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Botanik des Wahnsinns Roman | »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

186

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

940

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/14,2/2,6 cm

Gewicht

368 g

Farbe

Champagner / Grau

Auflage

11

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0053-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

940

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,8/14,2/2,6 cm

Gewicht

368 g

Farbe

Champagner / Grau

Auflage

11

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7558-0053-8

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Es war ein weiter Weg hinaus aus der Sprachlosigkeit

TontoM aus Luxemburg am 17.06.2026

Bewertungsnummer: 3170987

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mir gefällt, wie der Erzähler Leon seine Familiengeschichte psychisch Kranker mit der Geschichte von Psychiatrie und Psychoanalyse verknüpft. Die Handlung spielt deshalb hauptsächlich in München (Kraepelin - Wegbereiter der Psychiatrie) und Wien. Leon möchte dem Schicksal seiner Familie entgehen, um nicht in der Psychiatrie zu landen. Er arbeitet dort als Psychologe und lernt die verschiedenen psychischen Erkrankungen kennen. Wie in der Botanik reicht die Klassifizierung in der Psychologie bis ins 18. Jh. zurück. Nur der Erzähler Leon, seine Freundin Ellen und die Großmutter Lotte werden im Roman namentlich genannt. Leon stammt aus einer Arbeiterfamilie und diese hat weder eine Sprache für das Erlebte noch eine Geschichte. Spannend finde ich, wie Leon der Frage nachgeht, warum es seiner Großmutter und seiner Mutter trotz mutiger Versuche nicht gelang, mit der Familientradition zu brechen. Die Männer der Familie wirken eher schwach. Symptomatisch erreicht Leon immer noch im letzten Moment Bus und Bahn, sodass er den Anschluss ans Leben nicht verpasst. Das eher triste Leben wurde in seiner Familie gelebt, nicht besprochen. Leon rettet sich, indem er seine Familiengeschichte aufschreibt und dadurch die Sprachlosigkeit verlässt. Ihm gelingt ein beeindruckende Befreiungsschlag!

Es war ein weiter Weg hinaus aus der Sprachlosigkeit

TontoM aus Luxemburg am 17.06.2026
Bewertungsnummer: 3170987
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mir gefällt, wie der Erzähler Leon seine Familiengeschichte psychisch Kranker mit der Geschichte von Psychiatrie und Psychoanalyse verknüpft. Die Handlung spielt deshalb hauptsächlich in München (Kraepelin - Wegbereiter der Psychiatrie) und Wien. Leon möchte dem Schicksal seiner Familie entgehen, um nicht in der Psychiatrie zu landen. Er arbeitet dort als Psychologe und lernt die verschiedenen psychischen Erkrankungen kennen. Wie in der Botanik reicht die Klassifizierung in der Psychologie bis ins 18. Jh. zurück. Nur der Erzähler Leon, seine Freundin Ellen und die Großmutter Lotte werden im Roman namentlich genannt. Leon stammt aus einer Arbeiterfamilie und diese hat weder eine Sprache für das Erlebte noch eine Geschichte. Spannend finde ich, wie Leon der Frage nachgeht, warum es seiner Großmutter und seiner Mutter trotz mutiger Versuche nicht gelang, mit der Familientradition zu brechen. Die Männer der Familie wirken eher schwach. Symptomatisch erreicht Leon immer noch im letzten Moment Bus und Bahn, sodass er den Anschluss ans Leben nicht verpasst. Das eher triste Leben wurde in seiner Familie gelebt, nicht besprochen. Leon rettet sich, indem er seine Familiengeschichte aufschreibt und dadurch die Sprachlosigkeit verlässt. Ihm gelingt ein beeindruckende Befreiungsschlag!

Zwischen Wahnsinn und Wahrheit – ein Buch, das mehr ist als ein Roman

maison.tania (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 21.04.2026

Bewertungsnummer: 3115585

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere Weise berührt – und ehrlich gesagt auch überrascht. Ich habe es als Hörbuch erlebt und war von Anfang an gefangen in dieser Mischung aus Tiefe, kluger Beobachtung und einer Sprache, die gleichzeitig zart und schonungslos ist. Im Kern ist es eine Familiengeschichte – aber keine „normale“. Es ist eher eine Art Spurensuche durch Generationen, geprägt von psychischen Erkrankungen, Brüchen und der großen Frage: Was nehmen wir eigentlich aus unserer Herkunft mit? Und genau das macht dieses Buch so besonders: Es bleibt nicht bei einer Geschichte stehen, sondern öffnet immer wieder neue Ebenen – persönliche Erinnerungen, psychologische Einordnungen, fast schon kleine Exkurse in die Welt der Psychiatrie. Und genau hier liegt für mich auch der kleine Wermutstropfen – allerdings wirklich nur auf ganz persönlicher Ebene: Ich hätte dieses Buch unglaublich gern gelesen statt gehört. Es ist eines dieser Bücher, in denen so viele Gedanken, Sätze und Denkanstöße stecken, die man eigentlich markieren, nachlesen, weiterdenken möchte. Denn man spürt auf jeder Seite dieses fundierte Wissen – fast, als würde in diesem Roman auch ein kleines Sachbuch mitschwingen. Beim Hören geht einem da zwangsläufig etwas verloren. Aber: Das ändert nichts daran, wie gut dieses Hörbuch gemacht ist. Die Stimme trägt die Geschichte unglaublich angenehm, schafft genau die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe und lässt einen tief eintauchen in diese oft schwere, aber nie hoffnungslose Welt. Was mich besonders beeindruckt hat, ist diese ständige Gratwanderung: zwischen Tragik und leiser Ironie, zwischen Schwere und einem fast tröstlichen Blick auf das Menschsein. Es geht um Angst – vor Vererbung, vor dem eigenen „Abgleiten“, vor dem, was in einem selbst steckt. Und gleichzeitig auch um Verständnis. Für sich selbst. Für die eigene Familie. Für all das, was uns geprägt hat. Dieses Buch ist kein klassischer Roman, den man einfach so „wegliest“. Es fordert. Es regt zum Nachdenken an. Und es bleibt. Und genau deshalb werde ich es ganz sicher nochmal lesen – diesmal mit Stift in der Hand.

Zwischen Wahnsinn und Wahrheit – ein Buch, das mehr ist als ein Roman

maison.tania (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 21.04.2026
Bewertungsnummer: 3115585
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere Weise berührt – und ehrlich gesagt auch überrascht. Ich habe es als Hörbuch erlebt und war von Anfang an gefangen in dieser Mischung aus Tiefe, kluger Beobachtung und einer Sprache, die gleichzeitig zart und schonungslos ist. Im Kern ist es eine Familiengeschichte – aber keine „normale“. Es ist eher eine Art Spurensuche durch Generationen, geprägt von psychischen Erkrankungen, Brüchen und der großen Frage: Was nehmen wir eigentlich aus unserer Herkunft mit? Und genau das macht dieses Buch so besonders: Es bleibt nicht bei einer Geschichte stehen, sondern öffnet immer wieder neue Ebenen – persönliche Erinnerungen, psychologische Einordnungen, fast schon kleine Exkurse in die Welt der Psychiatrie. Und genau hier liegt für mich auch der kleine Wermutstropfen – allerdings wirklich nur auf ganz persönlicher Ebene: Ich hätte dieses Buch unglaublich gern gelesen statt gehört. Es ist eines dieser Bücher, in denen so viele Gedanken, Sätze und Denkanstöße stecken, die man eigentlich markieren, nachlesen, weiterdenken möchte. Denn man spürt auf jeder Seite dieses fundierte Wissen – fast, als würde in diesem Roman auch ein kleines Sachbuch mitschwingen. Beim Hören geht einem da zwangsläufig etwas verloren. Aber: Das ändert nichts daran, wie gut dieses Hörbuch gemacht ist. Die Stimme trägt die Geschichte unglaublich angenehm, schafft genau die richtige Balance zwischen Distanz und Nähe und lässt einen tief eintauchen in diese oft schwere, aber nie hoffnungslose Welt. Was mich besonders beeindruckt hat, ist diese ständige Gratwanderung: zwischen Tragik und leiser Ironie, zwischen Schwere und einem fast tröstlichen Blick auf das Menschsein. Es geht um Angst – vor Vererbung, vor dem eigenen „Abgleiten“, vor dem, was in einem selbst steckt. Und gleichzeitig auch um Verständnis. Für sich selbst. Für die eigene Familie. Für all das, was uns geprägt hat. Dieses Buch ist kein klassischer Roman, den man einfach so „wegliest“. Es fordert. Es regt zum Nachdenken an. Und es bleibt. Und genau deshalb werde ich es ganz sicher nochmal lesen – diesmal mit Stift in der Hand.

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Botanik des Wahnsinns

von Leon Engler

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Meinung aus der Buchhandlung

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M. Schwartz

Thalia Homburg

Zum Portrait

5/5

Grandioser Debütroman!

Bewertet: eBook (ePUB)

Wie verarbeitet man die eigene Familiengeschichte, die von psychischen Erkrankungen und damit verbundenen Schicksalen geprägt ist? Der Protagonist in "Botanik des Wahnsinns" wählt einen eher nüchternen Weg, studiert Psychologie, beobachtet, geht in Rückschau, sucht nach Gründen und Ursachen und blickt dabei auch immer auf seine Rolle in der Familie und die Auswirkungen auf die eigene Psyche. Leon Engler hat es in seinem Debütroman geschafft, sensible Themen auf eine empathische und intelligente, nie verurteilende Art und Weise darzustellen. Das Buch hat nur wenige Dialoge, wir nehmen überwiegend an den Gedanken des Protagonisten teil, eher poetisch und symbolisch geschrieben mit Sätzen, die nachhallen und zum Nachdenken anregen. Man spürt die Stille und Machtlosigkeit, die psychische Erkrankungen hervorrufen können, aber auch die bedingungslose Akzeptanz, das Feingefühl und Verständnis. Sprachlich und inhaltlich für mich einer der besten Romane der vergangenen Jahre!
  • M. Schwartz
  • Buchhändler/-in

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Grandioser Debütroman!

Bewertet: eBook (ePUB)

Wie verarbeitet man die eigene Familiengeschichte, die von psychischen Erkrankungen und damit verbundenen Schicksalen geprägt ist? Der Protagonist in "Botanik des Wahnsinns" wählt einen eher nüchternen Weg, studiert Psychologie, beobachtet, geht in Rückschau, sucht nach Gründen und Ursachen und blickt dabei auch immer auf seine Rolle in der Familie und die Auswirkungen auf die eigene Psyche. Leon Engler hat es in seinem Debütroman geschafft, sensible Themen auf eine empathische und intelligente, nie verurteilende Art und Weise darzustellen. Das Buch hat nur wenige Dialoge, wir nehmen überwiegend an den Gedanken des Protagonisten teil, eher poetisch und symbolisch geschrieben mit Sätzen, die nachhallen und zum Nachdenken anregen. Man spürt die Stille und Machtlosigkeit, die psychische Erkrankungen hervorrufen können, aber auch die bedingungslose Akzeptanz, das Feingefühl und Verständnis. Sprachlich und inhaltlich für mich einer der besten Romane der vergangenen Jahre!

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Ulrike Zimmermann

Thalia Mayersche Köln-Mülheim

Zum Portrait

5/5

Ein wahnsinnig schöner Lesegenuß!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine verrückte Mischung aus Familiengeschichte und Einblick in die Untiefen psychiatrischer Erkrankungen. Der Erzähler versucht Licht in das Verdrängte und Verlorengegangene seiner Familie zu bringen. Einer Familie gezeichnet von psychischen Erkrankungen. Welche Spuren hinterlassen familiäre Depressionen, bipolare Störungen, Suchterkrankungen, Suizide in den folgenden Generationen? Worin unterschieden sich Patienten von denen, die helfen? In der Psychiatrie erstmal nur durch ein Namensschild ;) Leon Engler führt uns Leser leichtfüßig, manchmal schelmisch durch sein Buch. Dann wieder tiefgründig. Durch den Nachbarn, der im Buch erwähnt wird, bekommen wir Einblick in eine große Bibliothek von Büchern, die sich alle mit der „Verrücktheit“ der Menschen auseinandersetzen, ob Lyrik, tiefenpsychologische Fachliteratur oder Prosa. Doch geben alle einen Anstoß, sich tiefer in das Thema hineinzufuchsen. Wer gerne die Literatur als Hörbuch genießt, dem sei an dieser Stelle dieses gesprochen von Johannes Nussbaum ebenso ans Herz gelegt.
  • Ulrike Zimmermann
  • Buchhändler/-in

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Ein wahnsinnig schöner Lesegenuß!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine verrückte Mischung aus Familiengeschichte und Einblick in die Untiefen psychiatrischer Erkrankungen. Der Erzähler versucht Licht in das Verdrängte und Verlorengegangene seiner Familie zu bringen. Einer Familie gezeichnet von psychischen Erkrankungen. Welche Spuren hinterlassen familiäre Depressionen, bipolare Störungen, Suchterkrankungen, Suizide in den folgenden Generationen? Worin unterschieden sich Patienten von denen, die helfen? In der Psychiatrie erstmal nur durch ein Namensschild ;) Leon Engler führt uns Leser leichtfüßig, manchmal schelmisch durch sein Buch. Dann wieder tiefgründig. Durch den Nachbarn, der im Buch erwähnt wird, bekommen wir Einblick in eine große Bibliothek von Büchern, die sich alle mit der „Verrücktheit“ der Menschen auseinandersetzen, ob Lyrik, tiefenpsychologische Fachliteratur oder Prosa. Doch geben alle einen Anstoß, sich tiefer in das Thema hineinzufuchsen. Wer gerne die Literatur als Hörbuch genießt, dem sei an dieser Stelle dieses gesprochen von Johannes Nussbaum ebenso ans Herz gelegt.

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