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Laura M. Buchhandlung: Thalia Nürnberg
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Meine letzte Rezension Gelbe Monster von Clara Leinemann
Häusliche Gewalt, Machtmissbrauch, emotionale Erpressung und Abhängigkeit werden allesamt von der Autorin in diesem Buch behandelt, hierbei aber in der Rolle einer weiblichen Täterin. Sie schafft es, diesen Themen die nötige Aufarbeitung und Ernsthaftigkeit zu geben, gibt dem Ganzen aber trotzdem eine Leichtigkeit, die das Buch und die Protagonistin Charlie, in ihrem Wandel vorantreibt. Für Charlie sind ihre Emotionen nicht leicht zu verstehen und zu beherrschen, aber ihre Entwicklung ist besonders beeindruckend zu beobachten.
ab 22,00 €
Produktbild Gelbe Monster
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Gelbe Monster

Häusliche Gewalt, Machtmissbrauch, emotionale Erpressung und Abhängigkeit werden allesamt von der Autorin in diesem Buch behandelt, hierbei aber in der Rolle einer weiblichen Täterin. Sie schafft es, diesen Themen die nötige Aufarbeitung und Ernsthaftigkeit zu geben, gibt dem Ganzen aber trotzdem eine Leichtigkeit, die das Buch und die Protagonistin Charlie, in ihrem Wandel vorantreibt. Für Charlie sind ihre Emotionen nicht leicht zu verstehen und zu beherrschen, aber ihre Entwicklung ist besonders beeindruckend zu beobachten.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Die Unbändigen
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    5/5

    Die Unbändigen

    Ich hatte zu Beginn des Buches hohe Erwartungen und diese wurden mehr als nur übertroffen. Wir begleiten drei Frauen durch ihre drei Geschichten, denn alle teilen die gleiche Begabung, vererbt von ihren Ahninnen. Drei starke Frauen, die durch ihr Umfeld aber immer wieder einstecken müssen. Sie machen sich klein, passen sich an, doch in ihnen steckt eigentlich so viel mehr. Sie lernen, wer sie selbst eigentlich sind, was sich in ihnen verbirgt und was hinter ihrer Familiengeschichte steckt - den "Weywards", all den Frauen die vor ihnene kamen und die sie alle gepägt haben. "Weyward, die Widerspenstigen, die Unbändigen, nannten sie uns , weil wir uns nicht unterwarfen, uns nicht ihrem Willen beugten. Doch wir lernten diesen Namen mit Stolz zu tragen."

  • Produktbild Schöne Scham
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    5/5

    Schöne Scham

    Die schöne Scham: ein Gefühl, das uns alle einnimmt und sich bei jedem doch so anders bemerkbar macht. Fünf Freunde fahren übers Wochenende gemeinsam weg an die Ostsee. "Freunde" - zwei befreundete Paare und Ola. Sie passt nicht ganz rein: Sie diskutiert mit Amalias Freund Christian, sie eckt an, sie wagt sich an Grenzen heran und überschreitet sie. Aber auch die anderen tragen ihre Päckchen, lassen dies an den anderen aus und die Situation spitzt sich untereinander zu – die Luft wird immer dicker. Jeder kämpft mit sich und teilweise miteinander. Dies ist ein wunderschöner Roman, der die Tiefen in Beziehungen wie auch Freundschaften erforscht. Er präsentiert uns verschiedene Charaktere und gibt uns die Chance, diese besser kennen und verstehen zu lernen, mit all ihren Ecken und Kanten. Er weist Verletzlichkeit auf und erforscht Emotionen, die oft unangesprochen bleiben.

  • Produktbild Hotel Love
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    5/5

    Hotel Love

    Es ist das Jahr 2031. Die Männerpartei ist an der Macht. Frauen haben keinerlei Rechte mehr. Männer erstellen sich Androiden als ihre perfekten Partnerinnen. So macht es auch Roman im Hotel Love in einem einwöchigen Programm, der seiner alten Liebe Julia hinterhertrauert. Petra Piuk hat mit diesem Roman eine surreale Dystopie geschaffen, die heutzutage vielleicht doch nicht so fern ist, wie sie scheint, in Anbetracht von KI und ihren Gefahren und patriarchalen Strukturen. Stilistisch hebt sich der Roman auch sehr ab. Er ist quasi wie eine Show aufgebaut, mit Werbepausen und "Livefragen" von Zuschauern zwischendurch; auch wird man als Leser ab und zu angesprochen. Insgesamt fesselt der Roman mit seiner düsteren Satire und seiner surrealen Zukunftswelt, die einen manchmal zum Lachen oder auch zum Verzweifeln bringt.

  • Produktbild Diese Sache mit uns
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    5/5

    Diese Sache mit uns

    Was passiert mit zwei Personen, die sich lieben und menschlich perfekt zueinanderpassen würden, aber andere Zukunftsideale anstreben? Wir verfolgen Lucy und James vom Tage ihres ersten Dates bis hin zum Hier und Jetzt, wie sie sich als Paar und auch als eigene Person weiterentwickeln müssen. Lucys Zukunftsplanung ohne Kinder steht für sie fest, da ist sie sicher. James’ einstige Zustimmung verfällt, als dieser einen schlimmen Schicksalsschlag erleidet. Mit dieser neuen Erkenntnis müssen die beiden nun erwägen, welche Chance ihre Beziehung noch in der Zukunft hat, ob es sich lohnen würde, Kompromisse in Betracht zu ziehen, oder ob sie nun doch zum Scheitern verurteilt sind. Dieser Roman erzählt so nah und emotional den Konflikt und Umgang zweier Personen, die „eigentlich“ perfekt zusammen wären.

  • Produktbild Botanik des Wahnsinns
    • Laura M.
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    5/5

    Botanik des Wahnsinns

    Mit diesem Werk gelingt Engler ein komplexes Debüt mit Einblick in die menschliche Psyche. Der Erzähler springt immer wieder zwischen dem Jetzt und seiner Familienhistorie. Dabei ist für ihn immer eine Sache im Mittelpunkt: Ob er doch nicht auch vom "Wahnsinn geplagt" wird wie der Rest seiner Familie. So versucht er räumlich von diesem Wahnsinn zu fliehen, doch endet ironischerweise schließlich wieder direkt im Zentrum. Dabei studiert Psychologie und arbeitet anschließend in einer Psychiatrie. So begleiten wir den Protagonisten auf seinem Werdegang der Akzeptanz – umhüllt mit Charme, Witz und Melancholie.

  • Produktbild Yesteryear
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    5/5

    Yesteryear

    Natalie hat das perfekte Leben. Einen liebevollen Ehemann, eine idyllische Farm, von der sie schon immer geträumt hat, und ihre entzückenden Kinder. So möge man es zumindest meinen, wenn man von außen auf das inszenierte Leben der Influencerin blickt: die perfekte christliche Ehefrau, die noch traditionelle Werte vertritt und sich allein um Kinder und Haus kümmert, während ihr Mann den Acker bestellt und das Vieh versorgt. Doch hinter der bröckelnden Fassade sieht die Welt für Natalie ganz anders aus. Sie hat den Drang zur Perfektion, sie ist besessen davon, wie sie wahrgenommen wird – sowohl online als auch offline. Und ihre größte Challenge wird sie selbst, denn sie möchte nie eine Sache aufgeben, selbst wenn die Lösung ihr alle Kraft kostet. Sie ist auf der einen Seite eigentlich ziemlich ungehemmt und präsentiert sich dadurch eher unsympathisch. Trotzdem gibt es Momente, in denen man Mitleid für sie empfindet. Sie ist auf jeden Fall eine Protagonistin, die man gerne tiefer erforscht.

  • Produktbild Schwanentage
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    5/5

    Schwanentage

    Mit dem Kindermädchen Yu Ling gelang es der Autorin, einen komplexen Charakter zu gestalten. Obwohl sie vielleicht erst unscheinbar wirkt, weiß sie doch, wie sie sich durchschlagen muss, und versteckt viel mehr hinter der Fassade, als sie durchblicken lässt. Auf sich allein gestellt schafft es Yu Ling, aus sich herauszuwachsen und Verantwortung zu übernehmen, wenn alle anderen versagen. Dabei ist es auch interessant, den Bund zwischen ihr und dem siebenjährigen Sohn der Familie zu beobachten. Beide scheinen, als könnten sie nicht unterschiedlicher sein, so können sie aber auch nicht ohne einander auskommen. Sie brauchen einander als Stütze. So schuldet Yu Ling der Familie nichts; aber gibt mehr, als sie je bekam. Sie ist eine Figur, die man gerne bis zum Buchende begleitet, um ihre ganze Entwicklung zu sehen.

  • Produktbild Hello Baby
    • Laura M.
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    Hello Baby

    Der Kinderwunsch allein reicht nicht – so hat sich diese Gruppe an Frauen in der Baby-Angel-Fruchtbarkeitsklinik in Seoul kennengelernt. Es ist ein mühsames Prozedere: die endlosen Behandlungen, die Enttäuschungen und ihre teils kühlen Männer. Nichtsdestotrotz hat es diese Gruppe an Frauen geschafft, in dieser schwierigen Zeit eine Gemeinschaft aufzubauen. Sie unterstützen sich, wenn sonst niemand da ist. Doch Jeonghyo ist vor einem Jahr verschwunden, nun taucht sie wieder auf – mit Baby. Das wirft Fragen auf bei den Anderen. Kann es wirklich sein, dass sie als Älteste noch ohne Behandlung ein Baby bekommt? Insgesamt eine empfindsame Geschichte über das Mutterwerden, den darauf lastenden sozialen Druck und die weibliche Solidarität.

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