Meine Filiale

Wild Card

Ein postapokalyptischer Roadtrip

Nina Casement

(1)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
11,99
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Lieferbar in 1 - 2 Wochen Versandkostenfrei
Lieferbar in 1 - 2 Wochen
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

11,99 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

3,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Manchmal kommt alles ganz anders. Am Ende ist es doch keine Schlacht der Mächtigen und auch nicht der Klimawandel, der das Antlitz der Welt unwiederbringlich verändert. Es ist ein Meteorit, Krishna genannt, der die Menschheit erledigt - und das gründlich.

Die 26-jährige Kore jedoch hat überlebt. Ob das wirklich ein Glück ist, weiß sie nicht, zu groß ist die Verzweiflung und zu gespenstig die neue Welt. Während sie um jeden einzelnen Menschen trauert, den sie jemals kannte, kämpft sie fortan Tag für Tag um ihre Existenz. In ständiger Gefahr, zu verhungern oder zu erfrieren, verstrahlt oder verschüttet zu werden, beginnt die junge Frau eine strapaziöse Reise. Die Suche nach erträglichen Klimabedingungen, Nahrung und anderen Überlebenden führt sie quer durch die Welt. Kann sie es schaffen? Und sind andere Menschen in der neuen Welt wirklich etwas Gutes?

Findet es heraus ...

Nina Casement, '87 geboren und wohnhaft im Rheinland, entdeckte früh ihre Leidenschaft fürs Lesen - die Schreiblust folgte nicht lange danach. Während das naturwissenschaftliche Studium ihre Leidenschaft für Präzision und detaillierte Recherche förderte, prägten zahllose Bücher und Begegnungen ihre Begeisterung für Geschichten. Nach einer Reihe veröffentlichter Kurzgeschichten in verschiedenen Genres und Verlagen erschien 2018 ihr Romandebüt "Jagdsaison", dann folgte die Novelle "(K)ein Heldenleben". Der aktuelle Roman "Wild Card - Ein postapokalyptischer Roadtrip" erscheint 2020 - einem Jahr, dass die Verwundbarkeit der Menschen mehr als je vorher offengelegt hat.
Mehr Informationen über die reisebegeisterte Autorin sowie ihre Romanprojekte und Kurzgeschichten finden sich auf ihrer Webseite.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 25.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7526-2522-6
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 19/12/2,6 cm
Gewicht 408 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Realistische und bedrückende Dystopie
von Ashelia am 10.12.2020

Schon aus Nina Casements erstem Roman kannte ich ihre ruhige, auf die passende Atmosphäre bezogene Erzählart. Und auch in "Wild Card" liegt der Fokus vor allem auf der Stimmung des Geschehens, was man mögen muss. Mir jedenfalls gefiel die ruhige, aber dennoch stimmungsvolle Geschichte total gut! Kore überlebt einen Meteoriten... Schon aus Nina Casements erstem Roman kannte ich ihre ruhige, auf die passende Atmosphäre bezogene Erzählart. Und auch in "Wild Card" liegt der Fokus vor allem auf der Stimmung des Geschehens, was man mögen muss. Mir jedenfalls gefiel die ruhige, aber dennoch stimmungsvolle Geschichte total gut! Kore überlebt einen Meteoriteneinschlag, der die Erdoberfläche nachhaltig verändert, nur durch viel Glück in einem Bunker. Als sie sich nach Monaten der Einsamkeit wieder an die Oberfläche traut, ist alles verwüstet und von anderen Überlebenden erstmal keine Spur. Im Versuch, zu überleben, macht Kore sich auf den Weg, andere Menschen und eine neue Heimat zu finden. Man begleitet Kore - und ihre zweite Persönlichkeit Chloe, die aus der Einsamkeit unter der Erde entstanden ist - auf dem Weg durch Europa bis nach Afrika. Nina Casement gelingt es dabei, ein anschauliches und realistisches Bild der Erde nach dieser verheerenden Katastrophe beim Leser zu erzeugen. Man sieht die ganze Zeit über die karge, zerstörte Landschaft vor sich und wandert quasi gemeinsam mit Kore durch die neue Welt. Hauptaugenmerk liegt auf dem Überleben, denn Nahrung und Medikamente sind knapp. Fast alle Tiere und Pflanzen sind tot und auch die meisten Menschen sind entweder beim Einschlag oder in der Zeit direkt danach gestorben. Immer wieder stolpert Kore über Leichen, entdeckt nur selten andere Überlebende. Ihre Reise ist wenig actionlastig, dafür umso bedrückender und man bangt ein ums andere Mal mit Kore mit und ist fasziniert, wie lange ein Mensch mit wenig bis gar keiner Nahrung auskommen kann. Entsprechend wenige Dialoge gibt es im Roman. Das Geschehen wird aus Sicht von Kore erzählt, gelegentlich unterbrochen durch bissige Kommentare von Chloe. Aber genau das unterstützt den Eindruck der Einsamkeit noch zusätzlich. Um den Handlungsverlauf etwas aufzulockern, wechseln sich zudem zu Beginn zwei Erzählzeiten ab: Kores aktuelle Lage und der Beginn der Krise, wo auch auf den Einfluss der Medien und dem Handeln der Politik vor dem Einschlag eingegangen wird. Beide Erzählstränge laufen irgendwann zusammen. Mir gefiel die Abwechslung gut, da dadurch nicht zu viele indirekte Rückblenden eingebaut wurden und man nicht das ganze Geschenhen von Anfang an "durchkauen" muss. Soweit ich das beurteilen kann, waren die Handlung und die einzelnen Geschenhnisse gut recherchiert und nachvollziehbar beschrieben. Nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen oder übertrieben. Und das macht den Roman so authentisch und fesselnd. Man ist als Leser*in einfach froh, nicht in so einer Situation zu stecken - merkt aber zeitgleich, wie schnell das Leben auf der Erde komplett auf den Kopf gestellt werden kann. Wie eingangs gesagt, muss man die ruhige Erzählart mögen, manchen werden sicherlich die Action oder die Zombies fehlen (oder beides). Aber wer sich auf die Handlung einlassen kann, wird eine bedrückende, realistische und dennoch hoffnungsvolle Geschichte über ein junges Mädchen, das über sich selbst hinauswächst, zu lesen bekommen.

  • Artikelbild-0