beeindruckt von der massiven Rechercheleistung, die in diesen Roman geflossen sein muss. Etliche Male habe ich direkt nachgelesen, etwa wie es in der Cottbusser Innenstadt der 70er Jahre ausgesehen und was es mit dem beschriebenen Unglück auf sich hat. Die Autorin verpackt historisches, popkulturelles und literarisches Wissen so dicht, dass es manchmal fast zu viel wirkt, aber eben nur fast. Denn rund herum entspannt sich eine unglaublich spannende, sensible Familiengeschichte, die mich tief bewegt und die Faktendichte problemlos aufgelockert hat. Mueller verbindet die DDR-Realität so geschickt mit der Familienbiografie, dass ich gespannt und bedrückt zugleich war, während sich beim Lesen unzählige Fragen aufgeworfen haben. Wie viel Schweigen hält eine Familie eigentlich aus? Wie tief wirkt das autoritäre System trotz aller Abneigung doch in eine Beziehung hinein? Und was machen die vielen Geheimnisse mit den Kindern? Besonders eindrücklich schildert die Autorin, was das innerfamiliäre Schweigen psychisch mit den Kindern anrichtet. Die Auflösung am Ende ist grandios geschrieben, die Annäherung von Leni und ihrer Mutter glaubhaft. Die Entwicklung der Freundschaft zwischen Leni und ihrem besten Freund Lutz habe ich überhaupt nicht kommen sehen, sie hat mich erst schockiert und dann gebrochen. Mueller bleibt an den richtigen Stellen vage, sodass wir den Subtext über das eigene Fühlen verstehen müssen. Die zweite Hälfte konnte ich gar nicht mehr aus der Hand legen und habe bis tief in die Nacht hinein gelesen. Ein wenig ziehe ich ab für die an manchen Stellen etwas zu akademische Sprache, welche die Geschichte gar nicht nötig hatte. Im weiteren Verlauf habe ich dann aber überhaupt nichts mehr zu meckern. Damit große Empfehlung - ich habe bislang noch kein Buch gelesen, das auf so wenigen Seiten die Realität und Ambivalenz sowie das Trauma der DDR-Bevölkerung derart eindrücklich schildern und das auch noch mit einer individuellen, spannenden Familiengeschichte kombinieren konnte. 4,5 ⭐️

  • Bewertung

    5/5

    07.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schweigen verletzt

    Ursprünglich hatte mich dieses Buch angezogen, wie die Motte das Licht. Nur ein Satz war nötig, um mich zu fesseln: "Wir waren sechs die lebten. Und Lori, die auf dem Grund der Ostsee ruht." Leni wächst als eines von sechs Geschwistern in einem alten Bahnhofsgebäude in Nirgendwo des Thüringer Landes auf. Die Mutter definiert sich über ihre Muttersein, während der Vater ihnen die Fürsorge bietet, die sie benötigen. Ihre Kindheit scheint glücklich, auch wenn sie spürt, dass etwas unausgesprochenes zwischen ihnen schwebt- oder jemand. Immer wieder durchzucken sie Erinnerungsfetzen, die sie nicht einordnen kann. Erst im Erwachsenenalter, nachdem sich die Kinder in alle Himmelsrichtungen verstreut haben, schafft sie es, sich und ihre Eltern mit der verschwiegenen Vergangenheit zu konfrontieren. Zu Beginn hat mich vor allem das Setting im thüringischen Nirgendwo gefesselt. Ein bisschen hat es sich wie Detektivarbeit angefühlt, meine Heimat in diesem Buch wiederzufinden. Doch nach und nach wandelt es sich von meiner eigenen Spurensuche zu der von Leni. In vielen Rückblicken, sowohl in ihre Kindheit als auch in die Jugend- und Kenenlernzeit ihrer Eltern, erfahren wir die Familiengeschichte einer zerrissenen Generation, die in den Umschwüngen der (Vor-) Wendezeit des Ostens aufwächst. Zum Schluss bleibt nicht nur Leni überrascht und erschüttert zurück. Mich hat es genauso getroffen!

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die verschwiegene Vergangenheit

    Spannend und in einer berührenden Sprache erzählt Anousch Mueller in ihrem neuen Roman „Lori“ eine Geschichte über Schuld und Verdrängung - und über den tastenden Versuch, Wahrheit zuzulassen. In Rückblenden auf die verschiedenen Zeitebenen bewegt sich die Ich-Erzählerin Leni zwischen den Jahren 1974 bis 2000 und schildert die Geschichte ihrer Familie, die an den politischen Verwerfungen ihrer Zeit und einem Geheimnis, zu zerbrechen droht. Thüringen, 1995. Auf einem verlassenen Bahnhof abseits des Dorfes, wächst Leni mit ihren fünf Geschwistern auf. Seit sie denken kann, spürt sie aber in kurzen Momenten, dass etwas fehlt und in ihren Erinnerungen taucht immer wieder eine kleine Schwester auf. Als Leni durch Zufall den Mutterschaftspass ihrer Mutter findet, weiß sie, dass ihr Gefühl sie nicht getäuscht hat. Nur was geschah mit ihrer Schwester Lori? Als erwachsene junge Frau verschlägt es Leni nach Berlin doch sie findet hier keine Ruhe und kehrt zurück zu ihrer Mutter, die mittlerweile alleine auf dem verlassenen Bahnhof lebt. Leni weiß mit Sicherheit, hier muss sie sich auf die Suche nach dem Geheimnis machen, das ihr Leben prägt und endlich die Wahrheit über ihre Familie finden. Die Suche nach Antworten führt sie bis in die frühen siebziger Jahre der DDR zurück. Es braucht seine Zeit um sich mit ihrer Mutter zu verständigen, die verstreute Familie zu versammeln um all das Verdrängte zur Sprache zu bringen und endlich die Wahrheit zuzulassen. Fazit: Die Autorin konnte mich mit ihrer tiefbewegenden Geschichte positiv überraschen. Ihr Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Charaktere fand ich der Zeit gut angepasst und authentisch. Besonders gut gefallen haben mir die historischen Hintergründe und gesellschaftlichen Themen, die die Handlung gelungen miteinander verbindet. Eine berührende Geschichte mit einem versöhnlichen Ende, die ich gerne gelesen habe und weiterempfehle.

  • Angela Busch

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verdrängung und Schweigen in der Familie,,,

    Helena Ross, genannt Leni erzählt in der Ich-Perspektive aus ihrer Kindheit, von diffusen Erinnerungen an ein anderes Mädchen, ihren glücklichen Aktivitäten mit den fünf Geschwistern auf dem Dorf. Wir schreiben das Jahr 1995. Aber auch die Zeit vor der Wende, in Lenis Kleinkindzeit bekommt eine wichtige Bedeutung in der Erzählung. Die sechs Geschwister erleben eine wilde und freie Kindheit miteinander, sind viel draussen im Garten in Baumhäusern, Wald und Feld. Leni ist die Grosse, das älteste Kind. Ihre Eltern bekommen die Kinder in schneller Zeitfolge. Immer ist ein Baby im Haus. Leni hat aber immer das Gefühl eines dramatischen Verlustes, auch als erwachsene junge Frau. Die achtköpfige Familie wohnt in Thüringen nach der Wende. In einem romantischen alten Bahnhof, direkt an still gelegten Gleisen. Die Mutter erscheint überfordert mit der Kindererziehung, liest viel neben der Familienarbeit und ohne Unterstützung des Vaters würde vieles nicht funktionieren. Behutsam führt die Autorin die Leser*innen nun auch in das erwachsene Leben der Leni ein. Sie sieht vieles nun mit Abstand , befragt die inzwischen getrennten Eltern und ihre Geschwister nach der Vergangenheit und ihren Erinnerungen. Vierundeinhalb Stunden packender Familienereignisse habe ich an zwei Tagen mit Enthusiasmus gehört. Das Hörerlebnis war total atmosphärisch stimmig , hat mich in die Erinnerungen eines Kindes gesogen und perfekt mit der Gegenwart und den Erlebnissen einer jungen Frau verbunden. Die Sprecherin Lina Habicht liess meine Gedanken nie abschweifen. Sicher lag es auch an der geschickten, berührenden Erzählweise der Autorin des Buches Anousch Mueller. Sie rollt einen grossen Teil der DDR-Geschichte wie nebenbei auf und verbindet die Praktiken des Unrechtsstaat mit drastischen Familien Begebenheiten….. FÜNF ***** STERNE für dieses spannungsreiche Hörerlebnis,,,,

  • Sandra8811

    aus Bayern

    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fühlte sich sehr kurz an

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden? Der Klappentext machte mich sehr neugierig, was mit Lori passierte. Cover: Das Cover mit den beiden Kindern mit der roten Umrandung passt perfekt zum Inhalt und ist sehr auffällig. Inhalt: Leni weiß, dass in ihrer Familie etwas nicht stimmt. Ständig schwebt der Schatten ihrer verstorbenen Schwester umher. Als sie Erwachsen ist, beschließt sie, der Sache mit Lori auf den Grund zu gehen. Handlung und Thematik: Eine sehr gefühlvolle Story über eine Familie die aufgrund politischer Folgen und persönlicher Fehlentscheidungen ein Trauma durchleidet, das jeden einzelnen von ihnen ein Leben lang prägt. Charaktere: Protagonistin Leni habe ich gar nicht so sehr wahrgenommen, weil sie gefühlt nie im Mittelpunkt stand. Es ging um die Familie als Ganzes, was die Autorin super rüberbrachte. Schreibstil: Ich lese normalerweise selten Bücher die einen historischen Touch haben, aber hier war ich super neugierig und wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin lässt sich schnell lesen, wenn es auch nicht so einfach geschrieben ist wie die Bücher die ich üblicherweise lese. Das Setting um die DDR und die Wende sowie die nachfolgende Zeit passte perfekt und wurde authentisch umgesetzt. Es gab z.B. wirklich das Kosmos, das hat mich wirklich begeistert. Die Charaktere waren ebenso authentisch und man könnte wirklich glauben, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Die Story war rund und das Ende passend. Persönliche Gesamtbewertung: Eine wirklich berührende Story über Fehlentscheidungen und ihre langjährigen Folgen für die ganze Familie. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (98)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dörte Wiesel

    Dörte Wiesel

    Thalia Hamburg – AEZ

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kindheitserinnerung und noch viel mehr

    Ein kunstvoll erzählter Familienroman mit psychologischem Spannungsbogen. Über das Schweigen und den Verlust einer Familie mit Wurzeln in der DDR. Eine Geschichte aus Kindheitserinnerungen und mehr, verknüpft mit interessanten Fakten aus der DDR-Historie. Vergangenheit lebt auf, neue Perspektiven des Verstehens eröffnen sich dabei.
  • Zum Bewerterprofil von I. Knoff

    I. Knoff

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

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    4/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein feines Geäst von Geheimnissen und Ungesagtem

    Ein feines Geäst von Geheimnissen und Ungesagtem durchzieht diesen Roman. Bruchstückhaft, wie verschwommene Erinnerungen, erfahren wir nach und nach immer mehr über das transgenerationale Trauma dieser Familie, das schon von der ersten Seite an spürbar ist. Ein stiller, präziser Roman, in dem kein Wort zu viel ist und keine Emotion vorgekaut wird.
  • Zum Bewerterprofil von Peter Zielke

    Peter Zielke

    Thalia Leipzig – Grimmaische Straße

    Buchhändler*in

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    3/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine typische DDR-Biografie einer typischen DDR-Familie.

    Eine Familiengeschichte zwischen politischen Reibungen, durchdringenden Verlusten und der Suche nach einer Geschichte, die es so nie gab. Anousch Muellers "Lori" ist keine typische DDR-Biografie einer typischen DDR-Familie - und ist es irgendwie doch. Denn gerade in der vermeindlichen Andersartigkeit zeichnet sie ein diverseres Bild des Lebens im östlichen Deutschland - ohne es dabei wirklich zu thematisieren. Dabei bliebt die Geschichte leider bis zum Schluss sehr distanziert, die Charaktere verschwommen und ungreifbar - wobei auch darin eine Kunst liegt, die vom Betrachter gesehen und verstanden werden kann. Für mich blieb diese Ebene allerdings verschlossen.
  • Zum Bewerterprofil von Sandra Nonnenmacher

    Sandra Nonnenmacher

    Thalia Essen – Limbecker Platz

    Buchhändler*in

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    3/5

    16.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und doch war da was

    Leni beschreibt ihre Kindheit und Jugend anhand der Geschwister, denn es gab irgendwie immer ein Baby im Haus. Die Konzentration und Liebe der Mutter immer beim neuesten Geschwisterkind, können Leni und ihre Brüder und Schwestern sich recht frei auf dem alten Bahnhofsgelände bewegen, das ihr Zuhause ist. Immer dabei die Erinnerung, über die niemand spricht. Bis Leni, als sie selbst erwachsen ist das von den Eltern Verborgene nach und nach offenlegt.

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