Produktbild: Hegels Phänomenologie des Geistes (Wintersemester 1930/31)
Band 32

Hegels Phänomenologie des Geistes (Wintersemester 1930/31) Freiburger Vorlesung Wintersemester 1930/31

1

39,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1997

Herausgeber

Ingtraud Görland

Verlag

Klostermann, Vittorio

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/15,4/2,3 cm

Gewicht

384 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-465-02923-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.1997

Herausgeber

Ingtraud Görland

Verlag

Klostermann, Vittorio

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,3/15,4/2,3 cm

Gewicht

384 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-465-02923-6

Herstelleradresse

Klostermann, Vittorio, GmbH
Westerbachstr. 47 Haus 1, 2 OG
60489 Frankfurt
Deutschland
Email: verlag@klostermann.de
Url: www.klostermann.de
Telephone: +49 69 97081614

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  • Zitronenblau

    4/5

    02.01.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hegels brillante Vorlesung zur Phänomenologie des Geistes

    Heideggers Vorlesung über Hegels PG von 1930/31 ist einen wunderbares und eröffnendes Stück Hermeneutik. Heidegger geht vom Begriff des absoluten Wissens aus: "Das Sichwissen als der nicht gebundene Ursprung der Einheit und Zusammengehörigkeit beider, des Selbtsbewusstseins und des Bewusstseins, dieses Wissen ist das rein nicht gebundene, rein losgelöste, das absolute Wissen - [...] die Vernunft." Obschon Hegel Phänomenologe in der Traditon Husserls ist, geht er partiell sehr sprachanalytisch vor, klärt die Begriffswelt Hegels, der die Erfahrung nicht über oder von etwas versteht, sondern an bzw. mit... Zudem klärt er auch die Grammatik Hegels wie z.B. den "Geistes-Genetiv" im Hegelschen Titel der Phänomenologie ("Zur-Erscheinung-Kommen des Geistes"). So geht er auf den Begriff der Anschauung vom Allgemeinen ("Die das Wesen selbst gebende Anschauung in diesem ersten Sinne ist die phänomenologische Anschauung.") über in die besondere der Bewusstseinserfahrung: "Es - das Bewusstsein - ist 'in der Erfahrung selbst begriffen'". Brillant ist hierbei der dialektische Erfahrungsbegriff "Für-das-Bewusstsein-Sein, Gewusstsein - dieses Sein für... ist das Wissen. [...] und dieses Wissen selbst als gewusstes wird dabei anderes als es vordem war." Damit wird das absolute Wissen der Geist, denn "[er] ist dieses zusichselbstkommende Beisichselbstsein im Sichanderswerden." Vom absoluten Wissen des Subjekts wandert Heidegger nun zur und "über" die sinnliche Gewissheit entlang der Phänomenologie. Er weiß zur Hegeleschen Dialektik als Methode zu sagen: "1. Das Seinsproblem bleibt auf den Logos orientiert; 2. diese 'logische' Orientierung aber ist Unruhe, ist absolvent aus der Un-endlichkeit verstanden. [...] Weil aber dieses Logische das Dialogisch-Dialektische ist, kann nun Hegel, und der Deutsche Idealismus überhaupt, die Allheit des Seienden in seinem Sein aus der Ichheit als der Unendlichkeit begreifen." Analog zu seinem "Sein und Zeit" zieht er das Hegelsche "Dieses und Jetzt" der sinnlichen Gewissheit. Heidegger geht weiter zur Wahrnehmung ("... es nimmt so die Wahrheit des Wahrgenommenen in sich und auf sich."), er bringt so das wahrgenommene Ding in der auch angerechneten Erweiterung der Transzendentalphilosophie Kants zur Formel: Ding = Eins + Auch. Die Kraft des Verstandes ist nun mehr das Auchdenkende des Auchs des Eins zusammen mit dem Eins. Hegel glaubt nicht an die unwahrnehmbare Welt der Dinge an sich (Kant): "Wenn das Ding an sich absolut Gewusstes und Wissbares ist, dann so, dass es seinen Gegenstandscharakter verliert, d.h. wahrhaft an sich, ein Sichhaftes, Fürsichhaftes wird..." Er zitiert Hegel am Schluss des Bewussstseinsabschnitts: "Es zeigt sich, dass hinter dem so g. Vorhange, welcher das Innere verdecken soll, nichts zu sehen ist, wenn wir nicht selbst dahintergehen..." Heidegger vollzieht denÜbergang vom Verstand zum Selbstbewusstsein über seine Onto-theo-ego-Logik. Das unglückliche Bewusstsein ist schließlich das Wissen von sich als Wissen und aber Gewusstes von diesem sich selbst wissenden Wissen: "Denn die 'Vernunft ist die Gewissheit des Bewusstseins [d.h. des Selbstbewusstseins] alle Realität zu sein'". Am Ende bringt Heidegger sein "Sein und Zeit" noch einmal stark mit hinein, viel wichtiger ist aber seine Hegelsche Würdigung, die er ins Allgemeine zieht: "dass jeder wirkliche Philosoph [...] im Innersten das Wort seiner Zeit ist."

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