Produktbild: Fragmente einer Sprache der Liebe

Fragmente einer Sprache der Liebe

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12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29774

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.10.1988

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

279

Maße (L/B/H)

17,8/11,1/1,7 cm

Gewicht

175 g

Farbe

Eisblau / Anthrazit

Auflage

21

Originaltitel

Fragments d'un discours amoureux

Übersetzt von

Hans-Horst Henschen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-38086-4

Beschreibung

Rezension

» Roland Barthes' letztes Werk ist damit nicht nur eine unverzichtbare methodische Grundlage für jeden Literaturwissenschaftler Und Deutschlehrer, sondern es verschafft jedem Leser einen höchst informativen Einblick ins menschliche Denken und entwirrt auf erhellende Weise die unergründlichen Mechanismen der Liebe.« ("Münchner Merkur")
»Scherben bringen Glück? Diese Bruchstücke bringen Glück im Unglück.« ("DIE WELT")
»Das Subjekt gehört zum Bestand der Falschheit – das ist die zugrundliegende Erkenntnis in allen Schriften Roland Barthes. Es ist eine Erkenntnis, die entlastet, nicht deprimiert. Mit ihr lässt sich leichter leben, was sich nirgends schöner zeigt, als in diesem Buch.« ("WDR")
»Kaum ein anderer Autor hat so scharfsinnig und differenziert über die diversen Ausrichtungen, Absonderlichkeiten, Körperlichkeiten und gelegentlich die Höhen der Metaphysik erreichenden Spielarten eines merkwürdigen Gefühls geschrieben wie Roland Barthes.« ("Deutschlandfunk")
»Ein wunderbarer, ewiger Klassiker« ("WELT AM SONNTAG")

Produktdetails

Verkaufsrang

29774

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.10.1988

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

279

Maße (L/B/H)

17,8/11,1/1,7 cm

Gewicht

175 g

Farbe

Eisblau / Anthrazit

Auflage

21

Originaltitel

Fragments d'un discours amoureux

Übersetzt von

Hans-Horst Henschen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-38086-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    07.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Fragmente einer Sprache der Liebe

    Es handelt sich, wie der Titel sagt, um Fragmente, die sich im Kopf zusammensetzen wie ein Mosaik. Und so wie im Mosaik die Füllmasse die Mosaiksteine verbindet, so hat die Phantasie der Leserin, des Lesers Raum, die Einzelteile zu verbinden, heisst: Leserin und Leser kommen im Text vor, sind unverzichtbar. Sie erzählen vom "ich", vom "du", vom "wir". Auch vom Ungesagten. Von Verbindung, Kreation, Austausch. Und so erzählen die Fragmente sehr viel über das Wesen der Liebe.

  • Bewertung

    5/5

    23.12.2011

    Buch (Taschenbuch)

    lesbare philologie

    wenn man ein wirklich hilfreiches buch zu diesem thema sucht ist man hier bestens versorgt, es bietet sich eine klare analyse der methoden und möglichkeiten von liebeshandlungen und deren verarbeitungen nicht nur in literarischen sondern auch philosophischen texten für den lesegenuss der anderen art kann man selbst sorgen, wenn man sich die essays zur hand nimmt, wenn man selbst verliebt ist doch dann kann ich aufgrund der doch sehr dringlichen sprache nicht garantieren, dass man über sich selbst lacht oder weint

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    Jérôme Wiedenhaupt

    Thalia Hildesheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    "Die Liebe ist eine Illusion, vor der man fortan auf der Hut sein muss"

    Die Liebe vermag die Liebenden bekanntlich sprachlos zu machen, sodass der von Roland Barthes beabsichtigte Versuch, gerade jene Sprache zu entziffern, die von den Liebessubjekten ausgeht, scheinbar paradox daherkommt. Barthes geht es hier weniger um das dialogische Verhältnis zweier Liebende, als vielmehr um den inneren Monolog, welchen Liebende mit sich selber führen. Um jenes imaginäre Meer von Sprachanwandlungen, die den Liebenden regelrecht überschwemmen können und vor welchem zu fliehen, wie aus einem gedanklichen Käfig, fast unmöglich ist. Aufgrund der fehlenden Kohärenz, die diesen Sprachsystemen zugrunde liegt, sei sie eine fragmentarische Ausdrucksform, die aus lauter Satzbruchstücken besteht. Sie kann kein harmonisches Ganzes ausbilden, da der Liebende durch die vielen unterschiedlichen Zustände, in die ihn seine Liebe bringt, auch entsprechend viele Figuren bilde, so Barthes. So facettenreich das Liebesgefühl sich zu äußern vermag, so unterschiedlich stellt sich auch die jeweilige Sprachfigur dar. Roland Barthes will den Begriff der Figur nicht als etwas statisches, sondern vielmehr als einen dynamischen Prozess, einen Dis-cursus, bei dem sich das Subjekt gedanklich ständig bewege, verstanden wissen. Eine Figur unterscheidet sich von einer anderen durch die jeweils verschiedenen, charakteristischen Zeichensysteme, die sie auszeichnen. Für die Beschreibung bedient sich Barthes verschiedener Wissensbereiche, wie der Literatur, aus der er bevorzugt Goethe herausgreift, der Psychoanalyse mit Freud und Lacan, der Philosophie, aber auch der Mystik, um die verschiedensten Zugänge zu vereinen. Alphabetisch präsentiert uns Barthes nun all die Figuren aus denen sich das liebende Subjekt konstituieren lässt. In Fragmente einer Sprache der Liebe zeigt uns Barthes jedoch nicht nur jene typischen allbekannten Liebesäüßerungen, sondern entwirft auch eine Art Liebesmetaphysik, die aufzeigt wie Liebende in einer Hülle aus Wahrheit eingeschlossen werden können. So erfahren wir im Abschnitt "Wahrheit", der starke Einflüsse von Jean Paul Sarte erkennen lässt, wie ein gegenseitiges Anerkennen dazu führt, dass einzig das liebende Subjekt dazu fähig ist, den anderen in seiner Wahrheit zu erkennen. Die Legitimation der eigenen Person wirkt dadurch scheinbar entäußert. Das eigene Sein muss der Andere immer wieder erschaffen, um die Wahrheit der Liebe kontinuierlich existieren zu lassen. Auf diese Weise leben die Liebenden in einer eingeschlossenen Blase, die von den Liebenden als objektiv angesehen wird und von der Welt als eine bloße Illusion. "Nicht die Wahrheit ist wahr", schreibt Barthes, sondern "es ist die Beziehung zur Illusion, die wahr wird". Liebe macht daher eigentlich nicht blind, sondern verleiht eine absolute Weitsichtigkeit. Ein wunderbares Buch, dass sich nur schwer klassifizieren lässt. Es vereint Poetisches mit Prosaischem, bedient sich semiotischer und sprachphilosophischer Werkzeuge und schweift gerne mal in mythische Theorien ab. Hier liegt ein Liebesdiskurs vor, der sicher nicht zu einer Entzauberung der Liebe beiträgt, sondern sie nur umso bedeutender erscheinen lässt

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