Produktbild: Die Rosa-Hellblau-Falle

Die Rosa-Hellblau-Falle Für eine Kindheit ohne Rollenklischees (aktualisierte Neuausgabe)

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/2,8 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88897-938-5

Beschreibung

Rezension

"In ihren Streifzügen durch das moderne Schubladendenken lassen sich Autorin und Autor von Beobachtungen aus dem eigenen Familienleben inspirieren und interviewen Sprachforscherinnen und Marketingstrategen, Pädagogik-Expertinnen und Väter, die Röcke tragen. Dem fügen sie die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien aus den verschiedensten Fachbereichen hinzu. Gerade beim Tauchgang in die Forschung zeigt sich: Die gängigen Geschlechtermythen des Alltags halten einer genaueren Überprüfung meist nicht stand." Susanne Billig, Deutschlandradio Kultur
"Die Welt der Kinder jedoch teilt sich heutemehr denn je schon ab Geburt in Rosa und Hellblau, zerfällt in jeder Spielzeugabteilung in pinkfarbene Prinzessinnen auf der einen, schwarze Monster und Kämpfer auf der anderen Seite. Dieses merkwürdige Paradox beleuchtet das Ehepaar Schnerring-Verlan von allen Seiten. (...) Eine differenzierte, etwas ausführliche, aber immer erhellende Darstellung." Kathrin Meier-Rust, NZZ am Sonntag
"Der Appell der Autoren: Wir, die Eltern, sollten uns der geschlechtlichen Codierung unserer Kinder wiedersetzen. Nicht nur, damit die Welt bunter wird. Sondern auch, weil die Zahl der Todesfälle bei Jungen zwischen 15 und 20 doppelt so hoch ist wie bei Mädchen, was nicht zuletzt mit Rollenerwartungen zu tun hat. Ebenso wie die weiblichen Manipulationen des Körpers, die zu Magersucht oder Bulimie führen können." Fred Langer, GEO
"Dieses Buch ist enorm wichtig. Es zeigt auf, wie stark Sexismus noch immer unseren Alltag prägt. Es ist nicht nur ein Elternratgeber für alle, die wollen, dass ihr Nachwuchs sich frei entfalten kann – es ist auch ein gesellschaftspolitisches Manifest. Kapitel für Kapitel hilft es den Lesenden dabei, sich bewusst zu werden über Geschlechterrollen und -zwänge, in die wir gepresst wurden und die wir an unsere Kinder weitergeben. Wer "Die Rosa-Hellblau-Falle" gelesen hat, wird die Welt um sich herum mit anderen Augen sehen." Ferda Ataman, radioeins
"Wir haben geahnt, was die beiden Autor*innen so treffend auf den Punkt bringen: Die Werbung verfolgt uns mit ihren Geschlechterstereotypen bis in den letzten Winkel der Kinderzimmer. Für mich persönlich und meiner Arbeit im Rahmen von UN Women Deutschland, ist "Die Rosa-Hellblau-Falle" eine wichtige Bestätigung und Inspiration.“ Bettina Metz, Geschäftsführerin UN Women Deutschland
"Durch das ständige Nacherzählen von stereotypen Rollenbildern nehmen wir Mädchen wie Jungen die Möglichkeit, sich frei zu entfalten, und verhindern damit echte Chancengleichheit. Wer gesellschaftliche Stereotype hinterfragen möchte, findet in diesem Buch die nötigen Hintergrundinformationen und wertvolle Anregungen. Mich persönlich hat das Buch und die politische Arbeit der Autor*innen in meiner eigenen Rolle und meiner Arbeit zur aktiven Vaterschaft inspiriert und bestärkt." Heiner Fischer, vaterwelten.de
„Dass Kinderwelten zunehmend in zwei Schubladen passen sollen, hat weitreichende Folgen. Während Frauen in Führungspositionen und in den MINT-Berufen fehlen, vermissen wir die Männer in den Kümmerjobs. Diese Zusammenhänge sind vielleicht nicht auf den ersten Blick erkennbar, sie sind aber da. Die "Rosa-Hellblau-Falle" führt Eltern durch all diese Zusammenhänge. Nicht umsonst ist sie das von mir am liebsten verschenkte Buch. Die Aha-Momente, die man bei der Lektüre haben wird, halten ein Leben lang.“ Patricia Cammarata, dasnuf.de

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

26.08.2021

Verlag

Kunstmann, A

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/2,8 cm

Gewicht

364 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-88897-938-5

Herstelleradresse

Kunstmann
Zweigstr. 10Rgb
80336 München
DE
info@kunstmann.de

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„Die Rosa-Hellblau-Falle“,…

SternchenBlau am 29.12.2023

Bewertungsnummer: 2834846

Bewertet: Buch (Paperback)

„Die Rosa-Hellblau-Falle“, dieser Begriff ist so naheliegend für das gesellschaftliche Phänomen, in dem wir stecken: Der Sexismus, der alle Geschlechter einschränkt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass erst das Autor*innen-Duo Almut Scherring und Sascha Verlan mit ihrem gleichnamigen Buch von 2014 diesen Begriff geprägt haben. Ich habe in den letzten Jahren viel von den beiden gehört und gelesen und bin nun auch endlich dazu gekommen, ihr Buch zu lesen. Es sind eben nicht nur Farben, wie das Buch zeigt, sondern ganz bestimmte Rollenerwartungen, die damit verknüpft werden. Mädchen und Frauen sollen anschmiegsam sein, Jungs und Mädchen hart und stark. Und die Falle wirkt sich auf viele Bereiche aus: Ernährung und Über- bzw. Untergewicht, Adultismus von Kindern, Stringtangas und Push-up-BHs in Größe 116, ungerechte Bezahlung, Schulerfolg oder -misserfolg. Den Kindern wird da wenig Spielraum gelassen und im Klamottenladen kommt man auch als Eltern der Falle kaum aus. Andere Länder gehen da längst aktiv dagegen vor: „In Norwegen gibt es bereits seit 1978 ein Verbot von geschlechtsdiskriminierender Werbung, auch in Irlang Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland, Kroatien, Griechenland, Portugal und Spanien. Doch für Deutschland ist keine gesetzliche Regelung in Aussicht.“ Das ist 2020 leider immer noch so. Im Werberat sitzen nicht mal Pädagogen oder Entwicklungspsychologen, so verwundert es nicht, dass mit „Ironie“ argumentiert wird. Aber wie sollen die 5-, 7- oder 11jährige Kinder dechiffrieren, wenn wir das als Erwachsene nicht immer schaffen? Das Autor*innen-Duo ist auch privat ein Paar und greift immer wieder auf ihre persönlichen Erfahrungen mit den drei Kindern zurück und zeigen damit, dass es eben nicht reicht, wenn man als Eltern bewusste Kaufentscheidungen trifft oder gegen diese Genderbilder ankämpft, wenn Marketing und Gesellschaft die immer gleichen rosa-hellblauen Bilder reproduzieren. Das Buch bringt immer wieder Meinungen und Sätze aus der Hölle, wie vom Leiter eines international erfolgreichen Marktforschungsinstituts oder von einer Münchner Mutter, die ihre 5jährige Tochter bei einem Beautysalon speziell für Kinder angemeldet hat: „Ich find’ das schön, dass man das auch mal gemeinsam machen kann und die Mädels an das Thema so sanft herangeführt werden, also sich zu pflegen und hübsch zu machen.“ Inhaltlich ist das Buch leider immer noch aktuell, manches hat sich aber sogar meiner Meinung nach seit 2014 noch verschärft. Die feministische Antithese „Germany’s next Topmodel“ wird zwar stark beleuchtet, Instagramer und Influencer aber noch kaum. Das Sachbuch lässt sich schnell und unkompliziert lesen, obwohl die Autor*innen oftmals Bezug zur Forschung nehmen. Ihr toller Schreibstil macht auch immer wieder die Absurdität der Rosa-Hellblau-Falle deutlich. Lässt sich schnell lesen. Ich persönlich habe jetzt nicht so viel Neues mitgenommen – und das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Als Grundlagenwerk für das Thema Gendersensibilität vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

„Die Rosa-Hellblau-Falle“,…

SternchenBlau am 29.12.2023
Bewertungsnummer: 2834846
Bewertet: Buch (Paperback)

„Die Rosa-Hellblau-Falle“, dieser Begriff ist so naheliegend für das gesellschaftliche Phänomen, in dem wir stecken: Der Sexismus, der alle Geschlechter einschränkt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass erst das Autor*innen-Duo Almut Scherring und Sascha Verlan mit ihrem gleichnamigen Buch von 2014 diesen Begriff geprägt haben. Ich habe in den letzten Jahren viel von den beiden gehört und gelesen und bin nun auch endlich dazu gekommen, ihr Buch zu lesen. Es sind eben nicht nur Farben, wie das Buch zeigt, sondern ganz bestimmte Rollenerwartungen, die damit verknüpft werden. Mädchen und Frauen sollen anschmiegsam sein, Jungs und Mädchen hart und stark. Und die Falle wirkt sich auf viele Bereiche aus: Ernährung und Über- bzw. Untergewicht, Adultismus von Kindern, Stringtangas und Push-up-BHs in Größe 116, ungerechte Bezahlung, Schulerfolg oder -misserfolg. Den Kindern wird da wenig Spielraum gelassen und im Klamottenladen kommt man auch als Eltern der Falle kaum aus. Andere Länder gehen da längst aktiv dagegen vor: „In Norwegen gibt es bereits seit 1978 ein Verbot von geschlechtsdiskriminierender Werbung, auch in Irlang Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland, Kroatien, Griechenland, Portugal und Spanien. Doch für Deutschland ist keine gesetzliche Regelung in Aussicht.“ Das ist 2020 leider immer noch so. Im Werberat sitzen nicht mal Pädagogen oder Entwicklungspsychologen, so verwundert es nicht, dass mit „Ironie“ argumentiert wird. Aber wie sollen die 5-, 7- oder 11jährige Kinder dechiffrieren, wenn wir das als Erwachsene nicht immer schaffen? Das Autor*innen-Duo ist auch privat ein Paar und greift immer wieder auf ihre persönlichen Erfahrungen mit den drei Kindern zurück und zeigen damit, dass es eben nicht reicht, wenn man als Eltern bewusste Kaufentscheidungen trifft oder gegen diese Genderbilder ankämpft, wenn Marketing und Gesellschaft die immer gleichen rosa-hellblauen Bilder reproduzieren. Das Buch bringt immer wieder Meinungen und Sätze aus der Hölle, wie vom Leiter eines international erfolgreichen Marktforschungsinstituts oder von einer Münchner Mutter, die ihre 5jährige Tochter bei einem Beautysalon speziell für Kinder angemeldet hat: „Ich find’ das schön, dass man das auch mal gemeinsam machen kann und die Mädels an das Thema so sanft herangeführt werden, also sich zu pflegen und hübsch zu machen.“ Inhaltlich ist das Buch leider immer noch aktuell, manches hat sich aber sogar meiner Meinung nach seit 2014 noch verschärft. Die feministische Antithese „Germany’s next Topmodel“ wird zwar stark beleuchtet, Instagramer und Influencer aber noch kaum. Das Sachbuch lässt sich schnell und unkompliziert lesen, obwohl die Autor*innen oftmals Bezug zur Forschung nehmen. Ihr toller Schreibstil macht auch immer wieder die Absurdität der Rosa-Hellblau-Falle deutlich. Lässt sich schnell lesen. Ich persönlich habe jetzt nicht so viel Neues mitgenommen – und das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Als Grundlagenwerk für das Thema Gendersensibilität vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Wichtiges Grundlagenbuch, warum Gendergerechtigkeit und -sensibilität so wichtig ist

SternchenBlau am 11.12.2023

Bewertungsnummer: 2085997

Bewertet: Buch (Paperback)

Aber das sind doch nur Farben, die tun doch nichts, wie kann man nur so kleinlich sein? Diese Repliken kommen noch häufig, wenn die Vermeidung von Rollenklischees angemerkt wird. „Die Rosa-Hellblau-Falle“, dieser Begriff ist so naheliegend für das gesellschaftliche Phänomen, in dem wir stecken: Der Sexismus, der alle Geschlechter einschränkt. Ich finde es immer wieer erstaunlich, dass erst das Autor*innen-Duo Almut Scherring und Sascha Verlan mit ihrem gleichnamigen Buch von 2014 diesen Begriff geprägt haben. Ich habe in den letzten Jahren viel von den beiden gehört und gelesen und bin nun auch endlich dazu gekommen, ihr Buch zu lesen. Es sind eben nicht nur Farben, wie das Buch zeigt, sondern ganz bestimmte Rollenerwartungen, die damit verknüpft werden. Mädchen und Frauen sollen anschmiegsam sein, Jungs und Mädchen hart und stark. Und die Falle wirkt sich auf viele Bereiche aus: Ernährung und Über- bzw. Untergewicht, Adultismus von Kindern, Stringtangas und Push-up-BHs in Größe 116, ungerechte Bezahlung, Schulerfolg oder -misserfolg. Den Kindern wird da wenig Spielraum gelassen und im Klamottenladen kommt man auch als Eltern der Falle kaum aus. Andere Länder gehen da längst aktiv dagegen vor: „In Norwegen gibt es bereits seit 1978 ein Verbot von geschlechtsdiskriminierender Werbung, auch in Irlang Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland, Kroatien, Griechenland, Portugal und Spanien. Doch für Deutschland ist keine gesetzliche Regelung in Aussicht.“ Das ist heute leider immer noch so. Im Werberat sitzen nicht mal Pädagogen oder Entwicklungspsychologen, so verwundert es nicht, dass mit „Ironie“ argumentiert wird. Aber wie sollen die 5-, 7- oder 11jährige Kinder dechiffrieren, wenn wir das als Erwachsene nicht immer schaffen? Das Autor:innen-Duo ist auch privat ein Paar und greift immer wieder auf ihre persönlichen Erfahrungen mit den drei Kindern zurück und zeigen damit, dass es eben nicht reicht, wenn man als Eltern bewusste Kaufentscheidungen trifft oder gegen diese Genderbilder ankämpft, wenn Marketing und Gesellschaft die immer gleichen rosa-hellblauen Bilder reproduzieren. Das Buch bringt immer wieder Meinungen und Sätze aus der Hölle, wie vom Leiter eines international erfolgreichen Marktforschungsinstituts oder von einer Münchner Mutter, die ihre 5jährige Tochter bei einem Beautysalon speziell für Kinder angemeldet hat: „Ich find’ das schön, dass man das auch mal gemeinsam machen kann und die Mädels an das Thema so sanft herangeführt werden, also sich zu pflegen und hübsch zu machen.“ Inhaltlich ist das Buch leider immer noch aktuell, manches hat sich aber sogar meiner Meinung nach seit 2014 noch verschärft. Die feministische Antithese „Germany’s next Topmodel“ wird zwar stark beleuchtet, Instagramer*innen und Influencer*innen aber noch kaum. Das Sachbuch lässt sich schnell und unkompliziert lesen, obwohl die Autor*innen oftmals Bezug zur Forschung nehmen. Ihr toller Schreibstil macht auch immer wieder die Absurdität der Rosa-Hellblau-Falle deutlich. Lässt sich schnell lesen. Ich persönlich habe jetzt nicht so viel Neues mitgenommen – und das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Als Grundlagenwerk für das Thema Gendersensibilität vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Wichtiges Grundlagenbuch, warum Gendergerechtigkeit und -sensibilität so wichtig ist

SternchenBlau am 11.12.2023
Bewertungsnummer: 2085997
Bewertet: Buch (Paperback)

Aber das sind doch nur Farben, die tun doch nichts, wie kann man nur so kleinlich sein? Diese Repliken kommen noch häufig, wenn die Vermeidung von Rollenklischees angemerkt wird. „Die Rosa-Hellblau-Falle“, dieser Begriff ist so naheliegend für das gesellschaftliche Phänomen, in dem wir stecken: Der Sexismus, der alle Geschlechter einschränkt. Ich finde es immer wieer erstaunlich, dass erst das Autor*innen-Duo Almut Scherring und Sascha Verlan mit ihrem gleichnamigen Buch von 2014 diesen Begriff geprägt haben. Ich habe in den letzten Jahren viel von den beiden gehört und gelesen und bin nun auch endlich dazu gekommen, ihr Buch zu lesen. Es sind eben nicht nur Farben, wie das Buch zeigt, sondern ganz bestimmte Rollenerwartungen, die damit verknüpft werden. Mädchen und Frauen sollen anschmiegsam sein, Jungs und Mädchen hart und stark. Und die Falle wirkt sich auf viele Bereiche aus: Ernährung und Über- bzw. Untergewicht, Adultismus von Kindern, Stringtangas und Push-up-BHs in Größe 116, ungerechte Bezahlung, Schulerfolg oder -misserfolg. Den Kindern wird da wenig Spielraum gelassen und im Klamottenladen kommt man auch als Eltern der Falle kaum aus. Andere Länder gehen da längst aktiv dagegen vor: „In Norwegen gibt es bereits seit 1978 ein Verbot von geschlechtsdiskriminierender Werbung, auch in Irlang Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland, Kroatien, Griechenland, Portugal und Spanien. Doch für Deutschland ist keine gesetzliche Regelung in Aussicht.“ Das ist heute leider immer noch so. Im Werberat sitzen nicht mal Pädagogen oder Entwicklungspsychologen, so verwundert es nicht, dass mit „Ironie“ argumentiert wird. Aber wie sollen die 5-, 7- oder 11jährige Kinder dechiffrieren, wenn wir das als Erwachsene nicht immer schaffen? Das Autor:innen-Duo ist auch privat ein Paar und greift immer wieder auf ihre persönlichen Erfahrungen mit den drei Kindern zurück und zeigen damit, dass es eben nicht reicht, wenn man als Eltern bewusste Kaufentscheidungen trifft oder gegen diese Genderbilder ankämpft, wenn Marketing und Gesellschaft die immer gleichen rosa-hellblauen Bilder reproduzieren. Das Buch bringt immer wieder Meinungen und Sätze aus der Hölle, wie vom Leiter eines international erfolgreichen Marktforschungsinstituts oder von einer Münchner Mutter, die ihre 5jährige Tochter bei einem Beautysalon speziell für Kinder angemeldet hat: „Ich find’ das schön, dass man das auch mal gemeinsam machen kann und die Mädels an das Thema so sanft herangeführt werden, also sich zu pflegen und hübsch zu machen.“ Inhaltlich ist das Buch leider immer noch aktuell, manches hat sich aber sogar meiner Meinung nach seit 2014 noch verschärft. Die feministische Antithese „Germany’s next Topmodel“ wird zwar stark beleuchtet, Instagramer*innen und Influencer*innen aber noch kaum. Das Sachbuch lässt sich schnell und unkompliziert lesen, obwohl die Autor*innen oftmals Bezug zur Forschung nehmen. Ihr toller Schreibstil macht auch immer wieder die Absurdität der Rosa-Hellblau-Falle deutlich. Lässt sich schnell lesen. Ich persönlich habe jetzt nicht so viel Neues mitgenommen – und das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Als Grundlagenwerk für das Thema Gendersensibilität vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

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J. Neumann

Thalia Berlin – LIO

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5/5

Must Read für alle, die Wert auf gendergerechte Erziehung ihrer Kinder legen.

Bewertet: Buch (Paperback)

Die Autor*innen zeigen auf, wie unsere Kinder auch heute noch beeinflusst werden in der Zeit des Erwachsen Werdens. Natürlich haben wir Einfluss auf ihr Leben und gerade auch im Hinblick auf Stereotype in ihrem Verhalten. Leider verkennt man viel zu leicht, wie gering dieser Einfluss doch ist, im Vergleich zu dem Einfluss der Umwelt. Seien es die Erzieher*innen, die Lehrer*innen, die Pear Group oder die Medien und die Werbung. Selbst die Darstellungen auf Produktverpackungen und vermeintlich nett gemeinte Aussagen, wie "Das ist doch nur was für Jungs." haben immense Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen. Um sich die Tragweite des Problems und die Gesamtheit dessen in unserer Gesellschaft vor Augen zu führen ist dieses Buch wirklich perfekt. Nachdem ich es ausgelesen hatte, reichte ich es an meine Mutter weiter, die es nun unter anderem nutzt, um mit ihren Schülern über ebensolche Probleme zu diskutieren. Außer den Worten der Autor*innen bietet dieses Buch nämlich auch eine nicht unerhebliche durchaus lange Liste an Literaturquellen, sowie genutzten Studien. Rundum lesenswert und liest sich leicht weg. Lässt einen mehr als einmal staunend zurück.
  • J. Neumann
  • Buchhändler/-in

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5/5

Must Read für alle, die Wert auf gendergerechte Erziehung ihrer Kinder legen.

Bewertet: Buch (Paperback)

Die Autor*innen zeigen auf, wie unsere Kinder auch heute noch beeinflusst werden in der Zeit des Erwachsen Werdens. Natürlich haben wir Einfluss auf ihr Leben und gerade auch im Hinblick auf Stereotype in ihrem Verhalten. Leider verkennt man viel zu leicht, wie gering dieser Einfluss doch ist, im Vergleich zu dem Einfluss der Umwelt. Seien es die Erzieher*innen, die Lehrer*innen, die Pear Group oder die Medien und die Werbung. Selbst die Darstellungen auf Produktverpackungen und vermeintlich nett gemeinte Aussagen, wie "Das ist doch nur was für Jungs." haben immense Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen. Um sich die Tragweite des Problems und die Gesamtheit dessen in unserer Gesellschaft vor Augen zu führen ist dieses Buch wirklich perfekt. Nachdem ich es ausgelesen hatte, reichte ich es an meine Mutter weiter, die es nun unter anderem nutzt, um mit ihren Schülern über ebensolche Probleme zu diskutieren. Außer den Worten der Autor*innen bietet dieses Buch nämlich auch eine nicht unerhebliche durchaus lange Liste an Literaturquellen, sowie genutzten Studien. Rundum lesenswert und liest sich leicht weg. Lässt einen mehr als einmal staunend zurück.

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