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Produktbild: Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen

Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen Von der Autorin des Bestsellers »Die Wut, die bleibt«

18

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12850

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

12,4/18,9/1,2 cm

Gewicht

152 g

Farbe

Zitronengelb / Lavendel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-42-9

Beschreibung

Rezension

»Ein nachdenklicher, hoffnungsvoller Text. Ein großer Wurf!« Franziska Schutzbach

Produktdetails

Verkaufsrang

12850

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

12,4/18,9/1,2 cm

Gewicht

152 g

Farbe

Zitronengelb / Lavendel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-42-9

Herstelleradresse

Kjona Verlag
Zweibrückenstraße 3
80331 München
DE

Email: hello@kjona.eco

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  • SternchenBlau

    5/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Luft zum Atmen

    Ein schmales Bändchen, mit 89 Minuten als Hörbuch hat es quasi nur die Länge eines kurzen Spielfilms – und doch legt Mareike Fallwickl ein gewichtiges Werk vor, das zwischen Essay und Brief hin und her changiert. Briefe finde ich meist eine merkwürdige Form, hier klappt das aber wirklich gut. Jorinde, die Adressatin, ist Regisseurin, für dessen Theaterstück #motherfuckinghod schrieb Fallwickl den Text. Je länger ich Fallwickl Autorinnenlesung lauscht, umso mehr wurde „Jorinde“ zu einem kollektiven Gegenüber, bei dem ich mich selbst abgesprochen fühlte. Es fühlt sich an, als würde ich mit Fallwickl ein Gespräch führen, darüber, wie wir zu einer feministischen Welt gelangen, gerade, weil der Backlash durch Trump und die Manosphere immer stärker alles bisher schon erreichte zu zerlegen droht. Viele Gedanken, um die Fallwickl kreist, sind für mich jetzt nicht per se neu. Sie schafft in den Zeilen allerdings so eine gelungene Verdichtung und eine Sogkraft, dass ich das Gefühl hatte, nach Hause zu kommen. Besonders berührt haben mich ihre Gedanken als Mutter eines Sohnes berührt. Die Angst, ihn auf eine Welt loszulassen, die ihm Härte vorlebt, und ihn zum (Mit)Täter machen möchte, weil Männer in dieser Welt das nunmal zu sein haben, oder zumindest nicht zu nett dürfen sie sein, damit sie nicht aussortiert werden in einer Sendung wie "Love is Blind". Und selbst, wenn sie nicht zu Tätern werden, dann schauen sie oft genug weg. Fallwickl erzählt vom Fall Pelicot und dass es Männer gab, die sich weigerten mitzumachen. Aber selbst die alarmierten nicht die Polizei. Und dann erzählt sie von der Naivität und Zuversicht in ihren Schulworkshops von der Frage, ob Frauen lieber mit Bär oder Mann allein sein möchten. Und ein etwa 13jähriger Junge antwortete, dass es doch auch ein netter Mann sein könnte, der aus dem Wald hinaus helfen würde. Und ich wünsche mir so sehr für alle jungen Männer, dass sie sich nicht von den Andrew Tates dieser Welt ihre Freiheit nehmen lassen, denn, wie Fallwickl so auf den Punkt bringt: „Ich glaube nicht an das Vakuum, das Jungs angeblich handlungsunfähig macht. Ich glaube vielmehr daran, dass das Aufbrechen patriarchaler Muster uns allen – Männern, Frauen, nichtbinären und trans Menschen – Luft zum Atmen gibt und die weltbewegende Chance, das Miteinander der Zukunft mit einer neuen Ausrichtung auf Fürsorge, Empathie und Menschlichkeit zu gestalten.“ Abschließend noch ein paar Gedanken zum Verlag, denn Kleine, unabhängige Verlage sind sooo wichtig. Kjona besteht erst seit November 2021, aber hat schon einige wirklich spannende Bücher herausgebracht. Das wundervolle Design, gedruckt wird dazu im Cradle-to-Cradle-Verfahren, fiel mir erst kürzlich wieder auf der Leipziger Buchmesse ins Augen. Schon dem Start der Reihe "Briefe an die kommenden Generationen" mit "Lieber Jonas oder Der Wunsch nach Selbstbestimmung" von Linus Giese will ich einem Band davon lesen. Nun habe ich endlich mit dem 5. Band "Liebe Jorinde". Der Essay/Brief gefiel mir so gut, dass ich die mittlerweile sechs weiteren Bände auch bald nachholen möchte. Lasst uns diese Freiheit nutzen. Fallwickls Brief gibt viele wertvolle Gedanken dazu. 5 von 5 Sternen.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur ein Miteinander!

    Feminismus! Das ist etwas für uns Frauen. Sicher! Wirklich wichtig. Wissen wir schon sehr lange. So lange wie der weibliche Kampf um die Gleichstellung geht. Und das sind schon einige Jahre. Doch irgendwie drängt sich hier der Gedanke der Stagnation auf. Und nicht nur dieser Gedanke, wenn man aufmerksam in die heutige politische Wirklichkeit blickt. Denn dieser Feminismus scheint auch eine tiefsitzende Angst hervorzubringen. Eine Angst vor dem Machtverlust beim allgegenwärtigen Patriarchat. Und diese Angst gebiert Schreckliches! Man schaue mal auf die Taten von Bolsonaro, von Trump, von Putin, von Erdogan und von Netanjahu. Dort spürt man diese Angst. Nicht direkt verbindet sich das Tun von diesen Machtinhabern mit dem Begriff Angst. Indirekt aber schon. Und auch in unseren Gefilden zeigt gerade das Vorgehen der ewig Gestrigen mit einer ihnen unliebsamen Richterin dieses antifeministische Denken. Auch in der nahen Vergangenheit zeigt der Beschuss von weiblich gelesenen Personen in der Politik dieses restriktive Denken. Man denke nur an Merkel, Baerbock, Lang, Ganserer und die vielen anderen Frauen an Schaltpositionen der Macht. Warum ist dies so? Natürlich hat die Angst vor dem Machtverlust sicher in diesem Tun einen starken Grund. Aber ist dies der Einzige? Ich bin mir hier nicht ganz so sicher. Mareike Fallwickl gibt in diesem Buch einen Gedankenanstoss zu dieser wichtigen Thematik. Diese Autorin beeindruckte mich und viele andere Leserinnen gerade mit ihren beiden Büchern „Die Wut, die bleibt“ und „Und alle so still“. Besonders beeindruckt hat mich die Wucht der Bücher, aber auch die Aktionen danach. T-Shirts mit Slogans und andere Artikel mit Gedanken, Wörtern zogen eine Aufmerksamkeit auf sich, die ich bis dahin noch nicht so nach einem Buch bemerkt hatte. Frauen wurden laut und zeigten damit etwas. Sie legten sich noch nicht hin. Noch nicht! Doch wie lange geht dieses System noch gut. Wie lange werden sich wir alle uns noch diesem System fügen. Gibt es diesen Frauen-Generalstreik bald? In Island hat dies schließlich auch funktioniert. Warum dann nicht auch hier? Auch dies wird eine Angst in diesem patriarchalen System sein? Denn sicher haben auch wichtige Köpfe in diesem Land dieses Tun, dieses Agieren bemerkt. Ob sie diesem Tun eine Wichtigkeit beigeben, weiß ich nicht. Aber wir dürfen unsere Gedanken, unseren Wunsch nicht vergessen. Wir müssen weiter aktiv sein. Wie in den Büchern auch zu bemerken war, dieser Wunsch nach einer besseren Welt verbindet nicht nur uns Frauen, sondern männliche Köpfe und Geister sind dort mit eingebunden. Denn dieses unsägliche Patriarchat schadet uns Frauen und schadet auch den Männern. Und dies sollten sie bemerken, sollten sie verstehen. Sie sollten mit uns an einem Strang ziehen!  Denn wir sollten eines nicht vergessen. Das Bestehen dieses patriarchalen Systems ist im Sinne seiner Nutznießer, nämlich so einige Köpfe in den Macht- und Schaltpositionen unserer Welt und der Dagobert Ducks unter uns. Die Anderen fördern diese Gruppe und ermöglichen in ihrem Tun ihre Macht. Und ziehen ihren Nutzen aus der bunten Warenwelt, die sich uns bietet. Ohne zu beachten unter welchen Bedingungen so manch eine Ware zu uns kommt. Wir sehen die Veränderungen in den Preisen, dies macht uns Angst. Klar. Doch warum ist dies so? Gibt es dazu reale Gründe? Oder ist das Dollarzeichen in den Augen der Grund, diese unsägliche Gier, die uns schlussendlich in den Abgrund treibt. Wollen wir in diesen Abgrund oder wollen wir uns Gedanken machen, dass es eventuell auch noch andere Wege gibt? Feministische Wege, die wir beschreiten können, zusammen mit den Männern. Denn nicht die Männer sind unsere Feinde, sondern dieses unsägliche Patriarchat, welches uns alle in seine Zügel spannt! Lest dieses Buch und feiert mit mir Mareike Fallwickl!!! 

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    03.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur ein Miteinander! Feminismu…

    Nur ein Miteinander! Feminismus! Das ist etwas für uns Frauen. Sicher! Wirklich wichtig. Wissen wir schon sehr lange. So lange wie der weibliche Kampf um die Gleichstellung geht. Und das sind schon einige Jahre. Doch irgendwie drängt sich hier der Gedanke der Stagnation auf. Und nicht nur dieser Gedanke, wenn man aufmerksam in die heutige politische Wirklichkeit blickt. Denn dieser Feminismus scheint auch eine tiefsitzende Angst hervorzubringen. Eine Angst vor dem Machtverlust beim allgegenwärtigen Patriarchat. Und diese Angst gebiert Schreckliches! Man schaue mal auf die Taten von Bolsonaro, von Trump, von Putin, von Erdogan und von Netanjahu. Dort spürt man diese Angst. Nicht direkt verbindet sich das Tun von diesen Machtinhabern mit dem Begriff Angst. Indirekt aber schon. Und auch in unseren Gefilden zeigt gerade das Vorgehen der ewig Gestrigen mit einer ihnen unliebsamen Richterin dieses antifeministische Denken. Auch in der nahen Vergangenheit zeigt der Beschuss von weiblich gelesenen Personen in der Politik dieses restriktive Denken. Man denke nur an Merkel, Baerbock, Lang, Ganserer und die vielen anderen Frauen an Schaltpositionen der Macht. Warum ist dies so? Natürlich hat die Angst vor dem Machtverlust sicher in diesem Tun einen starken Grund. Aber ist dies der Einzige? Ich bin mir hier nicht ganz so sicher. Mareike Fallwickl gibt in diesem Buch einen Gedankenanstoss zu dieser wichtigen Thematik. Diese Autorin beeindruckte mich und viele andere Leserinnen gerade mit ihren beiden Büchern „Die Wut, die bleibt“ und „Und alle so still“. Besonders beeindruckt hat mich die Wucht der Bücher, aber auch die Aktionen danach. T-Shirts mit Slogans und andere Artikel mit Gedanken, Wörtern zogen eine Aufmerksamkeit auf sich, die ich bis dahin noch nicht so nach einem Buch bemerkt hatte. Frauen wurden laut und zeigten damit etwas. Sie legten sich noch nicht hin. Noch nicht! Doch wie lange geht dieses System noch gut. Wie lange werden sich wir alle uns noch diesem System fügen. Gibt es diesen Frauen-Generalstreik bald? In Island hat dies schließlich auch funktioniert. Warum dann nicht auch hier? Auch dies wird eine Angst in diesem patriarchalen System sein? Denn sicher haben auch wichtige Köpfe in diesem Land dieses Tun, dieses Agieren bemerkt. Ob sie diesem Tun eine Wichtigkeit beigeben, weiß ich nicht. Aber wir dürfen unsere Gedanken, unseren Wunsch nicht vergessen. Wir müssen weiter aktiv sein. Wie in den Büchern auch zu bemerken war, dieser Wunsch nach einer besseren Welt verbindet nicht nur uns Frauen, sondern männliche Köpfe und Geister sind dort mit eingebunden. Denn dieses unsägliche Patriarchat schadet uns Frauen und schadet auch den Männern. Und dies sollten sie bemerken, sollten sie verstehen. Sie sollten mit uns an einem Strang ziehen! Denn wir sollten eines nicht vergessen. Das Bestehen dieses patriarchalen Systems ist im Sinne seiner Nutznießer, nämlich so einige Köpfe in den Macht- und Schaltpositionen unserer Welt und der Dagobert Ducks unter uns. Die Anderen fördern diese Gruppe und ermöglichen in ihrem Tun ihre Macht. Und ziehen ihren Nutzen aus der bunten Warenwelt, die sich uns bietet. Ohne zu beachten unter welchen Bedingungen so manch eine Ware zu uns kommt. Wir sehen die Veränderungen in den Preisen, dies macht uns Angst. Klar. Doch warum ist dies so? Gibt es dazu reale Gründe? Oder ist das Dollarzeichen in den Augen der Grund, diese unsägliche Gier, die uns schlussendlich in den Abgrund treibt. Wollen wir in diesen Abgrund oder wollen wir uns Gedanken machen, dass es eventuell auch noch andere Wege gibt? Feministische Wege, die wir beschreiten können, zusammen mit den Männern. Denn nicht die Männer sind unsere Feinde, sondern dieses unsägliche Patriarchat, welches uns alle in seine Zügel spannt! Lest dieses Buch und feiert mit mir Mareike Fallwickl!!!

  • Melanie Schöllnhammer

    aus Steiermark

    5/5

    02.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen das Patriarchat, aber nicht gegen Männer

    Liebe Jorinde" von Mareike Fallwickl ist ein neues, starkes und wichtiges Werk über den Schaden, welcher das Patriarchat über die Welt bringt. (Kurz gesagt). Etwas länger ausgeführt ist dieses Buch eigentlich ein Brief an ihre Freundin über die Themen, die sie immer miteinander besprechen. Da geht es um Ungerechtigkeiten, Gewalt, Angst und natürlich Männer. Dabei ist es nie anklagend oder vorwurfsvoll. Der Autorin gelingt es sehr gut, aufzuzeigen, was es für alle Menschen bedeutet, in dieser patriachal geprägten Welt aufzuwachsen und was es für Folgen hat, wenn wir nicht endlich dagegen ankämpfen. Gemeinsam. Seite an Seite, denn nur so wird es funktionieren, schreibt sie und hat damit absolut recht. Sie zeigt auch auf, was es bedeutet, wenn Kinder mit Rollenbildern aufwachsen, die, ganz einfach zusammengefasst, daraus bestehen, dass Mädchen/Frauen von (toxischen) Jungs/Männern gerettet werden (wollen) und anhand einer schwedischen Show was es heisst, als Mann "weiblich" (aka gefühlvoll, rücksichtsvoll, verständnisvoll und empowernd) zu agieren. Was als Fazit aus diesem Buch bleibt ist, das Gefühl, dass wir nicht alleine sind in dem Schmerz und der Einsamkeit, die uns zugefügt wird, dass es (erschreckend) viele Frauen gibt, die sich wünschen ihr Mann würde sterben, damit sie frei sein können und dass sogar Väter ihre Mädchen lieber mit einem Bären im Wald sehen würden als mit einem Mann. Wie immer bei ihren Büchern wünschte ich, es wäre allgemeiner Schulstoff, es würden alle lesen dürfen/können und es sich zu Herzen nehmen. Und dann natürlich auch umsetzen Gemeinschaftlich ist das Stichwort. Dementsprechend empfehle ich es und lege ich es euch wirklich ans Herz. Verteilt es, lest es und lasst uns zusammen für eine gerechte Welt kämpfen. Noch haben wir Zeit.

  • nessabo

    5/5

    01.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich fasse mich kurz: Lesen!

    Mareike Fallwickl gehört zu den Autor*innen, deren Werke ich immer sehr vertrauensvoll lese. Und sowieso mag ich die Reihe des Kjona-Verlags gern, in welcher verschiedenste Autor*innen kurze Texte an nachfolgende Generationen schreiben. Sie sind immer von einer ergreifenden Emotionalität und Hoffnung geprägt, obwohl sie nur etwa 70 Seiten umfassen. Die Ausgabe von Fallwickl hat mir außerordentlich gut gefallen und einen sehr aktuellen Nerv getroffen. Sie richtet ihren Text zwar nicht direkt an eine nachfolgende Generation, sondern an die befreundete Regisseurin Jorinde Drüse, schafft es aber trotzdem, ihrer Hoffnung angesichts heranwachsender Menschen klar Ausdruck zu verleihen. Die Autorin schreibt nahbar, emotional komplex und einfach unglaublich wohltuend, obwohl die Hintergründe so ernst sind. Vorrangig ist der Text ein Appell an den Feminismus - um wirklich das Patriarchat stürzen zu können, müssen Männer inkludiert werden. Dabei gelingt es ihr eindrücklich, den Druck zu benennen, der auf männlich sozialisierten Menschen liegt, sowie das damit einhergehende Leid, ohne jedoch eben diese Personen von ihrer Verantwortung freizusprechen. Feminist*innen dürfen Männer nicht ausschließen, aber ebenso darf es nicht an den Marginalisierten liegen, Wandel herbeizuführen - Männer müssen Männlichkeit selbst dekonstruieren und neu gestalten. Ein Grat, den ich selbst schwer zu treffen finde, weil ich oft so wütend auf cis Männer bin, ein ganzes Geschlecht aber auch nicht pauschalisieren möchte, zumal ich Geschlecht als Kategorie so gern dekonstruiert sähe. Fallwickl mangelt es auch nicht an Wut und doch gehe ich aufgefangen aus der Lektüre heraus. Sie präsentiert uns eine Ambiguitätstoleranz, die ich oft vermisse und umso dringender suche. Sie appelliert und benennt klar, hat aber dennoch Raum für den Schmerz gerade junger Männer. Die Idee eines Feminismus des Miteinanders gefällt mir außerdem wirklich gut. Er ist, gerade als marginalisierte Person, aus vielerlei Gründen wahrscheinlich hart zu erkämpfen, aber ich stimme der Autorin klar zu insofern, dass das unsere beste Chance auf echte Veränderung ist: gemeinsam statt gegeneinander. Eine wundervolle Autorin, deren Text mir gut getan und mich wütend gemacht hat, der aber zumindest ein wenig auch zu meiner Versöhnung mit cis Männern beitragen konnte. Lest es unbedingt als einen Impuls, der euch vielleicht fordern, aber bestimmt auch weiterbringen wird.

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  • Zum Bewerterprofil von Amy P.

    Amy P.

    Thalia Bonn

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Männer müssen weinen

    Einfühlsam geht Mareike Fallwikl auf die realen Probleme von Männern und Jungen in unserer Welt ein, ohne sie dabei zu verurteilen oder aus der Verantwortung zu ziehen. Sie verknüpft die patriarchalen Strukturen mit den erschreckenden Gewalt – und Suizidfällen und webt ein Netz, an dem sich männlich gelesene Menschen orientieren können, um Veränderung zu schaffen. Denn: Feminismus ist nicht die Erhebung von FLINTA*, sondern eine Angleichung aller Menschen. Damit niemand unter dem Patriarchat leidet, auch nicht Männer, braucht es eben genau diese. Wir wollen Seite an Seite gehen, mit euch kämpfen. Fallwickl plädiert für den Aktivismus der Männer. “ Dadurch bringen wir uns ja selbst in Gefahr (...)” Ach was.
  • Zum Bewerterprofil von S. Ordemann

    S. Ordemann

    Thalia Bonn

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fallwickl hat mal wieder gekocht

    Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich bereits vor dem Lesen sehr hohe Erwartungen an die Literatur von Mareike Fallwickl habe. Der Autorin gelingt es trotzdem immer wieder diese zu übertreffen. Ich wünschte dieser Essay wäre länger als 70 Seiten, dennoch schafft Fallwickl es in dieser kurzen Zeit unglaublich viel zu vermitteln. Sie schreibt über ihr persönliches Erleben der Mutterschaft, über ihre Auftritte vor Publikum, die Gedanken, die sie sich über die Gesellschaft, unsere Zukunft und die ihrer Kinder macht. Sie erzählt davon wie sie Jungs mit ihrer Arbeit gegenübertritt und sie tut es mit so einer erfrischenden Leichtigkeit, dass ich am liebsten endlos weiterlesen würde. Es geht hier nicht darum Männer zu hassen, denn auch wenn jede Frau genug gerechtfertigte Gründe dafür hat, bringt uns das unserem Ziel nicht näher. Fallwickl hat hier wunderbar simpel aufgezeigt, dass der Feminismus die Unterstützung der Männer eben nun mal braucht. Denn so laut wir auch sein mögen, das Flüstern eines Mannes wird trotzdem eher gehört. Unterdrückung kann niemals durch die Unterdrückten beseitigt werden, das beschreibt sie selbst sehr passend: “Wer immer wieder gegen eine Tür aus Eisen läuft, rennt sich auf Dauer den Schädel ein.”. Der neue Feminismus des Miteinanders, wie sie ihn hier nennt, pocht auf die Zusammenarbeit Aller für eine Zukunft frei von patriarchalen Strukturen und appelliert vor allem an die Männer der kommenden Generation, denn die würden schließlich genauso davon profitieren wie wir. Das Bewusstsein für die Relevanz des Feminismus muss steigen und der Misogynie ihren Platz rauben. Genau dazu trägt Mareike Fallwickl mit jedem einzelnen ihrer Bücher bei. Der Text ist zugänglich, gut verständlich und eignet sich somit auch hervorragend für Personen, die noch nicht so oft mit dem Thema in Kontakt getreten sind. “Liebe Jorinde [...]” ist der erste Band, den ich aus der Reihe “Briefe an die kommende Generation” gelesen habe und ich kann es kaum erwarten auch den Rest zu lesen. Es ist unglaublich, was für eine inspirierende Buchreihe Kjona hier auf die Beine gestellt hat.
  • Zum Bewerterprofil von Jonas Schindhelm

    Jonas Schindhelm

    Thalia Leipzig – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das feministische Manifest

    Dieses Buch klagt nicht an, es lädt ein. In Briefform an eine Freundin geschrieben, gelingt ihr das Kunststück, komplexe Geschlechterdebatten zugänglich zu machen — ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Das Patriarchat schadet allen — Frauen wie Männern. Sie diagnostiziert ein zentrales Problem unserer Zeit: Während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Das ist keine Schuldfrage, sondern eine Strukturfrage. Relevant für alle, die verstehen wollen, warum die Geschlechterfrage nicht gelöst ist — und wie sie gelöst werden könnte.
  • Zum Bewerterprofil von Ash Hahn

    Ash Hahn

    OSIANDER Heilbronn

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministische Einstiegslektüre

    Mit persönlichen Worten, Zitaten und viel Emotion, erhalten wir einen Einblick in Mareike Fallwickls Gedanken zum Thema Feminismus. Wenn man schon tief in der Materie ist, enthält es vielleicht keine weltbewegenden neuen Erkenntnisse, aber eine Rezension, die ich gelesen habe, hat es wie folgt zusammengefasst “als Einstiegslektüre oder als Balsam für die feministische Seele” wärmstens zu empfehlen.
  • Zum Bewerterprofil von Antje Bergt

    Antje Bergt

    Thalia Berlin – Tauentzienstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Muss

    Absolutes must-have! Ohne erhobenen Zeigefinger oder belehrend zu wirken, gibt die Autorin Anregungen für einen lebbaren Feminusmus. Und sie vergisst die Jungs auf ihrem Weg nicht, was mich als Mutter eines Sohnes sehr abgeholt hat! Bitte lesen und einfach an alle weiterverschenken, die Ihr kennt!

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