Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Avitals Kindheit und Jugend verlaufen alles andere als glatt. Sie wächst am Rande Jerusalems bei ihren Großeltern in prekären Verhältnissen auf. Auch als sie Reißaus nimmt, wendet sich zunächst nichts zum Besseren: Avital schlittert von einem Unglück ins nächste und träumt dabei unermüdlich von einem Vater, der kommt und sie rettet – wie in den Waisenkindergeschichten, die sie so gerne liest. Und tatsächlich taucht eines Tages der ehemalige Mossad-Agent Achituv Porat auf und nimmt sie unter seine Fittiche. Endlich scheint Avitals Leben eine gute Wendung zu nehmen, doch war die Begegnung mit Achituv wirklich so zufällig, wie er vorgibt?
Mit Mut, Witz und Unerschrockenheit trotzt die junge Heldin allen Rückschlägen. Spannend und voller unerwarteter Wendungen – ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dies ist Avitals zweites Mal im Kloster. Zuerst war sie mit sechzehn hier, da hatte Jesus ihr den Weg gewiesen, damals war sie Prostituierte, genauso, wie man das der Maria Magdalena ja nachgesagt hatte. Heute ist sie fast aus freien Stücken gekommen, als Mörderin. Es hat sich einiges geändert. Damals war Theresa die Äbtissin, jetzt ist es Agnes. Der schöne Innenhof mit den Bänken, so als habe Jesus hier irgendwann einen Gastauftritt, lockt zum Verweilen. Der Weg zur Bibliothek ist von Bougainvillen gesäumt und kurz, damit die Männer, die zum Lesen kommen die Nonnen nicht schwängern.
Aufgewachsen ist Avital in Lifta bei ihren Großeltern Malka und Jakob Ochajon, der Terroristin und dem Informanten. Ihre Mutter hatte sie nur als Grabstein kennengelernt, mit vielen Kanten und einem Foto, das mehr Dunkelheit als Licht enthielt. Sie hieß Schula und war in Avitals Geburtsjahr gestorben.
Sobald Oma und ihr Informant Mama erwähnten, ließen sie einen ganzen Schwall Flüche vom Stapel. S. 17
Eine ganze Weile lang hat Avital ihren König Lear gesucht, den Typen, den Shakespeare in seinem Stück beschreibt, ihren Vater halt, den sie eben Lear nannte. Aber diese Suche und die verfluchte Geschichte mit Opas Parlament, lauter alte Säcke, die anrückten, wenn Oma Arak besorgte oder Leichen wusch und Avital dann auf die Pelle rückten, hatte sie zum ersten Mal in dieses Kloster geführt.
Fazit: Galit Dahan Carlibach, mehrfach ausgezeichnete Autorin, hat mich aus dem Staunen nicht mehr rausgelassen. Ihre Protagonistin ist ohne Eltern bei ihren alkoholkranken Großeltern aufgewachsen. Sie sucht ihren Vater, weil sie sich ein bisschen Geborgenheit wünscht, die sie sonst nirgendwo findet. Nach einer Eskalation haut sie mit vierzehn ab und schlägt sich mit allem, was sie kann, durchs Leben, bis sie auf einen alten Mossad-Agenten trifft, der alles über Avitals Familie weiß, aber das weiß Avital wiederum nicht. Avitals Geschichte könnte schlimmer nicht sein, doch ich finde keine Sekunde Zeit, das arme Ding zu bemitleiden und das tut gut, weil mir nicht weh. Die Autorin bedient sich einer besonderen Stilart. Sie lässt ihre Protagonistin einen Brief an den Herrn Richter und die Sozialarbeiter schreiben, in dem sie ihnen alles berichtet, für was sie sie schuldig befinden könnten und die Umstände, die dazu geführt haben. Die Sprache ist erfrischend abgefuckt und macht Avital so authentisch. Natürlich geht es in Avitals Berichterstattung drüber und drunter, doch ich erkenne schnell, dass der Mossad Agent das Beste ist, was Avital passieren konnte, nicht weil der Mossad eine gute Einrichtung wäre, sondern weil der Spion sich schuldig fühlt. So mehr wird nicht verraten. Das ist kreatives Schreiben par excellence. So erfrischen und spritzig, ich bin hin und weg.
Erschütternd
begine aus Lemwerder am 09.03.2026
Bewertungsnummer: 3070672
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt.
Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, das ist nicht besonders schön. Sie wird schon früh missbraucht. Sie ist schon so weit, das sie Selbstmord begehen will. Da erzählt ihr ein Freund, wie ihre Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam.
Als sie 17 Jahre alt ist gibt es einen Brand und die Großeltern sterben.
Sie hat nicht viel Glück und sie gibt sich für vieles die Schuld.
Sie schreibt für sich Briefe an die Staatsanwaltschaft, Sie glaubt sie soll verhaftet werden.
Diese Lebensgeschichte wird einfühlsam und brillant geschrieben. Ich hoffte immer, das Avital ihren Vater findet, das ist aber sehr schwierig.
Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.
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