Lotmans Sujettheorie in "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann Semantische Räume und Grenzüberschreitungen in der Novelle von Thomas Mann
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- Deutsch ausgewählt
16,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.03.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-18193-5
Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Note: 1,2, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Veranstaltung: Vertiefungsmodul Literaturtheorie und Textanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Anwendbarkeit von Juri Lotmans Sujettheorie auf die Novelle "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann. Ausgangspunkt bildet Lotmans literaturtheoretisches Modell des semantischen Raums und der sogenannten klassifikatorischen Grenze, das narrative Ereignisse als Grenzüberschreitungen zwischen unterschiedlich strukturierten Räumen versteht. Zunächst werden zentrale theoretische Grundlagen der Raumsemantik und der Sujettheorie des russischen Literaturwissenschaftlers Juri Lotman dargestellt. Anschließend erfolgt eine textanalytische Untersuchung der räumlichen Struktur in Der Tod in Venedig. Dabei werden die zentralen Schauplätze sowie die semantischen Oppositionspaare herausgearbeitet, die die narrative Dynamik der Erzählung strukturieren. Die Analyse zeigt, dass die Reise des Protagonisten Gustav von Aschenbach von München nach Venedig als Überschreitung einer klassifikatorischen Grenze interpretiert werden kann: Der Übergang von einem Raum bürgerlicher Ordnung zu einem Raum der Auflösung, Leidenschaft und des Chaos führt letztlich zum tragischen Scheitern der Figur. Die Arbeit verdeutlicht somit, dass Lotmans Modell ein produktives Instrument zur Analyse narrativer Strukturen darstellt, auch wenn sein Anspruch auf universelle Gültigkeit kritisch zu hinterfragen ist.
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