Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Shinjuku, ein Viertel in Tokio: Hier treffen sie aufeinander – Yama, ein gescheiterter Fernsehautor Mitte zwanzig, und Yume, eine wortkarge Kellnerin. Beide sind sie Außenseiter, beide haben sie die Hoffnung, ihren Platz im Leben zu finden, fast aufgegeben. Yume arbeitet in einer Bar namens Karinka, die schrägen Vögeln ebenso eine Heimat bietet wie streunenden Katzen. Als Yama diesen Ort das erste Mal betritt, ist er völlig fasziniert: von den Menschen, der Stimmung und der besonderen Rolle, die die Vierbeiner im Karinka spielen. Er fasst Vertrauen zu Yume, mit der er sich bald gemeinsam um die Straßenkatzen kümmert. Aus der Freundschaft der beiden scheint mehr zu werden, doch dann holt Yume ihre Vergangenheit ein …
›Die Katzen von Shinjuku‹ handelt von zwei Menschen, die mit sich selbst hadern und einander zu retten versuchen: ein bittersüßer Roman mit Blick für die kleinen Dinge, einfühlsam und mit viel Wärme erzählt.
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Hab das Buch in Mängelexemplaren in meinem Thalia gefunden und mir nicht viel dabei gedacht aber dieses Buch ist so toll geschrieben! Hab am Ende geweint und das hatte ich noch nie bei einem Buch. Große Empfehlung
Eine besondere Geschichte mit viel Nachklang
jam am 07.06.2021
Bewertungsnummer: 1504847
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Ich saß eine ganze Weile stumm neben ihr, unfähig zu sprechen. Aber in meiner Brust tobte ein Aufruhr an Gefühlen wie eine zitternde Dose Buntstifte. Eine Glastür meines Herzens flog auf und heraus stürmten jede Menge Dinge, die ich nicht einordnen konnte.“
Seite 238
Wir befinden uns in Tokio am Ende der 80iger Jahre. Dort lernen wir Yama kennen, der so gerne in der Fernsehbranche Fuß fassen möchte, aber aufgrund einer körperlichen Besonderheit gestaltet sich das sehr schwierig. In einer trostlosen Phase stolpert er ins Kalinka, eine kleine Bar in Shinjuku. Dort lernt er nicht nur die Kellnerin Yume kennen, sondern einen Querschnitt an Charakteren, ein besonders Spiel… und vor allem die Katzen von Shinjuku…
Yama hat mich sehr bewegt, er steht an einem Wendepunkt in seinem Leben, hat den richtigen Pfad noch nicht gefunden. Auf dem Weg dorthin lernen wir auch viel über Japans Kultur, über starken Alkoholkonsum und Chefs, die ihre Mitarbeiter schlagen. Das wirkte erst etwas befremdlich auf mich, war aber auch wahnsinnig faszinierend. Er versucht, Programme für die Masse zu machen und scheitert doch immer wieder, meist an sich selbst und dem, was er eigentlich tun will… An diesem Punkt begegnet er der eigenwilligen Yume, die so verschlossen und interessant wirkt, abweisend aber ganz besonders. Sie zeigt ihm nicht nur ihre Welt, sondern auch wie seine gelingen kann.
Durian Sukegawas Geschichte über die Katzen von Shinjuku ist so vielschichtig, es fällt mir schwer, all das zu beschreiben, weil ich wohl vieles davon selber noch nicht ganz begriffen habe… Japans Kultur, die Fernsehbranche, körperliche Stigmata, faszinierende Persönlichkeiten. Und doch sind alle gleich, wollen geliebt werden und suchen Nähe. So wie die Katzen, die, wenn wir sie kennenlernen, viel über uns selber aussagen…
Ich möchte nicht verschweigen, dass diese so poetische Geschichte gegen Ende eine wirklich dramatische Wendung nimmt, mit der ich nicht gerechnet habe und die mich stark berührt und bewegt hat. Mehr als einmal musste ich schlucken und das Buch kurz weglegen, mich sammeln und wieder eintauchen, in die dunklen Ecken der menschlichen Seele.
Letzten Endes entließ mich Durian Sukegawa aber mit dem Gefühl, gerade etwas besonders gelesen und vor allem etwas Wichtiges gelernt zu haben, und einem Lächeln im Gesicht.
Fazit: Eine besondere Geschichte über eine faszinierende Welt in einer spannenden Zeit, bewegend, berührend, mit viel Nachklang…
Meinung aus der Buchhandlung
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Von Katzen und Menschen, Träumern und Verlorenen... und von der kleinen Hoffnung.
Bewertet: eBook (ePUB)
Durian Sukegawa ist einer meiner Lieblingsautoren. Sein Roman Kirschblüten und rote Bohnen steht ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsbücher. Was ich besonders an seiner Schreibweise mag, ist dass man nie zweimal das Gleiche liest. Die Katzen von Shinjuku unterscheiden sich stilistisch vollkommen von Kirschblüten und rote Bohnen, doch die Themen ähneln sich ein wenig. Es geht immer wieder um Menschen, die in unterschiedlichem Grad aus dem "normalen" Leben gefallen sind, die keinen Halt in den klassischen sozialen Strukturen wie Familie haben, die teilweise nicht einmal wissen, dass sie etwas suchen, und dann doch ein kleines Stück Glück mit fremden Menschen finden, die zu ihren Wahlfamilien werden.
Der Ich-Erzähler in diesem Roman hat ein wenig sein Lebensziel verloren. Zwar weiß er noch in etwa, wohin er einmal wollte, doch er hat sich in seinem überlebensnotwendigen Job verloren und arbeitet nur mehr für andere, nicht für sich selbst. Als er in dem kleinen Izakaya namens Karinka auf Yume-chan und ihren Katzenplan trifft, stößt dies für ihn ein Erleben an, welches ihn wieder an seine Träume erinnert.
Wie sehr häufig in der japanischen Literatur werden hier tiefsinnige Themen mit leichter Hand erzählt. Der Roman berührt gerade wegen der simplen, fließenden Sprache, welche die Protagonisten nie bloßstellt, sondern sie uns geradewegs ins Herz erzählt. Durian Sukegawas Bücher haben die Gabe, einem sehr, sehr lange in Erinnerung zu bleiben.
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Im Leben von Yama läuft es nicht gerade rund, als er in der Kneipe Karinka auf die Kellnerin Yume trifft. Das Karinka ist eher eine Kneipe, in der man aber auch Kleinigkeiten essen kann. Da es sich um eine äußerst schmale Lokalität handelt muss man sich zum Teil sehr akrobatisch zu seinem Platz begeben. Außerdem gibt es eine Art Glücksspiel. Die Besucher wetten darauf welche Katze sich zuerst in der Fensteröffnung zeigt. Hier ist nämlich nicht nur Platz für Menschliche Außenseiter, sondern auch für Straßenkatzen. Lesen Sie wie sich das Leben vonYama, Mitte zwanzig und bis dato ein nicht besonders erfolgreich beim Fernsehnautor, verändert. Viel Spaß beim Lesen.
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