Das Fest des Ziegenbocks

Das Fest des Ziegenbocks

Roman

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Das Fest des Ziegenbocks

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Beschreibung


Als Urania Cabral nach langen New Yorker Exiljahren nach Santo Domingo zurückkehrt, auf die Insel, die sie nie wieder betreten wollte, findet sie ihren Vater stumm und im Rollstuhl vor. Der einstige Senatspräsident und Günstling des Diktators blickt sie auf ihre schweren Vorwürfe nur starr an, und Urania bleibt allein mit ihren Erinnerungen an die Zeit der Willkür – und an ein ungeheuerliches Geschehen.

Mit ihr kehren wir zurück ins Jahr 1961, als die dominikanische Hauptstadt noch Ciudad Trujillo heißt. Dort herrscht ein Mann, der nie schwitzt, mit absoluter Macht über drei Millionen Untertanen, nackte Gewalt ausübend, wo sie ihm nutzt, Charme und intellektuelle überlegenheit ausspielend, wo er die Gebildeten und die Oberschicht ins Kalkül zieht. Uranias Vater ist da nur eine Schachfigur im perfiden Spiel des Diktators.

Während der »Große Wohltäter«, der fast das ganze Land in seinen persönlichen Besitz gebracht hat, Militär, Kirche, amerikanische Botschaft im Schach zu halten vermeint, sind seine Attentäter längst unterwegs – ohne ihrerseits zu ahnen, daß in ihrem Rücken ein machiavellistischer Machtwechsel im Gange ist.

Im eisigen Zentrum von Vargas Llosas Roman steht die nur allzu reale Gestalt des General Leónidas Trujillo, genannt »Der Ziegenbock«. Doch der Blick des Schriftstellers dringt unter die historische Haut, macht uns zu Zeitgenossen, zu Mitwissern. Den Verschwörern mit ihrer brennenden Begierde, ihren Demütiger zu beseitigen, den intelligenten Politschranzen und den Opfern gibt der Erzähler seine eindringliche Stimme. Und er schürzt den dramatischen Knoten so gekonnt, daß diese Psychographie der Macht und ihrer Verheerungen wie ein Thriller zu lesen ist.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.10.2002

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

538

Maße (L/B/H)

19/11,8/3,5 cm

Gewicht

494 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.10.2002

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

538

Maße (L/B/H)

19/11,8/3,5 cm

Gewicht

494 g

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

La Fiesta del Chivo

Übersetzer

Elke Wehr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39927-9

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Roman über den Operetten-Diktator

Norbert aus Düsseldorf am 15.05.2020

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Diktatorenroman "Das Fest des Ziegenbocks" (auf spanisch: "La fiesta del chivo") erschien im Jahre 2000, wobei die Kritik das Werk zunächst eher gespalten aufnahm. Einigen Kollegen war Vargas Llosas Erzählung zu flach, sie störten sich u. a. an den recht umfangreichen Gewalt- und Folterszenen im Buch. Der im Titel genannte Ziegenbock war Rafael Trujillo, der die Dominikanische Republik unter verschiedenen Fantasie-Titeln von 1930 bis 1961 als Diktator regierte. Nach allem was man so über ihn lesen kann, waren er und seine Söhne Sadisten und Massenmörder, Trujillo lies z. B. ca. 25.000 (dunkelhäutige) Haitianer ermorden und schminkte seine eigentlich dunkle Haut heimlich hell. Die Geschichte des Buchs spielt weitgehend auf zwei Zeitebenen, einerseits in der Gegenwart Ende der 90er Jahre, andererseits in der Zeit vor und nach dem Ende des Tyrannen 1961. Am Anfang noch etwas zäh, wird die Handlung im zweiten Teil zunehmend spannender, das Durchhalten lohnt sich also.

Roman über den Operetten-Diktator

Norbert aus Düsseldorf am 15.05.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Diktatorenroman "Das Fest des Ziegenbocks" (auf spanisch: "La fiesta del chivo") erschien im Jahre 2000, wobei die Kritik das Werk zunächst eher gespalten aufnahm. Einigen Kollegen war Vargas Llosas Erzählung zu flach, sie störten sich u. a. an den recht umfangreichen Gewalt- und Folterszenen im Buch. Der im Titel genannte Ziegenbock war Rafael Trujillo, der die Dominikanische Republik unter verschiedenen Fantasie-Titeln von 1930 bis 1961 als Diktator regierte. Nach allem was man so über ihn lesen kann, waren er und seine Söhne Sadisten und Massenmörder, Trujillo lies z. B. ca. 25.000 (dunkelhäutige) Haitianer ermorden und schminkte seine eigentlich dunkle Haut heimlich hell. Die Geschichte des Buchs spielt weitgehend auf zwei Zeitebenen, einerseits in der Gegenwart Ende der 90er Jahre, andererseits in der Zeit vor und nach dem Ende des Tyrannen 1961. Am Anfang noch etwas zäh, wird die Handlung im zweiten Teil zunehmend spannender, das Durchhalten lohnt sich also.

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von Mario Vargas Llosa

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