I'm every woman

Liv Strömquist

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Buch (Kunststoff-Einband)
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Beschreibung

In „I’m every woman" setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.

Die Leser*innen begegnen darin diversen Frauen, die sich im Schatten ihrer allseits gelobten und bewunderten Männer bewegen mussten. Strömquist nimmt die Figuren von Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono, die trotz ihrer Beiträge zu den Erfolgen ihrer Ehemänner zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert wurden, und unterzieht sie einer wohlverdienten Rehabilitation.

Liv Strömquists Gesellschaftskritik beruht auf Fakten und kombiniert unbändige Freude an Sprachwitz und berechtigter Wut mit ihren ausdrucksstarken Zeichnungen.

Produktdetails

Verkaufsrang 30550
Einband Kunststoff-Einband
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Verlag Avant-verlag GmbH
Seitenzahl 112
Maße (L/B/H) 23,6/16,7/1,2 cm
Gewicht 319 g
Übersetzer Katharina Erben
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96445-001-2

Kundenbewertungen

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Die unsäglichsten Lover der Zeitgeschichte
von mari_liest am 24.08.2021

„Frauen sind nicht für das abstrakte Denken geschaffen. Marie Curie ist die Ausnahme, welche die Regel bestätigt“, das sagt Einstein einst. Einstein, uns allen als kluger Mann bekannt, hatte da wohl viele dümmliche Aussagen vom Stapel gelassen. Einer der bekanntesten Männer der Geschichte kommt in dieser Graphic Novel so gar... „Frauen sind nicht für das abstrakte Denken geschaffen. Marie Curie ist die Ausnahme, welche die Regel bestätigt“, das sagt Einstein einst. Einstein, uns allen als kluger Mann bekannt, hatte da wohl viele dümmliche Aussagen vom Stapel gelassen. Einer der bekanntesten Männer der Geschichte kommt in dieser Graphic Novel so gar nicht gut weg. Zu Recht! Hatte doch seine Ehefrau Marič - Physikerin, Mutter - einen hohen Anteil an seinen Forschungsergebnissen, da sie selbst mitgeforscht hat. Doch wie es zu dieser Zeit klassisch war, verschwand diese Information doch in der Versenkung. Ströquist nimmt in dieser Graphic Novel die unsäglichsten Lover der Zeitgeschichte auf die Schippe. Wie gehabt mit feiner humorvoller, feministischer Klinge seziert sie den Mythos des männlichen Genies berühmter Männer, von denen viele ihre „Karriere“ auf Kosten ihrer Frauen machten. In genialer Umkehr holt sie deren Frauen aus der Versenkung und paart dies mit einem bekannten Song von Chaka Khan „I’m every woman“ (der ja von Whitney Houston gecovert wurde, die wiederum auch zu den Frauen gehört, deren Mann durch sie erfolgreich wuchs). Die Geschichten kommen auf eine Art und Weise daher, wie wir sie in keinem Geschichtsunterricht je gelernt habe, was ich ehrlich gesagt aber sehr bedaure. Erwähnt werden Männer wie Marx, Picasso, Einstein, Presley, u.v.m., deren Geschichte Strömquist einfach zeitweise unter den Tisch fallen lässt und deren tolle Frauen vor den Vorhang holt: Priscilla Prellen, Yoko Ono, Jenny Marx und weiteren tollen Frauen. Mit Charme und Witz, bunt und in schwarz-weiß, trägt sie in amüsanter Manier und gesellschaftskritisch das Dasein von Frauen in diesen Zeiten und entlarvt die bekannten Muster des männlichen Verhaltens. Mit diesen humorvoll gezeichneten Comics entlarvt Strömquist die Geschlechterstereotypen und zeigt, dass hinter den meisten bekannten Männern, viel tollere Frauen standen, deren Genie einfach ignoriert wurde. Leseempfehlung!

Feminismus mit Augenzwinkern
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 04.12.2020

Die Schwedin Liv Strömquist ist studierte Politikwissenschaftlerin, und davon profitiert diese feministische Graphic Novel definitiv. Strömquist kritisiert patriarchale Strukturen und entlarvt prominente Männer - von Edward Munch über Karl Marx bis hin zu Elvis Presley - als miese Lover, die die Frauen an ihrer Seite ausbeut... Die Schwedin Liv Strömquist ist studierte Politikwissenschaftlerin, und davon profitiert diese feministische Graphic Novel definitiv. Strömquist kritisiert patriarchale Strukturen und entlarvt prominente Männer - von Edward Munch über Karl Marx bis hin zu Elvis Presley - als miese Lover, die die Frauen an ihrer Seite ausbeuteten und unterdrückten. Sie skizziert die Liebesbeziehung zwischen Yoko Ono und John Lennon und hält der Gesellschaft spiegelbildlich vor, wie Yoko Ono stigmatisiert wurde, als sie nicht der Rolle von "Mrs. Lennon" entsprach. Die Geschichten bewegen sich innerhalb eines sehr großen zeitlichen Rahmens, es gibt Referenzen zu vorchristlichen Göttinnen wie auch zur zeitgeschichtlichen Popkultur (u.a. die Simpsons und Barbapapa-Comics). LeserInnen sollten nicht nur ein Interesse für feministische Themen mitbringen, sondern sich auch an expliziten Darstellungen nicht stören - bei Strömquist entspringen die Sprechblasen schon mal der Vulva statt des Mundes der gezeichneten Frauen. Mein persönliches Highlight ist das (sicher nicht ganz ernst zu nehmende) Kapitel mit der Überschrift "Kinder sind rechtskonservativ". Diese steile These wird unter anderem belegt mit "Kinder sind Kernfamilienfans", "Kinder favorisieren Hausfrauen" oder "Kinder lieben gegenständliche Kunst". Überhaupt hatte ich auf vielen Seiten das Gefühl, die Autorin zwinkert mir zu, wie bereits auf dem Titelbild. Für mich eine zeitgemäße, frische Form des Feminismus, gerne mehr davon!

Hinter jedem erfolgreichen Mann...
von einer Kundin/einem Kunden aus Lübeck am 11.04.2020

...steht eine Frau, die das Rampenlicht mindestens genauso verdient hätte und in dieser Graphic Novel möchte Liv Strömquist uns deshalb eine neue Sichtweise auf berühmte Männer und ihre oft leider nicht so berühmten Frauen bieten. Das macht sie u.a. mit einem Ranking der schlechtesten Ehemänner aller Zeiten (mit Karl Marx und Al... ...steht eine Frau, die das Rampenlicht mindestens genauso verdient hätte und in dieser Graphic Novel möchte Liv Strömquist uns deshalb eine neue Sichtweise auf berühmte Männer und ihre oft leider nicht so berühmten Frauen bieten. Das macht sie u.a. mit einem Ranking der schlechtesten Ehemänner aller Zeiten (mit Karl Marx und Albert Einstein auf den vorderen Rängen), einem Rollentausch zwischen Homer und Marge Simpson und einer neuen Perspektive auf John Lennon und Yoko Ono. Humorvoll, toll gezeichnet und sehr unterhaltsam!

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