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Der Rabe, der mich liebte

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21,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.04.2026

Verlag

Verlag Klingenberg

Seitenzahl

136

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/1,7 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

3., unveränderte Auflage, erstmals als Softcover, 2026

Übersetzt von

Larissa Bender

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903284-79-1

Beschreibung

Rezension

Eine absurd-dramatische Odyssee durch Europa. Und eine Verbeugung vor Edgar Allan Poe. Es geht um Vertreibung, Flucht, aber auch um die Kraft der Fantasie – und der Literatur. Seine Heimat Sudan musste Abdelaziz Sakin aus politischen Gründen verlassen – seine wichtigen und gewichtigen Worte lassen sich nicht vertreiben. – Bernd Melichar, Kleine Zeitung
Das ist ein starkes Stück – voller Poesie und Leuchtkraft. Und erhellend ist es obendrein. Denn die Geschichte, die Larissa Bender aus dem Arabischen übertragen hat, bietet die Innenansicht einer so nahen wie fernen Welt. – Martin Oehlen, Bücheratlas.com
Die Erzählung ist multiperspektivisch, indem mehrere Personen, die Adam auf der Flucht begegnet sind, von ihren Beobachtungen erzählen. Durch die sich ergänzenden Schilderungen entwickelt sich ein vielschichtiges Bild, das mit zunehmender Genauigkeit auch eine immer stärkere Empathie für diesen jungen Mann hervorruft. Schritt für Schritt wird nicht nur Adams außergewöhnliche Persönlichkeit erkennbar, sondern auch die Art, wie das Netzwerk der sudanesischen Gemeinschaft auf der Flucht füreinander einsteht und innere Regeln trotz ihrer anarchischen Lage fortwirken.[...] In einer diskreten, poetischen Sprache, die von Larissa Bender einfühlsam übersetzt worden ist, schildert Sakin, wie sich zwischen den Zelten im Dschungel eine Konventionen überschreitende Liebesbeziehung entfaltet, die menschliche Nähe über gesellschaftliche Normen stellt.[...] Denn Dank der erzählerischen Kraft Sakins, der 2022/23 zum Stadtschreiber von Graz ernannt wurde, bleibt die Spannung fokussiert auf die Momente, die das Scheitern verursachen. Härte und Kälte des Fluchtgeschehens werden so auch für Außenstehende in besonderer Weise transparent. – Andrea Pollmeier, Frankfurter Rundschau
Es geht in diesem Buch um Flucht, um Entscheidungen, um die Liebe im Allgemeinen und im Besonderen, um das Dublin-Verfahren, um Schleuser und Raketen, Asylgesetze, Asylanträge und Abschiebungen, um das Leben im illegalen Raum am Rande der Gesellschaft, um fehlende Versicherungen und Sozialhilfe, aber auch um das Geheimnis einer weißen Plastikblume.
Der Sudanese Abdelaziz Baraka Sakin verwandelt in „Der Rabe, der mich liebte“ eine migrantische Todesfahrt in einen Schwank – das muss man sich erst mal trauen. Und auch können. – Axel Timo Purr, Literatur.Review
Ein bewegender Roman über Menschen, die in Europa ihre Lebensträume zerplatzen sehen. – Dina Netz, WDR5
Der große sudanesische Schriftsteller Abdelaziz Baraka Sakin, der selbst 2012 nach einer Verhaftung die Flucht nach Österreich ergriffen hat, bringt uns die „irreguläre Migration" so nah, dass wir die Herzschläge hören, die Erschöpfung fühlen, den Angstschweiß riechen, die Tricks kennenlernen.Sein Roman „Der Rabe, der mich liebte" erzählt die Geschichte zweier Sudanesen, die sich aus den Augen verlieren, als die Polizei den sogenannten Dschungel vor Calais auflöst, eine Stadt aus Wellblech und Plastikplanen. Es ist keine einfache Geschichte, in der die einen gut sind und die anderen böse, die einen Opfer, die anderen Täter. Nein, alles ist so kompliziert und verworren wie die Wirklichkeit selbst, und manchmal, ja, werden aus Opfern auch Täter – oder umgekehrt. – Navid Kermani, Stern

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.04.2026

Verlag

Verlag Klingenberg

Seitenzahl

136

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/1,7 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

3., unveränderte Auflage, erstmals als Softcover, 2026

Übersetzt von

Larissa Bender

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903284-79-1

Herstelleradresse

Klingenberg Verlag
Am Damm 6
8020 Graz
AT

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    05.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine bewegende Geschichte von zwei Flüchtlingen aus dem Sudan! Wertvoll!

    Diese Geschichte über Flucht und der Hoffnung auf ein besseres Leben beginnt damit, dass Al-Nur, einer der Ich-ErzählerInnen des Romans, nach zwei Jahren seinen alten Freund und Fluchtbegleiter Adam Saad Saadan zufällig in Graz wiedertrifft. Doch Adam, der von allen Adam-Ingliz genannt wurde, war kaum wieder zu erkennen. Verwahrlost, offensichtlich dem Wahnsinn nahe, scheint er Al-Nur nicht zu erkennen, und bettelt ihn an. Al-Nur versucht ihm helfen, doch nach kurzen Begegnungen verschwindet Ingliz wieder. Von diesem Zeitpunkt an wird die Geschichte aufgerollt. Beide stammen aus dem Sudan und machten sich zu Fuß über den „Ameisenweg“ auf nach Europa. Über Graz gelangten sie bis nach Calais – in den sogenannten „Dschungel“, ein Flüchtlingslager. Die dort Gestrandeten leben in erbärmlichen Verhältnissen, allein die Hoffnung haltet sie aufrecht, es nach Großbritannien zu schaffen, sei es mit einem windigen Boot oder auf der Achse eines LKWs. Manchen gelang es, andere sind verschollen. Adam möchte nicht auf dem Festland bleiben. Er träumt davon, ein Professor in Oxford zu werden. Daher rührt auch sein Spitzname Ingliz. Vor dem Meer hatte er Angst, gleichfalls vor der LKW-Achse. Er beschloss, die Flucht mit einem Heißluftballon zu versuchen. Er möchte fliegen, wie seine Kumpane, die Raben. Mit ihnen scheint sich seine Seele verbunden zu haben. Nun, der Fluchtversuch änderte so manches … In eindrücklichen Bildern erzählt der Autor, in seiner Heimat Sudan verfolgt, über die Flucht, die Zeit in den Lagern und von den unbändigen Wünschen auf ein besseres Leben. Adams Schicksal ist berührend, zeigt es doch auf, woran Menschen letztendlich scheitern können, oder ganz im Gegenteil, was ihnen Flügel verleiht. Al-Nur fühlt sich Adam verpflichtet. S. 102: „Adam Ingliz und ich haben alles geteilt, sogar Hunger und Durst, Angst und Geduld. Alle haben mich im Stich gelassen, als ich mir […] den Fuß verknackst habe und die Polizei hinter uns her war. […] und er hat mich auf dem Rücken über unwegsame Pfade getragen, bis wir gerettet waren.“ Im Dschungel von Calais erzählen sich die Asylsuchenden, die Adam kannten, Anekdoten über ihn. Viele Menschen säumten den Weg der beiden Flüchtlinge, darunter hilfsbereite Seelen voller Empathie, wie die junge Frau Evelina, die Adam helfen wollte, und von ihm „Mama“ genannt wurde. S.46: „Was können fünf Euro mit einem Menschen machen? Er hatte sie mir aus den Händen gerissen und war verschwunden. Was, wenn es zehn Euro gewesen wären oder tausend oder eine Million? Plötzlich überkam mich Trauer über ein so ungerechtes Schicksal. Dass ein so schöner und starker Mann zu einem Bettler wird, der sich dermaßen über eine so geringen Geldbetrag freut, während andere Millionen besitzen, ständig schlechte Laune haben und schließlich aufgrund von Stress und psychischem Druck sterben, weil sie sich in einem ständigen Kampf um noch mehr Geld und Privilegien befinden.“ Es ist ein wunderbares Buch über die Macht von Freundschaft und über die wahren Werte im Leben. Es ist ein Buch über innige Wünsche, und letztendlich auch über das Scheitern und das ganze Drama und Elend der Flüchtlinge. Aber es zieht einen nicht hinunter, sondern der Autor versteht es, eine positive Grundstimmung aufrecht zu erhalten, einem Abenteuer gleich mit vielen Botschaften zwischen den Zeilen. Die Raben waren Adams Heil, er fütterte sie, sprach mit ihnen. Sie verstanden ihn wohl. Eine Hommage an E.A. Poe – Nimmermehr - Nevermore – das Absolutum, das Unausweichliche! Ganz große Leseemempfehlung für diesen bewegenden Roman! Kauft ihn! Lest ihn! Er tut uns gut!

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    05.12.2024

    eBook (ePUB)

    Eine bewegende Geschichte von…

    Eine bewegende Geschichte von zwei Flüchtlingen aus dem Sudan! Wertvoll! Diese Geschichte über Flucht und der Hoffnung auf ein besseres Leben beginnt damit, dass Al-Nur, einer der Ich-ErzählerInnen des Romans, nach zwei Jahren seinen alten Freund und Fluchtbegleiter Adam Saad Saadan zufällig in Graz wiedertrifft. Doch Adam, der von allen Adam-Ingliz genannt wurde, war kaum wieder zu erkennen. Verwahrlost, offensichtlich dem Wahnsinn nahe, scheint er Al-Nur nicht zu erkennen, und bettelt ihn an. Al-Nur versucht ihm helfen, doch nach kurzen Begegnungen verschwindet Ingliz wieder. Von diesem Zeitpunkt an wird die Geschichte aufgerollt. Beide stammen aus dem Sudan und machten sich zu Fuß über den „Ameisenweg“ auf nach Europa. Über Graz gelangten sie bis nach Calais – in den sogenannten „Dschungel“, ein Flüchtlingslager. Die dort Gestrandeten leben in erbärmlichen Verhältnissen, allein die Hoffnung haltet sie aufrecht, es nach Großbritannien zu schaffen, sei es mit einem windigen Boot oder auf der Achse eines LKWs. Manchen gelang es, andere sind verschollen. Adam möchte nicht auf dem Festland bleiben. Er träumt davon, ein Professor in Oxford zu werden. Daher rührt auch sein Spitzname Ingliz. Vor dem Meer hatte er Angst, gleichfalls vor der LKW-Achse. Er beschloss, die Flucht mit einem Heißluftballon zu versuchen. Er möchte fliegen, wie seine Kumpane, die Raben. Mit ihnen scheint sich seine Seele verbunden zu haben. Nun, der Fluchtversuch änderte so manches … In eindrücklichen Bildern erzählt der Autor, in seiner Heimat Sudan verfolgt, über die Flucht, die Zeit in den Lagern und von den unbändigen Wünschen auf ein besseres Leben. Adams Schicksal ist berührend, zeigt es doch auf, woran Menschen letztendlich scheitern können, oder ganz im Gegenteil, was ihnen Flügel verleiht. Al-Nur fühlt sich Adam verpflichtet. S. 102: „Adam Ingliz und ich haben alles geteilt, sogar Hunger und Durst, Angst und Geduld. Alle haben mich im Stich gelassen, als ich mir […] den Fuß verknackst habe und die Polizei hinter uns her war. […] und er hat mich auf dem Rücken über unwegsame Pfade getragen, bis wir gerettet waren.“ Im Dschungel von Calais erzählen sich die Asylsuchenden, die Adam kannten, Anekdoten über ihn. Viele Menschen säumten den Weg der beiden Flüchtlinge, darunter hilfsbereite Seelen voller Empathie, wie die junge Frau Evelina, die Adam helfen wollte, und von ihm „Mama“ genannt wurde. S.46: „Was können fünf Euro mit einem Menschen machen? Er hatte sie mir aus den Händen gerissen und war verschwunden. Was, wenn es zehn Euro gewesen wären oder tausend oder eine Million? Plötzlich überkam mich Trauer über ein so ungerechtes Schicksal. Dass ein so schöner und starker Mann zu einem Bettler wird, der sich dermaßen über eine so geringen Geldbetrag freut, während andere Millionen besitzen, ständig schlechte Laune haben und schließlich aufgrund von Stress und psychischem Druck sterben, weil sie sich in einem ständigen Kampf um noch mehr Geld und Privilegien befinden.“ Es ist ein wunderbares Buch über die Macht von Freundschaft und über die wahren Werte im Leben. Es ist ein Buch über innige Wünsche, und letztendlich auch über das Scheitern und das ganze Drama und Elend der Flüchtlinge. Aber es zieht einen nicht hinunter, sondern der Autor versteht es, eine positive Grundstimmung aufrecht zu erhalten, einem Abenteuer gleich mit vielen Botschaften zwischen den Zeilen. Die Raben waren Adams Heil, er fütterte sie, sprach mit ihnen. Sie verstanden ihn wohl. Eine Hommage an E.A. Poe – Nimmermehr - Nevermore – das Absolutum, das Unausweichliche! Ganz große Leseemempfehlung für diesen bewegenden Roman! Kauft ihn! Lest ihn! Er tut uns gut!

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