FG

Friedemann Garvelmann

Friedemann Garvelmann, geboren 1956, Vater von drei Kindern (geb. 1982, 84 und 86) und Großvater von aktuell drei Enkeln. Ausbildung zum Heilpraktiker an der Josef-Angerer-Schule München. Weiterbildung an den Seminaren für Traditionelle Naturheilkunde bei Joachim Broy, in St. Gilgen, Österreich.
Hauptberufliche Naturheilpraxis nach dem Denk- und Arbeitsmodell und den Methoden der TEN in Küssaberg-Kadelburg (D) von 1985 bis Ende 2016.
- Seit 1988 Referent und Kursleiter in vielen Bereichen der TEN mit Schwerpunkt Konstitutionsmedizin. Diese Tätigkeit erfolgt seit 2017 vollberuflich im gesamten deutschsprachigen Bereich.
- Co-Autor folgender Bücher: Naturheilkunde für Kinder (AT-Verlag 2009)
Humoralmedizinische Praxis Band 1 & 2 (Bacopa Verlag 2016)
Autor von Konstitutionsmedizin (Bacopa Verlag, erscheint Frühjahr 2018)
sowie vieler Fachartikel.

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Ab- und Ausleitungsverfahren in der TEN/TEM.

Ab- und Ausleitungsverfahren in der TEN/TEM.

Die Anwendung therapeutischer Methoden, die den Organismus darin unterstützen, überschüssige bzw. schädliche Stoffwechsel-Endprodukte (Metaboliten) auszuscheiden, ist seit Jahrhunderten gängige Praxis in allen traditionellen Medizinsystemen der Erde. Dieses Buch beschreibt die grundsätzliche und spezifische Wirkungsweise, die gezielten Anwendungskriterien sowie die praktische Durchführung der Ab- und Ausleitungsverfahren nach den Kriterien der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde TEN, deren übergeordnetes (und definierendes) Denk- und Arbeitsmodell die Humoralmedizin ist. Damit ist es als modulare Erweiterung des Buches "Grundlagen der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde TEN" (Kapitel 8.3)1 ein weiter Mosaikstein der zeitgenössischen TEN-Literatur, sowohl für die Aus- und Weiterbildung als auch als Handbuch für die Arbeit in der täglichen Praxis. Fachlich baut dieses Buch auch auf den Inhalten des Buches "Humoralmedizinische Praxis" auf. Um den Umfang des vorliegenden Buches überschaubar zu halten und unnötige Wiederholungen zu vermeiden, muss die in den genannten Büchern bearbeitete humoralmedizinische Physiologie und Pathophysiologie für die Arbeit mit den Ab- und Ausleitungsverfahren vorausgesetzt werden. Entsprechende konkrete Querverweise sind im Text angegeben. Besonderen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang die Schärfenlehre und die humoralen Hintergründe, die einerseits für einen gesteigerten Anfall der Schärfen und andererseits für deren eingeschränkten Abtransport aus den Geweben sowie die inadäquate Elimination über die physiologischen Ausscheidungsorgane verantwortlich sind. Im Interesse einer effizienten und v.a. nachhaltigen TEN-Therapie kann es nämlich nicht sinnvoll sein, mittels Ab- und Ausleitungsverfahren lediglich die Elimination von Schärfen und Überschusssäften zu fördern, ohne gleichzeitig die entsprechenden therapeutischen Impulse dafür zu setzen, deren übersteigerte Produktion zu drosseln. In diesen Gedanken wird deutlich, dass die Anwendung der hier beschriebenen Methoden niemals schematisch und isoliert nach klinischen Kriterien erfolgen sollte, sondern stets als methodisches Element eines synergistischen Therapiekonzeptes, das sowohl eine symptomorientierte als auch konstitutionelle Säule beinhaltet.
Optimale therapeutische Ergebnisse sind auch bei der Arbeit mit Ab- und Ausleitungsverfahren nur möglich, wenn sich der Behandler im gesamten Arbeitsprozess mit dem Patienten im gleichen Denk- und Arbeitsmodell bewegt. Von der Wahrnehmung der temperamentsmäßigen Wesenszüge, über die Diagnostik und die Interpretation der diagnostischen Ergebnisse bis hin zur qualitativen Auswahl der therapeutischen Maßnahmen denkt der TEN-Therapeut konsequent humoralmedizinisch. Sprünge zwischen dem humoralen Denkmodell und dem der konventionellen Medizin sind aufgrund deren omnipräsenter Dominanz zwar unvermeidbar, der Therapeut sollte sich aber über solche Systemwechsel bewusst sein. Für eine optimale therapeutische Arbeit in der TEN müssen sämtliche medizinischen Aspekte humoral übersetzt werden2. Aus diesem Grund werden in diesem Buch für die Ab- und Ausleitungsverfahren bewusst nur wenige Indikationen entsprechend der Terminologie der konventionellen Krankheitslehre aufgeführt. Sowohl die Terminologie der Pathophysiologie als auch die für die Wahl der individuell notwendigen Therapiereize notwendige Diagnostik folgt konsequent humoral medizinischen Kriterien.
Es war der Arzt Bernhard Aschner, der mit seinen Büchern Standardliteratur für die Anwendung der ab- und ausleitenden Verfahren geschaffen hat. Daher werden diese Behandlungsformen auch häufig als Aschnermethoden bezeichnet. Allerdings können die Angaben Aschners aus verschiedenen Gründen (die an entsprechender Stelle thematisiert werden) in der heutigen Praxis nicht mehr 1:1 umgesetzt werden. Dies gilt v.a. für die Verfahren, bei denen über die physiologischen Ausscheidungsorgane ausgeleitet wird (Kap. 8). Etliche von Aschner genannte Arzneien sind heute entweder nicht mehr zu bekommen oder sie haben so hohes toxisches Potenzial, dass ihre Anwendung nicht zu verantworten wäre. Im gesamten Buch wurden daher praktisch bewährte Modifikationen eingearbeitet, mit denen die Anwendung der Ab- und Ausleitungsverfahren quasi risikofrei möglich ist, fachgerechte Durchführung und Beachtung der Kontraindikationen natürlich vorausgesetzt.
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