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Profilbild von Britta Schatz Britta Schatz Buchhandlung: Mayersche Bünde
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Meine letzte Rezension Yellowface von Rebecca F. Kuang
In diesem Roman geht es um die Frage von Urheberrecht, kulturelle Aneignung und welchen Einfluß die Verlagsbranche nehmen kann um einen potentiell guten Roman und Autorin dahingehend zu beeinflussen und zu manipulieren damit die Abverkaufszahlen stimmen. Die Geschichte ist aus der Sicht von June Hayward geschrieben. Sie ist eine mittelmäßige Autorin, die nach ihrem Debütromen kein weiters nennenswertes Werk geschrieben hat. Anders verhält es sich mit ihrer Freundin Athena. Athena hat all das was June nicht hat: Erfolg, Geld und das schillernde Leben was June sich auch wünscht. Nachdem Athena verstirbt findet June ein Manuskript, an dem sie gearbeitet hat. June nimmt es an sich, überarbeitet es und bietet es einem Verlag an. Das Buch wird ein Bestseller. Allerdings gibt es auch Zweifler und das Unglück nimmt seinen Lauf. Diesen Teil der Geschichte fand ich recht spannend. Ich habe mich gefragt wie June aus der Anschuldigung, daß sie die Idee zum Buch 'Die letzte Front' nicht selber hatte, sondern sie von Athena gestohlen hat, 'heraus' kam. Durch ihr beharrliches Schweigen und die manipulative Einflußnahme ihres Verlags verstrickt sie sich immer weiter in ein Lügengewebe aus das es keinen Ausweg mehr gibt. Sie entwickelt sich zur Antiheldin, die sich immer mehr vor uns, ihren Lesern, rechtfertigt und um Zustimmung bettelt. Mir hat das Buch bis dahin auch gut gefallen. Ab der Hälfte, nachdem der erste 'Shitstorm' überstanden war kommen weitere Handlungsstränge dazu: unter anderem die Frage wie mache ich weiter und wie komme ich aus dem Lügen wieder heraus. Das fand ich dann etwas anstrengend. Als Leser habe ich dann öfters gedacht 'was denn noch' und 'jetzt reicht es mir, cut'. June ist eine Antiheldin, aber im Gegensatz zum Tom Ripley von Patricia Highsmith bleibt sie dem Leser distanziert. Sie hat leider nicht die Verführungskraft, sondern rechtfertigt sich nur und will vom Leser Absolution. Dies fiel mir recht schwer, da sie im Grunde von Anfang an hätte sagen können, daß sie mit Athena zusammen an diesem Projekt gearbeitet hätte. Mir ist auch klar daß diese einfache Lösung kein Buch ergeben hätte. Gut gefallen hat mir der Einblick in die Verlags- und Autoren Welt. Das es sich hier um eine harte Branche handelt wird seht gut aufgezeigt. Wichtig und zum Nachdenken war auch die Frage der kulturellen Aneignung. Was ich beim Lesen sehr anstrengend fand war das gendern.
ab 23,99 €
Yellowface
4/5
4/5

Yellowface

In diesem Roman geht es um die Frage von Urheberrecht, kulturelle Aneignung und welchen Einfluß die Verlagsbranche nehmen kann um einen potentiell guten Roman und Autorin dahingehend zu beeinflussen und zu manipulieren damit die Abverkaufszahlen stimmen. Die Geschichte ist aus der Sicht von June Hayward geschrieben. Sie ist eine mittelmäßige Autorin, die nach ihrem Debütromen kein weiters nennenswertes Werk geschrieben hat. Anders verhält es sich mit ihrer Freundin Athena. Athena hat all das was June nicht hat: Erfolg, Geld und das schillernde Leben was June sich auch wünscht. Nachdem Athena verstirbt findet June ein Manuskript, an dem sie gearbeitet hat. June nimmt es an sich, überarbeitet es und bietet es einem Verlag an. Das Buch wird ein Bestseller. Allerdings gibt es auch Zweifler und das Unglück nimmt seinen Lauf. Diesen Teil der Geschichte fand ich recht spannend. Ich habe mich gefragt wie June aus der Anschuldigung, daß sie die Idee zum Buch 'Die letzte Front' nicht selber hatte, sondern sie von Athena gestohlen hat, 'heraus' kam. Durch ihr beharrliches Schweigen und die manipulative Einflußnahme ihres Verlags verstrickt sie sich immer weiter in ein Lügengewebe aus das es keinen Ausweg mehr gibt. Sie entwickelt sich zur Antiheldin, die sich immer mehr vor uns, ihren Lesern, rechtfertigt und um Zustimmung bettelt. Mir hat das Buch bis dahin auch gut gefallen. Ab der Hälfte, nachdem der erste 'Shitstorm' überstanden war kommen weitere Handlungsstränge dazu: unter anderem die Frage wie mache ich weiter und wie komme ich aus dem Lügen wieder heraus. Das fand ich dann etwas anstrengend. Als Leser habe ich dann öfters gedacht 'was denn noch' und 'jetzt reicht es mir, cut'. June ist eine Antiheldin, aber im Gegensatz zum Tom Ripley von Patricia Highsmith bleibt sie dem Leser distanziert. Sie hat leider nicht die Verführungskraft, sondern rechtfertigt sich nur und will vom Leser Absolution. Dies fiel mir recht schwer, da sie im Grunde von Anfang an hätte sagen können, daß sie mit Athena zusammen an diesem Projekt gearbeitet hätte. Mir ist auch klar daß diese einfache Lösung kein Buch ergeben hätte. Gut gefallen hat mir der Einblick in die Verlags- und Autoren Welt. Das es sich hier um eine harte Branche handelt wird seht gut aufgezeigt. Wichtig und zum Nachdenken war auch die Frage der kulturellen Aneignung. Was ich beim Lesen sehr anstrengend fand war das gendern.

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