Produktbild: Gegen Wind
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Gegen Wind Roman

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

318

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Abbildungen

1 SW-Abb.

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,4/13,1/2,8 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04290-5

Beschreibung

Rezension

»Eine wiederentdeckte Autorin, die nach so vielen Jahren noch lebt, auch das gibt dem Buch eine Note von 'wunderbarer Glücksfall'.« Judka Strittmatter ("Berliner Zeitung")
»eine Entdeckung!« ("FOCUS")
»›Gegen Wind‹ ist auch heute noch eine lohnenswerte Lektüre, eine Parabel des Widerstands.« Klaus Rimpel ("Münchner Merkur")
»Ihre poetischen Sätze enden teils im Nirgendwo. Nicht alles wird abgerundet undausgestaltet – und behält so seine Faszination.« Sebastian Fischer ("dpa")
»Wie durch eine Zauberkraft aber fühlt man sich beim Lesen geradezu in die Gegenwart hineingeschleudert.« Ida Kretzschmar ("Märkische Oderzeitung")
»Jedes Wort hat da seinen Platz, jedes Bild eine ganz eigene Ausdruckskraft, die auch heute noch mitreißt.« Welf Grombacher ("Nordkurier")
»Jetzt kann man den Roman endlich lesen. [...] wie eine Flaschenpost, die umhertrieb und nun gefunden wurde. Eine gesellschaftliche und literarische Zeitkapsel.« Xaver von Cranach ("Der SPIEGEL")
»Lassen wir uns doch mal nachschauen, nach gemeinsamen Erfahrungen in Ost und West... [...] Dieses Buch kann ein spannender Teil dieser gemeinsamen Suche sein« Regine Bruckmann ("radio3 vom rbb")
»Dieser Roman, einem Gesellschaftsideal verpflichtet, geht aufs Ganze, stellt der DDR eine Quittung aus, die ebenso das heutige Deutschland betrifft.« Irmtraud Gutschke ("der Freitag")
»Und wieder ist da dieser Tetzner-Sound, eine Sprache, die flirrt und sich entzieht, um dann plötzlich ganz klar zu sein.« Gerrit ter Horst ("Der Tagesspiegel")

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318

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Erscheinungsdatum

12.08.2026

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1 SW-Abb.

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Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,4/13,1/2,8 cm

Gewicht

388 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04290-5

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Jürg K.

    4/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant und spannend

    Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Weil sie zeigt, wie zerbrechlich eine kleine, selbst erschaffene Welt sein kann und wie viel Mut es braucht, sie trotzdem zu bauen. Kristina lebt in einem System, das Kontrolle liebt und Abweichungen misstrauisch beäugt. Und doch schafft sie sich einen Raum, der frei ist. Ihre kleine Wohnung, in der Freunde ein- und ausgehen, in der getauscht wird, was man braucht, und in die Gespräche bis tief in die Nacht Wärme spenden. Marlies hält die Fäden zusammen, Kristina hält die Hoffnung hoch. Es ist ein stilles, alltägliches Glück, das gerade deshalb so wertvoll wirkt. Was mich besonders bewegt, ist der Garten vor ihrem Kinderhaus. Ein verwunschener Ort, dem Schotterboden abgerungen, ein Stück Utopie mitten im Neubauviertel. Kristina glaubt an das, was wachsen kann an Kinder, an Gemeinschaft, an Freiheit im Kleinen. Dieser Garten ist mehr als ein Ort; er ist ein Gegenentwurf zu einem Staat, der alles ordnen will. Und genau deshalb ist er gefährlich. Als plötzlich ein Sündenbock gesucht wird, richtet sich das unsichtbare Räderwerk der Macht gegen sie. Doch selbst im Fall erzählt Gerti Tetzner von einer Kraft, die nicht so leicht zu brechen ist. Von Menschen, die sich weigern, ihr Leben nur zu ertragen, und es stattdessen gestalten trotz Kontrolle, trotz Angst, trotz Verbot. Für mich ist dieser Roman ein stilles Manifest, dass Freiheit manchmal im Kleinen beginnt, im Tauschhandel, im Gespräch, im Garten, den man gegen den Beton verteidigt. Und dass selbst wenn diese Orte zerstört werden, die Idee dahinter weiterlebt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wiederentdeckter Roman mit großartigem Nachwort

    Wiederentdeckte Bücher finde ich einfach großartig, daher hat mich „Gegen Wind“ von Gerti Tetzner sofort angesprochen. Dass das Buch damals kurz vor der Veröffentlichung von der Stasi verboten wurde, hat mein Interesse noch vergrößert und ich bin froh, dass der Aufbau-Verlag diesen Roman nun allen zugänglich machen kann.   Der Text, der lose auf einer wahren Geschichte einer Freundin der Autorin basiert, erzählt von der Kindergartenleiterin Kristina. Diese möchte die starren Vorgaben des DDR-Staates nicht blind befolgen und findet Mittel und Wege, um vor ihrem Kinderhaus einen grünen Garten, einen Zufluchtsort für ihre Kinder, zu erschaffen, frei von Kontrolle und Drill. Doch als das sozialistische System schließlich doch auf ihren Garten aufmerksam wird, richtet sich die bürokratische Härte des staatlichen Machtapparats gegen Kristina.   Das Buch lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Einerseits ist dies definitiv ein wichtiges literarisches Zeitzeugnis aus der DDR, thematisch wichtig und vielschichtig. Doch vielleicht ist auch hier das erste Problem: Der Text wirkt sehr überfrachtet Außerdem war ich (vor allem anfangs) etwas irritiert, dass hier aus einer männlichen Perspektive erzählt wird und nicht direkt aus Kristinas Sicht. Das hat mir den Lesefluss bzw. das Hineinversetzen in die Hauptfigur Kristina ziemlich erschwert. Außerdem bleibt vieles im Vagen, verliert sich in Andeutungen – hier hätte ich mir etwas mehr Klarheit bzw. Direktheit bezüglich der Überwachungsmechanismen und Machtstrukturen in der DDR bzw. auch hinsichtlich der Figuren gewünscht. So blieb die Geschichte für mein Empfinden etwas schwer zugänglich.   Am beeindruckendsten fand ich, wenn ich ehrlich bin, das 2025 entstandene Nachwort von Gerti Tetzner – vielen Dank hierfür!   „Ich habe mich nicht so sehr damit beschäftigt, ob der Roman veröffentlicht werden kann, er musste einfach raus. Ich fand den Text immer ein bisschen überfrachtet mit den vielen Problemen. Aber das kam wahrscheinlich daher, weil alles totgeschwiegen wurde. Es gab keine öffentlichen Debatten über diese Themen. Und deswegen, ohne dass ich es gemerkt habe, wurde alles in dem Text untergebracht. Später, als ich das Buch fertig geschrieben hatte, hatte ich das Gefühl: So, jetzt hast du das runtergeschrieben, du hast dich befreit. Ich habe diese Art von Schreiben nicht besonders geschätzt, aber es ging nicht anders. Ich habe immer nach einer anderen Art zu schreiben gesucht. »Gegen Wind« war in meinen Augen auch teilweise Öffentlichkeitsersatz. In meiner Vorstellung, wie man schreiben müsste, habe ich immer gedacht, Poesie muss ganz anders sein. Das darf nicht so eine Polemik sein. Das muss ein weiterer Raum sein. Jetzt könnte ich das, glaube ich. Aber damals war dies die einzige Möglichkeit, sich zu befreien.“   Insgesamt vergebe ich für dieses interessante, aber nicht ganz einfach zu lesende literarische Zeitdokument 3 von 5 Sternen.   Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für das digitale Rezensionsexemplar!

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