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Die Welt hinter Dukla Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2002

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,3 cm

Gewicht

162 g

Auflage

8

Originaltitel

Dukla

Übersetzt von

Olaf Kühl

Sprache

Deutsch

EAN

2710004440051

Beschreibung

Rezension

»Mit einem einzigen, wunderbar leichten Wurf hat die Literatur eine neue Hauptstadt erhalten: Es ist Dukla.« ("Frankfuter Allgemeine Zeitung")

Produktdetails

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Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2002

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,3 cm

Gewicht

162 g

Auflage

8

Originaltitel

Dukla

Übersetzt von

Olaf Kühl

Sprache

Deutsch

EAN

2710004440051

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Hamburg

    4/5

    19.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Muss denn der Sinn immer etwas Handfestes sein?

    Nicht umsonst wurde dieses Buch in die Reihe der "Weiteren 50 großen Romane des 20. Jahrhunderts" der Süddeutschen Zeitung aufgenommen. Der Sinn liegt nicht darin, zu einem bestimmten Ziel zu gelangen. Er liegt zwischen dem, was geschrieben steht. Es geht um die Beschreibung des Ortes, der etwas Transzendentes vermuten läasst. Es geht um das Unausgesprochene. Was dieses Buch bedeutend macht, ist die besondere Art des Schriftstellers, Begebenheiten zu beschreiben. Auch solche, die nach Meinung Vieler keiner Erwähnung bedürfen. Gerade das ist ja das Meisterstück, aus Nichts Etwas entstehen zu lassen.

  • Bewertung

    3/5

    19.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Reflexion über Sprache

    Eine poetische, aber auf die Dauer zähe Reflexion über Sprache und Sinnhaftigkeit respektive Sinnlosigkeit. Wunderbar an diesem Buch ist seine Sprache, schwierig dagegen und in meinen Augen eine echte Herausforderung der erzählerische Stillstand ohne jeden dramaturgischen Bogen.

  • Bewertung

    2/5

    19.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Suche nach dem Sinn

    Die Suche nach der Welt hinter Dukla, einem kleinen Dof, bildet das eigentliche Thema des Romans. Leider verläuft diee Suche nach dem Sinn hinter der sichtbaren Welt, nach der Transzendenz also,ergebnislos und infolgedessen frustrierend für den Leser. Ein langatmiger Roman ohne Handlung.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    22.09.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Transzendentale Herausforderun…

    Transzendentale Herausforderung Mit dem im Original 1997 erschienenen Roman «Die Welt hinter Dukla» wurde der polnische Schriftsteller, Literaturkritiker und Journalist Andrzej Stasiuk drei Jahre später schlagartig auch dem deutschen Lesepublikum bekannt, sein Buch wurde 2008 sogar in die Anthologie «Hundert große Romane des 20. Jahrhunderts» der Süddeutsche Zeitung aufgenommen. Zu Recht? Fragt man sich, denn die Rezeption war zwiespältig, einig war sich die Kritik nur darin, dass die Lektüre anstrengend und der Roman weitgehend handlungslos sei. «Um vier Uhr früh hebt die Nacht langsam ihren schwarzen Hintern, steht vollgefressen vom Tisch auf und geht schlafen. Die Luft ist wie kalte Tinte, sie fließt die Asphaltwege herab, zerläuft und gerinnt zu schwarzen Seen. Es ist Sonntag, die Menschen schlafen noch, und deshalb sollte diese Erzählung keine Handlung haben, kein Ding kann schließlich andere Dinge verdecken, wenn wir zum Nichts streben, zu der Feststellung, dass die Welt nur eine vorübergehende Störung ist im freien Fluss des Lichts.» Dieser Romananfang bestätigt die Adjektive «anstrengend» und «handlungslos» eindrucksvoll, über die Mühe des Lesens vermittelt der zitierte Text einen Eindruck, insbesondere wenn man weiß, so geht es weiter bis zum Schluss, und die fehlende Handlung wird hier explizit durch den Autor bestätigt. Der Romantitel ist metaphorisch zu verstehen, er weist darauf hin, dass die polnische Kleinstadt Dukla für den Ich-Erzähler mehr ist als ein verschlafenes Provinznest am Rande der Karpaten, er sucht nichts weniger als deren Genius loci, benutzt den Ort als Projektionsfläche transzendenter Betrachtungen. «Ich komme immer wieder in dieses Dukla zurück, um es bei unterschiedlichem Licht, zu unterschiedlichen Tageszeiten anzusehen.» Diese nicht enden wollende Spurensuche nach der eigenen Kindheit, nach magischen Orten, nach dem Geist der Schutzpatronin Amalia von Brühl, deren Sarkophag er immer wieder besucht, ist der eigentliche Gegenstand dieses Erzählbandes. Die wenigen den Roman bevölkernden Figuren bleiben konturlos wie der Ich-Erzähler selbst, man erfährt so gut wie nichts von ihnen, und sie agieren auch nicht. Aus allen Himmelsrichtungen kommend, mit verschiedenen Verkehrsmitteln, zu verschiedenen Jahreszeiten, zu verschiedenen Stunden des Tages, bei Licht und bei Dunkelheit, stets münden diese Besuche in tiefsinnige Beschreibungen von Straßen, Plätzen, Gebäuden, der umgebenden Natur, lebender und toter Materie, behandeln existenzielle Fragen in einer nimmermüden Suche nach dem Sinn hinter alldem. «Schon immer wollte ich ein Buch über das Licht schreiben.» lässt uns der Erzähler wissen, «Ich wüsste nichts, was mehr an die Ewigkeit erinnert». Das Vergehen der Zeit ist sein Thema, seine rastlose Erinnerungsarbeit kreist um philosophische Grundfragen unserer Existenz. Diese anspruchsvolle Thematik ist sprachlich metaphernreich umgesetzt in Textblöcke ohne inhaltlichen Zusammenhang oder erkennbare Gliederung. Ein breit dahinströmender Gedankenfluss, der den Leser zu häufigen Denkpausen zwingt, will er all den Bildern folgen, die da so zahlreich heraufbeschworen werden. «Das Bild, der Zwillingsbruder unseres Verstandes, wird uns überleben» lautet die Erkenntnis. Auf den letzten Seiten wird die unkonventionelle, zu nichts hinführende Erzählweise konkreter, in kurzen Kapiteln wird von einem glücklosen Viehhirten, verschiedenen Tieren, Wetterphänomenen, zuletzt vom Himmel erzählt, auf dem sich weiße Wolken zeigen. «Sie sehen aus wir Knochen, wie eine zerstreute, nebulöse Wirbelsäule. Denn so wird es ganz am Ende sein. Sogar die Wolken werden verschwinden, nur das himmelblaue, grenzenlose Auge wird bleiben über den Resten.» Ob tollkühne Metaphorik und transzendente Reflexionen allein den Leser zufrieden stellen können, muss jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls war enttäuscht, auch die gekonnte Poetik des schmalen Erzählbandes konnte da literarisch nichts mehr retten.

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