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Christina Zimmer Buchhandlung: Thalia Poertgen-Herder
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Meine letzte Rezension Widdersehen von Leonie Swann
Nach Glennkill (eins meiner Lieblingsbücher!) und Garou (fand ich als zweiten Teil nicht ganz so gelungen) endlich ein neuer Schafskrimi von Leonie Swann. Und der hat mich wieder voll überzeugt! Swann schafft es die humorige Krimihandlung in eine wunderbare Sprache zu gießen. Die Bilder, die sie findet, sind oft unerwartet und öffnen einem die Augen und das Herz. Die Komik entsteht meist dadurch, dass die Schafe die menschlichen Handlungsweisen nicht so ganz verstehen. Und dann hinterfragt man als Leserin diese Handlungen oder Betrachtungsweisen ebenfalls. Unbedingt lesen und vielleicht die Verfilmung des ersten Teils "Glennkill" im Kino anschauen!
ab 25,00 €
Produktbild Widdersehen
5/5
  • Christina Zimmer
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5/5

Widdersehen

Nach Glennkill (eins meiner Lieblingsbücher!) und Garou (fand ich als zweiten Teil nicht ganz so gelungen) endlich ein neuer Schafskrimi von Leonie Swann. Und der hat mich wieder voll überzeugt! Swann schafft es die humorige Krimihandlung in eine wunderbare Sprache zu gießen. Die Bilder, die sie findet, sind oft unerwartet und öffnen einem die Augen und das Herz. Die Komik entsteht meist dadurch, dass die Schafe die menschlichen Handlungsweisen nicht so ganz verstehen. Und dann hinterfragt man als Leserin diese Handlungen oder Betrachtungsweisen ebenfalls. Unbedingt lesen und vielleicht die Verfilmung des ersten Teils "Glennkill" im Kino anschauen!

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Beklaute Frauen
    • Christina Zimmer
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    5/5

    Beklaute Frauen

    Ich weiß noch, wie stolz ich als Heranwachsende war, als ich auf die Frage: "Wer hat die Doppelhelixstruktur der DNS entdeckt?" mit "Watson/Crick" antworten konnte. Auch nach der Lektüre diese Buches geistern mir die Namen, die ich seit vierzig Jahren kenne, noch immer im Kopf herum. Obwohl ich jetzt weiß, dass die korrekte Antwort "Rosalind Franklin!" heißen muss. Watson und Crick haben sich Franklins Wissen geschickt angeeignet (geklaut) und unter ihren eigenen Namen veröffentlicht. Das Buch listet viele solcher Fälle auf. Die Namen der männlichen Veröffentlicher sind uns allen geläufig, auch wenn tatsächlich Frauen die ganze oder hauptsächliche Arbeit geleistet haben. Jede/r sollte dieses Buch lesen, am besten schon in der Schule, damit der nächsten Generation bei der Frage "Wer schrieb die Dreigroschenoper?" fest im Kopf verankert ist: "Elisabeth Hauptmann, natürlich!"

  • Produktbild Eva
    • Christina Zimmer
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    4/5

    Eva

    Cat Bohannon beschreibt die Entstehung des heutigen menschlichen (weiblichen) Körpers anhand von verschiedenen weiblichen Vorfahrinnen. Sie verdeutlicht, wie unterschiedlich der weibliche und der männliche Körper im Laufe der Evolution sein mußten, damit wir als Spezies überleben konnten. Was ihre Beschreibung so lebendig macht, sind unter anderem auch die zahlreichen Anekdoten aus dem Tierreich (z.B. die Ammenhaiembryonen, die im Mutterleib "frei" zwischen den zwei Gebärmüttern hin und her schwimmen, um dort ihre Geschwister zu verspeisen). Und wir lernen, dass die Entwicklung zum Menschen nur einer unter vielen möglichen Wegen der Natur ist. Der weibliche Körper war für diese Entwicklung immer ausschlaggebend. Nur wurde das leider lange Zeit in der Forschung nicht so gesehen. Meist war und ist der männliche Körper das Standardmodell bei Medikamenten- oder Crashtests. Mittlerweise weiß man aber, dass weibliche Körper z.B. anders auf Medikamente reagieren oder andere Belastungen aushalten. Dieses Buch hat mir viele Einsichten, Verbindungen und Erklärungen geliefert, um mein Frausein und mein Menschsein einzuordnen. Wieder einmal ein Sachbuch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe, weil es in jedem Kapitel überraschende Neuigkeiten liefert. Lesenswert!

  • Produktbild Warum hängt daran dein Herz?
    • Christina Zimmer
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    5/5

    Warum hängt daran dein Herz?

    Krieg endet nicht mit dem Waffenstillstand, er frisst sich in die Seelen der Menschen und bestimmt noch den Alltag der Nachgeborenen. Annette und Hauke Goos geben den Kriegserinnerungen und den Erinnerungsstücken der Kriegskinder einen wertschätzenden Platz. Das Buch zeigt diese Erinnerungsstücke in ihrer Wertigkeit, nicht nur durch die professionellen Fotos von Dmitrij Leltschuk, sondern auch durch den Platz, den die Bilder und Erinnerungserzählungen von Kriegserlebnissen und deren Auswirkungen auf die Familien in der Nachkriegszeit bis heute hier einnehmen. Daneben finden sich auch Erinnerungsfotos aus Privatbesitz, die in den breiten Randstreifen die ästhetische Wirkung des Bildbandes unterstreichen. Die Lektüre dieses Buches kann ein Anlass sein, mit den eigenen Eltern oder Großeltern ins Gespräch zu kommen, bevor es zu spät ist. Absolut empfehlenswert!

  • Produktbild Ich bin meine eigene Frau
    • Christina Zimmer
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    5/5

    Ich bin meine eigene Frau

    Eines der schönsten Bücher, das ich seit langer Zeit gelesen habe! Biografische Notizen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre. Mit den Schrecken der Kaiser- und Nazi- und DDR-Zeit. Im Grundton aber immer positiv, lebensfroh und lebensbejahend Dabei hat Charlotte von Mahlsdorf es als "weibliches Wesen in einem männlichen Körper" in keiner der Zeiten einfach; sie hat aber das Glück, immer einige Menschen in ihrem Umfeld zu haben, die sie so akzeptieren, wie sie ist. In jungen Jahren entwickelt sie eine Liebe zur Gründerzeit und deren Möbeln, und sammelt schon in der Kindheit und auch in Kriegsjahren einen immensen Fundus an, der der Grundstock zu ihrem Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf wird. Ein Lebensbericht, der so prallvoll an Erlebnissen ist! Wäre es ein Roman, würde man sagen, es ist so viel hineingepackt, dass es unglaubwürdig wird. Charlotte von Mahlsdorf ist mir seit den 1990er Jahren vertraut, über den Begriff trans habe ich damals aber noch nicht viel gewußt oder nachgedacht. Gottseidank werden trans Personen heutzutage immer sichtbarer. Der Mut und die Selbstverständlichkeit mit der Charlotte von Mahlsdorf ihr Leben gelebt hat und davon erzählt, kann vielen Menschen Vorbild sein.

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