Produktbild: Bellende Katzen
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Bellende Katzen Roman

5

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13/2,1 cm

Gewicht

272 g

Farbe

Hellblau / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Anjing Mengeong, Kucing Menggonggong

Übersetzt von

Sabine Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00637-9

Beschreibung

Rezension

»Ein schmales, aber kein kleines Buch. Beißend witzige Kapitel, überraschende Wendungen, mit groteskem Humor erzählt – der Roman klingt frech und bildreich, manchmal auch etwas märchenhaft und zieht einen gleich in den Bann. Es ist eine Kritik am fundamental streng regelkonformen Islam, aber es ist noch mehr als das. Es geht um den Vater als Gesetz und Richter in einem, und ums Erwachsenwerden. Die deutsche Übersetzung von Sabine Müller liest sich flüssig, frisch und prägnant.« ("SWR lesenswert Magazin")
»Mit unterhaltsamer, vielschichtiger Erzählstimme verbindet Kurniawan nüchterne Betrachtungen mit großen Emotionen. Ein anrührender Roman, der nur so strotzt vor Herz und Humor.« ("Publishers Weekly")
»Eka Kurniawan, der erste Indonesische Autor, der für den International Booker Prize nominiert war, erzählt eine Geschichte von der Moral eines Missetäters, die man so schnell nicht vergisst.« ("Kirkus Reviews")
»Eine lange nachhallende Auseinandersetzung mit Frömmigkeit und der (nicht ganz so) kleinen Rebellion dagegen.« ("Booklist")
»Ein bemerkenswert intimer Einblick in eine Kindheit, intensiv und voller Humor. All die Neugier, der Unfug und die Sehnsucht werden sichtbar. Kurniawan widersteht dabei Sentimentalitäten und moralischer Eindeutigkeit.« ("The Tribune")
»Den Roman lediglich als Kritik an religiöser Frömmigkeit zu lesen, hieße, den Kern der Geschichte zu verfehlen. Vielmehr nimmt Religion die Form eines leeren, individualisierten Rituals an, das im Vergleich zum lebendigen Dorfleben verblasst. Kurniawan schafft es, eine Geschichte über den Verlust des Kollektiven in eine Geschichte über kollektiven Verlust zu verwandeln.« ("Los Angeles Review of Books")
»Satirisch erkundet Eka Kurniawan tief verwurzelte gesellschaftliche und moralische Missstände.« ("TIMES Indonesia")
»Ein sehr gegenwärtiges Abenteuer, eines der Bücher, auf die man sich dieses Jahr besonders freuen kann.« ("Lit Hub’s Most Anticipated Books of 2026")
»Die Geschichte eines Jungen, der gegen strenge moralische und religiöse Normen rebelliert, wirkt erfrischend und zugleich unglaublich witzig. Eka Kurniawan unterhält nicht nur; er zieht uns in seinen Bann.« ("Hindustan Times")
»Eka Kurniawan kehrt mit einem packenden Roman zurück.« ("Media Indonesia")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13/2,1 cm

Gewicht

272 g

Farbe

Hellblau / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Anjing Mengeong, Kucing Menggonggong

Übersetzt von

Sabine Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00637-9

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
produktsicherheit@beck.de

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  • Eva

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zündende Coming-of-Age mit Gesellschaftskritik

    Sato Reang erlebt in seinem indonesischen Dorf eine fröhliche und unbeschwerte Kindheit, den Kopf voll mit Fußball, Grillenkämpfen und bitterböser Streiche. Diese Kindheit findet ein jähes Ende, als sein Vater, ihn, den erzieherisch Unkontrollierbaren, in ein Leben zwingt, das von islamischer Frömmigkeit geprägt wird. Jahrelang gehorcht er widerwillig. Das Beten macht ihm einen Strich durch die Freuden des Teenagerdaseins. Kein Kino, keine Freundin, keine Feiern. Dennoch folgt er der religiösen Routine. Er vermisst die Freiheit, die Wut gegen seinen Vater beginnt zu schwelen. Er schwört, kein frommes Kind mehr sein zu wollen und andere mit sich in den Abgrund des Lasters zu ziehen. Bellende Katzen ist eine laute Coming-of-age-Geschichte. Sato Reang hinterfragt die Erziehungsmaßnahen seiner Eltern, strebt nach Eigenständigkeit, widerspricht den strengen religiösen Moralvorstellungen. Sobald er jedoch sein Leben selbst in die Hand nimmt, trifft er äußerst fragwürdige Entscheidungen und wirft seine moralischen, ethischen und sozialen Grundsätze spektakulär über Bord. Eka Kurniawan wählt einen fliegenden Wechsel aus erster und dritter Person, spiegelt den Kontrollverlust in der Sprache, wechselt Perspektive und Tonalität. Beide Erzählperspektiven sind wütend, wild und laut, doch ist die Ich-Perspektive noch unmittelbarer, unreflektierter und zorniger. Bellende Katzen erzählt frech, mutig und mit einer großen Prise Ironie von der brodelnden Wut des Teenagers, wilden Emotionen, unlogischen Entscheidungen und Rebellion. Dahinter steht ein großes gesellschaftliches Thema. Autoritäre Machtstrukturen unterdrücken die Fähigkeit Sato Reangs zur Artikulation, seine Absage an starre Erziehungsmuster, Fremdbestimmung und unzureichenden Traditionen entlädt sich in unkontrollierter Wut. Der schwelende Generationenkonflikt entpuppt sich zu einer finsteren Spirale, erzählt mit unnachahmlichen Sprachbildern, dynamischer Energie und unmittelbarer jugendlicher Grausamkeit. Wer mit so viel Humor und Tempo von Schmerz, Haltlosigkeit und dem Verlust der Kindheit schreibt, muss gehört werden.

  • Jürg K.

    4/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Humorvoll, witzig und unterhaltend

    Eka Kurniawan erzählt von einem Jungen, Sato Reang, der beginnt aufzubegehren, bitterböse, rasant, witzig und nicht fromm. Diese Geschichte trifft mich, weil sie die rohe Energie eines Jungen zeigt, der sich weigert, klein gemacht zu werden. Sato Reang, der gern der grösste Unruhestifter der Welt wäre, wirkt auf mich wie ein Kind, das spürt, dass in ihm etwas lodert, das sich nicht in fromme Regeln pressen lässt. Sein Vater versucht, ihn in ein enges Korsett aus Geboten und Verboten zu zwingen früh aufstehen, beten, brav sein, doch genau diese Strenge lässt Satos Widerstand wachsen. Ich sehe darin nicht nur Trotz, sondern den verzweifelten Versuch, sich selbst zu behaupten in einer Welt, die ihm sagt, er müsse anders sein. Was mich besonders berührt, ist die Mischung aus Humor und Härte. Die Verbote Fussball, Heuschrecken, alte Leute schubsen wirken fast absurd, aber dahinter steckt eine tiefe Traurigkeit. Ein Kind, dem man die Leichtigkeit nimmt. Und je mehr man ihn einsperrt, desto wilder wird seine innere Freiheit. Diese trotzigen Flammen, die Eka Kurniawan beschreibt, fühlen sich für mich wie ein Aufschrei gegen jede Form von Unterdrückung. Sato Reangs Wut ist nicht destruktiv, sondern ein Motor. Sie zeigt, wie radikal ein Mensch werden kann, wenn er sich gegen ein System stellt, das ihn klein hält. Für mich ist diese Geschichte ein Plädoyer dafür, dass Rebellion manchmal die einzige Sprache ist, die bleibt. Ein Roman, der daran erinnert, dass Freiheit oft im Herzen eines Kindes beginnt.

  • MarieOn

    4/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lustig bis verstörend

    Sato Reang versucht seinen Klassenkameraden Jamal zu überreden, etwas Ungehöriges zu tun. Sato selbst hat aufgehört zu beten, er pinkelt an die Bananenstauden, isst mit der linken Hand und betritt ein Haus, ohne zu grüßen. Klar früher hatte er auch mal gebetet, saß in der Moschee und versuchte die Worte des Korans zu verstehen. Das hatte auch Spaß gemacht, wie sie im Schneidersitz dasaßen, seine Freunde und er, die Sarongs um die Schultern geschlungen statt um die Hüfte. Sie johlten ins Mikrofon, bis Onkel Babiasa den Stecker zog. Die Jungs standen in Zweierreihen hinter den Männern. Sato gab dem vor ihm stehenden einen Kopfstoß gegen den Hintern, der in die erste Reihe stolperte und schon stürzten die Männer unter großem Geschubse zu Boden. Mit sieben Jahren wurde Sato beschnitten, damit wurde der Grundstein gesetzt, ein frommes Kind zu werden. Dabei wollte Sato ursprünglich Waldhüter werden oder Brunnenbauer. Fromm sein bedeutete, fünf Mal am Tag in die Moschee zu gehen, abends den Koran zu lesen und während des Fastenmonats von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder zu essen noch zu trinken. Fazit: Der indonesische Autor und Comiczeichner Eka Kurniawan hat in seiner bitterbösen Erzählung den Widerstand eines Jungen gegen die fanatische Gotteshörigkeit gezeichnet. Der kleine Sato wehrt sich gegen die gesellschaftliche Frömmigkeit, denn nur wer den Gesängen des Muezzins folgt, findet Anerkennung. Sato ist umtriebig und stiftet andere Kinder an, ebenfalls Ärger zu machen. Nach einem Vorfall nimmt sein Vater ihn unter seine Fittiche und zwingt ihn dazu, ein Lämmchen zu sein. Wiederholte Demütigungen durch den Vater rufen in Sato tiefen Groll hervor und der kurzzeitig fügsame Junge verändert sich wieder. Auf der Suche nach Anerkennung und Wertschätzung wird er zum Anführer und Störenfried. Die Geschichte begann lustig, der Autor hat ähnlich eines Comiczeichners, der er ist Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Die Tragik der gesellschaftlichen Zwangsreligiosität konnte er mir gut vermitteln. Das einzige, was einen guten Menschen ausmacht, ist sein konsequenter Glaube. Das Hadern des Protagonisten mit den Traditionen nimmt zum Ende obsessive Dimensionen an, die in Destruktion münden. Der Schluss war für meinen Geschmack ziemlich eklig und so auf die Spitze getrieben auch verstörend. Ein Buch für alle, die asiatische Literatur lieben.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Hund miaut, die Katze bellt

    Ein Roman aus Indonesien, der durch die prägende Erzählstimme des jugendlichen Protagonisten auffällt. Sato Reang ist ein Junge, der sich religiösen Dogmen widersetzt um Selbstbestimmung zu erlangen. Der Text wechselt manchmal vom Ich zum Er, in der sich Sato wie von außen betrachtet. Umso genauer erfährt man von seinen Gedanken, die auch seine Zweifel zeigen. Der Roman hat Witz, aber auch bittere Stellen. Eka Kurniawan war mir mit seinem lebhaften Stil bereits mit seinem großartigen Roman Tigermann aufgefallen. Auch Bellende Katzen ist ein schmales Buch, bei dem der Autor viel Geschick beim Konstruieren einer aufwühlenden Geschichte aufweist.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein intensives Buch

    BELLENDE KATZEN Eka Kurniawan ET: 20.08.26 Sato Reang will alles, aber ganz sicher nicht fromm werden. Nein, eigentlich stimmt das nicht ganz. Er will auch auf keinen Fall so werden wie sein Vater: fünfmal am Tag in die Moschee gehen, den Koran lesen und stets ein Vorbild sein. Er will Fussball spielen, ausschlafen, ins Kino gehen und einfach nur ein Kind sein. Doch sein Vater lässt ihm diese Freiheiten nicht, also tut er alles heimlich. Nach und nach verändert sich Sato Reang. Er spielt mit dem Feuer, überschreitet immer mehr Grenzen, bis ein schwerer Schicksalsschlag die Familie trifft. Ab diesem Moment könnte sich sein Leben verändern … Eka Kurniawan lässt uns tief in die Seele eines Jungen blicken, der an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Sato Reang ist eine Figur, die mich immer wieder an meine Grenzen gebracht hat. Selten hat ein Buch so viele unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst. Während ich zu Beginn noch Mitleid mit ihm hatte, blieb am Ende vor allem Sprachlosigkeit zurück. Fazit: Ein ungewöhnlicher und intensiver Roman, der einen tiefen Einblick in die Seele eines Jugendlichen gewährt. Sehr lesenswert. 3,5/5

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