• Produktbild: Das Glück der kalten Jahre
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Das Glück der kalten Jahre Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.09.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,9/13/2,8 cm

Gewicht

415 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Nieczułość

Übersetzt von

Bernhard Hartmann

Sprache

Deutsch

EAN

2710004677945

Beschreibung

Rezension

»Die so entstandenen Szenen, Miniaturen fast, sind prallvoll mit Leben und schönen Details. Sie ziehen mitten hinein in eine fremde und doch vertraute Welt.« ("stern")
»Martyna Bunda gelingt das Kunststück, das Private und das Öffentliche der schwierigen polnischen Nachkriegszeit in einer Romanerzählung miteinander zu verschränken.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Martyna Bunda zeigt in ihrer eindrucksvollen kaschubischen Frauensaga, wie Rozela und ihre Töchter sich durchbeißen, wie sie die Herausforderungen des Lebens bestehen, ohne sich je zu unterwerfen.« ("ORF")
»Der Sog dieses Romans entsteht nicht aus der episodisch erzählten Handlung, sondern aus der Sprache. Der Übersetzer Bernhard Hartmann hat in seiner sorgfältigen und farbigen Übersetzung jeder Nuance nachgespürt.« ("SRF")
»Wer so erzählen kann, muss eine Menge vom Leben verstehen.« ("Sächsische Zeitung")
»Ein schönes, ein weises Buch. « ("Newsweek")
»Berührendes Debüt.« ("TV-Star")
»Es ist faszinierend mitzuerleben, wie es der Autorin gelingt, uns beim Lesen die Dinge mit den Augen der Figuren sehen zu lassen. Sie erzählt die Weltgeschichte aus dem vermeintlich Kleinen und Alltäglichen. Ergreifend.« ("Magazin Märkische LebensArt")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.09.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

20,9/13/2,8 cm

Gewicht

415 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Nieczułość

Übersetzt von

Bernhard Hartmann

Sprache

Deutsch

EAN

2710004677945

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  • Buecherseele79

    5/5

    20.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zusammenhalt des Frauenhaushaltes

    Westlich von Danzig lebt Rozela, mit ihren 3 Töchtern Truda, Gerta und Ilda. Ihr Mann kam beim Arbeiten ums Leben und mit der Abfindung konnte sie sich das erste Haus aus Stein in ihrem kleinen Dorf bauen. Gespräch waren Rozela und ihre Töchter dort schon immer. Doch der Zweite Weltkrieg und seine Schrecken haben gerade Rozela sehr zugesetzt und das Leben ist im Allgemeinen gar nicht so einfach… Was für ein unglaublich interessantes und einfach im Ganzen sehr gut umgesetztes Buch. Ich wusste jetzt nicht genau was mich erwarten wird, aber was ich zu lesen bekam hat mich mitgerissen, begeistert, zum Lachen und nachdenken gebracht, aber auch schockiert und traurig werden lassen. Die Autorin Martyna Bunda stammt selbst aus Danzig, ich finde diese Stadt schon sehr lange interessant, auch weil sie im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle gespielt hat. Alleine hier beweist die Autorin Feingefühl und beschreibt das Leben von Rozela, ihren Werdegang, das Leben mit ihrer Mutter, wie diese hochschwanger vor dem Altar stehen gelassen wurde, wie Rozela für sich gekämpft hat und durch den Weltkrieg Schreckliches erleben und überleben musste. Man hat die Umgebung immer vor Augen, ist mit den Töchtern unterwegs und bekommt ein Gefühl für das kleine Dorf. Die Geschichte selbst wird aus allen Blickwinkeln erzählt - von Rozela selbst, von Truda, Gerta und Ilda. Jeder sieht eine Situation anders, bewertet sie neu und hat die eigenen Erfahrungen zu machen. Rozela, die das Haus unbedingt und selbst bauen wollte, die genaue Vorstellungen hatte, die Wünsche von ihrem verstorbenen Mann mit „eingebaut“ hat. Die ihre Töchter beschützte als die Sowjetarmee im zweiten Weltkrieg näher kam, nach dem Krieg der Hunger, das Leben neu ordnen, neue Begebenheiten hinnehmen, ändern, ablehnen. Das Leben neu sortieren und mit der Politik klar kommen die auf einen einprasselt. Die Töchter könnten nicht unterschiedlicher sein, und doch halten sie zusammen, kehren immer wieder in das Haus der Mutter, das Haus ihrer Kindheit zurück. Sie unterstützen die Mutter wo es geht, leben mit ihren Eigenschaften und versuchen aus allem das Beste zu machen. Sie bekommen Kinder, sie heiraten oder auch nicht, sie werden zum „Gesprächsstoff“ im Dorf und doch ist ihnen das herzlich egal, sie sind wie sie sind. Die Autorin beschreibt hier einen reinen Frauenhaushalt der mit den Wellen der Kriegs und Nachkriegszeit zu Recht kommen muss, die kämpfen, schweigen, weinen, lieben, hassen und sich streiten. Die Zusammenhalten, sich beschützen und versuchen für ihre Mutter dazu sein. Ein Buch über die Stärke und den Mut von Frauen die nicht aufgeben und doch wieder ein „normales“ Buch über den Alltag in Danzig im dramatischen 20. Jahrhundert. Ein Buch was berührt und doch das einfach harte, aber doch oft auch glückliche Leben einer Familie aufzeigt die sich verändert, erweitert und versucht füreinander dazu sein. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

  • Edith Berger

    5/5

    01.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr großes Lesevergnügen

    Gerta, Truda und Ilda sind Schwestern. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Gerta, die Älteste versucht den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden und alles richtig zu machen. Darin ähnelt sie am ehesten ihrer Mutter Rozela. Allen gemeinsam ist das Beherzigen von Rozelas Maxime - Kopf oben behalten, egal was passiert. Es ist der Winter 1979 als sie hinter Tadeusz Gelbert hergehen. Arm in Arm und im Gleichschritt. Links Truda, rechts Gerta, Ilda in der Mitte. "Und vorneweg er, Tadeusz Gelbert, in seinem silberbeschlagenen Mahagonisarg".

  • Sikal

    4/5

    20.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein einfühlsames Buch

    Der Roman beginnt Anfang der 30er Jahre mit der Erzählung dieser Familiengeschichte und zeigt über Jahrzehnte die Höhen und Tiefen, das Kommen und Gehen, Verzweiflung, Hoffnung, Wut und Trauer. Aber auch Freude, Liebe, Zusammenhalt, Vertrauen und Gemeinsamkeit. Mutter Rozela verliert ihren Mann und versucht ihren drei Töchtern Gerta, Truda und Ilda ein Zuhause und eine Familie zu geben. Sie leben in einem Steinhaus, das zum Symbol für die Beständigkeit im Leben wird. Die jeweiligen Situationen werden aus unterschiedlichen Perspektiven der Schwestern und teilweise der Mutter erzählt. Das finde ich sehr gelungen, da man sich so ein umfangreiches Bild machen kann und vieles verständlicher wird. Man erlebt mit der Familie die Vorkriegszeit, die harten Kriegsjahre, das Näherkommen der Sowjetarmee und so manche Grausamkeit. Manchmal überschlagen sich die Ereignisse und dann plätschern die Seiten wieder so dahin – wie es eben im Leben auch ist, teilweise ruhig, teilweise turbulent. Die Autorin Martyna Bunda hat mit viel Empathie einen wunderbaren Roman geschrieben, den ich sehr gerne gelesen habe. Das Buch liest sich flüssig und man will immer weiter miterleben was mit den Frauen passiert, welche Begegnungen sie erleben dürfen und was ihnen widerfährt. Die Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet, punkten oft durch enorme Stärke, um dann auch wieder in sich gekehrt oder verzweifelt schwach zu sein. Doch immer wieder behaupten sie sich und lassen die Vergangenheit hinter sich, um aus dem Erlebten gestärkt nach vorne zu schauen. Von mir gibt es für dieses Debüt 4 sehr gute Sterne.

  • Circlestones Books Blog

    4/5

    20.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitgeschiche aus Sicht der Frauen

    „Drei Schwestern, aber ohne die Blautöne, ohne den See, den Himmel und die mal aus dem Wasser, mal aus den Wolken springenden Fische, ohne die seltsam fahlen Blumensträuße und den Namen Astrida. Ohne all die frappanten und schönen Details. Mithin kein bisschen so wie im Leben.“ (Zitat Seite 317) Inhalt Es ist ein solides Haus, das erste gemauerte Haus in Dziewcza Góra, einem Dorf im polnischen Teil von Pommern, das Rozela 1932 für sich und ihre drei Töchter baut. Es wird zum Zentrum der Familie, Heimat für diese vier Frauen, Rozela, Gerta, Truda und Ilda. Auch wenn das Leben sie teilweise an andere Orte führt, so kehren die drei Schwestern immer wieder in dieses Haus zurück, um schwierige Situationen und Schicksalsschläge im Gleichschritt, Arm in Arm, und mit dem Blick nach vorne zu bewältigen. Thema und Genre Ein Familien- und Generationenroman, in dessen Mittelpunkt die Frauen stehen. Es geht um das alltägliche Leben auf dem Land in einem sich ständig wiederholenden Wechsel der Jahreszeiten, durch Kriegs-, Nachkriegsjahre und die nachfolgenden Jahrzehnte. Das Kernthema ist jedoch der Zusammenhalt innerhalb dieser Familie. Charaktere Es sind keine starken Frauenfiguren, aber sie sind unbeugsam und hartnäckig. Die Schwestern sind oft unterschiedlicher Meinung, doch wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen. So lange sie lebt, hat die Mutter Rozela das letzte Wort im Haus. „In ihrem ganzen Leben war es so wie an diesem Herbsttag. Drei Töchter hatte sie, die liebte sie alle gleich, aber sie konnte sie nicht alle gleich behandeln.“ (Zitat Seite 260) Handlung und Schreibstil Die Geschichte dieser Frauen wird abwechselnd erzählt, entweder aus Sicht der Mutter, oder es steht eine der drei Töchter im Mittelpunkt. Manche Ereignisse werden daher aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschildert. Die Handlung verläuft großteils chronologisch, greift jedoch auch manchmal vor oder ergänzt mit Rückblenden, und folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der Töchter durch Beziehungen, Mutterschaft, Schicksalsschläge und immer wieder auch das kleine Glück guter Zeiten. Wir erleben skurril-humorvolle Episoden, als Ilda im Zorn von ihrem Lebensgefährten, dem Bildhauer, wegläuft, sich auf ihr geliebtes Motorrad schwingt und, ohne es geplant zu haben, ein Motorradrennen gewinnt. Auch Schweine spielen eine Rolle in diesem Roman, wegen der besonderen Kreuzung, die ebenfalls zufällig passiert ist, verboten, dann viele Jahre später als besondere Rasse entdeckt. Die Sprache schildert unaufgeregt, auch die für mich persönlich entbehrlichen Schilderungen des Schlachtens von diversen Tieren erfolgen in einem beinahe zärtlichen Stil. Fazit Es ist die Geschichte über den Werdegang von Frauen im einfachen, ländlichen Umfeld im wechselvollen 20. Jahrhundert, ihr Leben zwischen Tradition und dem Wunsch nach mehr Freiheit. Ein interessantes Beispiel polnischer Gegenwartsliteratur.

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