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Laborschläfer

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

21,2/13,1/3,4 cm

Gewicht

480 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004810366

Beschreibung

Rezension

»Ob Roman oder autobiografischer Essay: In Jochen Schimmangs Büchern sind wir im Reich der doppelten Böden. Mit heimlichem Vergnügen zieht der Autor die Fäden, an denen wir zappeln.« – Sieglinde Geisel, Laudatio zum Italo-Svevo-Preis 2021

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Edition Nautilus GmbH

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

21,2/13,1/3,4 cm

Gewicht

480 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004810366

Herstelleradresse

Edition Nautilus GmbH
Schützenstr. 49a
22761 Hamburg
Deutschland
Email: info@edition-nautilus.de
Url: www.edition-nautilus.de
Telephone: +49 40 7213536
Fax: +49 40 7218399

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Über die Relevanz von Erinnerungen

Bewertung am 10.07.2022

Bewertungsnummer: 1744735

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rainer Roloff, Jahrgang 1948, hat ein bewegtes Leben: Als promovierter Soziologe an einer Wissenschaftskarriere gescheitert, zeitlebens von Gelegenheitsjobs lebend, nächtigt er nun als Proband im Schlaflabor, um seine Rente aufzubessern. Dort ist er Teil einer Studie zu Traum und Erinnerungen. Von diesen hat der spleenige Privatgelehrte genug, blickt er doch auf ein ereignisreiches Leben in der sich findenden Bundesrepublik zurück. Die Erinnerungen nehmen einen großen Teil des Romans ein und liefern einen spannenden Einblick in Roloffs Wahrnehmung der gesellschaftlichen Stimmung der 1960er und 1970er und seine teils wehmütigen Rückblicke auf eine Biografie, die wohl viele als gescheitert betrachten würden. Zugleich zeigt sich nach und nach, dass der wissenschaftliche Leiter der Schlafstudie nicht ganz mit offenen Karten spielt – zu Roloffs selbstkommentierter Erinnerung gesellt sich daher ein Plot, der zugleich absurd, melancholisch, traurig und amüsant ist. Garniert wird alles mit einer im positiven Sinn eigenwilligen Sprache, wenn mal eben vergessene lokale Punkbands wie selbstverständlich erwähnt oder mir bisher gänzlich unbekannte bundesdeutsche Autor*innen der damaligen Zeit zitiert werden, wenn Beobachtungen der Gegenwart - der Plot spielt zu Beginn der Coronapandemie - von Roloff in ausschweifenden inneren Monologen kommentiert werden. Dass seine Erinnerungen eng mit Köln verbunden sind, machte den Roman für mich noch unmittelbarer - nicht nur einmal las ich im Buch etwas über einen Ort, an dem ich am gleichen Tag selbst noch war. Jochen Schimmang bietet also mit "Laborschläfer" nicht nur zeitlich detaillierte Einblicke, sondern auch einiges an Lokalkolorit. "Laborschläfer" hat mich ob der Sprache und des großartig ausgearbeiteten Protagonisten sehr beeindruckt. Statt schnell und actionreich entfaltet es gemächlich seine Wirkung auf die Leser*innen und belohnt aufmerksame Geduld mit einem vielschichtigen Plot.

Über die Relevanz von Erinnerungen

Bewertung am 10.07.2022
Bewertungsnummer: 1744735
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rainer Roloff, Jahrgang 1948, hat ein bewegtes Leben: Als promovierter Soziologe an einer Wissenschaftskarriere gescheitert, zeitlebens von Gelegenheitsjobs lebend, nächtigt er nun als Proband im Schlaflabor, um seine Rente aufzubessern. Dort ist er Teil einer Studie zu Traum und Erinnerungen. Von diesen hat der spleenige Privatgelehrte genug, blickt er doch auf ein ereignisreiches Leben in der sich findenden Bundesrepublik zurück. Die Erinnerungen nehmen einen großen Teil des Romans ein und liefern einen spannenden Einblick in Roloffs Wahrnehmung der gesellschaftlichen Stimmung der 1960er und 1970er und seine teils wehmütigen Rückblicke auf eine Biografie, die wohl viele als gescheitert betrachten würden. Zugleich zeigt sich nach und nach, dass der wissenschaftliche Leiter der Schlafstudie nicht ganz mit offenen Karten spielt – zu Roloffs selbstkommentierter Erinnerung gesellt sich daher ein Plot, der zugleich absurd, melancholisch, traurig und amüsant ist. Garniert wird alles mit einer im positiven Sinn eigenwilligen Sprache, wenn mal eben vergessene lokale Punkbands wie selbstverständlich erwähnt oder mir bisher gänzlich unbekannte bundesdeutsche Autor*innen der damaligen Zeit zitiert werden, wenn Beobachtungen der Gegenwart - der Plot spielt zu Beginn der Coronapandemie - von Roloff in ausschweifenden inneren Monologen kommentiert werden. Dass seine Erinnerungen eng mit Köln verbunden sind, machte den Roman für mich noch unmittelbarer - nicht nur einmal las ich im Buch etwas über einen Ort, an dem ich am gleichen Tag selbst noch war. Jochen Schimmang bietet also mit "Laborschläfer" nicht nur zeitlich detaillierte Einblicke, sondern auch einiges an Lokalkolorit. "Laborschläfer" hat mich ob der Sprache und des großartig ausgearbeiteten Protagonisten sehr beeindruckt. Statt schnell und actionreich entfaltet es gemächlich seine Wirkung auf die Leser*innen und belohnt aufmerksame Geduld mit einem vielschichtigen Plot.

Jochen Schimmang wirft in…

yellowdog am 07.03.2022

Bewertungsnummer: 2998895

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jochen Schimmang wirft in seinem zeitgenössischen Roman Laborschläfer einen Blick auf die Zeit der Bundesrepublik Deutschland. Das sollte man jetzt nicht so verstehen, dass alle möglichen Ereignisse dieser Zeit erwähnt werden. es ist vielmehr eine eigenwillige Sichtweise der Hauptfigur. Der Protagonist Rainer Roloff ist wie der Autor ein Jahr älter als die Bundesrepublik. Früher war er Lehrer und Privatgelehrter. Während seiner Zeit als Proband in einem Schlaglabor in einer Langzeitstudie erzählt er dem Arzt Dr. Meissner von diversen Ereignissen dieser Zeit. Einige Merkmale aus Zeitgeschehen, Musik und Literatur benennt er. So ganz finde ich mich bis auf ein paar Ausnahmen darin nicht wieder, da mich anderes prägte. Aber eine Identifizierung mit der Hauptfigur ist auch nicht unbedingt erforderlich, um der Handlung mit Interesse zu folgen. Der Stil ist ruhig, relativ locker und leicht ironisch.

Jochen Schimmang wirft in…

yellowdog am 07.03.2022
Bewertungsnummer: 2998895
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jochen Schimmang wirft in seinem zeitgenössischen Roman Laborschläfer einen Blick auf die Zeit der Bundesrepublik Deutschland. Das sollte man jetzt nicht so verstehen, dass alle möglichen Ereignisse dieser Zeit erwähnt werden. es ist vielmehr eine eigenwillige Sichtweise der Hauptfigur. Der Protagonist Rainer Roloff ist wie der Autor ein Jahr älter als die Bundesrepublik. Früher war er Lehrer und Privatgelehrter. Während seiner Zeit als Proband in einem Schlaglabor in einer Langzeitstudie erzählt er dem Arzt Dr. Meissner von diversen Ereignissen dieser Zeit. Einige Merkmale aus Zeitgeschehen, Musik und Literatur benennt er. So ganz finde ich mich bis auf ein paar Ausnahmen darin nicht wieder, da mich anderes prägte. Aber eine Identifizierung mit der Hauptfigur ist auch nicht unbedingt erforderlich, um der Handlung mit Interesse zu folgen. Der Stil ist ruhig, relativ locker und leicht ironisch.

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Laborschläfer

von Jochen Schimmang

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