Der Basilisk im Mittelalter. Entstehungsmythen, Darstellung und Symbolik Zwei Essays aus dem Seminar "Ungeheuer mit Geschichte"
-
- Deutsch ausgewählt
16,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.01.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-17473-9
Essay aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geschichte - Europa, Universität Luzern (Historisches Seminar), Veranstaltung: Ungeheuer mit Geschichte: Drachen, Werwölfe, Vampire, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Essays "Der Basilisk" untersuchen die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung des Basilisken als eines der bekanntesten Fabelwesen der europäischen Vorstellungswelt vom Mittelalter bis in die Moderne. In zwei komplementären Teilen wird der Basilisk zunächst als scheinbar reales Ungeheuer beschrieben und anschliessend kritisch als kulturelles und epistemisches Konstrukt analysiert. Der erste Teil widmet sich der mittelalterlichen Basiliskenvorstellung. Ausgehend von antiken Autoren wie Plinius dem Älteren wird gezeigt, wie der Basilisk im Mittelalter durch Theologen, Naturkundler und Enzyklopädisten weiterentwickelt wurde. Der Text behandelt seine Entstehungsmythen, sein wechselndes Erscheinungsbild zwischen Schlange, Drache und Vogel sowie seine tödlichen Fähigkeiten, insbesondere den tödlichen Blick, den giftigen Atem und den verderblichen Geruch. Zudem wird die symbolische Bedeutung des Basilisken als Allegorie für Sünde, Teufel und moralisches Verderben herausgearbeitet, insbesondere in christlicher Ikonografie und Predigtliteratur. Der zweite Teil hinterfragt die Existenz des Basilisken grundlegend. Er analysiert Skepsis und Kritik seit der Antike, den epistemischen Wandel von mittelalterlicher Autoritätsgläubigkeit hin zur empirischen Wissenschaft der Frühen Neuzeit sowie das allmähliche Verschwinden des Basilisken aus der Naturkunde. Gleichzeitig zeigt der Text, dass der Basilisk nicht verschwindet, sondern in Literatur, Popkultur und Fantasy weiterlebt. Der Basilisk wird dabei als "epistemischer Katalysator" verstanden, der gesellschaftliche Vorstellungen von Wissen, Wahrnehmung und Wahrheit spiegelt. Insgesamt argumentieren die Essays, dass der Basilisk weniger ein Tier als vielmehr ein kulturelles Denkmodell ist. Er dient als Projektionsfläche für Ängste, Wissensordnungen und Grenzziehungen zwischen Natur und Imagination. Gerade weil er nie real existierte, konnte er sich als symbolisch wirkmächtige Figur bis in die Gegenwart erhalten.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Jetzt verkaufenKundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice