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Profilbild von L. Pawletko L. Pawletko Buchhandlung: Thalia Hamburg – Tibarg-Center
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Meine letzte Rezension Die Bäume von Percival Everett
Es beginnt in dem armen aber ironischerweise mit dem Namen "Money" versehenen Städtchen in den Südstaaten der USA: Weiße Männer werden brutal ermordet, ihre Hoden abgeschnitten und in den toten Händen einer schwarzen Männerleiche entdeckt. Dieses bedeutungsvoll kreierte Bild eines Tatorts findet sich wachsend in verschiedenen umliegenden Städten wieder. Die etwas stupiden Redneck-Polizisten von Money kommen mit so viel echter Polizeiarbeit nicht klar, dass zwei erfahrene Ermittler aus der nächst größeren Stadt zu ihnen abgesandt werden. Beide schwarz, beide bis ins Mark voll Sarkasmus, Witz und sich God-damn bewusst, dass alle um sie herum rassistisch sind. Kleines Highlight ist das Treffen des lokalen KKK-Clubs. Es ist natürlich per se nicht witzig aber die Mitglieder sind so dumm, dass es war einfach nur zum Lachen ist. Weitere Personen sind eine über hundertjährige Mama Z, die pfiffige Kellnerin Gertrude, eine CIA Agentin, ein überintelligenter Student und allesamt schwarz. Dieses Buch hat eine Wucht, die mich umgehauen hat. Das Thema sind Lynchmorde an nicht-weißen Menschen in den USA. Das Buch führt einen Kampf gegen das Vergessen. Und das so unterhaltsam, so spannend, dass es mich umgehauen hat. Ganz große Literatur, kein bisschen trocken, kein bisschen langweilig. Lesen, bitte.
ab 26,00 €
Die Bäume
5/5
5/5

Die Bäume

Es beginnt in dem armen aber ironischerweise mit dem Namen "Money" versehenen Städtchen in den Südstaaten der USA: Weiße Männer werden brutal ermordet, ihre Hoden abgeschnitten und in den toten Händen einer schwarzen Männerleiche entdeckt. Dieses bedeutungsvoll kreierte Bild eines Tatorts findet sich wachsend in verschiedenen umliegenden Städten wieder. Die etwas stupiden Redneck-Polizisten von Money kommen mit so viel echter Polizeiarbeit nicht klar, dass zwei erfahrene Ermittler aus der nächst größeren Stadt zu ihnen abgesandt werden. Beide schwarz, beide bis ins Mark voll Sarkasmus, Witz und sich God-damn bewusst, dass alle um sie herum rassistisch sind. Kleines Highlight ist das Treffen des lokalen KKK-Clubs. Es ist natürlich per se nicht witzig aber die Mitglieder sind so dumm, dass es war einfach nur zum Lachen ist. Weitere Personen sind eine über hundertjährige Mama Z, die pfiffige Kellnerin Gertrude, eine CIA Agentin, ein überintelligenter Student und allesamt schwarz. Dieses Buch hat eine Wucht, die mich umgehauen hat. Das Thema sind Lynchmorde an nicht-weißen Menschen in den USA. Das Buch führt einen Kampf gegen das Vergessen. Und das so unterhaltsam, so spannend, dass es mich umgehauen hat. Ganz große Literatur, kein bisschen trocken, kein bisschen langweilig. Lesen, bitte.

L. Pawletko
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Die Bäume von Percival Everett

Meine Lieblingswerke

  • Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte
    5/5

    Junge mit schwarzem Hahn

    Der Herbst und Winter eignet sich gut für schauerliche Geschichten. Darum schauen sie sich diesen märchenhaften Roman an, der sie in eine unbekannte, gottesfürchtige Zeit, irgendwo nach Deutschland entführt. Das Waisenkind Martin hat ein gutes Herz, trotz seinem harten Lebens. Er wird immer begleitet von seinem schwarzen Hahn, der gleichzeitig sein Freund und Beschützer ist. Martin erlebt eines Tages den Raub eines Mädchens durch einen schwarzen Reiter. Die Geschichte ist in der Gegend bekannt: Einmal im Jahr stiehlt ein schwarzer Reiter einen Jungen und ein Mädchen. Beide blond und immer im gleichen Alter. Martin macht es sich zur Lebensaufgabe, diese Kinder zu finden und zu retten. Er begegnet einem reisenden Maler, der ihn mitnimmt auf die Reise, die beide durch unglaubliche Ereignisse führt. Ein großartiges Buch, was von Anfang bis Ende restlos überzeugt! Sehr gut für Leser, die den „Medicus“ mochten und offen für das Unbekannte sind.

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    Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte
  • Ein französischer Sommer von Francesca Reece
    5/5

    Ein französischer Sommer

    Leah bezeichnet sich selbst als Person ohne Ehrgeiz. Sie lebt als Britin in Paris, kellnert für ihren Unterhalt und lässt sich durch Parties, Drogen und belanglose Liebeleien treiben. Der bekannter britischer Autor Michael sucht eine Assistentin für sein neustes Buch, was er mit Hilfe seiner alten Tagebücher schreiben möchte. Er ist mit seiner Familie nach Paris gezogen und engagiert Leah als er sie sieht sofort, weil sie ein Abbild seiner alten großen Liebe aus den Sechzigern ist. Leah begleitet die Familie für einige Monate an die französische Küste, wo sie ein Ferienhaus besitzen. Die fast unerträglichen Annäherungsversuche Michaels und die ahnungslose Leah, die seine alten Tagebücher digitalisieren soll, kommt seiner Vergangenheit mit jeder Seite näher. Und ist schockiert. Obwohl es ein Sommerroman ist, ist die Spannung immer präsent. Bis zur letzten Seite wird gut dosiert, was mit Michaels großer Liebe geschehen ist. Ich war überrascht, wie wenig dies eine leichte Sommerlektüre, und wie sehr es ein grandios geschriebener Roman ist. Absolut empfehlenswert!

    L. Pawletko
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    Ein französischer Sommer von Francesca Reece
  • Gott der Barbaren von Stephan Thome
    5/5

    Gott der Barbaren

    Wir begleiten den jungen Philipp aus dem heutigen Deutschland ca. 1840 nach China, wo er Chinesen zum christlichen Glauben bekehren soll. Er nutzt das ihm dafür zu Verfügung gestellte Geld aber lieber um Kindern Medizin zu kaufen, sich als Chinese zu kleiden und ihre Sprache und Akzente zu perfektionieren. Auch die Sicht des Militärs und die Anführer der chinesischen Rebellen lernen wir kennen. So weigert sich der Kaiser von China Handel zu treiben und schickt über Monate vertröstende Briefe an die Schiffe der Besatzer, die dort im Wasser versauern und warten, dass endlich etwas passiert. Trotz der anspruchsvollen Schreibweise ist es ein sehr amüsanter Roman, voller Augenzwinkern und witzigen Missverständnissen. Manchmal etwas langatmig aber sehr lohnenswert. Absolute Empfehlung!

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    Gott der Barbaren von Stephan Thome
  • Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez
    5/5

    Unsichtbare Frauen

    Ein umfassendes Buch zum Thema Frauendiskriminierung. Sollte jede Frau aber auch jeder Mann mal gelesen haben. Abseits Lohnungleichheit gibt es sehr viele Fallbeispiele, in denen verdeutlicht wird, wie Frauen in unserer Gesellschaft einfach ausgelassen werden. Zum Beispiel in der Medizin, da das Hormonsystem der Frauen als zu "kompliziert" gilt. Sehr lesenswert und einfach zu verstehen.

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    Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez
  • Fehlstart von Marion Messina
    5/5

    Fehlstart

    Wir begleiten die junge Aurélie auf ihrem Weg nach Paris, mit dem Ziel ihr Studium abzuschließen und als erste Akademikerin in die Geschichte ihrer Familie einzugehen. Sie lässt sich auf eine Affäre mit einem stupiden Pariser ein, muss sich auf dem Jobmarkt gegen unqualifizierte aber skrupellose Konkurrentinnen behaupten und versteht vor lauter Geldnot nicht mehr, wie sie so ihr Studium meistern kann. Bissig und realistisch erzählt, kommt man nicht umhin beim Lesen wütend zu werden. Aurélies harte Versuche sich in Paris über Wasser zu halten, kann heute auf jede europäische Großstadt übertragen werden. Das Problem: Ihre Eltern sind nicht arm genug, dass Aurélie staatliche Studienunterstützung erhält. Aber eben nicht wohlhabend, um sie zu unterstützen. Das trifft ins Mark, denn so sieht die Realität dieser Generation aus. Wenn man sich gerne mal über die Gesellschaft aufregen möchte, dann ist das ihr Buch. Sehr gelungen und toll geschrieben. Super Geschenk von jung bis alt.

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    Fehlstart von Marion Messina
  • Frau Shibatas geniale Idee von Emi Yagi
    5/5

    Frau Shibatas geniale Idee

    Frau Shibita arbeitet in einer Papierfirma in Tokyo. Obwohl sie länger als viele andere dort angestellt ist, wird sie wie selbstverständlich dazu abkommandiert sämtliche Aufgaben ums Kaffee kochen, Kühlschrank aufräumen und Geburtstagsgeschenke organisieren, von selbst nachzukommen. Eines Tages teilt sie mit, dass sie schwanger ist. Obwohl das nicht stimmt. Ihre Kollegen behandeln sie nun ganz anders und andere sind sogar ganz enthusiastisch sie in dieser Zeit zu unterstützen. Frau Shibita genießt diese Zeit. Aber langsam muss sie sich auch darum kümmern, dass man ihren Bauch sieht. Sie taucht ein in die Welt der Schwangeren. Ein feministisches, gesellschaftskritisches Buch, was zugleich sehr amüsant und unterhaltsam ist. Wie in der japanischen Literatur üblich, ist nicht immer alles einer logischen Erklärung dürftig. Deswegen seien sie am Ende nicht zu überrascht. Für alle, die auch „Kim Jiyoung, geboren 1982“ mochten.

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    Frau Shibatas geniale Idee von Emi Yagi
  • Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
    4/5

    Drei Kameradinnen

    Drei Freundinnen, die immer fest zusammenhalten. Sie sind Migrantinnen und wachsen in einem „Brenntpunktviertel“ irgendwo in Westdeutschland auf. Die Erzählerin ihrer Geschichte ist eine der Protagonistinnen und führt den Leser gerne an der Nase herum. Sie stellt regelmäßig die Frage in den Raum: Hat der Leser hier Vorurteile gegenüber Migrantinnen? Die drei jungen Frauen sind sehr unterschiedlich aber halten bis ins Erwachsenenalter ihre Freundschaft. Eine der dreien verliert sich immer mehr in der Ansicht, dass alle Deutschen rechtsradikal seien. Was in einer Katastrophe gipfelt. Dieses Buch bietet eine tolle Ansicht und Einsicht in die fiktiven Leben der drei Kameradinnen. Ihre ersten Parties, teure Turnschuhe, eine verlegte Buchhaltestelle, Nazi-Chats und liebevolle Eltern. Super geschrieben, toll erzählt und voller Erkenntnisse!

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    Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
  • How Do You Live? von Genzaburo Yoshino
    5/5

    How Do You Live?

    First published in 1937, "How Do You Live?" is now published the first time in English. This Japanese children's book classic about finding one's place in a world both infinitely large and unimaginably small is perfect for readers of philosophical fiction. The fifteen years old boy Copper lost his father but finds a true listener and teacher in his uncle. The story is about Copper who has to face life by finding new friends, helping an unpopular classmate but also facing gilt by betraying someone he cares about. A heartwarming and very Japanese piece of literature. Absolutely recommendable, not just for young readers. For all Studio Ghibli fans.

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    How Do You Live? von Genzaburo Yoshino
  • The Quarter von Naguib Mahfouz
    5/5

    The Quarter

    What is going on in this quarter? Come in and find out about this part of Egypts Cairo, where the magic is still going. It's a collection of very short stories. And these are telling about a woman who never ages, a ghost that is hiding, a young couple running away, a very, very unlucky gambler, a true truth teller and how dancing in the street can heal a mighty sickness. Naguib Mahfouz, winner of the Nobel Prize in Literature 1988, was a true talent and is called the voice of Egypt. This book is a good start if you never came across his stories. Very recommendable. And easy to read, too.

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    The Quarter von Naguib Mahfouz

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