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Produktbild: Eine gute Frau
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Eine gute Frau Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

30 - 55 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.04.2023

Herausgeber

Karoline Hippe

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

›Dag före röd dag‹

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

2710004408846

Beschreibung

Rezension

»Ein starkes Leseerlebnis, bei dem einem das Lachen im Hals stecken bleibt! Maria Frensborg nimmt unsere narzisstische Gegenwart gnadenlos auseinander.« Nina Wähä, preisgekrönte Autorin von ›Vaters Wort und Mutters Liebe‹ ("Zitatgeber*in")
»Ein auf heutige Art und Weise trauriges und zum Totlachen lustiges Buch über eine ›gute‹ Frau.« Aftonbladet ("Zitatgeber*in")
»Eine gekonnte Darstellung des Abgrunds zwischen Selbstbild und Realität, der sich vor egozentrischen Zeitgenoss*innen auftut.« Dagens Nyheter ("Zitatgeber*in")
»Eine schräge, kluge und elegante Geschichte über das unmögliche und unmenschliche Vorhaben, konsequent zu sein.« Expressen ("Zitatgeber*in")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

30 - 55 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

20.04.2023

Herausgeber

Karoline Hippe

Verlag

Arche Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/3,2 cm

Gewicht

406 g

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Originaltitel

›Dag före röd dag‹

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

EAN

2710004408846

Herstelleradresse

Arche Literatur
Semperstr. 24
22303 Hamburg
DE
info@buecherwege.de

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Sehr gelungener Debütroman, der unterhält und zu denken gibt

Lust_auf_literatur am 23.04.2023

Bewertungsnummer: 1927860

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Eine gute Frau“ sein, ein guter Mensch sein, das möchte Helena. Wollen wir das nicht alle? Also ich zumindest schon. Nur, was ist ein guter Mensch eigentlich, so heutzutage? Dieser komplexen Frage will Frensborg in ihrem Roman auf den Grund gehen, oder besser gesagt, dem Umgang mit dieser Frage. Ihre Protagonistin Helena ist ganz oben angekommen: Sie lebt in einem der reichsten Länder der Welt, ist finanziell abgesichert, hat einen wunderbaren Mann und zwei wunderbare Teenagerkinder (perfekt: ein Mädchen und einen Jungen), die Familie ist intakt. Jetzt wurde ihr Mann Jonas auch noch befördert und will der Familie einen Urlaub nach Mallorca gönnen. Mit diesem geplantem Urlaub entzündet Frensburg die Lunte zu einer ausgewachsenen Krise in Helenas Leben und in der gesamten Familie. Denn Helena fühlt sich verantwortlich für das Gesamtpacket der Probleme auf dieser Welt. Das Essen? Wird genauestens auf Ausgewogenheit und Zusatzstoffe kontrolliert. Soziales Elend? Die Bettlerin MUSS ihre Gaben doch annehmen! Die Zerstörung der Umwelt? Ein Die-in wird sicher helfen awareness zu schaffen. Aber jetzt eine vergnügliche Reise nach Mallorca? Auf gar keinen Fall! Dieses priveligierte Leben Helenas in der akademischen Mittelschicht beschreibt Frensburg sehr humorvoll und entlarvend. Denn eigentlich beschäfftigen Helena ganz andere unausgesprochene, entsetzlich uncoole Themen. Sie kommt mit dem älter werden und den Veränderungen in ihrer Beziehung zu Mann und Kindern nur schwer zurecht. Aus ihrem Verhalten lese ich eine ganz große Wohlstandscham heraus und das dringende Bedürfnis dafür Buße zu tun. Der Verzicht auf Annehmlichkeiten dient eigentlich als Strafe und Selbstgeißelung. Mir gefällt es richtig gut wie Frensburg ihre Figur offen legt und fühle mich das eine oder andere Mal ertappt. Dabei macht sie Helena nie lächerlich sondern zeigt ihr Verhalten sehr menschlich und hilflos. Und die Reise nach Mallorca? Das löst Frensborg überraschend mit einem mega witzigen Turnaround! Wirklich ein sehr gelungener Debütroman, der unterhält und zu denken gibt. Thematisch erinnert er mich an „Gute Menschen“ von Sigrid Behrens, obwohl die Autorinnen stilistisch komplett unterschiedlich arbeiten. Leseempfehlung!

Sehr gelungener Debütroman, der unterhält und zu denken gibt

Lust_auf_literatur am 23.04.2023
Bewertungsnummer: 1927860
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Eine gute Frau“ sein, ein guter Mensch sein, das möchte Helena. Wollen wir das nicht alle? Also ich zumindest schon. Nur, was ist ein guter Mensch eigentlich, so heutzutage? Dieser komplexen Frage will Frensborg in ihrem Roman auf den Grund gehen, oder besser gesagt, dem Umgang mit dieser Frage. Ihre Protagonistin Helena ist ganz oben angekommen: Sie lebt in einem der reichsten Länder der Welt, ist finanziell abgesichert, hat einen wunderbaren Mann und zwei wunderbare Teenagerkinder (perfekt: ein Mädchen und einen Jungen), die Familie ist intakt. Jetzt wurde ihr Mann Jonas auch noch befördert und will der Familie einen Urlaub nach Mallorca gönnen. Mit diesem geplantem Urlaub entzündet Frensburg die Lunte zu einer ausgewachsenen Krise in Helenas Leben und in der gesamten Familie. Denn Helena fühlt sich verantwortlich für das Gesamtpacket der Probleme auf dieser Welt. Das Essen? Wird genauestens auf Ausgewogenheit und Zusatzstoffe kontrolliert. Soziales Elend? Die Bettlerin MUSS ihre Gaben doch annehmen! Die Zerstörung der Umwelt? Ein Die-in wird sicher helfen awareness zu schaffen. Aber jetzt eine vergnügliche Reise nach Mallorca? Auf gar keinen Fall! Dieses priveligierte Leben Helenas in der akademischen Mittelschicht beschreibt Frensburg sehr humorvoll und entlarvend. Denn eigentlich beschäfftigen Helena ganz andere unausgesprochene, entsetzlich uncoole Themen. Sie kommt mit dem älter werden und den Veränderungen in ihrer Beziehung zu Mann und Kindern nur schwer zurecht. Aus ihrem Verhalten lese ich eine ganz große Wohlstandscham heraus und das dringende Bedürfnis dafür Buße zu tun. Der Verzicht auf Annehmlichkeiten dient eigentlich als Strafe und Selbstgeißelung. Mir gefällt es richtig gut wie Frensburg ihre Figur offen legt und fühle mich das eine oder andere Mal ertappt. Dabei macht sie Helena nie lächerlich sondern zeigt ihr Verhalten sehr menschlich und hilflos. Und die Reise nach Mallorca? Das löst Frensborg überraschend mit einem mega witzigen Turnaround! Wirklich ein sehr gelungener Debütroman, der unterhält und zu denken gibt. Thematisch erinnert er mich an „Gute Menschen“ von Sigrid Behrens, obwohl die Autorinnen stilistisch komplett unterschiedlich arbeiten. Leseempfehlung!

Innere Zerrissenheit

Bewertung am 29.05.2023

Bewertungsnummer: 1950461

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Eine gute Frau" spielt im Titel schon auf die Kernfrage des Romans an: Die große Frage, was richtiges/gutes Verhalten ist und ob man überhaupt alles richtig machen kann. Protagonistin ist Helena, Mutter von zwei Kindern, Ehefrau und Berufstätige. Neben ihrem normalen Alltag stellt sie sich nicht nur kurz die Frage, ob ihr Handeln momentan richtig oder gut ist, sondern gerät darüber hinaus immer wieder in ihr Gedankenkarussel. Dabei spielen vor allem die Themen Klimakrise, Gleichberechtigung, Geschlecht und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Auslöser für einen Familienstreit ist eine Flugreise nach Mallorca, die Ehemann und Vater Jonas für die gesamte Familie geplant hat, für die Helena sich jedoch überhaupt nicht begeistern kann. Wer fliegt denn heutzutage noch und darf man überhaupt noch fliegen? Ich mochte sowohl die Thematik als auch den Schreibstil sehr gern. So haben die Leser*innen ausschließlich Zugang zu Helenas Gedankenwelt und erleben das Verhalten der anderen Figuren auch nur aus Helenas Perspektive bzw. mit Helenas Wissen. Ihre Art, alles zu hinterfragen, unsicher Gespräche führen und alltägliche Entscheidungen immer wieder durchgehen, fand ich nachvollziehbar und authentisch. Ab einem gewissen Zeitpunkt hat sich Helena jedoch sehr verzettelt und ich konnte einige Handlungen und Äußerungen nicht mehr nachvollziehen. Gerade das Ende ließ mich dann leider überrascht und irgendwie unbefriedigt zurück - da hätte ich mehr Potential gesehen und mehr erwartet. Allerdings bleibt so auch die Frage unbeantwortet, was eine "gute Frau" ist, also demnach passte es dann doch.

Innere Zerrissenheit

Bewertung am 29.05.2023
Bewertungsnummer: 1950461
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Eine gute Frau" spielt im Titel schon auf die Kernfrage des Romans an: Die große Frage, was richtiges/gutes Verhalten ist und ob man überhaupt alles richtig machen kann. Protagonistin ist Helena, Mutter von zwei Kindern, Ehefrau und Berufstätige. Neben ihrem normalen Alltag stellt sie sich nicht nur kurz die Frage, ob ihr Handeln momentan richtig oder gut ist, sondern gerät darüber hinaus immer wieder in ihr Gedankenkarussel. Dabei spielen vor allem die Themen Klimakrise, Gleichberechtigung, Geschlecht und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Auslöser für einen Familienstreit ist eine Flugreise nach Mallorca, die Ehemann und Vater Jonas für die gesamte Familie geplant hat, für die Helena sich jedoch überhaupt nicht begeistern kann. Wer fliegt denn heutzutage noch und darf man überhaupt noch fliegen? Ich mochte sowohl die Thematik als auch den Schreibstil sehr gern. So haben die Leser*innen ausschließlich Zugang zu Helenas Gedankenwelt und erleben das Verhalten der anderen Figuren auch nur aus Helenas Perspektive bzw. mit Helenas Wissen. Ihre Art, alles zu hinterfragen, unsicher Gespräche führen und alltägliche Entscheidungen immer wieder durchgehen, fand ich nachvollziehbar und authentisch. Ab einem gewissen Zeitpunkt hat sich Helena jedoch sehr verzettelt und ich konnte einige Handlungen und Äußerungen nicht mehr nachvollziehen. Gerade das Ende ließ mich dann leider überrascht und irgendwie unbefriedigt zurück - da hätte ich mehr Potential gesehen und mehr erwartet. Allerdings bleibt so auch die Frage unbeantwortet, was eine "gute Frau" ist, also demnach passte es dann doch.

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Eine gute Frau

von Maria Frensborg

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