Produktbild: Die Geburt der modernen Frau
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Die Geburt der modernen Frau Die Münchner Bewegung 1890-1900

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14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.10.2026

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70490-3

Beschreibung

Rezension

äußerst sorgfältig recherchiert ("Mathilde")
ein spannendes interessantes Buch mit weitgehend unbekannten Fakten ("Bayernspiegel")
sehr zu empfehlen ("literaturkritik.de")
Ingvild Richardsens Buch ist absoluter Genuss und offenbart uns ein ungeschriebenes Kapitel der Frauenbewegung ("L.Mag")
Ingvild Richardsens Buch gibt einen umfassenden Überblick ("taz")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.10.2026

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B)

19/12,5 cm

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70490-3

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Was die Nazis alles zerstörten…

Juti aus HD am 16.01.2020

Bewertungsnummer: 2729953

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was die Nazis alles zerstörten Denke ich an die Frauenbewegung, fallen mir die Grünen ein. Und gehe ich zurück, dann allenfalls bis zu den 68ern. Aber bis zur spießigen Adenauer-Zeit waren Frauen doch nur Beiwerk des Ehemannes, den sie um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie arbeiten wollen. IRRTUM schreit dieses Buch. Schon im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts kamen mit Anita Augspurg und Sophia Goudstikker zwei jungen Frauen nach München, die das langweilige Warten auf den Ehemann in der bürgerlichen Familie satt hatten. Sie gründeten hier ein Fotostudio, was damals eine männliche Domäne war. Im Umfeld dieses Studios bildete sich eine Boheme, die dank des Fischer Verlags auch viele Frauen ermöglichte Bücher zu veröffentlichen. Anita Augspurg, die später in Zürich die erste promovierte Juristin wurde, war schreibende, ebenso Maria Janitschek, Carry Brachvogel und Gabriele Reuter. Nicht zu vergessen ist Elsa Bernstein, die teilweise unter dem Pseudonym Ernst Rosmer veröffentlichte. Die genannten Frauen änderten das Frauenbild, weil sie keine Hausfrau waren. Sie sorgten auch dafür, dass die Bildung der Mädchen gestärkt wurde. 1893 eröffnete in Karlsruhe das erste deutsche Mädchengymnasium. Die Münchenerinnen hatten Kontakte über die Stadt hinaus, auch nach Berlin zum Friedrichshagener Kreis. Wichtig waren ebenso Kontakte zu gleichgesinnten, gut vernetzten Männern. Selbst von Rilke ist zu lesen. Die Bewegung gipfelt 1899 in den ersten bayerischen Frauentag, der 1899 in München stattfindet und danach alle 2 Jahre in verschiedenen bayerischen Städte wandert. Der letzte Frauentag war 1930 in Kaiserslautern, da die Pfalz noch zu Bayern gehörte. Mit der Machtergreifung der Nazis war das alles nicht mehr möglich, die Protagonisten wurden verfolgt und gerieten nach dem Krieg in Vergessenheit bis die Autorin sie ausgrub. Als Dank dafür erhält sie von mir 4 Sterne. Einen Stern muss ich abziehen, weil das Buch manchmal wie eine Liste die Bücher der Frauen aufzählt, wenig aber von ihren Gedanken und Gefühlen vermittelt. Zitat: Modern bedeutet ein Leben im „Geist der Freiheit“ zu führen (148 Christian Morgenstern)

Was die Nazis alles zerstörten…

Juti aus HD am 16.01.2020
Bewertungsnummer: 2729953
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was die Nazis alles zerstörten Denke ich an die Frauenbewegung, fallen mir die Grünen ein. Und gehe ich zurück, dann allenfalls bis zu den 68ern. Aber bis zur spießigen Adenauer-Zeit waren Frauen doch nur Beiwerk des Ehemannes, den sie um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie arbeiten wollen. IRRTUM schreit dieses Buch. Schon im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts kamen mit Anita Augspurg und Sophia Goudstikker zwei jungen Frauen nach München, die das langweilige Warten auf den Ehemann in der bürgerlichen Familie satt hatten. Sie gründeten hier ein Fotostudio, was damals eine männliche Domäne war. Im Umfeld dieses Studios bildete sich eine Boheme, die dank des Fischer Verlags auch viele Frauen ermöglichte Bücher zu veröffentlichen. Anita Augspurg, die später in Zürich die erste promovierte Juristin wurde, war schreibende, ebenso Maria Janitschek, Carry Brachvogel und Gabriele Reuter. Nicht zu vergessen ist Elsa Bernstein, die teilweise unter dem Pseudonym Ernst Rosmer veröffentlichte. Die genannten Frauen änderten das Frauenbild, weil sie keine Hausfrau waren. Sie sorgten auch dafür, dass die Bildung der Mädchen gestärkt wurde. 1893 eröffnete in Karlsruhe das erste deutsche Mädchengymnasium. Die Münchenerinnen hatten Kontakte über die Stadt hinaus, auch nach Berlin zum Friedrichshagener Kreis. Wichtig waren ebenso Kontakte zu gleichgesinnten, gut vernetzten Männern. Selbst von Rilke ist zu lesen. Die Bewegung gipfelt 1899 in den ersten bayerischen Frauentag, der 1899 in München stattfindet und danach alle 2 Jahre in verschiedenen bayerischen Städte wandert. Der letzte Frauentag war 1930 in Kaiserslautern, da die Pfalz noch zu Bayern gehörte. Mit der Machtergreifung der Nazis war das alles nicht mehr möglich, die Protagonisten wurden verfolgt und gerieten nach dem Krieg in Vergessenheit bis die Autorin sie ausgrub. Als Dank dafür erhält sie von mir 4 Sterne. Einen Stern muss ich abziehen, weil das Buch manchmal wie eine Liste die Bücher der Frauen aufzählt, wenig aber von ihren Gedanken und Gefühlen vermittelt. Zitat: Modern bedeutet ein Leben im „Geist der Freiheit“ zu führen (148 Christian Morgenstern)

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»Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen«

von Ingvild Richardsen

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