Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Julia ist siebzehn, klug, aus gutem Hause – und am Ende! Als Mobbing sie beinahe vom Schuldach in den Tod springen lässt, landet sie in der Jugendpsychiatrie. Die Einweisung fühlt sich für sie wie eine Erlösung an. Keine Mitschüler mehr, keine Erwartungen, keine Eltern, die nichts verstehen wollen. Doch dann taucht Roman auf – rebellisch, direkt, überraschend sensibel. Zwischen den jungen Menschen entsteht eine Brücke aus Gefühlen, die für beide völlig neu sind: Vertrauen. Hoffnung. Sehnsucht. Vielleicht sogar Liebe?
Ein intensiver Young-Adult-Roman über seelische Wunden, das Anderssein und eine Verbindung, die Mauern durchbricht. Für Fans von „Eleanor & Park“ und „Tote Mädchen lügen nicht“ – mit einer Prise Shakespeare-Drama und Kafkas – erstaunlich hübschem – Käfer!
Aus dem neuen Label BVK impulse – lebensnahe Bücher für Jugendliche und Erwachsene, die gerne mitfühlen, mitdenken, mitwachsen. Für alle, die das Lesen nie loslässt!
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Berührend und meisterhaft geschrieben - besser geht's nicht
Bewertung am 10.03.2026
Bewertungsnummer: 3071749
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Autorin Barbara Rath hat mit Verstand und Feingefühl auf nur 224 Seiten, also ohne ausschweifend zu werden, eine Geschichte gezaubert, die einen nicht mehr loslässt – selbst, wenn man das Buch nicht in der Hand hält. Der Auftakt nimmt einen von der ersten Zeile an mit, zieht einen hinein in die Welt der jungen Protagonistin, die sich scheinbar in einer auswegslosen Lage sieht. Ihre Gedankenwelt, ihre Gefühle, alles, was sie bewegt und beschäftigt, ist mit so viel Tiefe und Einfühlungsvermögen dargestellt, dass beim Lesen sämtliche Emotionen in mir aufgewirbelt wurden. Mehr als einmal kamen mir die Tränen, nicht selten stockte mir der Atem, und trotz der ernstzunehmenden Thematik gelingt Barbara Rath in diesem Roman das Kunststück, einen feinsinnigen Humor durch die Zeilen schimmern zu lassen, der die Lektüre unerwartet leicht macht. Denn das Thema an sich hat es in sich. Trotzdem bleiben am Ende Hoffnung, Mut, die Kraft junger Menschen und die Macht der Liebe vorherrschend im Gedächtnis zurück.
Ein paar Worte zu den exzellent dargestellten Charakteren: Hier wurde sich überaus feinfühlig mit der Innenwelt junger wie älterer Menschen auseinandergesetzt, sodass jede auftretende Person authentisch und in ihrer Handlungsweise nachvollziehbar auftritt – selbst in die Köpfe der Peiniger, selbst in die derjenigen, die die Protagonistin mit ihrem Handeln (oder Nichthandeln) dorthin getrieben haben, wo sie zu Beginn des Romans steht, erhalten wir einen Einblick, womit ein komplexes Beziehungsgeflecht entsteht, das mit jedem Kapitel spannender wird. Gut und Böse sind nicht so leicht voneinander zu trennen, wie man das gerne hätte und das ist es gleichzeitig, das das Buch so spannend und fesselnd macht. Jeder kommt zu Wort, jeder fügt ein Puzzleteil mit seinem Wesen zum Gesamtbild des Romans hinzu und macht ihn aus meiner Sicht vollkommen.
Die Erzählweise ist ebenfalls in ihrer Besonderheit erwähnenswert, denn wir bekommen in den relativ kurz gehaltenen Kapiteln immer wieder kleine Häppchen zugeworfen, in denen eine Figur auf die ein oder andere Weise handelt oder reagiert, um im darauffolgenden Kapitel mittels Rückblenden darüber aufgeklärt zu werden, was dahintersteckt. Das ist ein raffinierter Zug und macht die Geschichte abwechslungsreich und fesselnd.
Das, was den Roman für mich neben der Figurentiefe zu einer Besonderheit gemacht hat, ist der Erzählstil und die sprachliche Eleganz. Bildreich und dennoch auf den Punkt, ebenso humorvoll wie einfühlsam und mit Satzkonstruktionen, die mir auf der Zunge zergehen, hat die Autorin hier etwas geschaffen, das ich so selten gelesen habe und trotz der schweren Kost, denn ja, man hat an der Thematik zu knabbern, würde ich das Buch gerne wieder und wieder lesen.
Zum Schluss bleibt mir noch die Raffinesse zu erwähnen, mit der sich die Autorin an Kafkas Verwandlung und Shakespeares Romeo und Julia angenähert hat – meisterhaft wurde hier sprachliche wie inhaltliche Parallelen gezogen und mit einer unglaublich schönen, tragischen, faszinierenden und lange im Gedächtnis bleibenden Geschichte verwoben. Chapeau.
intensive Geschichte
Nicole aus Nürnberg am 15.02.2026
Bewertungsnummer: 3046541
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Meine Meinung zum Jugendbuch:
Die Verwandlung in Julia oder Kafkas Käfer
Mehr als ein Liebesroman
ACHTUNG TRIGGERWARNUNG!
Im Buch selbst befindet sich eine Triggerwarnung und auch Telefonnummern wo man sich hinwenden kann, wenn man selbst eine Krise durchmacht.
Die Themen sind Suizidversuch, Abhängigkeiten. Themen die manchmal schwer sein können, deswegen bin ich dankbar dass die Triggerwarnung schon ganz am Anfang des Buches kommt.
Inhalt in meinen Worten:
Julia wird auf dem Dach ihrer Schule gefunden, wird dort von einem Polizisten gepackt und in die Jugend und Kinderpsychiatrie gesteckt. Dort spricht sie nicht, hat ihre Sprache, mit der sie sich eigentlich richtig gut ausdrücken kann, verloren. Bis Roman kommt. Ein Jugendlicher, vor dem alle erst einmal Respekt haben, doch er ist dort, weil er nicht mehr abhängig sein möchte, zusammen finden sich Julia und Roman und entdecken, gemeinsam können sie etwas schaffen. Etwas was vielen Jugendlichen auf diese Art und Weise verwehrt wird, aber es gibt Wege! Diese darf man finden und gehen.
In diesem Buch erfahrt ihr, was Julia alles erlebte bevor sie in die Kinder und Jugendpsychatrie musste, was ihre Eltern damit zutun haben und warum es manchmal echt schwer ist, sich selbst zu finden.
Wie ich das Gelesene empfand:
Der Einstieg war sehr einfach und ich fand schnell zur Julia, doch dann war ich zwischendrin kurz verpeilt, weil ich nicht immer checkte das gerade Rückblick ist in das jüngere Ich von Julia. Doch als ich den Dreh raushatte bin ich gut durch diese Geschichte gekommen. Diese Rückblicke hören auf, wo Julia in der Jugend und Kinderpsychatrie ist. Nachdem Julia 17 Jahre alt ist und in wenigen Wochen 18 wird, muss sie eigentlich die Jugendpsychatrie verlassen doch sie hat in ihrer Therapeutin eine tolle Wegbegleiterin, die feststellt das Roman und Julia ein gutes Paar sind, die zusammen sich aus ihrem Schicksal kämpfen können und deswegen auch einen gemeinsamen Weg gehen können, doch auch dieser hat einige Steinchen und Steine, doch die Liebe ist oftmals stärker als man es vermuten mag.
Die Diagnose:
Hier kommt nicht direkt eine Diagnose zur Sprache, nur das Julia auf dem Dach der Schule ist und nicht mehr will, doch wenn man sich tiefer mit Julia beschäftigt dann kann man so wie ich schnell auf die Idee kommen, dass sie evtl. eine PTBS hat (Posttraumatische Belastungsstörung). Ausgelöst durch ihre Mutter, die Julia lieber als Vorhängeschild nutzt, anstatt ihr zuzuhören, und als Kind lieber schüttelte, um ihre Ohnmacht zu verbergen. Hier finde ich es wertvoll wie vorsichtig die Autorin vorgeht und Julias Schicksal langsam und sicher an den Leser trägt.
Doch ich bin keine Psychologin und kann dementsprechend nicht wirklich eine Diagnose verpassen nur sagen, schaut hin, und das Thema Mobbing was Julia erlebte, schaut dort vor allem hin. Und ihr Leser? Holt euch Hilfe!
Die Charakter:
Es gibt einige Charakter in dieser Geschichte, doch die wichtigsten sind Roman und Julia. Julias Geschichte ist hier im Vordergrund und wie sie wieder reden lernte, und wie gut sie sich ausdrücken kann. Sie ist ein bisschen widerwillig auf dem ersten Blick auf dem zweiten ein Mädchen das aufgab, weil sie sich nicht mehr gesehen fühlte und doch macht sie auf sich aufmerksam, vielleicht auf eine zu harte Tour, hilft dann aber einem anderen der dadurch auch zurück finden darf in sein Leben.
Intensiv, hautnah und voller Herz.
Die Sprache:
Ich empfinde die Sprache im Buch sehr bewegend, es werden Bilder mit den Worten geformt und Sätze die Julia zum Beispiel im Deutschaufsatz nutzt, hat mich mehr berührt, machte mich nachdenklich, und ich hätte mir hier tatsächlich einige mehr Seiten im Buch gewünscht.
Empfehlung:
Ein Jugendroman, der unter die Haut gehen kann, der zeigt Hoffnung und Liebe sind größer als Wut und Kummer, größer als Angst und das Gefühl des Alleinsseins. Und doch ist es ein Dorn im Auge, für die die Mobber sind, für die die ihre Kindern Schaden zufügen, ob nun bedacht oder unbedacht. Es ist ein Buch das zwischen den Zeilen mehr zu sagen hat, als es auf den ersten Blick wirken mag.
Bewertung:
Ich gebe dieser Geschichte fünf Sterne, da ich es stark finde, wie die Autorin ein solch hartes Thema doch intensiv, sanft und mit Herz verfasst hat.
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