• Produktbild: Der Weg zum künftigen Vaterland der Deutschen
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Der Weg zum künftigen Vaterland der Deutschen Festansprache zum 20. Jahrestag der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands am 21. April 1966

4

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.04.2026

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/1,4 cm

Farbe

Karamell

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02779-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.04.2026

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/1,4 cm

Farbe

Karamell

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02779-5

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    12.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    DER WEG ZUM KÜNFTIGEN VATERLAND DER DEUTSCHEN

    „Der Versuch der SPD-Führung, zur Veränderung der Mehrheitsverhältnisse das revanchistische Besitzbürgertum in Nationalismus zu übertreffen und mit einer Politik der Anpassung an die CDU diese zurückzudrängen, hat schließlich nur die SPD-Politik in dieselbe Sackgasse gebracht, in der die CDU/CSU-Politik hoffnungslos festsitzt.“ (S. 16) Klingt ziemlich aktuell? Aber schon etwas wenig realistisch, dass die SPD mit ihren aktuellen Umfrage-Werten etwas an Mehrheitsverhältnissen ändern könnte – oder? Genau – und ist ja auch alt, ganz alt … Die Passage stammt aus der Festansprache, die Walter Ulbricht (1893-1973) als Erster Sekretär des Politbüros der SED anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands am 21. April 1966 in der Berliner Dynamo-Sporthalle hielt. Wie schnell doch 60 Jahre vergehen können, ohne dass sich relevante Tatsachen ändern. Auch sonst liest sich die vom Verlag Das Neue Berlin als Zeitdokument neu aufgelegte Rede erstaunlich kurzweilig und trifft auch in zahlreichen anderen Passagen auf den Punkt. „… denn 60 Jahre später heißt mitnichten 60 Jahre weiter.“ (S. 76) fasst Herausgeber Jens Mehrle (*1964) die heutige Wirkung des historischen Textes treffend zusammen. Und weiter: „Die Heiterkeit des Textes rührt aus der Zuversicht, einen Staat mit Vernunft erbauen und eine Gesellschaft menschlich einrichten zu können. Neben der scharfen Analyse des Imperialismus, die jegliche Illusion über eine Gemeinsamkeit der antagonistischen Klassen zerstört, besticht an der Rede der Mut zu einem Entwurf, der – nach 60 Jahren leider kaum in einem der genannten Probleme veraltet – dazu einlädt, ergänzt, aktualisiert und in einer Realisierung aufgehoben zu werden.“ (S. 90) Ein für politisch Interessierte lesenswertes Zeitdokument – erstaunlicher Weise fernab der üblichen Parteitags-Rhetorik aller Zeiten.

  • Petra

    5/5

    11.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der Weg zu einem besseren Deutschland

    Es ist erstaunlich, nein, erschreckend, wie sich die Geschichte wiederholt, obwohl der Mensch doch an und für sich ein lernendes Wesen ist. Vielleicht war es deswegen solch eine Genugtuung und gleichzeitig wie ein Eimer kalter Wasser ins Gesicht, die Rede Walter Ulbrichts aus dem Jahr 1922 zur Gründung der Sozialistischen Einheitspartei zu lesen. Sie erinnert an die Grundwerte, die wir niemals vergessen dürfen, daran, was wir alle längst wissen, nämlich den einzigen Weg, der uns als Menschheit in den Frieden und ein respektvolles, ebenbürtiges Miteinander bringt.

  • Bewertung

    5/5

    04.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    hochaktuelles Politikum

    So kontrovers Walter Ulbricht auch war: Eine Vision hatte er. Ein Deutschland ohne Kapitalismus, ein Deutschland der Gleichberechtigung. Viele zentralen Punkte seiner Rede von damals sind auch heute noch hochaktuell. Aufrüstung, Multimillionäre und unbeherrschte Konsumgier sind akute Themen und Unsicherheit und Angst nehmen nach und nach Überhand. Manchmal muss man sich auf das eigentliche Ziel rückbesinnen. Auch das Nachwort von Jens Mehrle fand ich passend zu der Rede – zeichnet er doch nach, welchen Weg die politischen Umstürze in Deutschland nahmen und erkennt die Dringlichkeit der Umsetzung dieser visionären Ideen. Ein wichtiges Dokument, welches zeitlos eine Neuordnung fordert.

  • Bewertung

    aus Berlin

    4/5

    06.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der andere deutsche Weg

    Man muss weder Walter Ulbricht noch die DDR mögen, um dieses Buch mit Gewinn zu lesen. – Vielleicht ist das sogar die beste Voraussetzung. Walter Ulbrichts Rede zum 20. Jahrestag der SED, gehalten am 21. April 1966 in der Berliner Dynamo-Sporthalle, erscheint nun in einer sorgfältig edierten Ausgabe des Verlags Das Neue Berlin. Herausgeber Jens Mehrle hat das historische Dokument mit einem kenntnisreichen Nachwort und erläuternden Anmerkungen versehen und damit etwas geschaffen, was in aufgeheizten Gegenwartsdebatten selten geworden ist: die Möglichkeit, sich mit einer historischen Position auseinanderzusetzen, ohne sie sofort zu verklären oder zu verdammen. Wer heute den Namen Walter Ulbricht hört, denkt an Mauerbau, Parteidiktatur und den grauen Funktionär mit Spitzbart. Walter Ulbricht ist im kollektiven Gedächtnis nicht der Mann der deutschen Zukunft, sondern der Mann der Mauer. Der Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ verfolgt ihn bis heute wie ein politischer Schatten. Doch wer diese 1966 gehaltene Rede liest, begegnet nicht dem Karikaturen-Ulbricht der Erinnerungskultur, sondern einem Strategen, der über Deutschlands Zukunft nachdenkt – und zwar überraschend konkret. Das macht die Lektüre so spannend. Dabei überrascht vor allem die zentrale Frage des Textes: Wie könnte ein friedliches, vereinigtes Deutschland aussehen? Ulbricht plädiert nicht für eine militärische Wiedervereinigung, sondern für eine schrittweise Annäherung beider deutscher Staaten, für Abrüstung, Verständigung und schließlich eine Konföderation. „Einen anderen Weg gibt es nicht“, erklärt er mit bemerkenswerter Deutlichkeit. Natürlich liest sich vieles heute wie ein Lehrbuch des Kalten Krieges. Die Bundesrepublik erscheint als Herrschaftsgebiet von Monopolkapital und Militarismus, die Sowjetunion als Friedensmacht. Das wirkt aus heutiger Sicht oft dogmatisch, manchmal unfreiwillig komisch und gelegentlich historisch fragwürdig. Doch gerade darin liegt der Reiz dieser Quelle. Sie zeigt nicht, wie wir Geschichte heute erinnern, sondern wie politische Akteure damals tatsächlich sprachen und Denken prägten. Bemerkenswert ist zudem, wie zeitlos aktuell manche Passagen klingen. Wenn Ulbricht vor Aufrüstungsspiralen warnt, über europäische Sicherheit spricht oder fordert, politische Konflikte durch Verhandlungen statt durch Konfrontation zu lösen, liest man diese Sätze zwangsläufig auch vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs, der Debatten über Wehrtüchtigkeit und der neuen Blockbildung zwischen Ost und West. Und plötzlich wird es unbequem. Denn manche Diagnosen wirken erschreckend modern: Die Macht großer Konzerne. Die Krise der Sozialdemokratie. Die soziale Spaltung. Die Militarisierung politischer Debatten. – Vieles klingt, als sei die Rede nicht 1966, sondern gestern geschrieben worden. Genau auf diesen Umstand verweist auch die Neuauflage, wenn sie feststellt, dass „60 Jahre später nicht automatisch 60 Jahre weiter“ bedeuten. Die deutsche Teilung war auch ein Konflikt konkurrierender Zukunftsentwürfe. Einer dieser Entwürfe spricht hier mit eigener Stimme. Herausgeber Jens Mehrle ist das große Verdienst zuzuschreiben, diese Stimme nicht museal zu konservieren, sondern historisch einzuordnen. Sein editorischer Zugriff wirkt sachlich, kenntnisreich und unaufgeregt. Er vertraut darauf, dass Leser selbst urteilen können – eine Haltung, die man sich in manchen gegenwärtigen Debatten ebenfalls wünschen würde. So entsteht kein nostalgisches DDR-Buch und keine politische Ehrenrettung Ulbrichts. Vielmehr liegt hier ein ungewöhnliches Stück deutscher Ideengeschichte vor. Ein Dokument aus einer untergegangenen Welt, das zugleich Fragen an die Gegenwart stellt. Man verlässt die Lektüre nicht unbedingt als Ulbricht-Anhänger, aber vielleicht als etwas klügerer Zeitgenosse. Und das ist für ein schmales Quellen-Büchlein eine beachtliche Leistung. Ein klug ediertes Zeitdokument, das die deutsche Nachkriegsgeschichte gegen den Strich bürstet. Wer verstehen will, wie die DDR ihre Zukunft, Europa und die deutsche Frage dachte, findet hier eine ebenso provozierende wie anregende Lektüre. Ein Buch, das Denkanstöße liefert – und gerade deshalb gelesen werden sollte. Denn manchmal ist ein wiederentdecktes Dokument aufschlussreicher als hundert Talkshows.

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