Lilith und die Femme Fatale: Mythos, Archetyp und weibliche Macht Kulturgeschichte, Psychologie und die Angst vor weiblicher Autonomie
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Ja
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
05.05.2026
Verlag
Leonhard WeissSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9798235628816
Kaum eine Figur der Mythologie ist so vielschichtig, widersprüchlich und zugleich so gegenwärtig wie Lilith.
Zwischen Dämonisierung und Verehrung, zwischen Angstbild und Symbol weiblicher Selbstbestimmung hat sich ihr Bild über Jahrtausende hinweg immer wieder gewandelt. Dieses Buch zeichnet diese Entwicklung nach und verbindet mythologische, kulturhistorische und psychologische Perspektiven zu einer fundierten Gesamtschau.
Im Zentrum steht die Frage, warum Figuren wie Lilith bis heute eine solche Faszination ausüben und welche gesellschaftlichen Dynamiken sich in ihnen spiegeln.
Ausgehend von den frühesten mesopotamischen Quellen wird die Entwicklung Liliths über jüdische Überlieferungen, mittelalterliche Mystik und kabbalistische Interpretationen bis hin zur modernen Popkultur nachgezeichnet. Dabei wird deutlich, dass Lilith nie nur eine Figur war, sondern immer auch eine Projektionsfläche für Ängste, Sehnsüchte und Machtverhältnisse.
Besonderes Augenmerk gilt dem Archetyp der Femme Fatale.
Dieser wird nicht nur historisch eingeordnet, sondern auch in seiner psychologischen Dimension untersucht. Auf Grundlage der Archetypenlehre von C. G. Jung wird die Femme Fatale als Ausdruck kollektiver unbewusster Prozesse verstanden als Spiegel verdrängter Wünsche, gesellschaftlicher Konflikte und individueller Schattenanteile.
Das Buch zeigt:
die mythologischen Ursprünge Liliths im Alten Orient
ihre Transformation in jüdischen und kabbalistischen Traditionen
die Entwicklung des Femme-Fatale-Archetyps in Literatur und Kunst
psychologische Deutungen nach Jung und moderne Interpretationen
die Rolle weiblicher Autonomie in historischen und gesellschaftlichen Kontexten
die Angst vor weiblicher Macht als wiederkehrendes kulturelles Muster
die Bedeutung Liliths in aktuellen Genderdiskursen und Popkultur
Dabei wird Lilith nicht einseitig bewertet, sondern in ihrer ganzen Ambivalenz betrachtet.
Sie erscheint als Dämonin und Befreierin, als Bedrohung und Projektionsfläche, als Symbol für das Verdrängte und zugleich für Selbstermächtigung.
Das Werk verbindet wissenschaftliche Analyse mit einer klaren, strukturierten Darstellung und richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich vertieft mit Mythologie, Psychologie und kulturellen Archetypen auseinandersetzen möchten.
Es lädt dazu ein, vertraute Deutungsmuster zu hinterfragen und die Figur Lilith als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen neu zu betrachten.
Ein Buch für alle, die verstehen wollen, warum die Vorstellung weiblicher Macht bis heute zwischen Faszination und Angst oszilliert und was dies über unsere Gesellschaft aussagt.
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