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Profilbild von Ulrike Zimmermann Ulrike Zimmermann Buchhandlung: Mayersche Köln-Mülheim
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Meine letzte Rezension Fallensteller von Saša Stanišić
„Fallensteller“ ist mein zweites Buch, das ich vom Autor gelesen habe, nachdem ich vom Roman „Vor dem Fest“ schier begeistert war. Seit „Vor dem Fest“ bin ich der Schreibe von Saša Stanišić verfallen und habe alles von ihm gelesen, auch die Kinderbücher (incl. dem Pixi-Buch „Ava auf einem Bein“ - Pixi-Serie 295) Zurück zum „Fallensteller“ - 12 Geschichten mit Komik, Tiefsinn und Poesie geschrieben. Wir lernen Georg Horvath kennen, der auch im neuesten Buch „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguß nach vorne“ eine Rolle spielt - wenn auch eine ganz andere. Hier im Fallensteller sitzt er in einem Flugzeug neben einem Asiaten und ist verstimmt, daran kann auch der „Inflight-Riesling“ nichts ändern. Die Geschichte „Fallensteller“ führt uns zurück nach Fürstenfelde in die Uckermark, wo auch „Vor dem Fest“ verankert ist. Der Protagonist wird von einem Wildschwein geduzt. ;) In der Erzählung „Die immens schönen tragischen blöden glückseligen deutschen Flüsse“ (alleine schon dieser Titel!) lernen wir Mo kennen, der nur wegen seiner Verliebtheit in einem grünen Kleid und und mit „unendlich viel mehr Haar als Mo und die meisten Aktivisten zusammen“ auf einem Boot mit Menschenrechtsaktivisten auf dem Rhein landet. (Nur am Rande: Auch Mo verläuft sich ins neue Buch des Autors) Die Erzählung „Im Ferienlager im Wald“ lieferte die Grundlage für Stanišićs Jugendbuch „Wolf“. Die Mutter schickt den Protagonisten in ein Ferienlager, da sie schon ohne ihn Pläne gemacht hat. „Mutter kann ohne mich um sich jünger sein, als mit mir um sich.“ Alles im allem hat jede Geschichte hier seinen Reiz, jeder Protagonist wächst einem ans Herz, macht einen fröhlich, traurig, nachdenklich. Der Autor spielt mit den Worten, vergegenständlicht die Menschen oder vermenschlicht die Gegenstände. Er spielt mit der deutschen Sprache wie kein anderer. Gleichzeitig fließt immer etwas Persönliches mit in seine Texte. Für mich jedesmal ein Hochgenuß mit Witz und Verstand. Dieses Buch verläßt man mit einem Lächeln auf dem Gesicht und vielleicht auch mit Lachtränen in den Augen und dem Gefühl, die Zeit des Lesens war gut verbrachte Lebenszeit!
ab 19,99 €
Fallensteller
5/5
5/5

Fallensteller

„Fallensteller“ ist mein zweites Buch, das ich vom Autor gelesen habe, nachdem ich vom Roman „Vor dem Fest“ schier begeistert war. Seit „Vor dem Fest“ bin ich der Schreibe von Saša Stanišić verfallen und habe alles von ihm gelesen, auch die Kinderbücher (incl. dem Pixi-Buch „Ava auf einem Bein“ - Pixi-Serie 295) Zurück zum „Fallensteller“ - 12 Geschichten mit Komik, Tiefsinn und Poesie geschrieben. Wir lernen Georg Horvath kennen, der auch im neuesten Buch „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguß nach vorne“ eine Rolle spielt - wenn auch eine ganz andere. Hier im Fallensteller sitzt er in einem Flugzeug neben einem Asiaten und ist verstimmt, daran kann auch der „Inflight-Riesling“ nichts ändern. Die Geschichte „Fallensteller“ führt uns zurück nach Fürstenfelde in die Uckermark, wo auch „Vor dem Fest“ verankert ist. Der Protagonist wird von einem Wildschwein geduzt. ;) In der Erzählung „Die immens schönen tragischen blöden glückseligen deutschen Flüsse“ (alleine schon dieser Titel!) lernen wir Mo kennen, der nur wegen seiner Verliebtheit in einem grünen Kleid und und mit „unendlich viel mehr Haar als Mo und die meisten Aktivisten zusammen“ auf einem Boot mit Menschenrechtsaktivisten auf dem Rhein landet. (Nur am Rande: Auch Mo verläuft sich ins neue Buch des Autors) Die Erzählung „Im Ferienlager im Wald“ lieferte die Grundlage für Stanišićs Jugendbuch „Wolf“. Die Mutter schickt den Protagonisten in ein Ferienlager, da sie schon ohne ihn Pläne gemacht hat. „Mutter kann ohne mich um sich jünger sein, als mit mir um sich.“ Alles im allem hat jede Geschichte hier seinen Reiz, jeder Protagonist wächst einem ans Herz, macht einen fröhlich, traurig, nachdenklich. Der Autor spielt mit den Worten, vergegenständlicht die Menschen oder vermenschlicht die Gegenstände. Er spielt mit der deutschen Sprache wie kein anderer. Gleichzeitig fließt immer etwas Persönliches mit in seine Texte. Für mich jedesmal ein Hochgenuß mit Witz und Verstand. Dieses Buch verläßt man mit einem Lächeln auf dem Gesicht und vielleicht auch mit Lachtränen in den Augen und dem Gefühl, die Zeit des Lesens war gut verbrachte Lebenszeit!

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