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Tim Pröse

Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, ist Autor und Journalist in München. Er studierte Kommunikationswissenschaften, Politik und Psychologie, war Chefreporter der »Münchner Abendzeitung« und schrieb als Redakteur des »Focus« einfühlsame zeitgeschichtliche Reportagen und Porträts, wovon eines mit dem Katholischen Medienpreis ausgezeichnet wurde. Ein ganzes Jahr lang begleitete er Jan Fedder bei der gemeinsamen Arbeit an dessen Biografie. Bisher erschienen von Tim Pröse: »Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler«, »Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst«, »Samstagabendhelden. Persönliche Begegnungen mit den legendärsten Stars aus Film, Funk und Fernsehen« und »Mario Adorf: Zugabe!«.

Jan Fedder kam am 14.1.1955 in Hamburg zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er am Hafen und auf dem Kiez von St. Pauli, dem besten Abenteuerspielplatz, den man haben konnte. Seine Milieustudien und das Beobachten von Menschen lernte er schon früh in der Hafenkneipe seiner Eltern. Hier gingen Matrosen, Taxifahrer, Huren, Pastoren und St. Paulianer ein und aus. Die Mutter, Tänzerin und musisch veranlagt, brachte ihn zum Ballett und später zum Schauspiel. Die Mischung aus angeborenem Schauspieltalent, großer Klappe und mutiger Durchsetzungsfähigkeit führten ihn schon mit 13 zum Film (»Reisedienst Schwalbe«). 1981 dann als Pilgrim im Welterfolg »Das Boot«. 28 Jahre spielte er Dirk Mathies im »Großstadtrevier« - so authentisch und echt, dass er die Rolle lebte, als wäre sie ihm auf den Leib geschneidert. Rund 650 Filme - darunter auch Verfilmungen von Siegfried Lenz - hat er in seiner Schauspielkarriere gedreht. Drehen war sein Leben ... aber hauptberuflich war er Mensch. Er verstarb am 30.12.2019 - Ausnahmezustand im Hamburg, tiefe Trauer um einen unvergessenen, einzigartigen Menschen mit Ecken und Kanten. Die Menschen säumten die Straßen nach der Trauerfeier, als der Leichenwagen eine letzte Fahrt mit ihm im Sarg über die Reeperbahn machte, und nahmen Abschied von Jan Fedder - einem Hamburger, wie er im Buche steht. Einem, wie es ihn so nie wieder geben wird.

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Wir Kinder des 20. Juli
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Wir Kinder des 20. Juli


Das Vermächtnis der Kriegskinder – die letzten Stimmen des Widerstands

»Die Familie Graf Stauffenberg wird ausgelöscht werden bis ins letzte Glied.« So kündigte Heinrich Himmler 1944 an, wie das Nazi-Regime auf das gescheiterte Hitler-Attentat vom 20. Juli reagieren würde: mit unnachgiebiger Rache. Nicht nur wurden zweihundert an der Verschwörung Beteiligte hingerichtet. Auch ihre Familien sollten leiden und vergessen gemacht werden. Die Kinder wurden ihren Eltern entrissen, verschleppt, in Heime gesteckt – sie würden ohne ihren Vater oder ihre Mutter aufwachsen.

80 Jahre später hat Bestseller-Autor Tim Pröse diese Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler besucht, begleitet und ihnen zugehört. Welche Erinnerungen an damals haben sie geprägt? Wie fanden sie ihren Weg durch diese Stunde Null, die ihnen und den getöteten Müttern und Vätern nicht einmal einen Grabstein als Ort der Trauer zugestand? Welches Erbe haben sie von ihren mutigen Eltern übernommen? Welche Botschaft an die Nachwelt haben sie in einer Zeit, da sich die Demokratie in Deutschland wieder den Anfeindungen von Krieg, Diktatoren und radikalen Kräften ausgesetzt sieht?

»Ich werde ihn wiedersehen.« So gedenkt Berthold Schenk Graf von Stauffenberg heute des Vaters, den er als Junge zum letzten Mal sah. Er und viele weitere Söhne und Töchter der Widerstandskämpfer des 20. Juli lassen ihre Erinnerungen, Ideale und Hoffnungen in Tim Pröses eindringlichen Porträts aufleben.

Ausstattung: mit Bildteil und Fotos im Buch
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