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Mit seinem Leihkater Poseidon lebt Marvin Heider in einer sanierungsbedürftigen Berliner Altbauwohnung. Dank eines unerwarteten Jobangebotes findet er sich plötzlich als Gehilfe eines geheimnisvollen alten Buchhändlers wieder. Dieser betreibt im Keller seines Antiquariats die "narratorische Apotheke" - eine Sammlung von Geschichten, die den Leser mit auf ungewöhnliche Reisen nehmen, an Orte jenseits des Gewohnten. Schon bald kann auch Marvin sich der Faszination dieser Geschichten nicht mehr entziehen ...
Ein großartiges Romandebüt voller kreativer Einfälle und überraschenden Reisen zum Sinn des Lebens.
Mit Wendeschutzumschlag.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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"Das Haus der Geschichten" ist das Werk des Autors Thomas Franke. Mit insgesamt 367 Seiten ist der Roman als Taschenbuch Mitte Dezember 2023 in der Jubiläumsausgabe im GerthMedien-Verlag erschienen. Das Coverbild zeigt eine Bibliothek sowie aufgeschlagene Bücher, passend zum Titel und dem Inhalt.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Protagonist Marvin Heider. Mit seinem 'Leihkater' Poseidon wohnt er in einer sanierungsbedürftigen Altbauwohnung in Berlin. Als eher erfolgloser Autor, pendelt Marvin seit Jahren zwischen Jobcenter und Versuchen eine Arbeit aufzunehmen. Aufgrund eines unerwarteten Jobangebots findet er sich plötzlich als Gehilfe eines geheimnisvollen alten Buchhändlers wieder. Im Keller des Antiquariats betreibt dieser eine 'narratorische Apotheke' - hier wird dem Kunden bei beispielweise 'anthropologischer Paradoxie' eine passende Geschichte verschrieben. Die 'narratorische Apotheke' birgt eine Sammlung von Geschichten, welche den Leser auf ungewöhnliche Reisen mitnehmen, und neue Denkanstöße geben. Schon bald kann sich auch Marvin der Faszination dieser Geschichten nicht mehr entziehen...
Nachdem ich bereits den Roman "Das Mädchen, das nicht verschwinden wollte" von Autor Thomas Franke regelrecht verschlungen habe, habe ich mich voller Vorfreude an "Das Haus der Geschichten" gewagt. Erneut konnte mich der leichtfüßige, zugleich anschaulich beschreibende Schreibstil von Autor Thomas Franke packen und in seinen Bann ziehen. Ich habe den Roman daher innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen.
Die Beschreibung der Figuren gelingt dem Autor sehr gut. Lebhaft und lebensnah sind deren Charakterzüge. So gibt es zum Einen den Protagonisten der Geschichte, den dreißigjährigen Marvin, welcher im Leben bisher noch nicht so recht vorangekommen ist und eine tollpatschige, zugleich aber auch liebenswerte Art an sich hat. Zum Anderen ist der alte Bibliothekar Rasmus-Salomo Eichdorff ein Geheimnis in sich. Reich an Lebenserfahrung und gestärkt in seinem christlichen Glauben, verschreibt er Geschichten. So ungewöhnlich diese Praktik klingt, versteht man deren Nutzen, hat man den Roman einmal selbst gelesen. Die dritte und ebenfalls wichtige Figur in der Handlungsgeschichte ist die junge Frau mit Namen Linnéa. Den Mund lässt sie sich nicht so schnell verbieten und wirkt von außen gesehen sehr taff. Doch in ihrem Inneren gibt es so einige Unsicherheiten, welche sie durch Ratschläge ihres Großvaters Rasmus-Salomo zu mindern versucht.
Der 367 Seiten umfassende Roman ist in insgesamt 23 Kapitel unterteilt. In die Rahmenhandlung von Protagonist Marvin, dem geheimnisvollen Bibliothekar Rasmus-Salomo und dessen Enkelin Linnéa sind 8 Geschichten aus der 'narratorischen Apotheke' eingeflochten. Jede der einzelnen Erzählungen ist auch für den Leser ein echtes Erlebnis für sich und bietet viel Raum zur Interpretation. So ist es kein Wunder, dass der Roman "Das Haus der Geschichten" durchaus nachdenklich stimmt und dass dessen Lektüre danach auch erst einmal 'verarbeitet' werden muss. Viele Fragen zum christlichen Glauben, Denkanstöße zum Leben und Wirken Jesus Christus, dem Sinn des Lebens, Überlegungen zum Tod und was daraufhin folgen mag, werden beim Leser hervorgerufen. Auf einige hat man nach der Lektüre sicherlich eine konkretere Antwort - andere werden sicherlich noch einige Zeit unbeantwortet bleiben. Meiner Meinung nach ist "Das Haus der Geschichten" definitiv eine Lektüre, die den Leser prägt und ganz neue Erkenntnisse/ Ansichten hervorrufen kann. Daher vergebe ich gerne fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!
AlineCharly
aus Rheinland-Pfalz
5/5
22.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Im Jahre 2084 herrscht…
Im Jahre 2084 herrscht endlich Frieden in der Mitteleuropäischen Union und die neue Regierung setzt alles daran, dass es auch so bleibt. Daher hat der Schutz vor Extremisten und Fanatikern oberste Priorität. Sila Degenhardt hat selbst ihre Eltern durch einen Fanatiker verloren und setzt jetzt als Undercover-Agentin alles daran weitere gefährliche Gruppierungen auszuschalten. Für ihren aktuellen Einsatz soll sie sich bei den „Followern“ einschleichen. Dabei handelt es sich um eine christliche Bewegung, die sich in den alten Untergrundnetzwerken trifft. Zunächst ist Sila Feuer und Flamme für den Auftrag, doch je länger sie unter den „Followern“ lebt, desto mehr beginnt sie die Beweggründe ihres Arbeitgebers und auch ihr eigenes Handeln zu hinterfragen. Mich persönlich hat vor allem beeindruckt wie viele Gedanken sich der Autor zu der Welt der Zukunft mit all ihren technischen Fortschritten gemacht hat. Mit Sila hat er außerdem eine wirklich sympathische Protagonistin erschaffen. Als Leser finde ich es toll mit anzusehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte immer weiterentwickelt. Zu Beginn ist man sich selbst nicht ganz sicher wer eigentlich die Guten und der die Bösen sind. Gemeinsam mit Silas Zweifeln, wachsen aber auch die eigenen Zweifel immer mehr. Das Buch war für mich von Anfang an spannend und ich hatte wirklich viel Spaß beim Lesen. Viele Wendungen kamen unerwartet und einiges konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich vorhersehen. Mich persönlich hat die Geschichte wirklich zum Nachdenken angeregt und gezeigt wie sich manche Dinge in Zukunft entwickeln könnten. Für mich ist es eine wirklich gelungene Geschichte mit der man viel Freude haben kann und die ich daher auch sehr gerne weiterempfehle.
vielleser18
aus Hessen
5/5
27.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Deutschland im Jahr 2084: in…
Deutschland im Jahr 2084: in einer hochtechnisierten Zukunft bekommt die Agentin Sila Degenhardt den Auftrag sich in eine verbotene christliche Untergrundbewegung, die sich Follower nennt, einzuschleusen und den vermissten Staatssekretär Paul Lübke zu finden. Bei diesem Auftrag stößt auch sie an ihre Grenzen, nicht nur, dass es sie schon bald nicht mehr weiß, wem sie trauen kann, sondern sich auch fragen muss, auf welcher Seite sie stehen will und was sie selbst glauben möchte. Ein spannender Roman, der mich richtig gepackt hat, mir aber auch viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat. Erschreckend wie Autor Thomas Franke so realistisch eine Zukunft beschrieben hat, in der der Mensch so angepasst und gläsern ist, dass alles über ihn abrufbar ist, von Vorlieben und gesundheitlichen Problemen bis zu vielen anderen persönlichen Daten, die freiwillig preisgegeben werden, um "coins" zu sammeln, die anderweitig wieder eingesetzt werden können. Klingt alles ganz und gar nicht abwegig, wir sind ja auch heute schon viel zu gläsern. Es geht aber noch schlimmer: neben Verbannung von Religionen, wird auch die vermeintliche "Aufklärung" dazu genutzt, dass strenge Überwachung und "Vorsorge" dafür sorgt, dass nur gesunde Kinder geboren werden, um "Kosten" zu sparen. Nach einer langen Zeit des Chaos und des Krieges, finden wir uns in Europa in einem anderen politischen Gefüge. Vieles was der Autor beschreibt ist nicht neu, es erinnert an die DDR, die NS-Zeit, aber auch an viele aktuelle diktatorisch regierte Staaten. Hinzu kommt die hochtenisierte Welt, in der kaum etwas verborgen bleibt. Neben dieser an sich schon spannenden (und erschreckenden) dystopischen Beschreibung einer möglichen Zukunft, gibt es zudem etliche spannenden und actionreichen Szenen. Immer wieder gibt der Autor dem Leser genug Input, der zum Innehalten und Nachdenken anregt, denn vieles was hier beschrieben ist, ist ja wie gesagt nicht neu, nur weiterentwickelt, ausgereift. und in dieser STory gebündelt worden. Eine erschreckende Zukunft, die dennoch durch Menschen erhellt wird, die anders leben wollen und sich den staatlichen Überwachungsinstutionen widersetzen. Es ist ein Roman aus einem christlichen Verlag und es geht hier auch mit den "Followern" um eine christlichen Gemeinschaft, die sich der geltenden Ordnung widersetzen möchte und dadurch ins Fadenkreuz der Verantwortlichen gerückt ist. Für mich war das Buch ein richtiger Pageturner.
Nirvia
aus Osterholz-Scharmbeck
5/5
11.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschön tiefsinnige Geschichte die auf sanfte Weise auch über Gott spricht
Erstmal lernen wir Miriam als taffe, manchmal knallharte und skrupellose Geschäftsfrau kennen. Sie ist sehr erfolgreich, steht mit beiden Beinen im Beruf und ihrer Beziehung. Aber sie hat eine bewegte Vergangenheit die sie immer wieder einholt. Durch eine Therapie mit der sie die strenge christliche Erziehung ihres Vaters verarbeiten möchte wird sie plötzlich von ihrem kindlichen Ich begleitet. Miriam beginnt zu verstehen, verarbeitet und lernt auch zu vergeben und wieder an Gott zu glauben.
Thomas Franke hat einen wunderbaren Schreibstil. Modern, locker, flüssig und trotzdem sehr tiefsinnig. Mich haben sehr viele Emotionen während des Lesens erreicht. Die Gespräche die Miriam mit ihrem jüngeren ICH Jonna führt sind wahnsinnig emotional und haben mir neue Perspektiven auf die Religion gezeigt - aber auf eine ganz sanfte, angenehme Art - kein bisschen aufdringlich.
Dieses Buch sollte man wirklich unbedingt lesen! Es wird mir lange im Kopf bleiben.
smillas_bookworld
aus Rheinland Pfalz
5/5
10.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überraschend anders und zum Nachdenken anregend
Wenn man ein besonderes Buch lesen möchte, das überraschend, spannend und zum Nachdenken anregend ist, sollte man zu Thomas Frankes Romanen greifen. Ich kann nicht einen Roman nennen, bei dem es NICHT so war – und das macht seine besondere Art zu schreiben aus.
Auch mit „Das Mädchen, das nicht verschwinden wollte“ ist ihm das gelungen. Ist der Einstieg zunächst noch recht gewöhnlich, gibt er dem Buch eine neue Wendung, indem er der Protagonistin nach einer neuen Hypnose-ähnlichen Therapie eine Art „Geist“ zur Seite stellt: sie selbst als junges Mädchen. Und dieses eigene Ich beginnt, mit Miriam zu sprechen, hinterfragt ihr Tun. Mit Flashbacks in die Vergangenheit stößt sie an, dass sich die junge Frau mit ihrer Kindheit auseinandersetzt. Das, was damals geschah, wird im Klappentext nicht genannt, ist m. E. jedoch ein Punkt, der vermutlich Viele betrifft: Gewalt in der Erziehung.
Gegenwart und Vergangenheit beschäftigen Miriam sehr, fordern sie heraus und verlangen viele Entscheidungen von ihr. Letztlich die, welche Gottesbrille sie künftig tragen möchte.
Mehr möchte ich gar nicht verraten und kann nur empfehlen, diesen Roman zu lesen.
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