Produktbild: Ganz die Deine

Ganz die Deine Roman

4

9,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2009

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,8/11,5/2,3 cm

Gewicht

199 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Tuya (2003)

Übersetzt von

Peter Kultzen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20458-4

Beschreibung

Rezension

»Betrug und Eifersucht – eigentlich eine abgedroschene Ausgangssituation für einen Krimi. Aber was die argentinische Kinderbuch- und Theaterautorin Claudia Piñeiro in ihrem Romandebüt daraus macht, ist grandios. Raffiniert verknüpft sie Humor mit Tragödie, ein düsteres Bild von den Menschen und ihren Familienverhältnissen mit einem leichten, ironischen Ton, den Peter Kultzen makellos ins Deutsche übertragen hat.« ("focus")
»Ein grandioses Debüt mit bissigem Humor und gesundem Abstand. ›Ganz die Deine‹ ist eine bitterböse Liebesgeschichte, ein raffiniert und stilistisch gekonnt erzählter Kriminalroman, in dem sich Opfer- und Täterrollen fast gänzlich auflösen. Sämtliche Protagonisten sind Getriebene – jeder freilich von einem eigenen Motiv. In diesem Roman sind alle so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht merken, wie schnell sich um sie herum jene Strukturen auflösen, deren Aufrechterhaltung ihnen doch vorderstes Ziel zu sein schien.« ("Magazin für Literatur")
»Auf packende Weise deckt Claudia Piñeiro über die Eheproblematik einen Teil der bürgerlichen Scheinwelt auf, in der die Leidtragenden nicht selten die Kinder sind. Ihr bevorzugtes Stilmittel: eine Ironie, die streckenweise sarkastische Züge annimmt. Glückwunsch dem Übersetzer, der die stilistischen Feinheiten adäquat ins Deutsche übertrug.« ("Neues Deutschland")
»Die Autorin versteht sich auf rasche Dialoge und treffende Charakterisierungen. Man liest ihr Buch gebannt, in einem Zug – und merkt erst hinterher, dass man nicht nur einen raffinierten Krimi verschlungen, sondern zugleich einen klugen Traktat über Freiheit und Treue, Liebe und Ehe gelesen hat.« ("NZZ am Sonntag")
»Ein ausgesprochenes Lob gebührt ihrem Übersetzer, dem es in seiner Übertragung ins Deutsche gelungen ist, den literarischen Fluss, man möchte fast sagen, den Übermut am Schreiben der Autorin zu bewahren.« ("Literatur Nachrichten")
»Piñeiro führt uns mit angemessener Lakonie durch diesen unerklärten, verdeckten und schmutzigen Krieg, der am Ende allerlei Opfer kennt und bietet mittendrin eine Wendung an, deren Raffinesse verblüfft – ein schöner böser Spaß.« ("Park Avenue")
»Ein extrem glaubwürdiges Psychodrama, eine düstere Version der ›Desperate Housewives‹. Das Vorstadtidlyll wird gnadenlos auseinandergenommen, hinter gepflegten Hecken lauern Abgründe, die Verlogenheit der perfekten Fassade wird offenbar. Einerseits birgt die Geschichte eine Menge Tragik, schließlich steuert alles auf eine Katastrophe zu. Andererseits ist das so clever gemacht, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und so hübsch zusammengefügt, dass es mir großen Spass gemacht hat, genau dabei zuzusehen.« ("WDR 2")
»Eine Entdeckung: Eine fulminante, toll geplottete, direkt ins Tiefschwarze treffende und dabei sehr unterhaltsame romantische Tragödie. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Kriminalliteratur aus Südamerika im weltweiten Vergleich derzeit ganz oben mitmischt.« ("WDR")
»Ein toller Roman über Liebe und Rache – humorvoll und gefährlich, raffiniert und bitterböse, ein einmaliges Lesevergnügen!« ("Radio Euroherz")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2009

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,8/11,5/2,3 cm

Gewicht

199 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Tuya (2003)

Übersetzt von

Peter Kultzen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20458-4

Herstelleradresse

Nördlinger Verlagsauslfg
Augsburger Str. 67a
86720 Nördlingen
DE

Email: Kundenservice@beck.de

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die Rolle der Frau

M. Zetzsche aus Halle / Saale am 15.09.2009

Bewertungsnummer: 611646

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inés, die seit Jahren in der Rolle der Hausfrau und Mutter aufgeht, entdeckt in den Sachen ihres Mannes einen kleinen Zettel. "Ganz die Deine" ließt sie darauf und ein kleines Herz ist darunter gezeichnet... Etwas ernstes kann es nicht sein, sie kennt ihren Mann Ernesto, der nichts übrig hat für sentimentale Kritzeleien. Dennoch beschließt sie ihn ein bisschen auszuspionieren, schließtlich hat man ja keine Geheimnisse voreinander, nur warten bis Ernesto mit ihr spricht will sie auch nicht. Eines Abends sieht Inés wie ihr Mann mit einer Frau streitet, sie fällt und bleibt liegen, Ernesto versenkt die Frau im See und für Inés ist die Sache damit erledigt. Nur ihr Mann denkt gar nicht daran, seine außereheliche Beziehung aufzugeben... ...denn die im See versenkte Frau war nicht seine Geliebte, Ernesto wägt sich in Sicherheit, denn ohne Leiche kein Mord. Durch einen anonymen Anruf von Inés wird die Leiche doch gefunden und die Geschichte bekommt eine neue Wendung. Bis zum Schluss handelt Inés in der festen Überzeugung das was sie tut, alleine ihrer Familie zugute kommt, sie nimmt dafür sogar in Kauf eine Mörderin zu werden. Jeder der beiden Protagonisten hat die Realität mit seinen Wunschbildern ersetzt und handelt, natürlich in seiner Welt richtig, daraus entsteht ein bitterböses und zynisches Gerüst das sich im ganzen Buch aufrecht hält und nicht einmal in Bedrängnis gerät, was eine Meisterleistung der Autorin ist.

die Rolle der Frau

M. Zetzsche aus Halle / Saale am 15.09.2009
Bewertungsnummer: 611646
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Inés, die seit Jahren in der Rolle der Hausfrau und Mutter aufgeht, entdeckt in den Sachen ihres Mannes einen kleinen Zettel. "Ganz die Deine" ließt sie darauf und ein kleines Herz ist darunter gezeichnet... Etwas ernstes kann es nicht sein, sie kennt ihren Mann Ernesto, der nichts übrig hat für sentimentale Kritzeleien. Dennoch beschließt sie ihn ein bisschen auszuspionieren, schließtlich hat man ja keine Geheimnisse voreinander, nur warten bis Ernesto mit ihr spricht will sie auch nicht. Eines Abends sieht Inés wie ihr Mann mit einer Frau streitet, sie fällt und bleibt liegen, Ernesto versenkt die Frau im See und für Inés ist die Sache damit erledigt. Nur ihr Mann denkt gar nicht daran, seine außereheliche Beziehung aufzugeben... ...denn die im See versenkte Frau war nicht seine Geliebte, Ernesto wägt sich in Sicherheit, denn ohne Leiche kein Mord. Durch einen anonymen Anruf von Inés wird die Leiche doch gefunden und die Geschichte bekommt eine neue Wendung. Bis zum Schluss handelt Inés in der festen Überzeugung das was sie tut, alleine ihrer Familie zugute kommt, sie nimmt dafür sogar in Kauf eine Mörderin zu werden. Jeder der beiden Protagonisten hat die Realität mit seinen Wunschbildern ersetzt und handelt, natürlich in seiner Welt richtig, daraus entsteht ein bitterböses und zynisches Gerüst das sich im ganzen Buch aufrecht hält und nicht einmal in Bedrängnis gerät, was eine Meisterleistung der Autorin ist.

Unterhaltsam - witzig - bitterböse: schwarzer Humor vom Feinsten

Eternal-Hope aus Österreich am 25.02.2025

Bewertungsnummer: 2422026

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein so witziges und unterhaltsames Buch wie dieses habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Inés lebt gemeinsam mit ihrem Mann Ernesto und der gemeinsamen, jugendlichen Tochter Laura, genannt "Lali", in einem Haus in Buenos Aires. Die Ehe ist mit den Jahren leidenschaftslos geworden, Sex gibt es nur noch selten, doch damit hat sich Inés im Großen und Ganzen arrangiert. Sowieso hat sie einen eher zynischen Blick auf das Leben und Beziehungen und geht davon aus, dass jede Frau früher oder später betrogen wird, was für sich betrachtet auch gar nicht so schlimm sei. So verliert sie auch nicht die Nerven, als sie bei ihrem Mann Zettel findet, die mit "Ganz die Deine" unterschrieben sind, und als sie ihrem Mann des Nachts nachfährt und beobachtet, wie bei einem heftigen Streit mit seiner Geliebten diese durch einen starken Stoß versehentlich zu Tode kommt, ist sie sogar erst einmal bereit, gemeinsam mit ihrem Mann den Tod zu vertuschen und ihm ein Alibi zu liefern, denn, typisch Inés' pragmatische Einstellung zum Leben: "Was Ernesto und mich anging: Unsere Pflicht war es, die Sache so schnell wie möglich zu vergessen und nach vorne zu blicken. Das würde ich zu ihm sagen, sobald er mir alles gestanden hätte." Inés ist also bereit, an ihrem bisherigen doch recht komfortablen Leben und dem damit verbundenen Familienkonstrukt festzuhalten, auch wenn Ernesto sie betrogen hat. Aber alles hat Grenzen... und so wird es irgendwann möglicherweise eine weitere Leiche geben. Das Buch ist in kurzen Kapiteln geschrieben. Abwechselnd erzählt Inés aus der Ich-Perspektive, manchmal lesen wir in der dritten Person von ihr, dazwischen sind Dialoge zwischen der jugendlichen Tochter Lali, die mit ihren ganz eigenen Problemen kämpft (wovon die Mutter nichts ahnt und auch nichts sehen will, denn die beiden haben sich stark voneinander entfremdet) und verschiedenen Personen in deren Leben, und auch Ernesto kommt zwischendurch mal aus seiner Perspektive zu Wort, wodurch sich auch wieder Neues und Überraschendes zeigt. Dazwischen gibt es Einschübe aus verschiedenen Büchern zu den unterschiedlichen Todesarten und wie man die damit verbundenen Spuren verwischt. Das Buch kann man an einem Abend entspannt weglesen und wird dabei bestens unterhalten - witzige Unterhaltungsliteratur vom Feinsten - Leseempfehlung!

Unterhaltsam - witzig - bitterböse: schwarzer Humor vom Feinsten

Eternal-Hope aus Österreich am 25.02.2025
Bewertungsnummer: 2422026
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein so witziges und unterhaltsames Buch wie dieses habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Inés lebt gemeinsam mit ihrem Mann Ernesto und der gemeinsamen, jugendlichen Tochter Laura, genannt "Lali", in einem Haus in Buenos Aires. Die Ehe ist mit den Jahren leidenschaftslos geworden, Sex gibt es nur noch selten, doch damit hat sich Inés im Großen und Ganzen arrangiert. Sowieso hat sie einen eher zynischen Blick auf das Leben und Beziehungen und geht davon aus, dass jede Frau früher oder später betrogen wird, was für sich betrachtet auch gar nicht so schlimm sei. So verliert sie auch nicht die Nerven, als sie bei ihrem Mann Zettel findet, die mit "Ganz die Deine" unterschrieben sind, und als sie ihrem Mann des Nachts nachfährt und beobachtet, wie bei einem heftigen Streit mit seiner Geliebten diese durch einen starken Stoß versehentlich zu Tode kommt, ist sie sogar erst einmal bereit, gemeinsam mit ihrem Mann den Tod zu vertuschen und ihm ein Alibi zu liefern, denn, typisch Inés' pragmatische Einstellung zum Leben: "Was Ernesto und mich anging: Unsere Pflicht war es, die Sache so schnell wie möglich zu vergessen und nach vorne zu blicken. Das würde ich zu ihm sagen, sobald er mir alles gestanden hätte." Inés ist also bereit, an ihrem bisherigen doch recht komfortablen Leben und dem damit verbundenen Familienkonstrukt festzuhalten, auch wenn Ernesto sie betrogen hat. Aber alles hat Grenzen... und so wird es irgendwann möglicherweise eine weitere Leiche geben. Das Buch ist in kurzen Kapiteln geschrieben. Abwechselnd erzählt Inés aus der Ich-Perspektive, manchmal lesen wir in der dritten Person von ihr, dazwischen sind Dialoge zwischen der jugendlichen Tochter Lali, die mit ihren ganz eigenen Problemen kämpft (wovon die Mutter nichts ahnt und auch nichts sehen will, denn die beiden haben sich stark voneinander entfremdet) und verschiedenen Personen in deren Leben, und auch Ernesto kommt zwischendurch mal aus seiner Perspektive zu Wort, wodurch sich auch wieder Neues und Überraschendes zeigt. Dazwischen gibt es Einschübe aus verschiedenen Büchern zu den unterschiedlichen Todesarten und wie man die damit verbundenen Spuren verwischt. Das Buch kann man an einem Abend entspannt weglesen und wird dabei bestens unterhalten - witzige Unterhaltungsliteratur vom Feinsten - Leseempfehlung!

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von Claudia Piñeiro

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