KI-Beratung Beta

  • Produktbild: Sola Busca Tarot Band II
  • Produktbild: Sola Busca Tarot Band II

Sola Busca Tarot Band II Die Kleinen Arcana

2

149,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

588

Maße (L/B/H)

27,6/19,5/4,6 cm

Gewicht

1611 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-696-72963-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

588

Maße (L/B/H)

27,6/19,5/4,6 cm

Gewicht

1611 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-696-72963-9

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch hat meinen Kelch verdächtig angesehen - Sola Busca Band II

    Ich wollte nur ein wenig über alte Tarotkarten lesen. Stattdessen saß ich plötzlich zwischen Renaissancefürsten, Alchemisten, Saturn, Alexander dem Großen und einer beunruhigenden Anzahl von Menschen, die mit Schwertern, Stäben, Kelchen und Münzen Dinge tun, die man heute vermutlich der Arbeitsschutzbehörde melden müsste. Band II über die Kleinen Arcana des Sola Busca ist kein gewöhnliches Tarotbuch. Es sagt nicht: „Diese Karte bedeutet Erfolg, jene kündigt eine neue Liebe an.“ Das wäre auch schwierig, denn die Figuren auf diesen Karten wirken nicht, als interessierten sie sich besonders für unser Liebesleben. Sie tragen schwere Gegenstände, hantieren mit seltsamen Geräten, bewachen Gefäße oder blicken so ernst, als hätten sie gerade entdeckt, dass die Renaissance weder Zentralheizung noch Wochenende kennt. Das Buch nimmt diese merkwürdige Bilderwelt ausgesprochen ernst. Jede der 56 Karten wird genau betrachtet und in historische, mythologische, astrologische und hermetische Zusammenhänge gestellt. Dabei erfährt man unter anderem, dass ein Kelch mehr sein kann als ein Trinkgefäß, eine Münze nicht zwangsläufig Geld bedeutet und ein Schwert geistige Klarheit ebenso verkörpern kann wie die unangenehmen Folgen übertriebener Entschlossenheit. Besonders sympathisch ist, dass der Autor nicht hinter jedem Busch sofort einen Geheimorden hervorspringen lässt. Er unterscheidet meist sorgfältig zwischen sichtbaren Bilddetails, historischen Anhaltspunkten und weiterführenden Deutungen. Das ist wichtig, denn das Sola Busca besitzt eine natürliche Begabung dafür, selbst vernünftige Menschen innerhalb weniger Seiten an kosmische Verschwörungen denken zu lassen. Leicht ist die Lektüre allerdings nicht. Das Buch hat nahezu 600 Seiten und nähert sich seinem Gegenstand mit der Ausdauer eines Renaissancegelehrten, der noch nie von einer Kurzfassung gehört hat. Begriffe wie Hermetik, Neuplatonismus, Theurgie und Saturnsymbolik erscheinen nicht nur zu einem kurzen Höflichkeitsbesuch. Sie ziehen ein, stellen ihre Möbel auf und bleiben. Manche Deutungen fand ich faszinierend, andere gewagt und einige so verschlungen, dass ich gedanklich Brotkrumen auslegen wollte, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzufinden. Kürzere Zusammenfassungen hätten gelegentlich geholfen. Wer lediglich wissen möchte, ob die Sieben der Münzen einen günstigen Dienstag ankündigt, wird mit diesem Band vermutlich nicht glücklich. Wer dagegen Freude an rätselhaften Bildern, historischen Seitenwegen und klugen Spekulationen hat, bekommt ein ungewöhnlich reichhaltiges Buch. Es verwandelt die Kleinen Arcana von vermeintlichen Nebenkarten in ein seltsames Theater menschlicher Arbeit, Macht, Begierde, Überforderung und Verwandlung. Nach der Lektüre weiß ich noch immer nicht endgültig, was sämtliche Figuren des Sola Busca vorhaben. Ich bin mir inzwischen aber ziemlich sicher, dass sie einen Plan besitzen – und dass Saturn darin keine unwichtige Rolle spielt. Seitdem behandle ich meinen Kelch mit mehr Respekt. Ein anspruchsvolles, eigensinniges und erfreulich sonderbares Buch für Leser, die ihr Tarot lieber als Renaissance-Labyrinth denn als kosmischen Getränkeautomaten mögen.

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Gegenbuch zur schnellen Antwort – Sola Busca Band II

    Ein Gegenbuch zur schnellen Antwort – und gerade deshalb erstaunlich gegenwärtig - Die Kleinen Arcana des Sola Busca Tarot. Wir leben in einer Zeit, in der jedes Bild augenblicklich erklärt, bewertet und weitergewischt wird. Algorithmen sortieren unsere Aufmerksamkeit, Ratgeber liefern eindeutige Botschaften, und selbst Tarot wird häufig auf handliche Stichwörter für Liebe, Erfolg oder die nächste Entscheidung reduziert. Band II über die Kleinen Arcana des Sola Busca verweigert sich dieser Beschleunigung radikal. Das macht ihn anstrengend – und bemerkenswert aktuell. Die 56 Karten dieses Renaissance-Decks geben keine leicht konsumierbaren Antworten. Ihre Menschen tragen, kämpfen, arbeiten, stürzen, bewachen, empfangen und verwandeln. Schwerter, Stäbe, Kelche und Münzen erscheinen dabei nicht als festgelegte Symbole mit einer einzigen Bedeutung. Sie werden zu Werkzeugen, Lasten, Gefäßen, Waffen und Wertträgern. Die Bilder stellen Fragen, die auch unsere moderne Lebenswelt betreffen: Wann wird klares Denken zur Kälte? Wann verwandelt sich Tatkraft in Selbstausbeutung? Was lassen wir ungeprüft in uns hinein? Und woran messen wir den Wert eines Menschen? Gerade darin liegt für mich die Stärke dieses umfangreichen Bandes. Er benutzt die Renaissance nicht als dekorative Kulisse für moderne Lebenshilfe. Stattdessen zwingt er den Leser, die eigene Art des Sehens zu überprüfen. In einer Gegenwart voller manipulativ erzeugter Bilder, künstlicher Intelligenz, politischer Inszenierungen und vorschneller Gewissheiten ist das keine nebensächliche Übung. Wer unterscheiden lernen will zwischen dem, was tatsächlich zu sehen ist, dem historisch Belegbaren und der eigenen Projektion, findet hier ein anspruchsvolles Trainingsfeld. Die vier Kartenreihen lassen sich dabei fast wie ein unbequemer Spiegel unserer Gegenwart lesen. Die Schwerter konfrontieren uns mit einer Kultur, die ständig urteilt und trennt. Die Stäbe erinnern an Leistungsdruck, rastlose Aktivität und den Zwang, immer produktiv zu sein. Die Kelche fragen, womit wir unser Bewusstsein füllen – mit echter Erfahrung oder nur mit dem nächsten emotionalen Reiz. Die Münzen führen mitten in eine Welt, in der Wert, Besitz, Status und Sichtbarkeit kaum noch auseinanderzuhalten sind. Das Buch behauptet nicht, dass diese modernen Fragen die einzig richtigen Bedeutungen der Karten seien. Es schafft jedoch einen Denkraum, in dem solche Verbindungen möglich werden. Wer ein praktisches Kartenlegebuch mit kurzen Deutungen sucht, wird vermutlich enttäuscht sein. Der Text ist dicht, wiederholt gelegentlich Grundgedanken und verlangt Interesse an Geschichte, Mythologie, Hermetik, Astrologie und Renaissancephilosophie. Die Fülle kann überwältigen. Manchmal hätte eine strengere Auswahl dem Buch gutgetan, und nicht jede weitreichende Interpretation besitzt dieselbe historische Überzeugungskraft. Doch vielleicht gehört gerade dieser Widerstand zum Wert des Bandes. Er behandelt seine Leser nicht wie Konsumenten, die möglichst schnell mit einer fertigen Bedeutung versorgt werden müssen. Er fordert Geduld, Urteilskraft und die Bereitschaft, Unsicherheit auszuhalten. Das ist heute fast schon eine kulturelle Provokation. Mein Fazit: Band II ist kein Orakelautomat und kein Wohlfühlratgeber. Er ist ein großes, streitbares Bilderlabor über Macht, Arbeit, Wahrnehmung, Begehren und Wert. Wer bereit ist, sich von diesen fast 600 Seiten nicht bestätigen, sondern herausfordern zu lassen, begegnet nicht nur einem rätselhaften Kartenspiel der Renaissance. Er begegnet auch den blinden Flecken der eigenen Gegenwart.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Sola Busca Tarot Band II
  • Produktbild: Sola Busca Tarot Band II