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Die Welt als Wille und Vorstellung

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'Die Welt ist meine Vorstellung' – Arthur Schopenhauers (1788–1860) berühmter Satz steht am Beginn seines philosophischen Hauptwerks 'Die Welt als Wille und Vorstellung': Wer die Welt in Begriffe fasst, bleibt hinter dem Eigentlichen zurück, nur der Blick auf den Leib bringt die essenzielle menschliche Triebkraft zutage, den Willen. 'Reine' Erkenntnis wohnt nach Schopenhauer allein in der Kunst, was dieser in seinen Augen gegenüber Wissenschaft und Philosophie eine Sonderstellung verleiht. Sein sprachgewaltiges Traktat beeinflußte zahlreiche Denker, Schriftsteller und Künstler.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 992
Erscheinungsdatum 31.10.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86647-407-9
Verlag Anaconda
Maße (L/B/H) 19,3/13,1/5,5 cm
Gewicht 760 g
Auflage Nach d. 3. verb. u. verm. Auflage v. 1859.
Verkaufsrang 88.589
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Der Wille zur Kunst !
von Jérôme aus Bad Eilsen am 23.02.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schopenhauer war auf der Suche nach den Bestandteilen, welche die Welt in ihrem Innersten zusammenhalten. Anders als seine philosophischen Vorgänger, die den Geist für die alles zusammenhaltende Kraft definierten, war Schopenhauer auf eine andere Ontologie gestoßen, die bei den Vertretern des damals vorherrschenden deutschen Idealismus für großen Unmut sorgte.... Schopenhauer war auf der Suche nach den Bestandteilen, welche die Welt in ihrem Innersten zusammenhalten. Anders als seine philosophischen Vorgänger, die den Geist für die alles zusammenhaltende Kraft definierten, war Schopenhauer auf eine andere Ontologie gestoßen, die bei den Vertretern des damals vorherrschenden deutschen Idealismus für großen Unmut sorgte. Schopenhauer löste eine lange Tradition ab, welche sich durch den fragenden Geist , der Welt zu nähern gedachten. Doch auf diese Weise kratzte man bloß an der Oberfläche der Dinge, so der Philosoph, das Wesen jedoch sei so gänzlich unerkennbar. Sein Hauptwerk, welches den kühnen Titel " Die Welt als Wille und Vorstellung " trägt, brachte eine neue Perspektive auf die Sicht der Dinge. Es ist in vier Bücher eingeteilt und beginnt bei der Vorstellung. Diese zerspringt nun in ein erkennendes, aber nie erkanntes Subjekt und in ein Objekt, das immer auf ein Subjekt bezogen ist. Beeinflusst durch Kant, sieht auch Schopenhauer die Welt der Objekte durch Raum, Zeit und Kausalität geprägt, welche a priori im Subjekt bereitliegen und die Form der Wirklichkeit konstituieren. Auf diese Weise jedoch, kritisiert Schopenhauer, gleichen wir einem, der von außen dem Wesen der Dinge beizukommen versucht, aber nichts als Bilder und Begriffe gewinnt. Das zweite Buch stellt nun den Versuch dar in das Innere vorzustoßen und die Welt unabhängig der Vorstellungen zu betrachten. Was ist die Welt und was hat es mit dem Sein auf sich, fragt sich der Autor. Für Kant war es unmöglich das sogenannte Ding an sich zu erkennen, da diesem keine Anschauung in Raum und Zeit zugrunde liegt. Schopenhauer teilt zu einem gewissen Grad diese Ansicht, wendet jedoch ein, dass wir, die Erkennenden von unserem eigenen Wollen Erkenntnis haben. Diese Anschauung, die weder räumlich noch leer ist, sondern realer als irgend eine andere, stellt eine Möglichkeit dar, äußere Vorgänge aus dem inneren zu verstehen. Mittels dieser Introspektion, meint er, einen Schlüssel gefunden zu haben, um sich dem Ding an sich zu nähern. Der Wille schafft sich im Intellekt ein Werkzeug, sich selbst und sein Wollen zu erkennen. Er benötigt ihn, um die erscheinende Welt als einen Spiegel seiner Objektivation in ihm aufzufassen. Bei Descartes verbürgt das Denken das Sein, ich denke also bin ich, anders Schopenhauer, bei ihm ist es der allem zugrunde liegende, ziellose Wille, der die Essenz der Welt ausmacht. Der Ton des Buches wird nun zunehmend pessimistischer. In allen Dingen waltet, so Schopenhauer eine Art Urwille. Ob Pflanzen, Tiere oder Menschen , der Wille verwirklicht sich als waltende Kraft und schafft sich im Menschen ein Selbstbewusstsein, um sich seiner bewusst zu werden. Dieser immer wollende, aber nie zufriedene Wille, der unnachgiebig von neuen quälenden Wünschen getrieben wird, kann einzig in der Überwindung durch Kontemplation verneint werden, wodurch ein innerer Friede erreicht werden kann. Zum schauenden Weltauge sollen wir werden, so Schopenhauer und die reinen aller Wirklichkeit vorangehenden Äüßerungen des Urwillens erkennen. In der Kunst sieht er diesen Blick auf die Ideen realisiert. Ein philosophischen Meisterwerk, welches sich am besten mit Vorkenntnissen zu Kant und Platon lesen lässt.

Die Welt als Wille und Vorstellung
von Dirk aus Halle (Saale) am 26.06.2011

Diese günstige Ausgabe zeigt Arthur Schopenhauers Hauptwerk kompakt in einem Buch. Natürlich ersetzt es nicht das Gesamtwerk, aber es vermittelt einen großen Einblick in seine Philosophie.