Ullrich V: Der ruhelose Rebell - Karl Plättner 1893-1945. Eine Biographie

Ullrich V: Der ruhelose Rebell - Karl Plättner 1893-1945. Eine Biographie

Karl Plättner 1893-1945

Buch (Gebundene Ausgabe)

21,50 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2000

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

20,9/12,6/2,7 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2000

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

20,9/12,6/2,7 cm

Gewicht

400 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-46585-7

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"1. Herkunft und Milieu

Mitten in Deutschland, zwischen Saale und Harz, liegt das Mansfelder Land. Einst war es eine wirtschaftlich blühende Region. Hier wurde seit Ende des 12. Jahrhunderts Kupferschiefer abgebaut und verarbeitet. In ihren besten Zeiten versorgten die Mansfelder Gruben ganz Westeuropa mit dem begehrten Edelmetall. Noch heute ragen die Spitzkegelhalden wie Pyramiden in den Himmel - stumme Zeugnisse einer vielhundertjährigen Bergbaugeschichte, die mit der Wende von 1990 ein jähes Ende fand.
Von ihrer anstrengenden, in liegender Haltung verrichteten Tätigkeit in den niedrigen Stollen bekämen die Bergarbeiter 'nicht selten einen krummen Hals', beobachtete der Arzt und gelehrte Humanist Georgius Agricola in seiner Darstellung des Berg- und Hüttenwesens aus dem Jahre 1556. Ein krummer Hals muß nicht am aufrechten Gang hindern. Die Berg- und Hüttenleute im Mansfeldischen waren ein aufsässiges Volk, das die Botschaft der Reformation auf eigensinnige Weise deutete - an d ers jedenfalls als der Reformator selbst, der berühmte Sohn des Mansfelder Hüttenmeisters Hans Luther. Im Bauernkrieg von 1525 erfaßte die Flamme der Empörung auch das Mansfelder Revier. Vergeblich predigte Martin Luther den Bewohnern seiner Heimat Gehorsam gegenüber der Obrigkeit. 'Doktor Luther ist im mansfeldischen Lande', heißt es in einem zeitgenössischen Bericht, 'aber er kann solchen Aufruhr ... nicht wehren'. Von Mühlhausen aus richtete Thomas Müntzer, der große Gegenspieler Luthers, Ende April 1525 einen flammenden Appell an die Bergknappen im Mansfeldischen - das 'leidvollste, rasendste Revolutionsmanifest aller Zeiten', wie Ernst Bloch gemeint hat:
'Dran, dran, dyeweyl das feuer hayß ist. Lasset euer schwerth nit kalt werden, lasset nit vorlehmen!Schmidet pinkepanke auf den anbossen Nymroths, werfet ihne den thorm zu bodem! Es ist nit mugelich, weyl sie leben, das ir der menschlichen forcht soltet lehr werden, mann kan euch von Gotte nit sagen ...'"
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