• Produktbild: Die Teilacher

Die Teilacher Roman

1

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,5 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

15. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14030-0

Beschreibung

Rezension

"Eine anschauliche Lektion in jüngerer Zeitgeschichte. Bergmann erzählt mit so viel Wärme und Witz. Sehr lesenswert!" Sabine Doering in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2011

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,5 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

15. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14030-0

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eine ungewöhnliche, jüdische Familiengeschichte

Bewertung am 13.09.2011

Bewertungsnummer: 402775

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

2010 ist der erste Roman von Michel Bergmann im Arche Verlag erschienen und hat ein großes und positives Echo im Feuilleton bekommen. Jetzt ist endlich als Taschenbuch im DTV Verlag erschienen. Michael Bergmann erzählt darin die Geschichte von David Berman. David Berman war ein großer Teilacher, d.h. er war ein mit allen Wassern gewaschener Handlungsreisender. 1972 stirbt er und sein Stiefsohn Alfred Kleefeld muss sein Zimmer in einem jüdischen Altenwohnheim in Frankfurt auflösen. Bei der Beerdigung trifft er einige andere Teilacher, mit denen David nach dem 2. Weltkrieg zusammengearbeitet hat. Sie erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit und erzählen Alfred ihre Geschichten. Michael Bergmann erzählt eine großartige jüdische Familiengeschichte aus dem 20. Jahrhundert. David Bermann wurde in Galizien geboren, kam aber mit seinen Brüdern Anfang der zwanziger Jahre nach Frankfurt und baute dort ein bedeutendes Kaufhaus auf. Ihm selber lag es allerdings viel mehr als Handlungsreisender zu arbeiten und so hat er hiermit seinen Teil zum Geschäft beigetragen. Die Familie kann Ende der dreißiger Jahre noch rechtzeitig Deutschland verlassen, aber nicht jeder von ihnen hat so viel Glück wie David. David kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in das zerstörte Frankfurt zurück. Hier lernt er den Ostjuden Max Holzmann kennen, der gerade damit beginnt, ein neues Wäschegeschäft aufzubauen. David bietet sich und einige seiner Freunde, alle Überlebende des Holocausts, an, für Max als Teilacher zu arbeiten. Uns so lernen wir auch die tragischen Geschichten der anderen Teilacher kennen sowie das Leben im zerstörten Deutschland nach 1945. Dies ist ein sehr mutiges Buch, denn die Teilacher arbeiten nicht immer ganz sauber. Sie haben durchaus ihre Tricks, ihre Ware an die Menschen zu bringen. Leser, die tendenziell antisemitisch eingestellt sind, werden in diesem Buch wahrscheinlich viel Nahrung für ihre Ansichten finden. Ich selber fand dieses Buch allerdings großartig. Es ist tragisch, traurig und doch auch wieder sehr humorvoll. Ein tolles Zeitporträt über Deutschland speziell nach dem 2. Weltkrieg. Wie haben die Leute die Nazizeit verarbeitet. Was treibt überlebende Juden dazu wieder nach Deutschland zurückzukehren. Nur eine Sache hat mich an diesem Buch wirklich gestört. Der Autor verwendet viele jiddische Begriffe, die sich mir nicht immer gleich erschlossen haben. Es wäre schön gewesen, wenn die Verlage im Anhang ein Wörterbuch zur Verfügung gestellt hätten. Ich hatte zum Glück eines im Regal, welches ich Ihnen hierzu sehr empfehlen kann: Leo Rosten, Jiddisch – eine kleine Enzyklopädie ebenfalls aus dem DTV Verlag

Eine ungewöhnliche, jüdische Familiengeschichte

Bewertung am 13.09.2011
Bewertungsnummer: 402775
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

2010 ist der erste Roman von Michel Bergmann im Arche Verlag erschienen und hat ein großes und positives Echo im Feuilleton bekommen. Jetzt ist endlich als Taschenbuch im DTV Verlag erschienen. Michael Bergmann erzählt darin die Geschichte von David Berman. David Berman war ein großer Teilacher, d.h. er war ein mit allen Wassern gewaschener Handlungsreisender. 1972 stirbt er und sein Stiefsohn Alfred Kleefeld muss sein Zimmer in einem jüdischen Altenwohnheim in Frankfurt auflösen. Bei der Beerdigung trifft er einige andere Teilacher, mit denen David nach dem 2. Weltkrieg zusammengearbeitet hat. Sie erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit und erzählen Alfred ihre Geschichten. Michael Bergmann erzählt eine großartige jüdische Familiengeschichte aus dem 20. Jahrhundert. David Bermann wurde in Galizien geboren, kam aber mit seinen Brüdern Anfang der zwanziger Jahre nach Frankfurt und baute dort ein bedeutendes Kaufhaus auf. Ihm selber lag es allerdings viel mehr als Handlungsreisender zu arbeiten und so hat er hiermit seinen Teil zum Geschäft beigetragen. Die Familie kann Ende der dreißiger Jahre noch rechtzeitig Deutschland verlassen, aber nicht jeder von ihnen hat so viel Glück wie David. David kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in das zerstörte Frankfurt zurück. Hier lernt er den Ostjuden Max Holzmann kennen, der gerade damit beginnt, ein neues Wäschegeschäft aufzubauen. David bietet sich und einige seiner Freunde, alle Überlebende des Holocausts, an, für Max als Teilacher zu arbeiten. Uns so lernen wir auch die tragischen Geschichten der anderen Teilacher kennen sowie das Leben im zerstörten Deutschland nach 1945. Dies ist ein sehr mutiges Buch, denn die Teilacher arbeiten nicht immer ganz sauber. Sie haben durchaus ihre Tricks, ihre Ware an die Menschen zu bringen. Leser, die tendenziell antisemitisch eingestellt sind, werden in diesem Buch wahrscheinlich viel Nahrung für ihre Ansichten finden. Ich selber fand dieses Buch allerdings großartig. Es ist tragisch, traurig und doch auch wieder sehr humorvoll. Ein tolles Zeitporträt über Deutschland speziell nach dem 2. Weltkrieg. Wie haben die Leute die Nazizeit verarbeitet. Was treibt überlebende Juden dazu wieder nach Deutschland zurückzukehren. Nur eine Sache hat mich an diesem Buch wirklich gestört. Der Autor verwendet viele jiddische Begriffe, die sich mir nicht immer gleich erschlossen haben. Es wäre schön gewesen, wenn die Verlage im Anhang ein Wörterbuch zur Verfügung gestellt hätten. Ich hatte zum Glück eines im Regal, welches ich Ihnen hierzu sehr empfehlen kann: Leo Rosten, Jiddisch – eine kleine Enzyklopädie ebenfalls aus dem DTV Verlag

Kundinnen und Kunden meinen

Die Teilacher

von Michel Bergmann

0 Bewertungen filtern

Meinung aus der Buchhandlung

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Claudia Engelmann

Thalia Korbach

Zum Portrait

5/5

Ein kleines und doch großartiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Teilacher? Noch nie gehört – aber schon bin ich neugierig geworden. Ich erfahre, dass dies ein Begriff aus dem jiddisch-berlinerischen Milieu ist, von „teilachen“ kommt und in der Umgangssprache „abhauen“ bedeutet. Aber eigentlich bezeichnet man hierzulande mit diesem Wort jüdische Handelsvertreter, die von Tür zu Tür reisen und ihre Ware verkaufen. Und sich dabei oft Wehrmann nennen…warum das so ist, kann man unter anderem in dem großartigen Debütroman von Michel Bergmann erfahren, der ein unvergleichliches Buch über diesen in Vergessenheit geratenen Berufszweig geschrieben hat. Die Geschichte beginnt 1972 in Frankfurt, wo der junge Alfred Kleefeld gerade seinen alten Onkel David Bermann zu Grabe getragen hat. Beim Auflösen des Nachlasses und beim Leichenschmaus mit ehemaligen Kollegen und Freunden gerät Alfred schnell in den Bann der „guten, alten Zeit“, von der die Teilacher Jossel Fajnbrot, Emil Verständig, Max Holzmann und Moische Krautberg bewegt erzählen. Allen war gemeinsam, dass sie die dunklen Jahre des Dritten Reichs in diversen Lagern überlebt hatten, oft als die einzig Überlebenden in ihren Familien und nun auf sich gestellt einen Neubeginn im Land der Täter wagen wollten. Damals gründeten Max Holzmann und David Bermann kurz nach dem Krieg ihre erste eigene Firma, finanziert mit Schwarzmarktgeschäften. Da musste vor allem schnell Ware her, genauso wie eine patente Sekretärin und natürlich Teilacher, diese besonderen Verkaufstalente. Und so ging alles seinen Gang, zunächst „sperrige Deutsche“ wurden überzeugt, überredet und charmant um den Finger gewickelt, denn fast jedes Aussteuerwäschepaket der Nachkriegszeit ist „durch die Hände eines fleißigen Teilachers gegangen, schwer verkauft mit Lachen, Lügen und Weinen“. Am Ende erfährt nicht nur Alfred sondern auch der Leser mehr vom Leben und Leiden der jüdischen Mitbürger während und nach dem Krieg und kann sich manchmal vor Lachen kaum halten, auch wenn das Grinsen oft zu gefrieren droht. Aber es ist nun einmal ein herrlich witziges, schelmisches und hinreißendes Buch, mit eben genau diesem typischen jüdischen Witz und Humor, der mitten ins Schwarze trifft. So gelingt Michel Bergmann ein berührendes Porträt einer mit Chuzpe und Maseltov gesegneten Generation, erzählt mit großer Wärme und Liebe zu den einzelnen Personen, gewürzt mit jiddischen Ausdrücken und Sprachwitz – Michel Bergmann „Die Teilacher“ DTV 288 Seiten
  • Claudia Engelmann
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Ein kleines und doch großartiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Teilacher? Noch nie gehört – aber schon bin ich neugierig geworden. Ich erfahre, dass dies ein Begriff aus dem jiddisch-berlinerischen Milieu ist, von „teilachen“ kommt und in der Umgangssprache „abhauen“ bedeutet. Aber eigentlich bezeichnet man hierzulande mit diesem Wort jüdische Handelsvertreter, die von Tür zu Tür reisen und ihre Ware verkaufen. Und sich dabei oft Wehrmann nennen…warum das so ist, kann man unter anderem in dem großartigen Debütroman von Michel Bergmann erfahren, der ein unvergleichliches Buch über diesen in Vergessenheit geratenen Berufszweig geschrieben hat. Die Geschichte beginnt 1972 in Frankfurt, wo der junge Alfred Kleefeld gerade seinen alten Onkel David Bermann zu Grabe getragen hat. Beim Auflösen des Nachlasses und beim Leichenschmaus mit ehemaligen Kollegen und Freunden gerät Alfred schnell in den Bann der „guten, alten Zeit“, von der die Teilacher Jossel Fajnbrot, Emil Verständig, Max Holzmann und Moische Krautberg bewegt erzählen. Allen war gemeinsam, dass sie die dunklen Jahre des Dritten Reichs in diversen Lagern überlebt hatten, oft als die einzig Überlebenden in ihren Familien und nun auf sich gestellt einen Neubeginn im Land der Täter wagen wollten. Damals gründeten Max Holzmann und David Bermann kurz nach dem Krieg ihre erste eigene Firma, finanziert mit Schwarzmarktgeschäften. Da musste vor allem schnell Ware her, genauso wie eine patente Sekretärin und natürlich Teilacher, diese besonderen Verkaufstalente. Und so ging alles seinen Gang, zunächst „sperrige Deutsche“ wurden überzeugt, überredet und charmant um den Finger gewickelt, denn fast jedes Aussteuerwäschepaket der Nachkriegszeit ist „durch die Hände eines fleißigen Teilachers gegangen, schwer verkauft mit Lachen, Lügen und Weinen“. Am Ende erfährt nicht nur Alfred sondern auch der Leser mehr vom Leben und Leiden der jüdischen Mitbürger während und nach dem Krieg und kann sich manchmal vor Lachen kaum halten, auch wenn das Grinsen oft zu gefrieren droht. Aber es ist nun einmal ein herrlich witziges, schelmisches und hinreißendes Buch, mit eben genau diesem typischen jüdischen Witz und Humor, der mitten ins Schwarze trifft. So gelingt Michel Bergmann ein berührendes Porträt einer mit Chuzpe und Maseltov gesegneten Generation, erzählt mit großer Wärme und Liebe zu den einzelnen Personen, gewürzt mit jiddischen Ausdrücken und Sprachwitz – Michel Bergmann „Die Teilacher“ DTV 288 Seiten

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Julia Weßbecher

Thalia Karlsruhe

Zum Portrait

5/5

In der Tradition jüdischen Humors...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In der Tradition jüdischen Humors erzählte Familiengeschichte. Sehr lesenswert !
  • Julia Weßbecher
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

In der Tradition jüdischen Humors...

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In der Tradition jüdischen Humors erzählte Familiengeschichte. Sehr lesenswert !

Meinung aus der Buchhandlung

Die Teilacher

von Michel Bergmann

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Teilacher