I Love Dick

Ausgezeichnet mit dem Academy of British Cover Design Awards 2016

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Chris Kraus, eine gescheiterte Künstlerin, die unaufhaltsam auf die 40 zugeht, lernt durch ihren Ehemann den akademischen Cowboy Dick kennen. Dick wird zu ihrer Obsession. Völlig überwältigt von ihren Gefühlen schreibt sie zunächst eine Erzählung über ihr erstes Treffen, dann verfasst sie Briefe, die sie nicht abschickt, und auch Sylvère, ihr Mann, wird Teil dieses Konzept-Dreiers. Mal schreiben beide Dick gemeinsam, mal einzeln, doch während Sylvère irgendwann sein Interesse wieder verliert, verstrickt sich Chris immer mehr in die Abgründe ihrer eigenen Begierde. Chris Kraus hebt in ihrem mittlerweile in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzten und als Amazon-Serie verfilmten Roman die Grenzen zwischen Fiktion, Essay und Tagebuch auf und schuf damit gegen Ende des 20. Jahrhunderts ein völlig neues Genre. Was die Autorin selbst als »Bekenntnis- Literatur« und »Phänomenologie der einsamen Mädchen« bezeichnet, ist weit mehr als das: Es ist der letzte große feministische Roman des 20. und der erste große Liebesroman des 21. Jahrhunderts.
Portrait

Chris Kraus, 1955 in New York City geboren, ist Filmemacherin und Autorin. Index nannte sie »eine der subversivsten Stimmen der amerikanischen Literatur«. Ihre Arbeit wurde für ihre vernichtende Intelligenz, Verletzlichkeit und ihr grelles Tempo gelobt. I love Dick ist ihr wichtigstes Buch. Sie lebt in Los Angeles.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 296
Erscheinungsdatum 30.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95757-364-3
Verlag Matthes & Seitz
Maße (L/B/H) 22/14,4/3 cm
Gewicht 472 g
Abbildungen mit Illustrationen
Auflage 1
Übersetzer Kevin Vennemann
Buch (gebundene Ausgabe)
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"Wo ist Dick?" "Dick ist nicht da!"
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

I love Dick ist ein Briefroman, ein intelligenter und anspruchsvoller Briefroman, der allerdings sehr einseitig erzählt wird. Es sind unzählige Briefe die von Chris und Sylvère an Dick geschrieben werden, jener glänzt allerdings mit einer stoischen Abwesenheit. Dem geneigten Leser wird allerdings schnell klar, dass Dick höchstwahrscheinlich nie oder... I love Dick ist ein Briefroman, ein intelligenter und anspruchsvoller Briefroman, der allerdings sehr einseitig erzählt wird. Es sind unzählige Briefe die von Chris und Sylvère an Dick geschrieben werden, jener glänzt allerdings mit einer stoischen Abwesenheit. Dem geneigten Leser wird allerdings schnell klar, dass Dick höchstwahrscheinlich nie oder nur einmal, wahrscheinlich am Ende des Romans antworten wird. Hier könnte man das Buch, im weitesten Sinne mit dem Theaterstück - Warten auf Godot - vergleichen. Die Protagonisten nennen sich selbst zwischendurch Emma und Charles Bovary. Was allerdings Madame Bovary mit I love Dick zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diesen Klassiker der Literatur noch nicht gelesen habe - werde es aber nun schleunigst Nachholen. Unter anderem war auch in der einen oder anderen Kritik, von einem feministischen Werk die Rede und ich muss sagen, dass mit Chris alias Emma der Roman sehr wohl eine dominante Frau porträtiert, den Feminismus darin hab ich aber nicht gefunden. Chris Beziehung, ihr Verhalten ist ein stetes Auf und Ab, zwischendurch zweifelte ich auch am Verstand der Beiden - vielleicht standen sie unter Drogeneinfluss? - und auch deren Sexualität scheint einem ständigen Wechsel zu unterlegen an dem der ominöse Dick anscheinend auch Schuld daran trägt. Oder eben die Besessenheit von Chris. Alle leiden unter dieser Dreiecksbeziehung, dieser Menage á trois, die hauptsächlich aus zwei Personen besteht. Kompliziert? Ja ein wenig. Erotisch? Nein, nicht im Geringsten. Meiner Meinung nach ist es ein Psychogramm einer gescheiterten Ehe - ich lasse mich allerdings gerne eines besseren belehren. Die Serie, ja man hat diesen Roman auf Zelloid gebannt, habe ich noch nicht gesehen, bin aber sehr Neugierig auf welchen Fokus man hier gesetzt hat. Und doch ist da ein Sog, einer dem man nach ein paar Seiten nicht mehr entziehen kann und man beginnt schon beim Lesen darüber nachzudenken. Schuld daran trägt wohl diese Obsessivität der Hauptprotagonistin: Sie erblickt Dick und ist sofort in ihn verliebt. Ihr Versuch, ihr briefliches Stalking zu erklären unterstreicht sie, indem sie ständig andere Personen zitiert. Das wird mit der Zeit ein wenig langatmig und zu intellektuell. In einem Zeitungsinterview hat Chris Kraus gesagt, dass der Roman starke biografische Züge hat. Selbst Dick gibt es anscheinend tatsächlich, er hat nach dem Erscheinen des Romans mit einer Unterlassungsklage versucht, die Veröffentlichung zu stoppen. Schön das es ihm nicht gelungen ist. Ich wäre um einen guten Unterhaltungsroman gebracht worden.