Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
20.08.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-20299-9
Das Leben gleicht einer Abfolge von Weggabelungen, an denen sich unterschiedliche Möglichkeiten eröffnen - manche unscheinbar, andere mit weitreichenden Folgen. Welche Richtung schließlich eingeschlagen wird, ist das Ergebnis komplexer mentaler Entscheidungsprozesse, die von Beurteilungen, Bewertungen und der Wahl zwischen Handlungsalternativen geprägt sind. Verändern sich diese mentalen Vorgänge, kann sich auch das Entscheidungsverhalten verändern - ein Zusammenhang, der insbesondere bei psychischen Erkrankungen wie einer Depression von Bedeutung ist. Da Entscheidungen in nahezu allen Lebenswelten eine zentrale Rolle spielen, können Veränderungen des Entscheidungsverhaltens weitreichende Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensführung Betroffener haben. Entscheidungen können schwerer fallen und/oder von Unsicherheit und negativen Erwartungen geprägt sein. Damit berührt das Thema nicht allein klinisch-psychologische Fragestellungen, sondern auch grundlegende Annahmen darüber, wie Menschen Informationen verarbeiten, Risiken abschätzen und zwischen Optionen wählen. Die Auseinandersetzung mit depressiven Entscheidungsprozessen ist daher sowohl für das Verständnis psychischer Erkrankungen als auch für die Reflexion psychologischer Entscheidungsmodelle bedeutsam. Gleichzeitig sind die unterschiedlichen Facetten depressiver Entscheidungsprozesse bislang nur begrenzt systematisch untersucht worden. Ziel dieses Konzeptpapiers ist es daher, zu untersuchen, inwieweit ausgewählte psychologische Entscheidungsmodelle geeignet sind, die bei Menschen mit Depression beobachtbaren Veränderungen von Entscheidungsprozessen zu erklären. Dabei soll insbesondere reflektiert werden, welchen Beitrag die jeweiligen Modelle zum Verständnis depressiver Entscheidungsprozesse leisten können und wo ihre theoretischen Grenzen liegen. Die Entscheidungspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und weist zahlreiche Bezüge unter anderem zur Sozial-, Emotions- und Entwicklungspsychologie auf. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Entscheidungen treffen und welche psychologischen Vorgänge diesem Verhalten zugrunde liegen. Grundsätzlich bedeutet Entscheiden nach Fischer, Jander et al. (2018), "eine Auswahl aus mindestens zwei Alternativen zu treffen. ..."
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