Nächstes Jahr in Berlin

Astrid Seeberger

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Beschreibung

Eine Mutter stirbt – eine Tochter, die bis dahin auf Distanz zu ihr gegangen ist, wird so mit der Vergangenheit konfrontiert. Hinzu kommt die überraschende Enthüllung eines Bekannten, die alle eigenen Erinnerungen und die Erzählungen der Mutter in ein neues Licht rückt. Das Schicksal der Mutter während des Zweiten Weltkriegs – auf der Flucht aus Ostpreußen und im Deutschland der Nachkriegszeit – wird mit ungeheurer Intensität, Bildkraft und Dichte geschildert.

Astrid Seeberger, 1949 in Süddeutschland geboren, zog mit 17 Jahren allein nach Schweden und studierte dort Philosophie, Theater- und Filmwissenschaften sowie Medizin. Sie ist Ärztin am renommierten Stockholmer Karolinska Institut und eine international gefragte Fachreferentin. Dass sie auch eine begnadete Erzählerin ist, bewies sie 2010 mit ihrem ersten essayistischen Buch Schamlose Neugier. Von der Kunst des heilsamen Gesprächs. Im Verlag Urachhaus erschien bereits ein Teil der romanhaften Fassung ihrer Familiengeschichte Goodbye, Bukarest.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 252
Erscheinungsdatum 10.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8251-5261-1
Verlag Urachhaus
Maße (L/B/H) 21,8/14,1/2,7 cm
Gewicht 458 g
Auflage 1
Übersetzer Gisela Kosubek

Buchhändler-Empfehlungen

Einfühlsam und schön erzählt.

V. Harings, Thalia-Buchhandlung

Eine Geschichte von Flucht und Wiederkommen, von Familie und Liebe und von einer Selbsterkenntnis nach vielen Jahren. Einfühlsam und in schöner Sprache erzählt. Ein Buch was topaktuell und doch zeitlos ist.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
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Rekonstruktion einer Lebensgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2021

Berlin ist eine Stadt, die die Menschen immer wieder fasziniert. Schon allein das Wort „Berlin“ hat für viele Menschen eine besondere, symbolische Bedeutung. Rose ist hier keine Ausnahme. Aber wenden wir uns zuerst der Ich-Erzählerin von „Nächstes Jahr in Berlin“ zu… … die in diesem Fall die Autorin ist. Astrid Seeberger schr... Berlin ist eine Stadt, die die Menschen immer wieder fasziniert. Schon allein das Wort „Berlin“ hat für viele Menschen eine besondere, symbolische Bedeutung. Rose ist hier keine Ausnahme. Aber wenden wir uns zuerst der Ich-Erzählerin von „Nächstes Jahr in Berlin“ zu… … die in diesem Fall die Autorin ist. Astrid Seeberger schreibt hier nämlich über den Tod ihrer Mutter Rose und deren Lebensgeschichte. Der Roman beginnt mit dem Ende. Die Ich-Erzählerin reist nach Stuttgart, um den Nachlass ihrer verstorbenen Mutter, Rose, zu klären. Ihre Beziehung zueinander war eher distanziert. Während sie mit ihren eigenen Gefühlen in dieser Situation kämpft, gerät sie immer wieder ins Erzählen und so wird eine Familiengeschichte rekonstruiert, die über Jahrzehnte hinweg immer weitere Enthüllungen enthält. Es entsteht eine Mischung aus dem Jetzt und Erinnerungen. So erfährt man nach und nach Roses Lebensgeschichte, von ihrer Kindheit in Ostpreußen, ihren Erlebnissen aus dem 2. Weltkrieg, wie sie geflohen ist, sich verliebt hat, ihre Familie wiedergefunden, aber zum Teil wieder verloren hat und vieles mehr. Der Roman ist in fünf Teile unterteilt. Im ersten Teil geht es hauptsächlich um die Reise der Ich-Erzählerin nach Stuttgart und ihre Erinnerungen. Die übrigen Teile konzentrieren sich weitestgehend auf Rose. Der Schreibstil ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Man muss sich daran gewöhnen, den vielen Gedankensprüngen zu folgen und die Informationen in den vielen verschachtelten Sätzen miteinander in Einklang zu bringen. Der Teil über Stuttgart erfordert dem Leser oder der Leserin schon einiges ab. Dies ändert sich im Laufe des Romans. Ab dem Zeitpunkt, zu dem die Lebensgeschichte der verstorbenen Mutter rekonstruiert wird, lässt er sich „leichter“ lesen. Literatur und das Lesen an sich spielen eine große Rolle für die Ich-Erzählerin. Die vielen Zitate großer Denker und Autoren, die großen Raum in ihren Erzählungen einnehmen, können meiner Meinung nach zweierlei Dinge bewirken: Entweder sie wecken das Interesse, sich den durchaus philosophischen Denkanstößen zu widmen, ja vielleicht sogar, eines der Bücher aus dem Quellenverzeichnis (Ja, dieser Roman besitzt eins!) zu lesen; oder aber man findet es anstrengend, diese Gedanken nachvollziehen zu müssen und liest darüber hinweg. Zurück zu Anfang und zu Berlin: Der Titel des Romans ist „Nächstes Jahr in Berlin“, ein Ausruf, der durchaus öfter fällt. Er wird mit einer Sehnsucht und Hoffnung verbunden, mit einer Freude auf die Zukunft, die sich leider nicht wie gewünscht erfüllen kann. Daher ist es vor allem eine sehr traurige Geschichte, aber definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch.

Auf den Spuren der Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Neu-Ulm am 10.05.2021

Die Autorin Astrid Seeberger hat in ihrem Buch "Nächstes Jahr in Berlin" das neu im Verlag Urachhaus erschienen ist, die Geschichte ihrer Mutter aufgeschrieben. Nachdem es in ihrem anderen Buch hauptsächlich um den verschollenen Bruder Bruno geht, entwirrt sich hier, was der Leser im anderen Buch hätte gerne wissen ... Die Autorin Astrid Seeberger hat in ihrem Buch "Nächstes Jahr in Berlin" das neu im Verlag Urachhaus erschienen ist, die Geschichte ihrer Mutter aufgeschrieben. Nachdem es in ihrem anderen Buch hauptsächlich um den verschollenen Bruder Bruno geht, entwirrt sich hier, was der Leser im anderen Buch hätte gerne wissen wollen. Für mich hat sich dadurch der Kreis geschlossen und ich konnte die Geschichten besser verstehen. Sie schreibt teilweise aus der Sicht der gerade verstorbenen Mutter, die durch Flucht und die Kriegs- und Nachkriegswirren sehr lange keinen Kontakt zu ihrer Familie hatte. Etliche Jahre nach dem Krieg findet diese durch einen Zufall ihre Familie wieder. Bis auf den verschollenen Bruder Bruno. Eine wunderschöne Familiengeschichte, die zum Teil die Mutter noch zu ihren Lebzeiten erzählt hat und dem unbekannten Teil, den die Tochter nach ihrem Tod durch eine erste Spurensuche herausfindet. Ein Buch vom Abschiednehmen und vom Wiedersehen. Ich würde allerdings die Reihenfolge "Wiedersehen in Berlin " und dann erst die Suche nach Bruno "Goodbye Bukarest" empfehlen. Ansonsten von mir eine klare Leseempfehlung.

Wie ein Kaleidoskop der Erinnerungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 09.05.2021

Als die Mutter stirbt, muss sich die Tochter mit deren Vergangenheit auseinandersetzen: mit den Erlebnissen der Mutter während des Zweiten Weltkriegs, auf der anschließenden Flucht aus Ostpreußen und im Deutschland der Nachkriegszeit. Es ist Teil eines autobiografischen Romans über die Geschichte ihrer Familie, die Astrid See... Als die Mutter stirbt, muss sich die Tochter mit deren Vergangenheit auseinandersetzen: mit den Erlebnissen der Mutter während des Zweiten Weltkriegs, auf der anschließenden Flucht aus Ostpreußen und im Deutschland der Nachkriegszeit. Es ist Teil eines autobiografischen Romans über die Geschichte ihrer Familie, die Astrid Seeberger hier erzählt. Aneinandergereiht wie Perlen kommen die Erinnerungen, die die Autorin über die Mutter erzählt. Das ist nicht immer chronologisch. Die Geschichte wirkte auf mich wie ein Kaleidoskop mit vielen Bruchstücken, die sich immer wieder neu zusammen setzen. Die handelnden Personen blieben mir jedoch seltsam distanziert, nach der Hälfte des Buches hätte ich eigentlich abbrechen können, ohne wirklich irgendetwas zu vermissen. Schade eigentlich, denn ich gehe sehr gerne solchen biografischen Geschichten nach. Doch wie die Autorin diese Geschichte erzählt, das liegt mir nicht wirklich. So kann ich das Buch nur bedingt empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.


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