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Divination mit dem Sola Busca Tarot Eine Neuplatonische - Hermetische Einweihung

3

63,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

460

Maße (L/B/H)

21,6/15,3/3,7 cm

Gewicht

773 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-696-38268-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

460

Maße (L/B/H)

21,6/15,3/3,7 cm

Gewicht

773 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-696-38268-1

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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  • Bewertung

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sola Busca - vergessen und verkannt - neu erschlossen

    Wenn Karten zu einem geistigen Kosmos werden Manche Bücher vermitteln Wissen, andere öffnen eine Tür. Divination mit dem Sola Busca Tarot von Volker H. Schendel gehört zur zweiten Kategorie. Das Werk lädt dazu ein, eines der geheimnisvollsten Kartenspiele der Renaissance nicht nur zu betrachten, sondern als vielschichtigen Weg menschlicher Entwicklung zu erleben. Im Zentrum stehen die 22 Großen Arkana des Sola-Busca-Tarots. Schendel begegnet ihnen mit großer Aufmerksamkeit für jedes sichtbare Detail. Gesten, Farben, Tiere, Waffen, Gefäße, Landschaften und architektonische Formen werden zu Trägern einer verborgenen Bildsprache. Aus einzelnen Karten entsteht auf diese Weise ein zusammenhängender Kosmos, in dem Renaissance-Humanismus, Mythologie, Hermetik, Neuplatonismus und spirituelle Selbsterkenntnis miteinander in Austausch treten. Besonders faszinierend ist die Bewegung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Sie beginnt mit dem offenen, noch unbestimmten Menschen und führt über Wille, Erkenntnis und schöpferische Gestaltung zu den großen Fragen nach Verantwortung, Freiheit und Macht. Später treten Rückzug, Schicksal, Auflösung und Erneuerung hinzu. So verwandelt sich die Kartenfolge in eine geistige Reise, deren Ziel nicht die Erhöhung des eigenen Ichs, sondern dessen bewusste Einordnung in ein umfassenderes Ganzes ist. Die historischen Gestalten des Sola Busca erhalten dabei eine eindrucksvolle Lebendigkeit. Mato, Panfilio, Postumio, Lenpio, Mario und die weiteren Figuren erscheinen nicht wie ferne Namen aus vergangenen Jahrhunderten. Sie werden zu Verkörperungen innerer Zustände und menschlicher Möglichkeiten. Jede Karte markiert einen besonderen Moment: Aufbruch, Entscheidung, Versuchung, Krise, Wandlung oder Klarheit. Eine außergewöhnliche Intensität entfaltet das Buch dort, wo es um die Erfahrung grundlegender Veränderung geht. Kontrolle muss aufgegeben, eine überholte Identität gelöst und eine neue Form des Daseins gefunden werden. Die alchemistische Vorstellung von solve et coagula – lösen und neu verbinden – wird dabei zu einem einprägsamen Bild für seelische und geistige Reifung. Der Wandel erscheint nicht als geradliniger Aufstieg, sondern als lebendiger Prozess aus Öffnung, Prüfung, Verlust und Neubeginn. Durch das gesamte Werk zieht sich eine ebenso schöne wie anspruchsvolle Vorstellung vom Menschen: Er ist ein Wesen zwischen den Welten. Körper und Geist, Erde und Himmel, Freiheit und Schicksal, persönlicher Wille und kosmische Ordnung begegnen einander in ihm. Wiederkehrende Motive wie Baum, Wagen, Schädel, Sonne, Mond, Feuer und Gefäß machen diese vermittelnde Stellung anschaulich. Daraus entwickelt Schendel zugleich eine überzeugende Ethik des Erkennens. Wissen bedeutet Verantwortung, schöpferische Kraft verlangt nach Maß, und geistige Einsicht zeigt sich in einem bewussteren Verhältnis zur Welt. Der wahrhaft Kundige ist nicht derjenige, der alles beherrschen möchte, sondern derjenige, der Verbindungen wahrnimmt und entsprechend handelt. Divination mit dem Sola Busca Tarot ist deshalb weit mehr als eine Auslegung historischer Karten. Das Buch wird zu einer Meditation über das Menschsein und über jene Kräfte, die Veränderung ermöglichen. Es verbindet genaue Bildbetrachtung mit philosophischer Tiefe und eröffnet einen Raum, in dem Geschichte, Symbolik und persönliche Erfahrung ineinandergreifen. Wer sich für das Sola-Busca-Tarot, die Gedankenwelt der Renaissance oder die verwandelnde Kraft symbolischer Bilder begeistert, findet hier eine reiche Quelle der Inspiration. Schendels Werk schenkt den Karten neue Gegenwart: Sie erscheinen nicht als stumme Relikte einer vergangenen Epoche, sondern als lebendige Begleiter auf einem Weg zu Erkenntnis, Maß und innerer Klarheit.

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sola Busca und die alchemische Hermetik

    Im Labor der Bilder: Das Sola Busca als hermetisches Werk der Wandlung Volker H. Schendels Divination mit dem Sola Busca Tarot – Eine neuplatonisch-hermetische Einweihung. Die Großen Arcana erschließt die 22 Trumpfkarten des berühmten Renaissance-Tarots als ein alchemistisches Gefüge von außergewöhnlicher Geschlossenheit. Die Bilder erscheinen dabei wie die einzelnen Gefäße eines geistigen Laboratoriums: In ihnen werden Kräfte getrennt, geprüft, gereinigt und neu verbunden. Aus dem rätselhaften Kartenzyklus entsteht so eine umfassende Darstellung jener Wandlung, die in der hermetischen Tradition als das eigentliche Große Werk verstanden wird. Das Sola Busca eignet sich in besonderer Weise für eine solche Lesart. Seine bewaffneten Gestalten, Herrscher, Tiere, Pflanzen, Feuerstellen, Gefäße und geheimnisvollen Gerätschaften entziehen sich einer bloß allegorischen Betrachtung. Sie wirken wie Chiffren einer Bildsprache, in der äußere Handlung und innerer Prozess untrennbar miteinander verbunden sind. Jeder Gegenstand besitzt eine sichtbare Gestalt und zugleich eine verborgene Wirksamkeit. Damit folgt der Zyklus einem Grundgedanken der Hermetik: Das Sichtbare ist Ausdruck unsichtbarer Kräfte, und wer die Formen aufmerksam betrachtet, kann in ihnen die Bewegungen des Geistes erkennen. Schendel macht diese verborgene Dynamik als Einweihungsweg erfahrbar. Die Abfolge der Karten beschreibt nicht einfach eine Reihe feststehender Bedeutungen, sondern einen fortlaufenden Prozess. Der Mensch tritt in das Werk zunächst als ungeformte Möglichkeit ein. Er muss lernen, seine Kräfte wahrzunehmen, sie zu sammeln und auf ein Ziel auszurichten. Was anfangs noch ungeschieden und unbewusst vorhanden ist, gewinnt allmählich Kontur. Erkenntnis entsteht dabei nicht allein durch Denken, sondern durch die vollständige Beteiligung des Erkennenden. Wie im alchemistischen Labor wird auch derjenige verwandelt, der den Vorgang beobachtet. MATO, die Null, bildet den offenen Ursprung dieses Prozesses. Der Musiker verwandelt Atem in Klang und führt damit ein zentrales hermetisches Motiv vor Augen: Geist benötigt ein Gefäß, um wahrnehmbar zu werden. Der Körper ist nicht das Hindernis der geistigen Kraft, sondern ihr Instrument. Aus dem Unsichtbaren tritt eine Schwingung hervor, die sich in der Welt verkörpert. Bereits diese erste Karte enthält daher im Keim das gesamte alchemistische Geschehen – die Überführung einer formlosen Möglichkeit in eine wirksame Gestalt. Mit PANFILIO beginnt die bewusste Arbeit. Die ursprüngliche Energie wird aufgenommen, geordnet und gelenkt. Die folgenden Arkana lassen sich als wechselnde Operationen eines inneren Opus lesen: Verdichtung und Öffnung, Bindung und Lösung, Begrenzung und Entfaltung. Die historischen und mythologischen Figuren verkörpern dabei keine abstrakten Lehrsätze. Sie zeigen Kräfte in Bewegung und machen sichtbar, wie der Mensch mit Begehren, Wille, Urteil, Macht und Verantwortung umgeht. In dieser Perspektive erhält auch die hermetische Entsprechung von Mikrokosmos und Makrokosmos besondere Bedeutung. Der Mensch ist eine kleine Welt, in der sich die großen Ordnungen des Kosmos spiegeln. Sonne und Mond, Feuer und Wasser, Erde und Himmel treten deshalb nicht nur als äußere Naturmächte auf. Sie bezeichnen ebenso unterschiedliche Zustände des Bewusstseins. Die Bildwelt des Sola Busca lädt dazu ein, kosmische Vorgänge als seelische Bewegungen und innere Veränderungen als Teil eines umfassenden Weltgeschehens zu verstehen. Besonders kraftvoll zeigt sich der alchemistische Charakter in der Folge von CARBONE, CATONE und BOCHO. Schon der Name CARBONE ruft die dunkle Materie des Werkes auf: Kohle, Schwärzung, Glut und verborgene Feuerkraft. Hier beginnt die Nigredo, jene notwendige Phase, in der vertraute Formen ihre Festigkeit verlieren. Das bisherige Selbstverständnis wird in seine Bestandteile zerlegt. Was äußerlich wie Verlust erscheint, offenbart sich hermetisch als Vorbereitung einer höheren Verbindung. CATONE führt diese Bewegung bis zur Erfahrung des Todes. Gemeint ist der Übergang, in dem eine erstarrte Gestalt aufgegeben wird, damit ihr innerer Gehalt freigesetzt werden kann. Die alchemistische Kunst sucht gerade in der Auflösung nicht das Ende, sondern den verborgenen Anfang. Tod und Geburt gehören demselben Wandlungsgeschehen an. BOCHO nimmt die gelösten Kräfte auf und führt sie einer neuen Ordnung entgegen. Auf die Trennung folgt die Vereinigung; aus der Dunkelheit wächst die Möglichkeit einer geklärten und lebendigeren Form. Auch die späteren Arkana lassen sich als Stufen dieser Veredelung begreifen. Die Begegnung mit Bindung, Täuschung und Macht prüft die Reinheit der gewonnenen Einsicht. OLIVO verbindet solare Energie mit dem Geheimnis der Verwandlung. IPEO öffnet nach der Erschütterung einen neuen geistigen Horizont, während LENTULO die Fähigkeit zur Unterscheidung vertieft. SABINO schließlich lässt eine Helligkeit hervortreten, die an die alchemistische Rubedo erinnert: nicht bloß äußeres Licht, sondern eine durch Erfahrung gereifte innere Klarheit. Wiederkehrende Symbole erhalten innerhalb dieses hermetischen Zusammenhangs eine besondere Leuchtkraft. Gefäße stehen für die Aufnahme und Bewahrung verwandelnder Kräfte. Waffen bezeichnen die notwendige Scheidung des Wesentlichen vom Unwesentlichen. Der Baum verbindet die verschiedenen Ebenen des Daseins, während das Feuer zugleich zerstört, reinigt und erneuert. Der Schädel wird zum Zeichen einer Erkenntnis, die durch Vergänglichkeit hindurchgegangen ist. Nichts bleibt bloße Dekoration; jedes Motiv wirkt als Bestandteil einer umfassenden Symbolchemie. Schendels Deutung macht dabei deutlich, dass die alchemistische Vollendung keine Flucht aus der materiellen Welt bedeutet. Das Ziel besteht vielmehr in einer Versöhnung der Gegensätze: Körper und Geist, Natur und Vernunft, Freiheit und kosmische Ordnung sollen in ein bewusstes Verhältnis treten. Das hermetische Werk erfüllt sich dort, wo der Mensch die Materie nicht mehr als geistlos und den Geist nicht mehr als weltfern erfährt. Beide werden als verschiedene Erscheinungsweisen einer lebendigen Einheit erkannt. So erweist sich das Buch als Einladung, die Großen Arkana des Sola Busca meditativ zu durchschreiten. Die Karten werden zu Spiegeln eines Prozesses, in dem der Mensch zugleich Stoff, Gefäß, Feuer und Alchemist ist. Ihre Bilder führen von der unbestimmten Möglichkeit durch Prüfung, Auflösung und Neuordnung bis zur bewussten Eingliederung in den Kosmos. In Schendels Auslegung tritt das Sola Busca damit als bedeutendes Dokument alchemistischer Hermetik hervor: als Bilderwerk über die Verwandlung des Menschen und über die Kunst, im Sichtbaren die wirksame Gegenwart des Unsichtbaren zu erkennen.

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    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sola Busca – Hermetisch interpretiert

    Das Sola Busca Tarot als Weg innerer Erkenntnis Mit Divination mit dem Sola Busca Tarot – Eine neuplatonisch-hermetische Einweihung. Die Großen Arcana widmet sich Volker H. Schendel einem der geheimnisvollsten Kartenspiele der Renaissance. Im Mittelpunkt stehen die 22 Großen Arkana, deren ungewöhnliche Figuren und symbolreiche Szenen zu einer Reise durch verschiedene Stufen menschlicher Entwicklung werden. Das gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Oberitalien entstandene Sola Busca unterscheidet sich deutlich von späteren Tarottraditionen. Statt vertrauter allegorischer Gestalten begegnen dem Betrachter Persönlichkeiten aus Geschichte, Mythologie, Bibel und Literatur. Namen wie Alexander der Große, Nero, Cato oder Nebukadnezar verweisen auf einen kulturellen Kosmos, in dem antikes Wissen, Renaissance-Humanismus und spirituelle Vorstellungen miteinander verbunden sind. Schendel erschließt diese Bildwelt mit großer Aufmerksamkeit für ihre Einzelheiten. Farben, Körperhaltungen, Tiere, Pflanzen, Waffen, Gefäße und Landschaften werden zu bedeutungsvollen Bestandteilen einer umfassenden Symbolsprache. Die farbigen Kartenabbildungen ermöglichen es, seine Gedanken unmittelbar nachzuvollziehen und zugleich eigene Entdeckungen zu machen. So entwickelt sich zwischen Bild und Text ein lebendiger Austausch. Die Karten erscheinen dabei nicht als voneinander getrennte Motive, sondern als aufeinander bezogene Stationen eines Einweihungsweges. Dieser beginnt mit MATO, der Null, die für Offenheit und noch unbestimmte Möglichkeiten steht. Aus diesem Anfang entsteht schrittweise die Fähigkeit, bewusst zu handeln, Erfahrungen zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. PANFILIO verkörpert den Übergang von bloßem Potenzial zu schöpferischer Wirksamkeit. Weitere Arkana beschäftigen sich mit Ordnung, Maß, Erkenntnis und Entscheidungsfreiheit. POSTUMIO, LENPIO, MARIO und CATULO markieren unterschiedliche Formen des Empfangens, Formens und Urteilens. Überliefertes Wissen wird nicht einfach übernommen, sondern durch persönliche Einsicht belebt. Erkenntnis zeigt sich dadurch als aktiver Vorgang, der den Menschen verändert. Mit TARQUIN SESTO, DEO TAURO und NERONE treten Freiheit, Bewegung und Macht in den Vordergrund. Entscheidungen erhalten ihren Wert durch die Verantwortung, die mit ihnen verbunden ist. Kraft muss gesammelt und bewusst gelenkt werden, damit aus ihr eine sinnvolle Handlung entstehen kann. Macht erscheint deshalb nicht als bloße Herrschaft, sondern als Aufgabe der Selbstführung. Im weiteren Verlauf richtet sich der Blick stärker nach innen. FALCO führt zur Begegnung mit dem eigenen Selbst, während VENTURIO das Verhältnis von Freiheit und Schicksal berührt. Der Mensch handelt aus eigener Kraft und bleibt zugleich in größere Zusammenhänge eingebunden. Gerade aus diesem Zusammenspiel entsteht ein vertieftes Verständnis des Lebens. Besonders eindrucksvoll ist die Kartenfolge von CARBONE, CATONE und BOCHO. Sie beschreibt einen Prozess grundlegender Verwandlung. Alte Vorstellungen und überlebte Formen müssen losgelassen werden, damit neue Möglichkeiten entstehen können. Der Tod wird hier zum Sinnbild eines Übergangs: Nicht das Ende, sondern die Erneuerung steht im Mittelpunkt. Auflösung und Neuordnung bilden zwei Seiten derselben Entwicklung. Diese Bewegung erinnert an alchemistische Vorstellungen. Gegensätze wie Körper und Geist, Innen und Außen oder Materie und Erkenntnis sollen nicht voneinander getrennt, sondern neu miteinander verbunden werden. Spiritualität bedeutet in dieser Perspektive keine Abkehr vom irdischen Leben. Sie zeigt sich vielmehr in einer bewussteren, verantwortungsvolleren Beziehung zur Welt. Auch die späteren Karten führen durch Erfahrungen von Bindung, Krise, Unsicherheit und neuer Orientierung. METELO lenkt den Blick auf das Verhältnis von Kraft und Besitz. OLIVO verbindet eindrucksvolle Motive von Sonne, Verwandlung und Macht. IPEO öffnet nach einer Phase der Erschütterung einen neuen Horizont, während LENTULO zur sorgfältigen Prüfung innerer Bilder anregt. SABINO steht schließlich für Klarheit und eine erneuerte Wahrnehmung. Der philosophische Kern des Buches liegt in einem neuplatonisch-hermetischen Menschenbild. Der Mensch wird als verbindendes Wesen verstanden, das zugleich der sichtbaren und der geistigen Welt angehört. Er bewegt sich zwischen Natur und Vernunft, Vergänglichkeit und dem Streben nach dauerhafter Erkenntnis. Aus dieser Stellung erwachsen sowohl seine schöpferischen Möglichkeiten als auch seine Verantwortung. Wiederkehrende Symbole vertiefen diesen Gedanken. Der Baum verbindet Erde und Himmel, das Feuer steht für Wandlung und das Licht für Erkenntnis. Schwert und Schild verweisen auf Unterscheidungsvermögen und Schutz. Sonne und Mond verkörpern unterschiedliche Formen des Wahrnehmens. Gefäße, Instrumente und menschliche Körper machen sichtbar, dass geistige Kräfte eine konkrete Form benötigen, um in der Welt wirksam zu werden. Aus den Karten entsteht so auch eine Ethik des bewussten Handelns. Wissen, Kreativität und Macht entfalten ihren Sinn erst, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden. Erkenntnis besteht nicht darin, alle Geheimnisse endgültig zu besitzen. Sie zeigt sich vielmehr in der Fähigkeit, Beziehungen wahrzunehmen, Zeichen zu verstehen und das eigene Handeln in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Schendel verbindet Bildbetrachtung, Kulturgeschichte, Mythologie, Alchemie und Philosophie zu einer vielschichtigen Gesamtschau. Die Großen Arkana werden zu Etappen einer Entwicklung, die von Offenheit und Handlung über Krise und Verwandlung bis zu Klarheit und Integration führt. Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die Tarot nicht nur als Mittel der Divination, sondern auch als historische Kunstform und philosophische Symbolsprache kennenlernen möchten. Besonders für Menschen mit Interesse an Renaissancekultur, Hermetik, Neuplatonismus und persönlicher Selbsterkenntnis eröffnet es zahlreiche anregende Perspektiven. So wird das Sola Busca zu einem faszinierenden Bilderkosmos, der dazu einlädt, über den Menschen, seine Möglichkeiten und seinen Platz in der Welt nachzudenken.

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