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Eva Menasse

1. Alleinruhelage

Alleinruhelage

Gesprochen von
93

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1201

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822500

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1201

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

7 Stunden und 26 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822500

Herstelleradresse

Argon Verlag GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

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  • Manuela Hahn

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alleinruhelage

    Werbung:Rezensionsexemplar Das Buch beginnt mit den Worten: „Haus, ich verkaufe dich.“ Und da hatte mich die Autorin Eva Menasse eigentlich schon. Ich spreche nämlich auch mit unserem Haus. Aber ich würde ihm wahrscheinlich nicht verraten, wenn ich es verkaufen wollte. Dann erzählt die Erzählerin von ihrem ersten Versuch, das Haus zu verkaufen. Sie kommt mit einem Makler nach längerer Abwesenheit dorthin zurück und es herrscht das vollkommene Chaos. Ausgeleerte Schubladen, übervolle Aschenbecher und alles, was eigentlich ziemlich traurig und trostlos sein sollte doch Eva Menasse schreibt darüber, als würde sie von einer freundlichen und einladenden Szenerie erzählenanders kann ich meinen ersten Eindruck nicht beschreiben. Dieser Ton hat mir von Anfang an gefallen und zieht sich durch das ganze Buch. Auch wenn es um Trennungen, Krisen oder andere schwierige Dinge geht, bleibt er erstaunlich leicht. Das Haus liegt allein am Waldsee, irgendwo in der ostdeutschen Provinz bei Berlin, unweit einer Datschensiedlung aus DDR Zeiten. Gekauft wurde es in den Nachwendezeiten, als es noch ein Ost Schnäppchen für Nicht Ostler war. In diesem Haus erlebt die Erzählerin ungefähr zwanzig Jahre ihres Lebens. Sie zieht mit ihrem Mann dort ein, Kinder kommen dazu, die Ehe geht irgendwann auseinander, es gibt neue Liebe und wieder Trennungen. Eigentlich also ziemlich viel Leben für ein einziges Haus. Und nun soll es renoviert werden, dabei helfen Alla aus Moldawien eine Baufrau, wie sie sich selber bezeichnet und Bolek aus Polen, zwei Kettenraucher, die offenbar alles können. Dazu kommen die Nachbarn, mit denen es natürlich auch schon mal Ärger gibt. Es wird nicht alles groß erklärt. Das Dahinsterben der Ehe wird nicht ausgebreitet, die schwierigen Geschichten werden nicht dramatisiert. Menasse erzählt einfach weiter. Mal vorwärts, mal rückwärts und manchmal ganz woanders hin. Vielleicht hat mir das Buch auch deshalb so gut gefallen. Es ist eigentlich ein Roman über Abschiede und schwierige Dinge, liest sich aber überhaupt nicht schwer.Denn es ist auch ein Roman über Neuanfänge. Ob das Haus am Ende verkauft wird oder ob es sich mit wieder mit einer lila Farbexplosion der Clematis wie zu Beginn des Buches ganz fest in das Herz der namenlosen Erzählerin verankert, so das ein Verkauf nicht in Frage kommt, verrate ich euch nicht. Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt und kann es wirklich nur weiterempfehlen.

  • Tara

    aus Ratingen

    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen & ein Neuanfang

    „Alleinruhelage“ ist ein kluger Roman der in Berlin lebenden Autorin Eva Menasse „Haus, ich verkaufe dich“, mit diesem Satz der Protagonistin und Ich-Erzählerin startet die Handlung. Ein Haus, das Zeuge ihres Lebens ist, in dem sie mit ihren Kindern und ihrem Mann ihre Ferien mit guten und schlechten Tagen verbracht hat, das aber seit dem Aus der Ehe leer steht und verkommt. Es ist nicht das erste Mal, dass sie verkaufen möchte, aber dieses Mal soll es wirklich so sein. Alleine könnte die Protagonistin das Haus niemals in einen wohnlichen Zustand versetzen, aber sie hat Glück und bekommt Hilfe von dem polnischen Handwerker Bolek und der polnischen Putzfrau Alla. Der Schreibstil von Eva Menasse ist ruhig und atmosphärisch. Die Stimmung der Datschensiedlung in Vorpommern wird gut vermittelt. Zudem erfährt man viel aus dem ostdeutschen Sprach- und Kulturraum. Es ist ein vielschichtiger Roman mit sympathischen Protagonisten, der mich zum Lachen gebracht und auch nachdenklich gemacht hat. Besonders amüsant fand ich dabei Alla und Bolek, die mich mit ihren liebenswerten Satzkonstruktionen immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Ich bin der Ich-Erzählerin gerne durch die Erinnerungen gefolgt und konnte sowohl ihre Gedanken als auch ihre Gefühle gut nachvollziehen. Thematisch spricht die Autorin diverse Alltagsthemen an, in denen sich jede*r Leser*in irgendwo wiederfinden kann. Zwischen melancholischen und amüsanten Themen geht es um Veränderungen, Abschiednehmen, Neuanfang, Heimat, Fremde, Zugehörigkeit, Identität und vieles mehr. Mich hat dieser vielschichtige Roman nachdenklich zurückgelassen. Er zeigt, wie sich das Leben verändern kann und dass Einschnitte manchmal einen Neustart einfordern, um sein altes Leben loszulassen. Für mich ist „Alleinruhelage“ eine lohnende Lektüre, die durch ihre Authentizität noch lange nachhallt.

  • Bewertung

    aus Buchen

    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hallo Haus

    Alleinruhelage ist der ungewöhnliche Titel des neuen Romans der österreichischen Schriftstellerin Eva Menasse. Eine Frau kehrt zu ihrem Wochenendhaus zurück. Es stellt sich die Frage: renovieren oder verkaufen. Die Erzählerin steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Eine Trennung beschäftigt sie sehr. Es sind Entscheidungen für einen Neuanfang zu treffen. Sie erinnert sich an die alten Zeiten, z.B. an die Zeit mit ihren Kindern und Freunden, dann auch an ihre eigene Kindheit. Es dauert nicht lange, bis man in den Sog des Erzählflusses hinein gesogen wird. Das Ganze ist sehr intensiv! Es wird ein Buch der Erinnerungen und des Bilanz-ziehens. Eva Menasse verfügt über eine Sprache, die es ihr ermöglicht, den Text so klar und dicht zu gestalten.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebeserklärung

    Das Buch ist eine Liebeserklärung an ein altes Haus, eine ehemalige Waldschänke im Osten Deutschlands, an einem See, eine Datschensiedlung nebenan, in dem sich das Leben der Ich-Erzählerin über Jahre abspielte. Aber wie das so ist mit der Liebe - irgendwann ist es Zeit zum Abschiednehmen und so soll das Haus verkauft werden. Die Kinder sind erwachsen, der Mann geht schon lange seine eigenen Wege, so wird das Haus geräumt und für die neuen Besitzer hergerichtet. Dabei kommen die Erinnerungen an ein ganzes Leben hoch, Freude und Leid, Ärger mit den Nachbarn und Feste mit den Freunden. Die Besitzerin wird “zur Archäologin einer untergegangenen Familie” (Seite 191). Eva Menasses Bücher sind immer wunderbar geschrieben, ich erinnere nur an “Dunkelblum”. So taucht man auch hier ganz tief in die Geschichte der namenlosen Frau ein, aber trotzdem bleibt eine gewisse Distanz, da nur wenige Menschen einen Namen bekommen und alle anderen mit ihrem Beruf oder einem Spitznamen benannt werden. Die Probleme nach der Wende werden angesprochen, aber auch diese bleiben auf Distanz, denn die Frau ist nicht direkt davon betroffen, da sie aus Österreich stammt. Aber auch Menasses feiner Humor kommt in diesem Buch wieder zum Vorschein. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.

  • Evaki

    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geht nicht - gibt's nicht! Und ein Blick zurück mit etwas Wehmut.

    So begleiten wir Eva Menasse dann also nach Vorpommern, wo unser Objekt in 'Alleinruhelage' liegt. Ein Ferienhaus soll für den Verkauf generalüberholt werden. Bevor es mit Hilfe einer Baufrau aus Moldawien und ihrem polnischen Partner soweit ist, springen wir Jahrzehnte zurück und fangen mal der Reihe nach an. Zusammen mit der Ich Erzählerin geht's an Wochenenden und in den Ferien aus der Großstadt aufs Land. Dort findet die Patchwork Familie mit einem gemeinsamem Kind und Kindern aus den Ehen zuvor, in einem ehemaligen Wirtshaus neben einer Datschensiedlung, an einem idyllischen See bei Vogelsang ein Zuhause. Wir lernen viel aus dem ostdeutschen Sprach- und Kulturraum, herrlich auflockernd und charmant vermischt, mit österreichischen Feinheiten, die das Buch so ganz besonders machen. Die ältere Lesegeneration wird vieles freudig wiedererkennen, wenngleich ein gewisser Herzschmerz mitschwingt.

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