Die neunte Sohle : Erzgebirgskrimi
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Sprache:Deutsch
11,49 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Ja
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Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.09.2026
Verlag
Hartmann JohnSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9798237718386
Ein Toter liegt am Grund eines Schachts und jedes Messgerät sagt, dass er niemals dort gewesen sein kann.
Die Markscheiderin Franka Gläser vermisst alte Grubenbaue, bevor andere darin bohren. Ihr Auftrag in der sterbenden Bergstadt Barbarazell soll nichts weiter sein als achtzehn saubere Befahrungstage im Tauwetter: hinunter, messen, heraufkommen, abrechnen. Dann weicht ihr Laserscan um elf Meter von der amtlichen Karte ab, ein Mann stirbt am Fuß eines Lichtlochs, und die Daten seiner Grubenlampe beweisen, dass er stundenlang in einer Strecke unterwegs war, die es seit fünfunddreißig Jahren nicht mehr geben darf.
Franka will nur eine Zahl erklären. Stattdessen findet sie einen Grubenriss, aus dem jemand einen ganzen Sohlenabschnitt herausgezeichnet hat beglaubigt mit der Unterschrift ihres eigenen Vaters, datiert fünf Wochen nach seinem Tod. Ihr größtes Hindernis ist keine Waffe und keine Drohung, sondern eine Stadt, die achthundert Arbeitsplätze erwartet und jede unbequeme Wahrheit als Angriff auf ihre letzte Zukunft begreift. Und über allem steigt das Schmelzwasser im Berg, Woche für Woche, auf jenen Ort zu, an dem die Beweise liegen.
"Die neunte Sohle" erzählt vom Erzgebirge, wie es wirklich ist: Halden im Nebel, geschlossene Schulen, Blasmusik, Lichterbögen im März und ein Boden, unter dem fünfhundert Jahre Arbeit, Stolz und Schweigen liegen. Der Roman führt in eine Welt, die kaum eine Kriminalgeschichte betritt vierhundert Meter unter Tage, wo es keine Zeugen gibt, wo Genauigkeit über Leben entscheidet und wo ein Strich auf Papier dieselbe Kraft hat wie ein Urteil. Zwischen Gegenwart und dem ersten Winter nach der Wende entsteht ein dichtes, klug gebautes Verbrechen aus Papier, Wasser und Gemeinschaft, mit einer Hauptfigur, die nicht durch Gewalt gewinnt, sondern durch Sorgfalt, Sturheit und den Mut, für die eigene Messung geradezustehen.
Kein Blutrausch, kein Kommissar mit Whiskyflasche, kein offenes Ende: ein atmosphärischer Spannungsroman mit exakt gebauter Auflösung, glaubwürdigen Menschen auf beiden Seiten und einer Frage, die bleibt, wenn die letzte Seite umgeblättert ist. Wie viel Wahrheit verträgt ein Ort, der von ihrem Gegenteil lebt?
Steigen Sie ein, so tief es geht und wenn das Wasser am Ende aus dem Berg läuft und Sie noch eine Weile sitzen bleiben, erzählen Sie in einer Rezension, an welcher Stelle Sie gemerkt haben, dass die Karte lügt.
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