Produktbild: Der Kutscher und der Wappenmaler
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Der Kutscher und der Wappenmaler Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.07.1983

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20/12,5/1 cm

Gewicht

164 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-37434-4

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.07.1983

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20/12,5/1 cm

Gewicht

164 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-37434-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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Der Roman „Der Kutscher und…

MaWiOr aus Halle am 09.12.2016

Bewertungsnummer: 2707412

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman „Der Kutscher und der Wappenmaler“ von Hermann Lenz (1913-1998) erschien bereits 1975 bei Suhrkamp, wo er nun in der Bibliothek Suhrkamp vorliegt. Wie der etwas altmodische Titel schon vermuten lässt, führt der Roman in die Vergangenheit zurück. Und tatsächlich entführt der Autor den Leser immer wieder in das Zeitalter der Kutschen und Gaslaternen. Der Kutscher August Kandel sitzt hoch oben auf seinem Kutschbock und macht sich seine Gedanken über die Welt um sich, über seine Mitmenschen und den Alltag („Was für eine Gesellschaft, in die du mit der Zeit geraten bist. Ja, mit der Zeit.“). In dieses Gegenwartsgeschehen werden immer wieder Erinnerungen eingeblendet. Im Mittelpunkt steht aber seine Bekanntschaft mit dem Wappenmaler Fuchsberger, der für ihn aus einer anderen Welt kommt. Seit der ersten Begegnung geht ihm der seltsame Wappenmaler nicht mehr aus dem Sinn, obwohl es keinen innigen Kontakt gibt. Lenz erzählt einzelne Stationen aus Kandels Lebensgeschichte von 1910 bis 1937. Daneben beleuchtet er auch das Leben seiner Nichte Lili und ihres Sohnes Erich. All diese Protagonisten müssen sich ducken vor den gesellschaftlichen Verhältnissen. Doch es ist keine Duckmäuserei, ihre geistige Freiheit holen sie sich aus ihren Träumen (oder aus der Beschäftigung mit Mörike). Am Ende stirbt Kandel mit einem Fremdheitsgefühl, das er zeitlebens gespürt hat - ein neuer Weltbrand klopft schon an die Tür. „Der Kutscher und der Wappenmaler“ ist ein stiller Roman, der seine Figuren, ihr Sichkleinmachen und die Zeitumstände genau beobachtet. Diese Beobachtungen und Wahrnehmungen schildert Lenz detailreich, fast analytisch und in einer sehr poetischen Sprache.

Der Roman „Der Kutscher und…

MaWiOr aus Halle am 09.12.2016
Bewertungsnummer: 2707412
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman „Der Kutscher und der Wappenmaler“ von Hermann Lenz (1913-1998) erschien bereits 1975 bei Suhrkamp, wo er nun in der Bibliothek Suhrkamp vorliegt. Wie der etwas altmodische Titel schon vermuten lässt, führt der Roman in die Vergangenheit zurück. Und tatsächlich entführt der Autor den Leser immer wieder in das Zeitalter der Kutschen und Gaslaternen. Der Kutscher August Kandel sitzt hoch oben auf seinem Kutschbock und macht sich seine Gedanken über die Welt um sich, über seine Mitmenschen und den Alltag („Was für eine Gesellschaft, in die du mit der Zeit geraten bist. Ja, mit der Zeit.“). In dieses Gegenwartsgeschehen werden immer wieder Erinnerungen eingeblendet. Im Mittelpunkt steht aber seine Bekanntschaft mit dem Wappenmaler Fuchsberger, der für ihn aus einer anderen Welt kommt. Seit der ersten Begegnung geht ihm der seltsame Wappenmaler nicht mehr aus dem Sinn, obwohl es keinen innigen Kontakt gibt. Lenz erzählt einzelne Stationen aus Kandels Lebensgeschichte von 1910 bis 1937. Daneben beleuchtet er auch das Leben seiner Nichte Lili und ihres Sohnes Erich. All diese Protagonisten müssen sich ducken vor den gesellschaftlichen Verhältnissen. Doch es ist keine Duckmäuserei, ihre geistige Freiheit holen sie sich aus ihren Träumen (oder aus der Beschäftigung mit Mörike). Am Ende stirbt Kandel mit einem Fremdheitsgefühl, das er zeitlebens gespürt hat - ein neuer Weltbrand klopft schon an die Tür. „Der Kutscher und der Wappenmaler“ ist ein stiller Roman, der seine Figuren, ihr Sichkleinmachen und die Zeitumstände genau beobachtet. Diese Beobachtungen und Wahrnehmungen schildert Lenz detailreich, fast analytisch und in einer sehr poetischen Sprache.

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Der Kutscher und der Wappenmaler

von Hermann Lenz

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