Wärmepolitik zwischen Ölkrisen und Klimawandel Die staatliche Regulierung des energiesparenden Heizens in der Bundesrepublik Deutschland, 1970-1995
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- Deutsch ausgewählt
48,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
28.10.2026
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
528
Maße (L/B)
22,2/14 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-6175-1
Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde das private Heizen politisiert. Prognosen über drohende Umwelt- und Klimaschäden sowie die Knappheit der fossilen Energieressourcen führten ab den 1970er-Jahren zu einem neuen Nachdenken über das Verhältnis von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum. Thomas Lettang zeigt, wie ein neues staatliches Handlungsfeld der Wärmepolitik in der Bundesrepublik entstand, die einen sparsameren Umgang mit Energie fördern sollte. Denn Politiker, Wissenschaftler und Energieversorger verorteten enorme Einsparpotenziale beim Heizen der Privathaushalte. Die Umwelt- und Anti-AKW-Bewegungen forderten zudem größere Anstrengungen für eine Energiewende ohne Kernenergie. Der Autor analysiert das politische Aushandeln von Regulierungspraktiken in der Energiepolitik und damit auch den Wandel von Staatlichkeit insgesamt. So hat weniger der Marktliberalismus an Bedeutung gewonnen als vielmehr der Interventionsstaat, der private Konsummuster und Technologien zu regulieren versuchte. Im Zentrum steht die Frage, die noch heute die politischen Debatten prägt: Sind rechtliche Verbote, moralische Gebote oder ökonomische Anreize legitim und geeignet, um das Energiesparverhalten, die Heizpraxis und den Wärmeschutz zu verändern?
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