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Britta Schatz Buchhandlung: Thalia Mayersche Bünde
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Meine letzte Rezension Der Fjord von Sarah Goodwin
Vor einem Jahr verschwand Amelias Schwester Rose spurlos auf einer rauschenden drei Tages Feier des Milliardärs Lawrence Fowley. Amelia gelingt es sich auf der jährlich stattfindenden Feier einzuschleusen, ist sie doch die aktuelle Freundin von Ford Fowley. Was sie dort erlebt ist nicht nur ein rauschendes Fest auf dem alles möglich scheint, sondern auch eine Familie die ihre eigene Agenda verfolgt. Dieser Thriller ist wirklich spannend geschrieben. Am Anfang fand ich ihn etwas unglaubwürdig und in der Mitte hatte ich die Befürchtung eine 'Enemies to Lovers' Geschichte zu lesen, aber das Gegenteil ist der Fall. So viele Wendungen in einem Buch habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
ab 9,99 €
Produktbild Der Fjord
4/5
  • Britta Schatz
  • Buchhändler/-in

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4/5

Der Fjord

Vor einem Jahr verschwand Amelias Schwester Rose spurlos auf einer rauschenden drei Tages Feier des Milliardärs Lawrence Fowley. Amelia gelingt es sich auf der jährlich stattfindenden Feier einzuschleusen, ist sie doch die aktuelle Freundin von Ford Fowley. Was sie dort erlebt ist nicht nur ein rauschendes Fest auf dem alles möglich scheint, sondern auch eine Familie die ihre eigene Agenda verfolgt. Dieser Thriller ist wirklich spannend geschrieben. Am Anfang fand ich ihn etwas unglaubwürdig und in der Mitte hatte ich die Befürchtung eine 'Enemies to Lovers' Geschichte zu lesen, aber das Gegenteil ist der Fall. So viele Wendungen in einem Buch habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Lügen über meine Mutter
    • Britta Schatz
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    5/5

    Lügen über meine Mutter

    Eins Vorweg: auch beim dritten Mal lesen rege ich mich immer noch über die Ungerechtigkeit und das Benehmen des Vaters auf. So gut ist das Buch. Im Moment mein absolutes Lieblingsbuch. In diesem autofiktionalen Werk schreibt Daniela Dröscher über vier Jahre ihrer Kindheit die sehr prägend und prägnant sind. Die Kindheit von Ela wird geprägt durch einen Vater der der Mutter ständig die Schuld an seinem nicht vorhandenem gesellschaftlichen Aufstieg gibt. In seinen Augen bleibt dieser ihm verwehrt, da er keine vorzeigbare Frau hat. Denn Elas Mutter ist dick. In seinen Augen zu dick. Allerdings hat sie ein großes Herz und kümmert sich aufopfernd um ihre Familie. Diese Frau, die manchmal auch Ela gegenüber kalt und abweisend sein kann, geht mutig ihren Weg. Sie erträgt erst stoisch, dann streitbar die Demütigungen ihres Mannes, bevor sie den Mut aufbringt dem Käfig endgültig zu entfliehen. Es ist aber auch die Geschichte einer Kindheit in den 80er Jahren. Vieles war auch Teil meiner Kindheit z.B. Bazooka Kaugummis, das Kinderprogramm etc. dadurch hat mich der Roman noch mehr angesprochen. Dröscher schreibt zwar über eine toxische Familienkonstellation, aber da sie es durch die Augen ihres kindlichen Alter Egos betrachtet, hat der Leser immer noch eine gewisse Leichtigkeit und kindliche Sicht auf die Dinge. Vieles, was uns heute als Selbstverständlich scheint, war Anfang der 80er noch relativ neu, z.B. durfte die Frau erst 1977 einen Arbeitsvertrag ohne die Zustimmung ihres Mannes unterschreiben. Was die Lügen über die Mutter sind, bleibt frei interpretierbar. Im allerersten Gepräch mit der Mutter bekommen wir allerdings eine recht gute Antwort auf diese Frage.

  • Produktbild Wir leben hier, seit wir geboren sind
    • Britta Schatz
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    5/5

    Wir leben hier, seit wir geboren sind

    Ein unglaublich tolles Erstlingswerk das meiner Meinung nach nicht genug Beachtung gefunden hat. Eine sprachliche Naturgewalt. Ein abgeschiedenes Dorf, fast schon aus der Zeit gefallen, gefangen in alten Traditionen und Denkweisen. Durch die Ankunft eines Fremden wird ein nicht umkehrbarer Kataklysmus in Gang gesetzt der das Dorfleben für immer verändert. Ein geheimnisvoller Mann erscheint in einem Dorf und beginnt Steine umzudrehen, beobachtet wird er von fünf Mädchen. Schnell wird klar, dass Georg, der Fremde, für die Inhaber des Steinbruchs arbeitet, der die Haupteinnahmequelle des Dorfes ist. Bei Besichtigung des Steinbruchs kommt es zu einem Unglück für das Georg als Sündenbock herhalten soll. Auch als eines der Mädchen tot aufgefunden wird, gibt man schnell ihm die Schuld. Mich hat dieser Roman sehr berührt. Der Schreibstil selbst ist eine literarische Naturgewalt. Jedes Wort und jeder Satz hat Gewicht und steht an der richtigen Stelle. Teilweise fand ich es thematisch schwer zu ertragen, vor allem das Erntefest und die Gewalt der Väter war hart und roh. Interessant und überraschend fand ich einen Perspektivwechsel. Jeder der das Buch gelesen hat weiß welchen ich meine. Wenn man ein aufmersamer Leser ist, gerne interpretiert und zwischen den Zeilen liest, hält man ein wundervolles Buch in der Hand. Jeder, der eher ein literarisches, nicht allzu dickes, Schwergewicht sucht, hält ein wundervolles Buch in der Hand. Jeder, der in einem Buchclub ist und mal wieder diskutieren möchte bis der Arzt kommt, hält ein wundervolles Buch in der Hand. Das ich dieses Buch auch noch gerne allen Lehrern für LK Deutsch empfehlen möchte versteht sich von selbst.

  • Produktbild Wir haben schon immer im Schloss gelebt
    • Britta Schatz
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    5/5

    Wir haben schon immer im Schloss gelebt

    Die Schwestern Constance und Mary Kathrine - Merricat- Blackwood leben zusammen mit ihrem Onkel Julian ein einsames Leben in ihrem elterlichen Haus. Eine Familientragödie hat sie zu Außenseitern gemacht, wurde Constance doch verdächtigt ihre Eltern, Tante und Bruder vergiftet zu haben. Obwohl sie freigesprochen wurde, werden die Schwestern auch sechs Jahre danach immer noch wie Aussätzige behandelt. Sie konnten sich aber eine eigene funktionierende, doch fragile Welt aufbauen in der sie zurecht kommen und nur in Ruhe gelassen werden möchten. Als ihr Cousin Charles auftaucht bekommt die Geschichte eine beklemmende Wendung. Können die Schwestern sich gegen ein feindliches Dorf behaupten und was ist tatsächlich in jener verhängnisvollen Nacht passiert? Auch wenn das Buch schon in den 1960er Jahren erschienen ist, hat es nichts an Aktualität eingebüßt. Ein wirklich verstörendes Buch. Absolut lesenswert.

    • Wir haben schon immer im Schloss gelebt
    • Shirley Jackson
    • ab 5,99 €
  • Produktbild Eine Frage des Formats
    • Britta Schatz
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    5/5

    Eine Frage des Formats

    Lea Singer hat einen sehr humorvollen, feinsinnigen Roman geschrieben. Die beiden Hauptcharaktere könnten nicht gegensätzlicher sein: die Queen, Großmutter der Nation, sitzt Lucian Freud, Enkel des berühmten Sigmund Freud, Modell. Ein weiteres Portrait soll entstehen. Auf der einen Seite der Staffelei Lucian Freud, enfant terrible der Kunstnation, ein Mann der wie eine Naturgewalt daherkommt, seine Gefühle auslebt und seine Modelle am liebsten nackt malt; auf der anderen Seite die 'alte Dame', wie die Queen hier tituliert wird, sehr feinsinnig und kontrolliert, aber mit einem scharfen Verstand. Freud will sie 'knacken', will dass sie Emotionen zeigt, sich ihm öffnet. Doch wer 'knackt' am Ende wen? Es entsteht ein wunderbar humorvoller und feinsinniger Schlagabtausch. Die Geschichte basiert auf Tatsachen. Das Bild gibt es wirklich. Schön ist es nicht, wer genau hinschaut kann nicht nur die Gesichtszüge der Queen erkennen sondern auch etwas von Lucian Freud darin finden. Das Ende habe ich geliebt auch wenn es reine Fiktion ist, oder doch nicht?

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