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Z. Glaw Buchhandlung: Thalia Flensburg
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Meine letzte Rezension Wild wuchern von Katharina Köller
"Wild wuchern" schubst einen mitten ins Herz einer spannungsgeladenen Begegnung: Marie, geflüchtet aus Wien, trifft auf ihre wortkarge Cousine Johanna, die seit Jahren als Eremitin in den Tiroler Bergen lebt. Was ist passiert? Man weiß es nicht genau – und doch spürt man die Angst, die Rauheit und eine unterschwellige Auflehnung trotz Zweifel. Alles vibriert: Angst, Wut, Schmerz. Köller schildert eine Seelenlandschaft im alpinen Kammerspiel, wo die Natur die Frauen bis an ihre Ränder treibt. Die Cousine gilt als „die Wilde“, doch schnell wird klar: Das Wilde ist in uns allen. Und es muss raus. "Wild wuchern" ist ein Roman, in dem Sprache und Stille zusammenstoßen.
ab 22,00 €
Produktbild Wild wuchern
5/5
  • Z. Glaw
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5/5

Wild wuchern

"Wild wuchern" schubst einen mitten ins Herz einer spannungsgeladenen Begegnung: Marie, geflüchtet aus Wien, trifft auf ihre wortkarge Cousine Johanna, die seit Jahren als Eremitin in den Tiroler Bergen lebt. Was ist passiert? Man weiß es nicht genau – und doch spürt man die Angst, die Rauheit und eine unterschwellige Auflehnung trotz Zweifel. Alles vibriert: Angst, Wut, Schmerz. Köller schildert eine Seelenlandschaft im alpinen Kammerspiel, wo die Natur die Frauen bis an ihre Ränder treibt. Die Cousine gilt als „die Wilde“, doch schnell wird klar: Das Wilde ist in uns allen. Und es muss raus. "Wild wuchern" ist ein Roman, in dem Sprache und Stille zusammenstoßen.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen
    • Z. Glaw
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    5/5

    Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen

    Liebe Jorinde ist ein Brief von Mareike Fallwickl an ihre Freundin Jorinde in dem sie über Patriarchat, Rollenbildern, Mutterschaft schreibt. Sie klangt an. Uns. Eine Gesellschaft, die immer noch auf dem Boden der Ungleichberechtigung steht und es nicht wagt, diesen umzugraben, um Gerechtigkeit für alle herzustellen. Wir müssen dieses System nicht reparieren – wir müssen es verlernen. Fallwickl schreibt ehrlich, klug, schmerzhaft. Sie schreibt auf diesen wenigen Seiten tief berührend über Jungen, denen jegliche Gefühle untersagt, außer Wut, und darüber, warum wir unsere Kinder zu Menschen erziehen sollten, nicht zu Männern (oder Frauen). Sie setzt sich ein für einen Feminismus des Miteinanders, in dem wir gemeinsam ein Bewusstsein dafür aufbauen, dass wir alle Teil einer patriarchalen Gesellschaft sind und auch nur gemeinsam etwas verändern können. Ich habe dieses Buch beim Autofahren gehört und fast jeder Satz hat mich, selbst Mutter eines Sohnes mitten ins Herz getroffen. Es hat mich aufgewühlt, und wie vor allem auch ihre letzten beiden Romane ein Feuer in mir geschürt, einen Antrieb zu kämpfen für ein Welt, in der mein Kind Mensch sein kann, ohne von patriarchalen Strukturen ausgebremst zu werden.

    • Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen
    • Mareike Fallwickl
    • ab 20,00 €
  • Produktbild Stammzellen
    • Z. Glaw
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    5/5

    Stammzellen

    In „Stammzellen“ von Alina Lindermuth wird genau diese Vorstellung zur packenden Realität – und zwar in Form von Dendrosen. Pflanzenwesen, die aus menschlichen Zellen entstehen. Die Idee ist so originell, klug und eindringlich, dass sie einem lange im Kopf bleibt. „Stammzellen“ ist eine ökologische Vision, die ebenso poetisch wie beunruhigend ist. Ronja, die Protagonistin, ist von Anfang an auf der Suche. Sie such nach einem Mittel, um die Dendrosen einzudämmen, wenn nicht sogar zu heilen. Wobei von Heilung im eigentlichen Sinne nicht die Rede ist, denn die Dendrosen sind wissenschaftlich belegt keine Krankheit. Trotzdem muss Ronja sich als Medizinerin gemeinsam mit Botanikern mit ihnen und den Betroffenen befassen. Sie betrachtet die Dendrosen mit medizinischem Abstand, bis sie in ihr persönliches Umfeld eindringen. Und dann ist da Elio. Ihre Beziehung zueinander hinterlässt einen schalen Beigeschmack: unausgewogen, emotional fordernd. Aber vielleicht ist genau das auch ein Kommentar darauf, wie menschliche Beziehungen selbst in Zeiten des Umbruchs alte, toxische Muster wiederholen. „Stammzellen“ ist keine Dystopie im klassischen Sinne. Es ist ein Buch über Verantwortung, über Forschungsethik, über das Menschsein im Verhältnis zur Natur. Ein mutiger Roman, der nicht alles erklärt, aber viel hinterfragt. Und der zeigt: Wenn wir nicht hören, was die Welt uns zuflüstert, wird sie eines Tages vielleicht laut werden – mit Blättern, Wurzeln und der Wucht von etwas, das älter ist als wir.

  • Produktbild When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige,
    • Z. Glaw
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    5/5

    When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige,

    "Die Unterdrückten werden zum Träger einer himmlischen, gerechten Flamme. Sie brennt in mir, selbst jetzt. Jetzt, da ich nicht länger an die Erde gebunden bin, oder den Mann, die weiblichen Pflichten, den Schmerz einer Frau. Ich bereue nichts." Kelly Barnhill legt mit When Women Were Dragons einen ungewöhnlichen, fast schon radikalen Roman vor, der sich zwischen Fanatsy, Coming-of-Age und gesellschaftlicher Parabel bewegt . 1955 kommt es zu einem kollektiven Ereignis, das als „Mass Dragoning“ in die Geschichte eingeht: Frauen beginnen sich zu verwandeln. In Drachen. In mächtige, freie, furchtlose Wesen – und anschließend verschwindet dieses Ereignis aus der öffentlichen Erinnerung: "Ich war vier Jahre alt, als ich das erste Mal eine Drachin sah, als ich erstmals lernte, über Drachinnen zu scheigen. Vielleicht lernen wir so die Bedeutung des Schweigens - ein Fehlen von Worten, ein Fehlen von Zusammenhängen: ein Loch im Universum, wo die Wahrheit sein sollte." Es wird geschwiegen. Im Zentrum steht ein junges Mädchen, Alex, das beginnt, die Risse in diesem kollektiven Schweigen zu spüren. Der Roman verhandelt auf kluge Weise, was es heißt, weiblich zu sein in einer Gesellschaft, die Enge produziert. Es geht um weibliche Wut. Um Rache. Um die Schönheit in der Stärke, die in Scham gepresst wurde. Um die generationsübergreifende Solidarität unter Frauen, die erst dann wirklich ermöglicht ist, wenn das Schweigen aufgebrochen wird. Und es geht darum, was passiert, wenn wir uns endlich selbst Raum zugstehen, Platz einnehmen – in der Welt, in der Geschichte, im eigenen Leben. Die Drachinnen stehen dabei für mehr als nur Wut oder Befreiung: Sie könnten die Welt anzünden, wütende Rache nehmen an den wiederfahrenen Ungerechtigkeiten, aber sie tun es nicht. Sie bauen auf Schwesternschaft, auf Solidarität, helfen, bauen auf, versorgen. Sie sind eine radikale Vision von weiblicher Selbstermächtigung, die zugleich erschreckend und wunderschön ist. Barnhill schafft es, Scham, Schweigen, Wut und Stärke in eine bildhafte Sprache zu übersetzen, die lange nachwirkt. Das Buch ist ein literarisches Experiment – und ein emotionales. Und es fragt uns, wie wir mit dem umgehen, was scheinbar größer ist als wir selbst: mit Veränderung, mit Erinnerung, mit Macht.

    • When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige,
    • Kelly Barnhill
    • ab 26,00 €
  • Produktbild Die Nichtswürdigen
    • Z. Glaw
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    5/5

    Die Nichtswürdigen

    Agustina Bazterrica liefert mit Die Nichtswürdigen einen eindringlichen, schonungslosen Roman, der unter die Haut geht. In einer Welt, die nach einer Klimakatastrophe ins Chaos gestürzt ist, kämpft eine junge Frau ums Überleben – und um ihre Menschlichkeit. Der Schauplatz ist ein ehemaliges Kloster, das nun als eine Art Schutzraum dient. Doch schnell wird klar, dass es hier keine Sicherheit gibt, sondern nur Gewalt, Machtmissbrauch und das Gesetz der Stärkeren. Bazterrica beschreibt diese dystopische Welt mit einer Präzision, die fesselt und verstört zugleich. Die karge, oft nüchterne Sprache verstärkt das Gefühl der Ausweglosigkeit – und macht den Roman umso eindringlicher. Die namenlose Protagonistin wirkt zu Beginn beinahe teilnahmslos, was ihre Erlebnisse nur noch bedrückender macht. Sie ist nicht die typische Heldin, die sich auflehnt – sie überlebt, passt sich an, beobachtet. Doch gerade dadurch entfaltet sich die eigentliche Frage des Romans: Wann wird Anpassung zur Mittäterschaft? Wann verliert ein Mensch seine letzten moralischen Grenzen? Die Nichtswürdigen ist keine leichte Lektüre. Es ist ein Roman, der schockiert, nachdenklich macht und in seiner schonungslosen Ehrlichkeit fasziniert. Bazterrica zeigt die Abgründe der menschlichen Natur und zwingt uns, über unsere eigene Rolle in einem System nachzudenken, das gnadenlos ist. Wer dystopische Literatur mit Tiefgang mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. (Wer The Handmaid‘s Tail, mochte, wird die Nichtswürdigen lieben.)

  • Produktbild Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
    • Z. Glaw
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    4/5

    Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen

    Emma Southon liefert mit Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen eine mitreißende, klug erzählte und überfällige Ergänzung zur klassischen Geschichtsschreibung. Statt sich auf die immer gleichen Männerfiguren der Antike zu konzentrieren, richtet sie den Blick auf Frauen*, die das römische Reich auf ihre Weise geprägt haben – oft übersehen, selten dokumentiert, aber dennoch entscheidend. Besonders beeindruckend ist Southons Ton: Erfrischend, humorvoll und dabei stets fundiert, schafft sie es, Geschichte greifbar zu machen. Sie nimmt ihre Leser*innen mit in eine Welt, in der Frauen nicht bloß Randfiguren oder Fußnoten sind, sondern Akteurinnen, die in einer männlich dominierten Gesellschaft überlebten, Einfluss nahmen und Widerstände überwanden. Die Auswahl der porträtierten Frauen ist dabei ebenso vielfältig wie aufschlussreich. Von Kaiserinnen und Unternehmerinnen bis hin zu Sklavinnen und Sexarbeiterinnen – Southon zeigt, dass Frauen* in der Antike nicht nur passive Begleiterinnen waren, sondern oft mehr Macht hatten, als die überlieferten Quellen es vermuten lassen. Gerade weil wir so wenig über das Leben von Frauen in der Antike wissen, da die Geschichte fast ausschließlich aus einer maskulinen Perspektive erzählt wurde, ist ein Buch wie dieses umso wichtiger. Es rückt nicht nur vergessene Biografien ins Licht, sondern fordert auch dazu auf, unser Verständnis von Geschichte zu hinterfragen. Wer Geschichte nicht nur aus der Perspektive der Sieger und Feldherren betrachten will, sondern auch die oft übersehenen Frauen* der Antike kennenlernen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    • Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
    • Emma Southon
    • ab 28,00 €

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