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Toxisch ist das Berliner Künstlerleben zwischen Drogentrips und Wutausbrüchen für die berühmte Malerin Kara Kowalski allemal – mit giftigen Substanzen kreiert sie ihre Werke. Im Zustand des Rausches verwandelt sie ihr Atelier in ein albtraumhaftes Szenario, als sie ihren Ex-Freund irrtümlich für einen Eindringling hält und im Wahn tötet. Zerrissen von Schuldgefühlen und verfolgt von der Polizei, beginnt sie ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, um die Leiche verschwinden zu lassen und ihre Tat zu vertuschen. Doch als eine erpresserische Videoaufnahme auftaucht und sie in die Enge treibt, droht ihr sorgfältig konstruiertes Lügengebäude einzustürzen. Kara plant die perfekte Vergeltung auf eine ungewöhnlich kreative Art – aber dann kreuzt Malina, eine verführerische Unbekannte, ihren Weg und alles gerät außer Kontrolle!
Dieser Psychothriller zeichnet ein schrilles Stadtporträt aus den Extremen Berlins und wirft einen tiefgehenden Blick auf die Abgründe menschlichen Handelns. Chemische Experimente und psychedelische Trance-Reisen ziehen die Protagonistinnen in einen verhängnisvollen Strudel aus kriminellen Verstrickungen und künstlerischem Streben, während sie eindringlich das Mysterium des Karmas beleuchten.
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Kara ist eine Ausnahmekünstlerin, ihre Bilder, die sie auf sehr ungewöhnliche unter zu Hilfenahme von giftigen Chemikalien erschafft, verkaufen sich gut. Doch Kara ist nicht glücklich, das wird schon auf den ersten Seiten mehr als deutlich. Kara begibt sich auf einen bewusstseinserweiternden Drogentrip, dieser wird von den Autoren Kristina Schippling und Matthias A. K. Zimmermann, sehr bildgewaltig beschrieben.
Im nachlassenden Drogenrausch, tötet sie ihren Ex-Freund, den sie für einen Einbrecher hält. Da sie eine gewalttätige Vergangenheit mit ihm hat, versucht sie die Leiche loszuwerden, statt die Polizei zu rufen. Was folgt, ist eine sehr ungewöhnliche Story, eine Mischung aus Thriller, Krimi und den Berichten über verstörenden Drogentrips. Als ein Video auftaucht, das sie schwer belastet, gerät Karas Leben mehr und mehr außer Kontrolle, um so mehr als auch noch die verführerische Malina auftaucht.
Dieses Buch liest man nicht gerade mal so zwischendurch, immer wieder verwischen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, ich weiß nicht welches andere Wort ich für die Beschreibungen der Drogentrips nennen soll, da ich persönlich diesen Zustand und auch den Wunsch der Realität auf diese Weise zu entfliehen in keinster Weise nachvollziehen kann.
Der Schreibstil des Autorenduos ist sehr intensiv, er erzeugt eine Atmosphäre der Unruhe und des Unbehagens. Die Sprache sehr bildhaft, die Autoren verwenden viele metaphorische Elemente, die die Gefühle und Erfahrungen der Protagonisten zu beschreiben. Die Intensität ihrer Worte trägt dazu bei, eine surreale und verstörenden Welt zu schaffen, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Die Verwendung von kurzen, prägnanten Sätzen verstärkt das Gefühl von Nähe und lässt den Leser direkt in die Gedanken und Empfindungen von Kara eintauchen. Insgesamt vermittelt der Schreibstil eine intensive und verstörende Erfahrung, die den Leser in die psychologische Welt der Hauptfigur eintauchen lässt.
Um sich auf diese ungewöhnliche Story einzulassen, muss man bereit sein, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie zu akzeptieren. Der Text enthält mehrere Elemente, die darauf hinweisen, dass die Handlung nicht immer der herkömmlichen Logik folgt: Karas Umgang mit ihren Bildern, die Verwendung von giftigen Chemikalien, ihr Drogentrip und die daraus resultierenden Ereignisse wie der Mord an ihrem Ex-Freund. Diese Elemente erfordern vom Leser eine Bereitschaft, sich auf eine nicht-lineare und manchmal verstörende Erzählweise einzulassen. Die Erzählung wird nicht nur durch die äußeren Ereignisse, sondern auch durch die inneren Konflikte und die psychologische Entwicklung der Hauptfigur vorangetrieben. Es ist wichtig, die surrealen Aspekte der Handlung zu akzeptieren, um die Tiefe der Charaktere und die vielschichtige Atmosphäre des Buches vollständig zu erfassen.
Bewertung
5/5
14.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch ganz weit weg vom Mainstream
Kara Kowalski, eine renommierte Malerin, lebt ein toxisches Künstlerleben in Berlin, geprägt von Drogentrips und Wutausbrüchen. Sie kreiert ihre Kunstwerke mit giftigen und außergewöhnlichen Substanzen. Als sie ihren Ex-Freund irrtümlich für einen Eindringling hält, tötet sie ihn. Jetzt stellt sich für Kara eine Frage: Was tun mit der Leiche? Kara hat eine Idee, wie sie die Leiche los wird. Zu blöd nur, dass eine erpresserische Videoaufnahme auftaucht und sie in die Enge treibt. Kara plant die perfekte Vergeltung auf eine ungewöhnlich kreative Art – aber dann kreuzt Malina ihrer Nachbarin den Weg. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war.
Zuerst einmal: was für ein Buch! Beschrieben wird dieses Werk als Psychothriller, doch dies wird diesem Werk nicht gerecht. Vielmehr ist es ein Genre-Mix aus diversen Katz und Maus spielen, Krimi, Thriller, Fantasy, Spukgeschichte und weiteren Elementen. Die Handlung ist originell und die Charaktere sind ausgereift. Die Autoren Kristina Schippling und Matthias A. K. Zimmermann vermischen Realität, Kunst und Literatur mit einem Hauch Kritik an der Buchwelt und Formen. So ein meisterhaftes Werk, dass ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Die Seiten lassen sich flüssig lesen und dennoch ist es kein Buch für zwischendurch. Man muss sich auf die Geschichte einlassen. Leider werden nicht alle Fragen geklärt, z.B. ACHTUNG SPOILER: wie wurde das Buch "unendliche Buch" erschaffen, oder was wird am Ende aus Kara, aber vielleicht ist in Wirklichkeit alles ganz anders.
Fazit: Ein Buch ganz weit weg vom Mainstream. Wer mal etwas komplett anderes lesen will, wird hier fündig.
4,5 von 5 Sterne
Anett
aus Chemnitz
4/5
05.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Psychothriller der besonderen Art
Eins sollte von Anfang an klar sein: Hier handelt es sich nicht um DEN Psychothriller, wie man ihn kennt, wie er schon zig male erschienen ist. Hierbei handelt es sich um eine ganz andere Art des Psychothrillers, das sollte man auf jeden Fall wissen, bevor man zu dem Buch greift und es deswegen schlechte Bewertungen bekommt, denn das hat das Buch wirklich nicht verdient!
Es ist ein sehr interessanter Genre-Mix, der mich wirklich überzeugen konnte.
Ganz am Anfang lernte ich Kara kennen, eine sehr erfolgreiche Künstlerin, die in einem Moment der totale Verwirrung ihren Ex-Freund tötet. Da Kara wegen häuslicher Gewalt bereits durch eben diesen Ex schon angezeigt wurde, ist klar, ihr würde niemand glauben, dass dies ein Unfall war und tut alles daran, die Leiche verschwinden zu lassen.
Die Polizei taucht auf, sie ermittelt, nimmt Kara fest. Aber wasserdicht ist die Anklage nicht und Kara wird frei gesprochen. Nun könnte sie sich scheinbar ausruhen und ihr Leben weiter leben. Bis dann plötzlich eine erpresserische E-Mail auftaucht. Im Anhang eine Videodatei, die Kara zeigt, wie sie ihren Ex verschwinden lässt.
Karas Leben ist auf den Kopf gestellt, die Atmosphäre wird mystisch und düster.
Bisher alles typische Thriller und Krimielemente, allerdings kommen nun ein paar Elemente der Mystery hinzu, fand ich sehr passend, aber muss man definitiv mögen.
Besonders sprachlich ist diese Geschichte ganz weit vorn. Gerade die Beschreibungen der Drogentrips ist sehr bildlich und fantastisch beschrieben. Die können sich dann auch schon mal über ein paar Seiten hinziehen, aber in so einer meisterlichen Sprache, dass es mir keine Probleme machte beim lesen, eher war ich sehr angetan davon.
INTOXIKATION ist, wie man schon am Cover erkennt, Kunst. Kunst des Schreibens und alles rund um die Kunst. Auch entdeckt der Leser immer wieder Hinweise auf andere Bücher (was nicht zwingend für die Geschichte wichtig ist, ich aber sehr gelungen empfand). Sei es mal „Der kleine Prinz“ oder aber auch aus „Der Name der Rose“ - mal offensichtlich, mal etwas versteckt.
Alles in allem fand ich das eine sehr gelungene Geschichte und sie ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen!
Bewertung
3/5
08.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht jedermanns Sache
Wie beschreibt man ein Buch, dass völlig gegensätzlich zu der landläufigen Auffassung eines Psychothrillers ist? Wobei nach meiner Meinung „Psycho“ hier das Wort der Stunde ist.
Ich bin ehrlich, ich las „Psychothriller“ und las in der Beschreibung was von einer Frau, die mit Giften expermentiert und war gespannt, was man so Neues zur Beseitigung unerwünschter Individuen lernen könne. Nicht, dass ich hier irgendeine Anwendungsmöglichkeit in Betracht ziehen würde, aber Wissen bildet und wer weiß? Es klang interessant und ich freute mich auf den Inhalt….
Geboten bekam ich stattdessen ein irres Geschwurbel mit 3,5 Hauptprotagonisten, die halbe Person ist die kurz auftauchende japanische Freundin einer der Hauptakteurinnen. Aber ich greife dem Inhalt vor.
Das Buch beginnt mit Kara, die eine bereits erfolgreiche Künstlerin ist, mit Gemälden, deren ursprüngliche Schönheit sie mit Natronlauge wieder zerstört, aber mit dem Ergebnis viel Geld verdient. Sie experimentiert mit Drogen und durchaus auch in einem geheimen Labor in ihrem Atelier mit chemischen Substanzen. In einem abklingenden Drogenrausch ermordet sie unbeabsichtigt ihren Exfreund, weil sie ihn für einen Einbrecher hält. Die Beziehung war wohl von Gewalt geprägt, daher ist sie bei der Polizei keine Unbekannte. Um hier nicht ein Strafverfahren zu riskieren, deren Ausgang ungünstig für sie sein könnte, entwickelt sie eine nahezu kriminelle Energie, um die Leiche verschwinden zu lassen. Sie schafft es mit Müh und Not aus der Nummer gut rauszukommen.
Doch dann taucht eine Erpressermail auf, geschrieben von Protagonistin Nr. 2: Malina eine erfolglose Schriftstellerin, die endlich genug Geld haben will, um nur noch schreiben zu können. Sie hat des Nächtens beobachtet, wie Kara den Leichnam zur Entsorgung vorbereitet hat. Doch die Erpressung fliegt auf und die beiden lernen sich näher kennen und lieben. Beide sind jedoch esoterisch angehaucht bis schwer aktiv auf dem Sektor und experimentieren gern mit Drogen. In einem solchen Rausch lässt Malina die Bilder von Kara im Atelier in Rauch aufgehen – ist sie doch dem Feuer schwer zugetan.
Die beiden trennen sich und kurz darauf tritt Protagonist 3 kurz auf den Plan: Hans, ein Computernerd, von Typ, Wesen und Aussehen her etwas, was „frau“ noch nicht mal mit der Kneifzange anfassen möchte. Er verguckt sich in Malina, die aber von ihm nichts wissen will. Doch er versucht alles, um irgendwie an sie heranzukommen und findet irgendwann heraus, was Kara und Malina verbergen. Es kommt zu einer Art Countdown, bei dem er sein Leben verliert.
Hier gerät nun Malina in den Fokus der Polizei, auch sie kann auf wundersame Art und Weise einer Verurteilung entgehen.
Malina fliegt nach Japan zu ihrer Freundin, um alles etwas sacken zu lassen. Hier geht die esoterisch bis psychedelische Reise weiter, ist Malina doch überzeugt in Japan schon einmal als Geisha gelebt zu haben.
Das Buch geht noch ein wenig weiter in diesem Stil, der unter anderem auch mit fast schon wissenschaftlichen Ergüssen aufwartet.
Ich empfand das Buch als sehr anstrengend und mit Sicherheit nicht für den Mainstream geeignet. Es war für mich ein echter Kampf, bis zum Ende durchzuhalten. Zwar gab es zwischendurch durchaus spannende Momente, die mir die Hoffnung gaben, es könnte doch noch zu einem guten Buch mutieren und ich läge mit meiner Einschätzung falsch, aber leider trog der Schein. Ich habe daneben noch zwei andere Bücher gelesen, um nicht die Freude am Lesen selbst zu verlieren.
Vor allem das Ende, welches die beiden Autoren hier kreiert haben, ist eher überraschend und erinnert mich ein wenig an die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.
Für wen ist das Buch zu empfehlen? Ich tippe mal auf Künstler, Schriftsteller, Chemiker, Esoterikinteressierte. Für Menschen, die zum Vergnügen und zur Entspannung lesen auf gar keinen Fall.
Warum dennoch drei Sterne? Die sind den spannenden Momenten gewidmet, die mich hoffen ließen.
Tintenwelten
3/5
13.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leider sehr zwiegespalten, was für ein Trip..
Kara Kowalski ist eine gefeierte Künstlerin. Ihre Schaffensweise ist äußerst ungewöhnlich, nutzt sie doch giftige Substanzen zur Erstellung ihrer Werke. Auch ihr restliches Leben wirkt toxisch: so kompensiert sie ihre Vergangenheit und ihre innere Leere durch Drogentrips, Wutausbrüche und Zurückgezogenheit. Doch dann tötet sie während eines Rausches wie im Wahn ihren Exfreund. Zerrissen von Schuldgefühlen und im Fokus der Polizei versucht sie ihre Tat zu vertuschen und gerät dabei in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, welches sie an den Rand der Verzweiflung treibt. Als dann auch noch die verführerische Malina auf der Bildfläche erscheint, gerät alles außer Kontrolle und ihr mühsam errichtetes Lügenkonstrukt droht endgültig einzustürzen!
Dieser Psychothriller wirft einen tiefgehenden Blick auf die Abgründe menschlichen Handelns. Erzählt wird er aus drei verschiedenen Perspektiven. Diese Charaktere waren mir aber leider alle einfach nur unsympathisch. Sie sind egoistisch, rücksichtslos, gierig und durchtrieben. Sie geraten in kriminelle Verstrickungen und dadurch schon fast in irrwitzige Situationen, die man als Leser:in einfach nicht glauben kann. Alles rund um diese realen Ereignisse fand ich daher wirklich spannend und interessant zu lesen.
Gerne hätte ich aber auf die ausschweifend beschriebenen Drogentrips und psychedelischen Trance-Reisen verzichten können, die waren einfach nur weird. Außerdem waren sie auch äußerst abschreckend, sowas will ich echt nicht erleben. Oft konnte man nicht unterscheiden, was Realität und was Einbildung ist. Teilweise erscheint alles sehr mystisch und eigentlich schon übernatürlich.
Insgesamt werden so viele Themengebiete besprochen, dass man sie garnicht alle nennen kann. Es wird immer wieder philosophisch. Die Protagonistinnen beschäftigen sich intensiv mit Karma und Wiedergeburt. Auch Psychologie und Therapie spielen eine Rolle. Dies alles wird oft detailliert beschrieben und einem werden jede Menge Fachbegriffe und Erläuterungen um die Ohren gehauen, sodass ich mich fast in ein Sachbuch versetzt gefühlt habe. Anstrengend, da muss man beim Lesen auf jeden Fall alle Sinne beisammen haben.
An vielen Stellen war der Satzbau auch irgendwie sehr merkwürdig und holprig. Man gewöhnt sich zwar daran, aber gestört hat es mich trotzdem. Zum Ende hin gibt es nochmal einen Twist, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe und bei dem ich auch ehrlich gesagt nicht weiß, was ich davon halten soll.
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