Charlotte und Ben haben viel gemeinsam: Sie sind hochbegabt, haben Sorgen um ihre Eltern, sind nicht gerade beliebt und versuchen die Schule ohne allzu viele Kratzer zu überstehen. Kennengelernt haben sie sich beim Online Scrabble. Und ohne sich jemals gesehen zu haben – schließlich liegen zwischen ihren Wohnorten mehr als 2.000 km – erzählen sich Charlotte und Ben am Telefon ganz viel über sich selbst. Allerdings hat das, was sie sich erzählen, nicht immer etwas mit der Wahrheit zu tun. Sie nutzen die Chance, die Person zu sein, die sie gern wären. Dabei merken sie, dass der zu sein, der man ist, viel besser ist, als der zu sein, den andere aus einem machen wollen.
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Ein herzliches Buch über das Erwachsenwerden und die damit verbundenen Problemchen.
Ein wundervolles und ganz besonderes Buch!
CorniHolmes am 09.04.2020
Bewertungsnummer: 1313739
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als ich mit dem Lesen begann, wusste ich irgendwie schon nach den ersten paar Seiten, dass ich das Buch lieben werde. Von der warmherzigen Erzählweise war ich von Beginn an vollkommen verzaubert und die beiden Protagonisten Charlotte und Ben habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Die Geschichte war insgesamt zwar etwas anders als von mir erwartet, aber keineswegs schlecht anders, ganz im Gegenteil. In meinen Augen ist Erin Entrada Kelly mit „Charlotte & Ben“ ein außergewöhnliches und wunderschönes Buch gelungen. Ich persönlich finde es sogar noch etwas besser als „Vier Wünsche ans Universum“ und bereits dieses Schätzchen war ein richtiges Highlight für mich.
„Charlotte & Ben“ enthält einfach genau das, was ich in Büchern so liebe: Junge Buchhelden, die aufgrund ihres Andersseins anecken und es dadurch nicht leicht im Leben haben. Eine ruhige Handlung, der es ganz ohne viel Spannung und Action gelingt, mich durchweg zu fesseln. Ein kindlicher Erzählton, der mich berührt und mir immerzu ein breites Lächeln aufs Gesicht zaubert. Eine fabelhafte Mischung aus Humor, Ernst und Tiefgründigkeit, die mich zum Schmunzeln bringt, nachdenklich stimmt und zutiefst berührt. Solltet ihr nun ins Stocken geraten und denken, hey, Moment mal, genau solche Geschichten lese ich doch auch total gerne!, nun, dann kann ich euch nur sehr ans Herz legen, euch „Charlotte & Ben“ zuzulegen!
Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist die Art, wie alles erzählt wird. Erin Entrada Kelly hat einen herrlich leichten und sehr feinfühligen Schreibstil – von diesem war ich bereits in „Vier Wünsche ans Universum“ ganz hin und weg gewesen. Fantastisch fand ich auch, dass die Geschichte im Wechsel von Charlotte und Ben erzählt wird, jeweils in der dritten Person. Ich stehe total auf wechselnde Sichtweisen, daher hat es mich riesig gefreut, dass die Autorin diese Erzählform gewählt hat.
Wovon ich ebenfalls ganz begeistert bin, ist der originelle Aufbau des Buches. Die Geschichte ist in sechs Teile gegliedert und zu Beginn eines jeden neuen Abschnitts werden Fremdwörter kurz erläutert. Hypothese zum Beispiel oder rhetorisch. Diese Begriffe haben natürlich etwas mit den Inhalten der jeweiligen Abschnitte zu tun, aber mehr dazu werde ich hier nicht verraten. Spannung muss schließlich sein. ;)
Auch in den Passagen von Charlotte werden wir mit interessantem Wissen gefüttert. Ihre Kapitel beginnen stets mit „Nachrichten aus dem Kaninchenbau“ und in diesen kurzen Absätzen erfahren wir unter anderem etwas über Seesterne oder wie Erdbeben entstehen.
Für mich hat sich das Buch einfach nur fabelhaft lesen lassen. Ich habe es quasi in einem Rutsch durchgesuchtet und für meinen Geschmack leider zu viel schnell wieder beendet. Schade eigentlich, dass es nur so dünn ist. Man hat zwar nicht das Gefühl, dass etwas fehlt, ich jedenfalls nicht, aber irgendwie hätte ich mir dennoch ein paar Seiten mehr gewünscht. Charlotte und Ben hätte ich nur zu gerne noch ein bisschen länger begleitetet.
Mit Charlotte und Ben hat die Autorin zwei einzigartige Charaktere erschaffen. Charlotte liebt es sich neues Wissen anzueignen und könnte stundenlang im Internet nach den verschiedensten Informationen googeln. Ben ist ein absoluter Potter-Head und setzt sich mit Feuereifer für den Umweltschutz ein.
Die beiden sind eigentlich ziemlich verschieden, haben auch eine Menge Gemeinsamkeiten. Sie sind beide hochbegabt und einsam und versuchen so gut es geht die Schule zu überleben. Beide möchten sie eigentlich sehr gerne dazu gehören, nur ist das gar nicht so leicht zu bewerkstelligen ist, wenn man ist anders ist und dadurch auffällt und aneckt. Charlotte hat zwar eine beste Freundin, Bridget, aber diese beginnt sich merklich von ihr zu entfernen. Mir persönlich war Bridget mehr als unsympathisch. Vor allem als Charlotte ein Gespräch belauscht, in welchem ihre „beste“ Freundin über sie lästert, habe ich eine richtige Wut auf Bridget entwickelt.
Ben hat keine Freunde. Er wird meinem Empfinden nach auch übler gemobbt als Charlotte, was mir so leid für ihn tat. Echt schlimm, dass viele Menschen nicht so sein können, wie sie nun mal sind. Wenn man anders ist und sich dadurch von anderen abhebt, hat man es wahrlich nicht einfach im Leben. Ich habe zutiefst mit Charlotte und Ben mitgelitten und mir so sehr für die beiden gewünscht, dass sich ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllen. Ben möchte wahnsinnig gerne fürs Schülerparlament gewählt werden, Charlotte wiederum bibbert um ihre Freundschaft mit Bridget. Dass es nicht einfach ist, Wähler für sich zu gewinnen, wird Ben jedoch sehr schnell feststellen und Charlotte wird noch einsehen, dass Freundschaften leider oft nicht ewig halten.
Trotz der vielen ernsten Dinge, die angesprochen werden, wird das Buch an keiner Stelle zu traurig und bedrückend. Erin Entrada Kelly behandelt diese ungemein wichtigen Themen auf eine absolut kindgerechte, gefühlvolle, authentische und einfach nur bezaubernde Weise. Mir hat die Story so richtig das Herz erwärmt und auch wenn ich öfters unendlich mitgelitten habe, war „Charlotte & Ben“ dennoch so ein richtiges Wohlfühlbuch für mich.
Fazit: Einfühlsam, warmherzig, zauberhaft schön – ein großartiges Buch! Mir hat „Charlotte & Ben“ ein wundervolles Leseerlebnis beschert. Die Geschichte ist so unglaublich süß und herzerwärmend und zaubert einem immerzu ein breites Lächeln auf die Lippen, zugleich ist sie aber auch sehr ernsthaft und tiefgründig und stimmt einen extrem nachdenklich. „Charlotte & Ben“ handelt von Freundschaft, Familie und dem Anderssein, von Mobbing, Ausgrenzung und noch vielen weiteren wunderbaren Dingen. Das Buch schenkt Hoffnung und Mut und es ist, wie seine Protagonisten, einfach etwas ganz Besonderes. Egal ob Jung oder Alt - ich kann „Charlotte & Ben“ jedem nur ans Herz legen und vergebe sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!
Meinung aus der Buchhandlung
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Eine wunderbar warmherzige Geschichte, die aufzeigt, wie viele steinige Pfade man gehen muss, um seinen "kleinen Platz in sich selbst" zu finden... vor allem, wenn die Welt zusätzlich Probleme anhäuft. Ich fühlte mich an viele kleiner/größere Dinge meines Lebens erinnert, die sich analog verängstigend angefühlt haben wie die hier angesprochenen Probleme von Charlotte & Ben. Da muss man wahrlich kein Außenseiter für sein! Ben`s "Ich bin ein Fink"-Mentalität hat mir gehörigen Respekt abgerungen. Bravo! Ich würde gern mehr von den Beiden erfahren.
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Mit Charlotte und Ben erwartet uns eine absolut rührende Geschichte über zwei Außenseiter (beide hochintelligent und eher der Logik verschrieben), die versuchen, ihr Leben ganz „normal“ zu meistern. Immerhin hat Charlotte EINE Freundin. Ben hingegen fällt auf, dass er niemanden hat, außer seinen Eltern, als diese bekannt geben, sich trennen zu wollen. Beide Schüler der Middleschool verbindet ihre Leidenschaft zu Scrabble und die Tatsache, dass sie zwar alles Mögliche denken, was sie erzählen wollen, es aber nie offen auszusprechen. So entstehen oft recht „schweigsame“ Telefongespräche.
Es blutet einem das Herz, mitzuverfolgen, wie Lottie ihre einzige Freundin beginnt zu verlieren und Ben trotz seiner „Eigenart“ beschließt, für den Schulrat zu kandidieren. Das kann ja nur schief gehen! Aber eines ist gewiss, es gibt ein Happy End!
Ein Buch, das in den Schulklassen gelesen werden sollte, um allen bewusst zu machen, wie vielleicht der Andere tickt und etwas netter zu denen zu sein, die „komisch“ erscheinen!
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