Die Übertragbarkeit von Hannah Arendts Konzept des öffentlichen Raums auf digitale Interaktionsräume Eine philosophisch-begriffsanalytische Untersuchung
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- Deutsch ausgewählt
47,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.05.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
124
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,9 cm
Gewicht
191 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-19396-9
Masterarbeit aus dem Jahr 2026 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Note: 1,3, FernUniversität Hagen (Philosophie I), Veranstaltung: Politische Philosophie, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht, ob Hannah Arendts Konzept des "öffentlichen Raums" auf digitale Interaktionsräume übertragen werden kann. Ausgangspunkt ist Arendts politische Theorie in Vita activa oder Vom tätigen Leben, in der Öffentlichkeit nicht bloß als Zugänglichkeit oder Sichtbarkeit verstanden wird, sondern als Raum des Erscheinens, des Handelns und Sprechens, der Pluralität, der Freiheit und der gemeinsamen Welt. Methodisch stützt sich die Untersuchung auf eine philosophische Begriffsanalyse. Zunächst werden die zentralen Merkmale des arendtschen öffentlichen Raums rekonstruiert. Dazu gehören insbesondere Erscheinung, Pluralität, Handeln und Sprechen, die Grenzziehung zwischen dem Öffentlichen, dem Privaten und dem Sozialen sowie der weltliche Charakter politischer Öffentlichkeit. Anschließend wird geprüft, inwieweit digitale Interaktionsräume diese Bedingungen erfüllen. Die Analyse zeigt, dass digitale Räume zwar Sichtbarkeit, Kommunikation und Interaktion ermöglichen, zentrale Voraussetzungen des arendtschen Öffentlichkeitsbegriffs jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht erfüllen. Problematisch sind insbesondere die fehlende leiblich-situative Kopräsenz, die privatwirtschaftliche und ökonomische Grundstruktur digitaler Plattformen, algorithmische Steuerungsmechanismen sowie die mangelnde Dauerhaftigkeit einer gemeinsamen Welt. Digitale Interaktionsräume erscheinen daher weniger als Fortsetzung des arendtschen öffentlichen Raums, sondern eher als strukturelles Gegenmodell zu dessen politischen Voraussetzungen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur politischen Philosophie der Digitalität und zur begrifflichen Klärung digitaler Öffentlichkeit. Sie zeigt, dass die Frage nach digitaler Öffentlichkeit nicht allein technisch oder kommunikationstheoretisch beantwortet werden kann, sondern eine grundlegende politische und begriffsanalytische Prüfung verlangt. Alle für die Analyse herangezogenen Passagen aus Hannah Arendts Vita activa und dem digitalen Interaktionsraums sind im Wortlaut in Anhang dokumentiert. Im Haupttext wird auf diese Stellen über die jeweilige Sigle und Satznummer verwiesen.
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